Die literarischen Epochen der deutschen Literatur: Von der Aufklärung bis zur Weimarer Klassik
Die Aufklärung markierte einen fundamentalen Wendepunkt in der deutschen Literaturgeschichte. Diese Epoche zeichnete sich durch die Betonung der Vernunft und des kritischen Denkens aus. Der Mensch wurde als selbstbestimmtes, vernunftbegabtes Wesen betrachtet, das durch Bildung zur Vollkommenheit gelangen kann.
Definition: Die Aufklärung ist eine geistesgeschichtliche Strömung, die den Menschen aus seiner "selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Kant) befreien wollte.
Die zentrale Philosophie der Aufklärung manifestierte sich in Kants kategorischem Imperativ: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte." Diese ethische Grundregel verdeutlicht das aufklärerische Ideal der Vernunftorientierung und universellen Moral.
Bedeutende Vertreter wie Gotthold Ephraim Lessing thematisierten in ihren Werken gesellschaftskritische Aspekte. "Nathan der Weise" beispielsweise propagiert religiöse Toleranz und humanistische Werte. Die Literatur dieser Zeit diente als Bildungsinstrument und sollte zur moralischen Vervollkommnung der Gesellschaft beitragen.
Merkmale: Zentrale Aspekte der Aufklärungsliteratur:
- Vernunftorientierung
- Religionskritik
- Bildungsideal
- Moralische Erziehung
- Gesellschaftskritik











