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Gotthold Ephraim Lessing: "Nathan der Weise" (Schüler-Hausarbeit, Kl. 11)

Gotthold Ephraim Lessing: "Nathan der Weise" (Schüler-Hausarbeit, Kl. 11)

 Nathan der Weise
Gotthold Ephraim Lessing
Literaturhausarbeit
+
Dichter: G. E. Lessing
Titel: Nathan der Weise
Verfasser: Andreas
Klasse: W
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Titel: Nathan der Weise
Verfasser: Andreas
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Klaus Schenck

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Präsentation

1. Anforderungsprofil, Strategien und Tipps, 2. Schüler-Hausarbeit mit ausführlichem persönlichem Feedback (1. Oberstufen-Hausarbeit)

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Nathan der Weise Gotthold Ephraim Lessing Literaturhausarbeit + Dichter: G. E. Lessing Titel: Nathan der Weise Verfasser: Andreas Klasse: WG 11/1 Schule: Wirtschafts- Gymnasium Kaufmänni- sche Schule TBB Fach: Deutsch Fachlehrer: OSR. Schenck Abgabetermin: 11. November 2011 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 2 von 30 Gliederung 1. Einleitung. 2. Biographie 2.1. Leben Lessings 2.2. Autobiographischer Hintergrund. 2.3. Literarische Quellen 3. Inhaltsangabe 4. Thematik 4.1. Weltreligionen 4.2. Epoche „Aufklärung“. 4.3. Emanzipation. 5. Personen 5.1. Personenkonstellation 5.2. Personencharakterisierung. 5.2.1. Nathan 5.2.2. Recha 5.2.3. Daja............... 5.2.4. Saladin 5.2.5. Sittah 5.2.6. Tempelherr 5.2.7. Patriarch 6. Textanalyse... 6.1. Aufbau und Textstruktur. 6.2. Sprache.…. 7. Textinterpretation_............ 7.1. Kopie der Seiten 78 - 80 7.2. Interpretation der Seiten 78 - 80 4 5 10 10 11 11 14 14 14 15 16 16 17 17 18 18 19 20 20 21 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 3 von 30 8. Eigene Stellungnahme 9. Anhang.......... 9.1. Literaturverzeichnis 9.2. Selbstständigkeitserklärung 9.3. Zeitplan... 9.4. CD 23 25 25 27 28 29 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 4 von 30 1. Einleitung Da der Zeitpunkt gekommen war, sich für eines der drei Werke als Thema für die Lektü- renhausarbeit zu entscheiden - die da waren, „Nathan der Weise“, „Agnes“ und „Der gute Mensch von Sezuan“- und ich bis dato von keinem dieser Bücher Ahnung hatte, ge- schweige denn sie kannte, stand ich also da. Wie vermutlich bei jedem in der Klasse stell- te sich mir die Frage: Durch welches dieser Werke boxe ich mich jetzt durch? Letztendlich, auch nach Erklärungen des Lehrers...

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und kleinen Vorführungen und Diskussi- onen mit Mitschülern um die eventuell taktisch bessere oder vermeintlich einfachere Wahl, überzeugte mich ein simpler Grund mich für Nathan den Weisen von G.E. Lessing zu ent- scheiden. „Nathan der Weise", das Buch, welches von den drei zur Auswahl stehenden den ältesten Sprach- und Schreibestil an den Tag legt, besitzt somit für mich unglaublich viel Charme. Unter allen meinen bisher gelesenen Büchern war noch keine klassische, alte deutsche Literatur zu finden. Viele lehnen aus diesem Grund das Werk wohl eher ab, aber aus ir- gendeinem Grund hat mich genau dieser Umstand gereizt. Allein die zahlreichen Aussa- gen über das Buch, ob positiv oder negativ, in welchen sich Generationen von Schülern in die Vergangenheit begaben, weckten in mir ein gewisses Interesse. Mein Bruder durfte sich durch Lessings Fantasien lesen genauso wie meine Eltern und deren Freunde bei- spielsweise. Ob ich es zu meinen Ängsten, welche an die Wahl des Hausarbeitsthemas gekoppelt sind, zählen kann, dass ich Probleme mit der Sprache haben könnte, weiß ich nicht genau. Ich denke, ich sehe es eher als eine Art Herausforderung, den Klotz an alten Reimen und lan- ge nicht mehr gebrauchtem Deutsch zu