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Gedichtanalyse „ der Römische Brunnen“

Gedichtanalyse „ der Römische Brunnen“

 Zoë Koberstein
GYEN3b
Gedichtanalyse
Das Gedicht ,,Der römische Brunnen“, das 1882 von Conrad Ferdinand Meyer
geschrieben wurde, handelt vo

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Meine Analyse zu dem Gedicht der Römische Brunnen von Conrad Ferdinand Meyer

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Zoë Koberstein GYEN3b Gedichtanalyse Das Gedicht ,,Der römische Brunnen“, das 1882 von Conrad Ferdinand Meyer geschrieben wurde, handelt von seiner Beschreibung eines Brunnens und seinen drei Schalen. Das Gedicht besteht aus einer Strophe mit acht Versen, es lässt sich anhand des Erscheinungsjahres und der Lebenszeit des Autors der Epoche Realismus zuordnen. Dieses Gedicht ist ein klassisches Gedicht einer Dingbeschreibung, für die Meyer bekannt ist. Ein weiteres bekanntes Gedicht ist ,,Zwei Segel". Es liegt ein regelmäßiger Wechsel von Senkungen und Hebungen vor und weist daher einen vierhebigen Jambus auf, der dem Gedicht etwas Temperamentvolles verleiht. Das Temperament findet man in der Wasserfontäne wieder, die das Wasser selbstsicher und dynamisch durch die drei Schalen des Brunnen stößt. Es liegt außerdem ein steigendes Versmaß vor als Analogie für den langsamen Anstieg des Wassers. Das gesamte Gedicht ist in einer männlichen Kadenz geschrieben. Das erzeugt ein fließendes Sprechen beim Lesen des Gedichtes und könnte verwendet worden sein, um die Tiefe dieses auf den ersten Blick sachlichen Gedichtes zum Ausdruck zu bringen. Es wird ein Kreuzreim verwendet, Vers eins und drei reimen sich und Vers zwei und vier. Das Schema verläuft so auch durch die anderen vier Verse. Es ergibt sich der Eindruck, dass Meyer den Kreuzreim gewählt hat, weil es den Übergang der verschiedenen Schalen des Brunnens unterstreicht. Da das Kreuz ein Symbol für Glauben...

