In den folgenden Strophen wendet sich das Gedicht der Liebe zu einem Mädchen zu. Die Verwendung des Personalpronomens "Du" in der fünften Strophe markiert die direkte Ansprache der Liebe, die als gottgleiche Kraft dargestellt wird.
Quote: "Du segnest herrlich das frische Feld" - Diese Zeile verdeutlicht die göttliche Qualität, die der Liebe zugeschrieben wird.
Die sechste Strophe konzentriert sich ganz auf das geliebte Mädchen, wobei die Wiederholung des Wortes "Mädchen" die Verehrung des lyrischen Ichs unterstreicht. Der Parallelismus "Wie lieb' ich dich!" und "Wie liebst du mich!" zeigt die Gegenseitigkeit der Gefühle.
In den letzten Strophen kehrt Goethe zur Naturmetaphorik zurück und vergleicht die Liebe mit dem Gesang der Lerche. Dies suggeriert, dass Liebe ein universelles Prinzip ist, das alle Lebewesen durchdringt.
Highlight: Die Metapher des "warmen Blutes" verbindet Liebe mit Leben und vermittelt Willkommen- und Gutherzigkeit.
Das "Mailied" endet mit der Betonung der verjüngenden und inspirierenden Kraft der Liebe, die dem lyrischen Ich "Jugend", "Freud' und Mut" verleiht. Diese Interpretation des Gedichts zeigt, wie Goethe die Themen Natur, Liebe und menschliche Emotion zu einem harmonischen Ganzen verwebt und damit ein Meisterwerk der Sturm-und-Drang-Dichtung schafft.