bewältigen. Obwohl ich genau weiß, dass eine Menge Arbeit auf mich zukommen wird, freue ich mich eher darauf an dem Werk zu arbei- ten. Egal, ob mir die Hausarbeit am Ende nur eine Übung für weitere war oder ich durch die Thematik des Stücks ein wenig Intellekt dazugewonnen habe, letztendes überraschte mich die andauernde Aktualität des Themas bis in unsere heutige Zeit. Die bewegenden Fragen sind bis heute ungeklärt und beschäftigen weiter Generationen. www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 5 von 30 2. Biographie 2.1 Leben Lessings G.E. Lessing ist am 22.01.1729 in Kamenz in der Oberlausitz als drit- tes von zwölf Kindern geboren. Sein Vater ist lutherischer Pastor und seine Mutter Pastorstochter. Vom Vater wird er zunächst zu Hause unterrichtet und be- sucht später die Lateinschule, bis er, mithilfe eines Stipendiums, das Internat St. Afra in Meißen in den Fächern Latein, Griechisch, Hebräisch, Mathematik, zeitgenössischer litera- rischer und philosophischer Werke abschließen kann. Auf Wunsch seiner Eltern studiert er 1746 in Leipzig Theologie. Dort hat er sofort Kontakt zu einer Schauspielgruppe -damals geächtete Berufsgruppe- und schreibt und veröffent- licht seine ersten Gedichte und Erzählungen. Sein erstes Lustspiel „Der junge Gelehrte" wird aufgeführt. Schulden zwingen ihn, Leipzig nach zwei Jahren schon zu verlassen. 1748 immatrikuliert er sich in Wittenberg für Medizin, arbeitet aber im selben Jahr als frei- er Schriftsteller in Berlin. Das Magisterexamen im Fach Medizin erhält er im Jahr 1752, wird aber niemals in diesem Beruf arbeiten. Lessing lebt bis 1755 in Berlin, schreibt Fabeln, Erzählungen und Dramen (sein bedeu- tendstes Drama ,,Miss Sara Sampson"). Er beeindruckt als Rezensent und Übersetzer. Seine finanzielle Situation bleibt schwierig und er lässt sich vom wohlhabenden Kaufmann Johann Gottfried Winkler als Begleiter für eine dreijährige Bildungsreise engagieren. Die Reise wird auf Grund des Siebenjährigen Krieges bereits 1756 in Amsterdam abgebro- chen. 1758 kehrt er nach Berlin zurück und bleibt zwei Jahre lang ohne Anstellung. Lessing pro- testiert in seinen Werken für eine Theaterreform und die Verwendung der Dichtung als Belehrung des Publikums. („Philotas“ und „Briefe die neueste Literatur betreffend"). Für fünf Jahre arbeitet er 1760 als Sekretär des Generals von Tauentzien in Breslau. Dort baut er seine eigene Bibliothek auf. Nach seiner Rückkehr nach Berlin möchte er gerne die königliche Bibliothek leiten, wird jedoch abgelehnt. Er genießt bereits den Ruf als kompromissloser Kritiker. www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen Literaturhausarbeit Auswahlbücher: Johann Wolfgang von Goethe: ,,Faust I" (Reclam Nr. 1 / € 2,10) Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther" (Reclam Nr. 67, € 3,00) Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" (Hamburger Lesehefte, 5. Heft, € 1,60) Diese schriftliche Hausarbeit zählt voll als Klassenarbeit und kann zu- sätzlich als GFS gewertet werden! Umfang: Erfahrungswert in den letzten Jahren in Klasse 11: 18 - 22 Seiten Computer (Schriftgröße 12 / Arial) (Durchschnitt) ➤ nach Möglichkeit keine Arbeit über 30 Seiten keine reinen Fotoseiten!! Abgabetermin: Mittwoch, 29. Januar 2014 Mit Notenbonus: Mittwoch, 8. Januar 2014 Eine verspätete Abgabe führt zu Notenabzug. Zielsetzung: ● • Nicht nur eine gute Note, sondern auch Freude am eigenständigen Arbeiten an einem selbst gewählten Thema. • Erste Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. 