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und Religion ist, lässt sich erschließen das, dass das Gedicht für etwas tiefgründigeres steht als nur eine Gegenstandsbeschreibung. Der Autor beschreibt mit dem ersten Vers den Anfang und so gleich schon das Ende der Wasserfontäne, das könnte für den Beginn des Lebens mit der Geburt und dem Abschluss des Lebens mit dem Tod stehen. Das verwendete Verb „gießt“ verleiht eine gute bildliche Vorstellung des Geschehens der Wasserfontäne. Es wird zum Ausdruck gebracht, wie elegant das Wasser sich in die einzelnen Schalen ergießt. Der zweite Vers stellt einen direkten intratextuellen Bezug zum ersten Vers her, es wird beschrieben wie der Wasserstrahl in die erste Marmorschale des Römischen Brunnens fällt. Das bisher beschriebene Geschehen ist ein Verlauf, der sich durch alle acht Verse zieht. Somit hat jeder Vers einen textlichen Bezug zum anderen, denn es wird ein Prozess beschrieben der erst nach dem achten Vers abgeschlossen ist. Die Marmorschale gibt einen optischen Impuls auf das verwendete Material und die Optik des Brunnens. Marmor leitet sich aus der Vokabel für schimmern und glänzen ab, es verweist also auf eine schöne, schimmernde Oberfläche. Es könnte also extra die Marmorschale gewählt worden sein, denn sie hat auf den ersten Blick eine schöne und anziehende Oberfläche, vielleicht könnte Meyer damit auch das Aussehen eines Menschen gemeint haben. Durch das Wort „verschleiernd“ könnte die nicht ganz klare Sicht einer Person gemeint sein, deren Blick ähnlich wie von einem Schleier versperrt ist. Dieses Wort bringt die eigentlich tiefere Bedeutung der Botschaft des Gedichtes zum Ausdruck. Möglicherweise werden die einzelnen Lebensphasen eines Menschen angesprochen, dafür werden im Gedicht die drei Schalen des Brunnens verwendet. Meyer verwendet das Wort ,,überfließt“, dass für die Gedankengänge einer Person verwendet wird. Diese Gedankengänge überfließen zum Beispiel in einer überfordernden oder schwierigen Situation. Der Übergang in die zweite Schale wird in der vierten Verszeile beschrieben. Der fünfte Vers bezieht sich direkt auf den vierten, Meyer beschreibt hier, dass die Schale reichlich mit Wasser gefüllt ist und ,,zu reich" wird. Es klingt als wäre es die Beschreibung des mittleren Lebensabschnitts, in der ein Mensch die meisten Erfahrungen macht und vor allem die meisten Fehler begeht. Die zweite Schale die hier also überzulaufen droht, gibt ihr reinliches Wasser an die dritte und letzte Schale des Brunnens ab. Sie wird zuerst überströmt von dem kommenden Wasser, Meyer macht das an Hand der Worte „,wallende Flut" deutlich, wobei das Wort Flut hierbei ein Bild für die Gedanken sein könnte. Damit wird ein intratextueller Bezug zu Vers drei und dem Wort ,,überfließt" hergestellt. Das ebenfalls verwendete Wort ,,wallend" ist eine Beschreibung für eine sehr starke Bewegung, die durch eine Wellenbewegung an der Oberfläche sichtbar wird. Der Dichter evoziert mit diesem Vers eine etwas aufbrausende Stimmung. Dadurch wird verdeutlicht, dass es sich hierbei um einen negativen Gemütszustand eines Menschen handeln könnte, der durch irgendetwas bewegt und aufgewühlt wurde. Durch den siebten Vers versinnbildlicht Meyer den zusammenhängenden Ablauf des Brunnens und seiner einzelne Schalen. Es wird beschrieben, dass alle drei Schalen das Wasser nehmen, aber zur gleichen Zeit auch abgeben. Es ist eine gute Verdeutlichung vom Sinn einer funktionierender menschlichen Beziehung jeglicher Art. Das Handeln in einer Freundschaft zum Beispiel sollte ein Geben und Nehmen sein, ein Mensch, der nur an andere gibt, wird auf Dauer nicht glücklich, wenn er nichts zurück bekommt. Aber auch Menschen, die nur nehmen, werden irgendwann unglücklich, denn es mag zwar auf den ersten Blick angenehm erscheinen, nur von anderen zu bekommen, aber es entfernt einen irgendwann immer mehr von einem glücklichen Leben. Geben und nehmen sollte also immer im Einklang zueinander stehen. Die drei Schalen nehmen und geben auch von einander und verdeutlichen die Aussage damit. Im achten Vers wird ein Gegensatz durch die Worte ,,strömt" und ,,ruht“ verwendet. Die beiden Begriffe sind das Gegenteil von einander. Damit könnte man also die Gegensätze zweier Menschen assoziieren, die sich bekannterweise anziehen und gut miteinander interagieren. ,,Strömt“ und „ruht" könnte auch für das Innere eines Menschens stehen, der nach außen auf seine Mitmenschen ruhig und gelassen wirkt, als hätte er keine Ängste und Sorgen, doch im Inneren strömen die Gedanken und Ängste. Somit wird auch hier wieder ein intratextueller Bezug zum dritten Vers hergestellt. Der letzte Vers rundet das gesamte Gedicht ab und hat die tiefgründigste Bedeutung. Für mich hat das Gedicht auf den ersten Blick eine sachliche Bedeutung von einer Beschreibung eines Brunnens gehabt. Aber als ich tiefer in das Gedicht eingetaucht bin, ist mir die eigentliche Bedeutung mit der Verbindung zum Menschen klar geworden.

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