Bildsprache und Vergänglichkeitsmotive
In der zweiten Strophe verwendet Gryphius eindrucksvolle Bilder, um die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins zu illustrieren. Er vergleicht das Leben mit dem "Schein der schon verbrannten Kerzen" und die Seele mit der stürmischen "See im Märzen".
Quote: "Die Wangen werden bleich, der muntern Augen Zier / Vergeht gleich als der Schein der schon verbrannten Kerzen."
Diese Metaphern und Vergleiche sind charakteristisch für die Andreas Gryphius Gedichte und unterstreichen die zentrale Botschaft der Flüchtigkeit und Nichtigkeit des menschlichen Lebens. Die Gedichtanalyse zeigt, wie der Autor die Unsicherheit und das Leid seiner Zeit in poetische Bilder fasst.
Definition: Memento Mori - Ein künstlerisches oder literarisches Motiv, das an die Sterblichkeit des Menschen erinnert, häufig in der Barocklyrik verwendet.
Die Verwendung von rhetorischen Fragen wie "Was ist dies Leben doch, was sind wir, ich und ihr?" verstärkt die philosophische Dimension des Gedichts und regt den Leser zur Reflexion über die eigene Existenz an.