1.Vorgehensweise Überlege dir, ob du den Dichter schon kennst, vielleicht von einem Werk schon et- was gehört hast und wie du innerlich zu beiden stehst, das ist der einfachste Weg, Entscheidungen zu fällen. Gehe ins Internet und schaue unter dem Werk nach, vermutlich findest du recht schnell Arbeiten, aus denen du leicht den Inhalt und die Thematik ersehen kannst, noch,nen' ➜ Tipp: Notiere dir gleich die verschiedenen Internet-Adressen mit Da- tum, vielleicht brauchst du sie noch später! www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 2 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 1. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Einführung in die Mediothek / speziell in Blick auf die Hausarbeit Treffpunkt: 13.15 Uhr in der Mediothek TBB (Ende: ~ 14.30 Uhr) Schüler- / Personalausweis für Leseausweis mitbringen! 2. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Entscheidung für ein Werk Du hast deine Wahl getroffen, dann kaufe dir das Buch, damit du darin unterstrei- chen und arbeiten kannst. Nicht am falschen Platz sparen! Nun informiere dich ein wenig über den Dichter, die Zeit, in der das Stück spielt und in der der Dichter es schrieb. Vielleicht gibt es auch sonst noch einige inhaltliche Un- klarheiten. Um hier weiter zu kommen, brauchst du die sogenannte Sekundärlitera- tur, die über das Werk schreibt. Also gehe in eine Bibliothek / Mediothek TBB und leihe dir die Sekundärliteratur aus. Wenn du clever bist, und das bist du doch, nimmst du am Besuchstag gleich die Bücher aus der Mediothek mit! Diese Bücher dürfen nur drei Tage ausgeliehen werden, so dass auch deine Mitschüler noch eine Chance bekommen! Wieder,nen' ➜ Tipp: Kopiere dir zackig die entscheidenden Stellen und das Deck- blatt, damit du korrekt zitieren kannst! Nicht am Kopieren sparen! Hier einige Bücher der Sekundärliteratur, die die Werke schülergerecht erläutern: 1. Diesterweg: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dra- mas und der erzählenden Literatur. (z.T. sehr anspruchsvoll, besonders gut in der reinen Textinterpretation des Werkes) 2. Klett: Lektürehilfen Deutsch. (z. Z. mit das Beste auf dem Markt!) 3. Stark: Interpretationshilfe Deutsch (sehr gut und übersichtlich) 4. Reclam: Lektüreschlüssel (sehr preisgünstig, vermittelt sehr gut einen ersten Überblick, reicht für die Anforderungen einer HA nicht) 5. Oldenbourg Interpretationen. (oft schwer geschrieben) 6. Reclams Universal-Bibliothek. Erläuterungen und Dokumente. (Inter- pretationen zu einzelnen Passagen oft nicht schlecht, meist guter Kurz-Überblick über verschiedene Gedanken und Probleme des Werkes, anspruchsvoll) 7. Analysen und Reflexionen (Beyer-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, teilweise sprachlich schwer) 8. Mentor-Lektüre (sehr prägnant, z.T. sehr guter Überblick, weniger für eine Hausarbeit geeignet) 9. Königs Erläuterungen und Materialien und Materialien (Bange-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, recht gut verständlich) 10. EinFach Deutsch Unterrichtsmodell (Schöningh im Westermann) (relativ teuer, aber sehr gut mit tollen Diagrammen, Überblicken und Materialien, gedacht für Lehrer!) 2-3 Bücher der Sekundärliteratur reichen, noch bist du nicht an der Uni. In WG 12 (J1) musst du dann schon ein wenig mehr lesen, ausleihen und natürlich auch inhalt- www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 3 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen lich bieten! Falls du bei mir in J1 sein solltest, werden wir die Uni-Bibliothek in Würz- burg (Hubland) besuchen. 3. Terminvorgabe: Mittwoch, 18. Dezember 2013 Abgabe einer vorläufigen Gliederung deiner Hausarbeit mit den Titeln der herausgesuchten Sekundärliteratur und Internet-Adressen (eine Seite!) Wenn du das alles im Griff hast, dann bist du schon sehr weit! Weiter unten erläutere ich kurz, welche Punkte in der Hausarbeit behandelt werden müssen. Natürlich kannst du über diese hinausgehen, wenn es sich bei deinem Thema anbietet. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und deiner Begeisterung natürlich auch nicht! Aber auch nichts mit Seitenzahl und Einsatz übertreiben! Auswahl an Sekundärliteratur 1. Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu

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Dichter: G. E. Lessing
Titel: Nathan der Weise
Verfasser: Andreas
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1. Anforderungsprofil, Strategien und Tipps, 2. Schüler-Hausarbeit mit ausführlichem persönlichem Feedback (1. Oberstufen-Hausarbeit)

Nathan der Weise Gotthold Ephraim Lessing Literaturhausarbeit + Dichter: G. E. Lessing Titel: Nathan der Weise Verfasser: Andreas Klasse: WG 11/1 Schule: Wirtschafts- Gymnasium Kaufmänni- sche Schule TBB Fach: Deutsch Fachlehrer: OSR. Schenck Abgabetermin: 11. November 2011 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 2 von 30 Gliederung 1. Einleitung. 2. Biographie 2.1. Leben Lessings 2.2. Autobiographischer Hintergrund. 2.3. Literarische Quellen 3. Inhaltsangabe 4. Thematik 4.1. Weltreligionen 4.2. Epoche „Aufklärung“. 4.3. Emanzipation. 5. Personen 5.1. Personenkonstellation 5.2. Personencharakterisierung. 5.2.1. Nathan 5.2.2. Recha 5.2.3. Daja............... 5.2.4. Saladin 5.2.5. Sittah 5.2.6. Tempelherr 5.2.7. Patriarch 6. Textanalyse... 6.1. Aufbau und Textstruktur. 6.2. Sprache.…. 7. Textinterpretation_............ 7.1. Kopie der Seiten 78 - 80 7.2. Interpretation der Seiten 78 - 80 4 5 10 10 11 11 14 14 14 15 16 16 17 17 18 18 19 20 20 21 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 3 von 30 8. Eigene Stellungnahme 9. Anhang.......... 9.1. Literaturverzeichnis 9.2. Selbstständigkeitserklärung 9.3. Zeitplan... 9.4. CD 23 25 25 27 28 29 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 4 von 30 1. Einleitung Da der Zeitpunkt gekommen war, sich für eines der drei Werke als Thema für die Lektü- renhausarbeit zu entscheiden - die da waren, „Nathan der Weise“, „Agnes“ und „Der gute Mensch von Sezuan“- und ich bis dato von keinem dieser Bücher Ahnung hatte, ge- schweige denn sie kannte, stand ich also da. Wie vermutlich bei jedem in der Klasse stell- te sich mir die Frage: Durch welches dieser Werke boxe ich mich jetzt durch? Letztendlich, auch nach Erklärungen des Lehrers...

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und kleinen Vorführungen und Diskussi- onen mit Mitschülern um die eventuell taktisch bessere oder vermeintlich einfachere Wahl, überzeugte mich ein simpler Grund mich für Nathan den Weisen von G.E. Lessing zu ent- scheiden. „Nathan der Weise", das Buch, welches von den drei zur Auswahl stehenden den ältesten Sprach- und Schreibestil an den Tag legt, besitzt somit für mich unglaublich viel Charme. Unter allen meinen bisher gelesenen Büchern war noch keine klassische, alte deutsche Literatur zu finden. Viele lehnen aus diesem Grund das Werk wohl eher ab, aber aus ir- gendeinem Grund hat mich genau dieser Umstand gereizt. Allein die zahlreichen Aussa- gen über das Buch, ob positiv oder negativ, in welchen sich Generationen von Schülern in die Vergangenheit begaben, weckten in mir ein gewisses Interesse. Mein Bruder durfte sich durch Lessings Fantasien lesen genauso wie meine Eltern und deren Freunde bei- spielsweise. Ob ich es zu meinen Ängsten, welche an die Wahl des Hausarbeitsthemas gekoppelt sind, zählen kann, dass ich Probleme mit der Sprache haben könnte, weiß ich nicht genau. Ich denke, ich sehe es eher als eine Art Herausforderung, den Klotz an alten Reimen und lan- ge nicht mehr gebrauchtem Deutsch zu bewältigen. Obwohl ich genau weiß, dass eine Menge Arbeit auf mich zukommen wird, freue ich mich eher darauf an dem Werk zu arbei- ten. Egal, ob mir die Hausarbeit am Ende nur eine Übung für weitere war oder ich durch die Thematik des Stücks ein wenig Intellekt dazugewonnen habe, letztendes überraschte mich die andauernde Aktualität des Themas bis in unsere heutige Zeit. Die bewegenden Fragen sind bis heute ungeklärt und beschäftigen weiter Generationen. www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / G. E. Lessing: „Nathan der Weise" Andreas: Literaturhausarbeit / Seite 5 von 30 2. Biographie 2.1 Leben Lessings G.E. Lessing ist am 22.01.1729 in Kamenz in der Oberlausitz als drit- tes von zwölf Kindern geboren. Sein Vater ist lutherischer Pastor und seine Mutter Pastorstochter. Vom Vater wird er zunächst zu Hause unterrichtet und be- sucht später die Lateinschule, bis er, mithilfe eines Stipendiums, das Internat St. Afra in Meißen in den Fächern Latein, Griechisch, Hebräisch, Mathematik, zeitgenössischer litera- rischer und philosophischer Werke abschließen kann. Auf Wunsch seiner Eltern studiert er 1746 in Leipzig Theologie. Dort hat er sofort Kontakt zu einer Schauspielgruppe -damals geächtete Berufsgruppe- und schreibt und veröffent- licht seine ersten Gedichte und Erzählungen. Sein erstes Lustspiel „Der junge Gelehrte" wird aufgeführt. Schulden zwingen ihn, Leipzig nach zwei Jahren schon zu verlassen. 1748 immatrikuliert er sich in Wittenberg für Medizin, arbeitet aber im selben Jahr als frei- er Schriftsteller in Berlin. Das Magisterexamen im Fach Medizin erhält er im Jahr 1752, wird aber niemals in diesem Beruf arbeiten. Lessing lebt bis 1755 in Berlin, schreibt Fabeln, Erzählungen und Dramen (sein bedeu- tendstes Drama ,,Miss Sara Sampson"). Er beeindruckt als Rezensent und Übersetzer. Seine finanzielle Situation bleibt schwierig und er lässt sich vom wohlhabenden Kaufmann Johann Gottfried Winkler als Begleiter für eine dreijährige Bildungsreise engagieren. Die Reise wird auf Grund des Siebenjährigen Krieges bereits 1756 in Amsterdam abgebro- chen. 1758 kehrt er nach Berlin zurück und bleibt zwei Jahre lang ohne Anstellung. Lessing pro- testiert in seinen Werken für eine Theaterreform und die Verwendung der Dichtung als Belehrung des Publikums. („Philotas“ und „Briefe die neueste Literatur betreffend"). Für fünf Jahre arbeitet er 1760 als Sekretär des Generals von Tauentzien in Breslau. Dort baut er seine eigene Bibliothek auf. Nach seiner Rückkehr nach Berlin möchte er gerne die königliche Bibliothek leiten, wird jedoch abgelehnt. Er genießt bereits den Ruf als kompromissloser Kritiker. www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen Literaturhausarbeit Auswahlbücher: Johann Wolfgang von Goethe: ,,Faust I" (Reclam Nr. 1 / € 2,10) Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther" (Reclam Nr. 67, € 3,00) Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" (Hamburger Lesehefte, 5. Heft, € 1,60) Diese schriftliche Hausarbeit zählt voll als Klassenarbeit und kann zu- sätzlich als GFS gewertet werden! Umfang: Erfahrungswert in den letzten Jahren in Klasse 11: 18 - 22 Seiten Computer (Schriftgröße 12 / Arial) (Durchschnitt) ➤ nach Möglichkeit keine Arbeit über 30 Seiten keine reinen Fotoseiten!! Abgabetermin: Mittwoch, 29. Januar 2014 Mit Notenbonus: Mittwoch, 8. Januar 2014 Eine verspätete Abgabe führt zu Notenabzug. Zielsetzung: ● • Nicht nur eine gute Note, sondern auch Freude am eigenständigen Arbeiten an einem selbst gewählten Thema. • Erste Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. 1.Vorgehensweise Überlege dir, ob du den Dichter schon kennst, vielleicht von einem Werk schon et- was gehört hast und wie du innerlich zu beiden stehst, das ist der einfachste Weg, Entscheidungen zu fällen. Gehe ins Internet und schaue unter dem Werk nach, vermutlich findest du recht schnell Arbeiten, aus denen du leicht den Inhalt und die Thematik ersehen kannst, noch,nen' ➜ Tipp: Notiere dir gleich die verschiedenen Internet-Adressen mit Da- tum, vielleicht brauchst du sie noch später! www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 2 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 1. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Einführung in die Mediothek / speziell in Blick auf die Hausarbeit Treffpunkt: 13.15 Uhr in der Mediothek TBB (Ende: ~ 14.30 Uhr) Schüler- / Personalausweis für Leseausweis mitbringen! 2. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Entscheidung für ein Werk Du hast deine Wahl getroffen, dann kaufe dir das Buch, damit du darin unterstrei- chen und arbeiten kannst. Nicht am falschen Platz sparen! Nun informiere dich ein wenig über den Dichter, die Zeit, in der das Stück spielt und in der der Dichter es schrieb. Vielleicht gibt es auch sonst noch einige inhaltliche Un- klarheiten. Um hier weiter zu kommen, brauchst du die sogenannte Sekundärlitera- tur, die über das Werk schreibt. Also gehe in eine Bibliothek / Mediothek TBB und leihe dir die Sekundärliteratur aus. Wenn du clever bist, und das bist du doch, nimmst du am Besuchstag gleich die Bücher aus der Mediothek mit! Diese Bücher dürfen nur drei Tage ausgeliehen werden, so dass auch deine Mitschüler noch eine Chance bekommen! Wieder,nen' ➜ Tipp: Kopiere dir zackig die entscheidenden Stellen und das Deck- blatt, damit du korrekt zitieren kannst! Nicht am Kopieren sparen! Hier einige Bücher der Sekundärliteratur, die die Werke schülergerecht erläutern: 1. Diesterweg: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dra- mas und der erzählenden Literatur. (z.T. sehr anspruchsvoll, besonders gut in der reinen Textinterpretation des Werkes) 2. Klett: Lektürehilfen Deutsch. (z. Z. mit das Beste auf dem Markt!) 3. Stark: Interpretationshilfe Deutsch (sehr gut und übersichtlich) 4. Reclam: Lektüreschlüssel (sehr preisgünstig, vermittelt sehr gut einen ersten Überblick, reicht für die Anforderungen einer HA nicht) 5. Oldenbourg Interpretationen. (oft schwer geschrieben) 6. Reclams Universal-Bibliothek. Erläuterungen und Dokumente. (Inter- pretationen zu einzelnen Passagen oft nicht schlecht, meist guter Kurz-Überblick über verschiedene Gedanken und Probleme des Werkes, anspruchsvoll) 7. Analysen und Reflexionen (Beyer-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, teilweise sprachlich schwer) 8. Mentor-Lektüre (sehr prägnant, z.T. sehr guter Überblick, weniger für eine Hausarbeit geeignet) 9. Königs Erläuterungen und Materialien und Materialien (Bange-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, recht gut verständlich) 10. EinFach Deutsch Unterrichtsmodell (Schöningh im Westermann) (relativ teuer, aber sehr gut mit tollen Diagrammen, Überblicken und Materialien, gedacht für Lehrer!) 2-3 Bücher der Sekundärliteratur reichen, noch bist du nicht an der Uni. In WG 12 (J1) musst du dann schon ein wenig mehr lesen, ausleihen und natürlich auch inhalt- www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 3 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen lich bieten! Falls du bei mir in J1 sein solltest, werden wir die Uni-Bibliothek in Würz- burg (Hubland) besuchen. 3. Terminvorgabe: Mittwoch, 18. Dezember 2013 Abgabe einer vorläufigen Gliederung deiner Hausarbeit mit den Titeln der herausgesuchten Sekundärliteratur und Internet-Adressen (eine Seite!) Wenn du das alles im Griff hast, dann bist du schon sehr weit! Weiter unten erläutere ich kurz, welche Punkte in der Hausarbeit behandelt werden müssen. Natürlich kannst du über diese hinausgehen, wenn es sich bei deinem Thema anbietet. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und deiner Begeisterung natürlich auch nicht! Aber auch nichts mit Seitenzahl und Einsatz übertreiben! Auswahl an Sekundärliteratur 1. Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu