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LK Abiturlernzettel

14.6.2023

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Romantik
Literaturepoche in Europa und Nordamerika vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts
in Deutschland von 1798-1835
Romantik im
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Literaturepoche in Europa und Nordamerika vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts
in Deutschland von 1798-1835
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Romantik Literaturepoche in Europa und Nordamerika vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland von 1798-1835 Romantik im Sinne von → ,,wild", ,,abenteuerlich" oder ,,volkstümlich" I. Frühromantik ,,Jenaer Romantik" 1798-1804 Entstehung der Grundsätze der Romantik → Universalpoesie, die Romantik sollte das unvollständige Menschenbild der Klassik erweitern durch z.B. die Verschmelzung von Literatur und Poesie Vertreter: Novalis, Schlegel Hochromantik ,,Heidelberger Romantik" 1804-1815 durch Napoleon wird die Ordnung Europas verändert → Identitätsfrage der Menschen Volkspoesie, Volksmärchen und Fabeln bindeten sie an ihre Kultur Vertreter: Eichendorff, Gebrüder Grimm Spätromantik ,,Berliner Romantik" 1816-1835 Wendung gegen die Aufklärung, düstere und mystische Texte über menschliche Abgründe, Interesse für das Mittelalter Schwarze Romantik → es ging um die Psyche des Menschen und die dunkle Seite, sowie Ängste und Abgründe Zeitgeschichtlich Hintergründe II. Deutsch LK Abitur Lernzettel III. Französische Revolution, Napoleonische Kriege, Frühindustrialisierung hauptsächlich in England Klassik als Vorgängerepoche harmonische Vollendung, gedankliche Klarheit gilt als Wegbereiter, doch man möchte nun Ziele und Regeln hinter sich lassen bzw. brechen Gegenbewegung zu der gesellschaftlichen Entwicklung ihrer Zeit → Aufklärung Ablehnung von: Rationalität, zeitgenössischer Politik, gesellschaftlicher Normen, neuen Tugenden wie Fleiß und Pünktlichkeit oder des Spießertums, ,,Äußere Umstände" Freiheit als Thematik aber auch Mittel Progressive Universalpoesie der Autor soll seine Gedankenströme verdeutlichen können → Texte sind oft fragmentarisch (unvollständig) und subjektiv (persönlich) ,,progressiv" →→ ewig im Werden, nie vollendet keine Einschränkungen literarische Gattungen wurden miteinander vermischt Philosophie, Kunst und Wissenschaft wurden mithineingearbeitet Drama galt oft als ungeeignet...

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→ konnte die innere Gefühlswelt schlecht darstellen Romantische Ironie in den Werken macht sich der Autor selbst über dieses oder andere eigene Werke lustig Synästhesie gehen über Metaphern und Personifikation hinaus z.B. ,,der Morgentau riecht nach Freude" Stilmittel Metaphern, Personifikationen Autoren Werke wichtig: Joseph von Eichendorff, Heinrich Heine, E.T.A. Hoffmann, Novalis, Gebrüder Grimm, Arnim, Tieck, Goethe Der Sandmann, Hymnen an die Nacht, Frankenstein, Der Rabe, Faust 1, Die Ballade vom alten Seemann (viele Novellen und Kurzgeschichten) das Empfinden des Menschen (Gefühle) Sehnsucht nach der unverfälschten Natur →→ diese Sehnsüchte sind oft unerreichbar (Sehnsüchte repräsentieren Ideale, diese sind schwer oder gar nicht erreichbar) Die Weltflucht der Romantiker Flucht aus der Realität → Hinwendung zu der Natur die Natur wird idealisiert und als einzig wahre (ursprüngliche) und schöne Umgebung erklärt ,,Rückkehr zur Natur" die Stadt gilt als unnatürliches Umfeld für den Mensch, lebensfeindlich → man will weg von der Wirklichkeit (Kälte, Rationalität, Verfremdung) die ,,blaue Blume"→ Sehnsucht nach etwas Unerreichbaren Zeitreisen imaginäre Rückkehr in die Vergangenheit: Verklärung des Mittelalters, selten Antike (da die Antike als Vorbild der Aufklärung/Ideale der Klassik galt) auch Ortswechsel nach China oder Arabien (Romantisierung fremder Kulturen) Reisen → Drang nach Freiheit, Selbstfindung, Grenzüberschreitung, Flucht Fantasie- und Traumwelt Träume und Fantasie als Flucht aus der Realität Träume als Mittel zur Inspizierung der dunklen Bereiche der Seele (Traumdeutung) Figuren erleben Träume (Naturereignisse als Symbolik) Betonung des Individuums und Subjektiven die eigene Wahrnehmung hat einen hohen Stellungswert (Gefühle und Emotionen werden betont) der Verstand gilt als limitierend und unzuverlässig keine völlige Entfernung des aufgeklärten Denkens allerdings sollte Sehnsucht, übernatürliches und emotionales möglich sein aufgreifen des Ichkults in der Epoche des Sturm und Drangs → ,,lyrisches Ich" Wert auf eigene Kultur und Geschichte Nachtmotiv und der Tod → Schwarze Romantik Subgenre für das Irrationale, das Dämonische und das Groteske Nacht →→ grübeln, unheimlich, tot Spiegel →→ Realität und Irrealität Sehnsucht →→ Orte wie Ruinen, Friedhöfe, dunkle Wälder, alte Burgen, Höhlen, Moore und andere Naturlandschaften Schwellenmotive → zwischen Traum und Wirklichkeit, Dämmerung, Mondschein, Blick zum Fenster Politische Inhalte erwachen eines patriotischen und nationalistischen Denkens in verschiedenen europäischen Ländern (Popularisierung durch Texte) Verehrung der Natur der eignen Heimat, sowie des heimischen Volkes Weimarer Klassik Literaturepoche des 18. Bis 19. Jahrhunderts 1786-1832 (Goethes Tod) Zeitgeschichtliche Hintergründe Französische Revolution (aufklärerisches Denken), Napoleonische Kriege (politische Unruhe) → Bedürfnis nach Harmonie und Ausgleich Viergestirnvertreter Goethe, Schiller, Herder, Wieland. Werke lat. ,,classicus" → höchste Steuerklasse im römischen Reich also: hohe Ansprüche an Dichter*innen und Leser*innen Vorgängerepoche Sturm und Drang (gefühlsbetont), Aufklärung (rational, Werte) Goethe reist 1786 nach Italien und ist beeindruckt von den klaren Formen der antiken Bau- und Kunstwerke →→→ Beginn der Epoche Freundschaft Goethe und Schillers ehemalige Anhänger des Sturm und Drang→→ waren Konkurrenten nach Begegnungen entwickelt sich Freundschaft beeinflusste Werke Faust, Wallenstein Antike als Vorbild galt als harmonisch und humanistisch Ziel: Balance zwischen Verstand und Gefühl → sie lebten alle in Weimar und miteinander in Kontakt Iphigenie auf Tauris, Faust 1&2, Maria Stuart, Wilhelm Tell, Wallenstein, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, Aristipp und einige seiner Zeitgenossen Merkmale Frage: wie ist der ideale Mensch? → erzieherischer Charakter ausgeglichener Charakter: Tugend und Gefühlswelt im Gleichgewicht → schöne Seele ,,Das Göttliche" von Goethe als Idealbild des Menschen ,,Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" soll wissbegierig sein (Wert der Aufklärung → Kant: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen), sich von anderen Wesen abheben (Tier, denn unser Verstand ist das was uns zum Menschen macht), jeder solle nach einer Version von sich selbst streben die einem anderen zum Vorbild dienen könnte, religiöse Werte (Gefühle), Glück ist verwerflich die Natur ist unzufriedenstellend #Romantik Vernunft und Sinnlichkeit = Schönheit das Wahre Ästhetik, Symmetrie, Moral, Toleranz und Selbstbestimmung Dramatik war die beliebteste literarische Gattung → versprach eine einheitliche, klare Sprache und Symmetrie, die sowohl inhaltliche als auch formale Harmonie und Ordnung erzeugte Aristotelisches Dramenkonzept (geforderte Wirklichkeit) 1. Stichomythie häufige Rednerwechsel (kurze Sätze), eindringlich und dynamisch 2. Sentenz einprägsame, allgemeingültige Aussage oder Weisheit Sinnsprüche oder Redewendungen 3. Blankvers Ein fünfhebiger Jambus ohne Reim Faust 1, Szene: Wald und Höhle ,,Erhabner Geist, du gabts mir, gabst mir alles,/ Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst/ Dein Angesicht im Feuer zugewendet./ Gabst mir die herrliche Natur zum Königreich/ Kraft, sie zu fühlen, zu genießen." 4. Kausalität die Szenen und Handlungen bauen strikt aufeinander auf es gibt keine Zeit- und Ortssprünge oder eine weitere Nebenhandlung 5. Katharsis das Ende ist angenehm für die Leser Lyrik folgte strengen formalen Kriterien inspiriert an der Antike gehobene, feierliche Sprache → Ode, Ballade, Hymne, Sonett Werke Schiller: Der Handschuh, Der Taucher, Die Bürgerschaft Goethe: Der Zauberlehrling, Die Braut von Korinth, Römische Elegien Epik war im Gegensatz zu den anderen literarischen Gattungen frei und ungeregelt → wurde deshalb wenig verwendet Werke Goethe: Die Wahlverwandtschaft, Wilhelm Meisters Lehrjahre/Wanderjahre Der Sandmann Autor Erscheinungsjahr Epoche Inhalt Erster Brief E.T.A. Hoffmann 1816 Schwarze Romantik →→ Fokus auf innere Gefühlswelt bzw. psychische Probleme, Wahnsinn, Ängste (negative Gefühle) Nathanael schreibt eigentlich an Lothar, jedoch gelangt der Brief an Clara er erzählt von der Begegnung mit dem Wetterglashänder Coppola, der ihn an sein Kindheitstrauma erinnert und in große Unruhe versetzt. Rückblick: als Kind wurde ihm von dem Kindermädchen ein Schauermärchen über den Sandmann erzählt, dass ihn als Kind dazu bringen sollte schlafen zu gehen. Er hat große Angst vor dem Sandmann, jedoch auch große Neugier. Deshalb versteckt er sich eines Abends, als er eigentlich schlafen sollte in dem Büro seines Vaters. Der Advokat Coppelius tritt herein und dieser und sein Vater führen alchemistische Experimente. Nathanael hält Coppelius für den Sandmann und als dieser ihn entdeckt, droht er ihm seine Augen auszureisen. Eines Tages kommt Coppelius erneut nachts zu besuch, doch dieses Mal verläuft etwas bei den Experimenten schief und der Vater Nathanaels verstirbt. Nun einige Jahre später in seiner Studentenstadt klopfte der Wetterglashändler Coppola an der Haustür Nathanaels, um ihn seine Gläser zu verkaufen. Dieser ähnelt dem Advokat Coppola so stark, dass er seitdem nicht mehr aufhören kann, an die Geschehnisse in der Vergangenheit zu denken. Zweiter Brief Clara antwortet ihrem Verlobten. Sie nimmt seine Ängste nicht ernst bzw. möchte ihm die Existenz des Sandmanns ausreden. Dritter Brief Nathanael schreibt an Lothar. Nathanael gibt zu, dass der Wetterglashändler Coppola nicht Coppelius sein kann. Das habe ihm sein Physikprofessor Spalanzani versichert. Außerdem habe dieser eine wunderschöne Tochter namens Olimpia. Erzähler Es handelt von einem Ich-Erzähler, wer er genau ist, ist unklar, allerdings behauptet er, ein Freund von Nathanael zu sein. Nathanael wird von Ängsten heimgejagt und ist verfangen in seinem Wahn und Verwirrung. Clara will diese ihm ausreden, doch hat dabei keinen Erfolg. Nathanael trägt ihr ein Gedicht vor, in dem es darum geht, dass der Sandmann die Liebe zwischen ihnen stört. Sie streiten sich, Lothar kommt Clara zu Hilfe, doch dieser Streit endet plötzlich, als Nathanael wieder zu seinen Sinnen gekommen zu sein scheint. Er kehrt zurück an seinen Studienort, wo er Coppola ein Fernglas abkauft, um Olimpia zu beobachten, die direkt gegenüber von ihm wohnt. Bei einem Ball kann er sie endlich kennenlernen, weil sie sonst ihr Zimmer nie verlassen kann. Den anderen kommt sie seltsam vor. Eines Tages streiten sich Coppola und Spalanzani auf der Straße um Olimpia. Bei dem Streit geht die Puppe kaputt und Nathanael erleidet einen Nervenzusammenbrauch. Nach einem Klinikaufenthalt wacht er in den Armen Claras auf. Sie beschließen bald zu heiraten und begeben sich auf einen Spaziergang. Sie begeben sich auf den Rathausturm. Dort oben packt Nathanael sein Fernglas aus und entdeckt Coppola, was ihn in seinen Wahnsinnszustand zurückbringt. In seinem Wahn bringt der Clara fast um, doch kann sie noch von ihrem Bruder gerettet werden. Unten versammelt sich eine Menschenmenge in der Nathanael Coppelius, den er für den Sandmann hält entdeckt, dieser scheint die Situation belustigend zu empfinden. Schließlich springt Nathanael von dem Turm und verstirbt. Clara heiratet einige Jahre später und ist glücklich. Figuren Nathanael Coppelius Coppola Clara Lothar Olimpia von Klein auf Hang zu Fantasie und Kreativität Kindheitstraumata (Schauermärchen, Tod des Vaters → Sandmann Figur) verfängt sich immer weiter in seinem Wahnsinn (führt zu Streit) →ist von der Existenz des Sandmanns überzeugt sensibel, fühlt sich determiniert von dunklen Mächten, fühlt sich unverstanden, in sich gekehrt, ängstlich/traumatisiert ein Bekannter des Vaters (steht über ihm) angeblich ermordet er ihn (Nathanaels Überzeugung), verschwindet nach dem Unfall besucht die Familie oft, meistens abends, um alchemistische Experimente durchzuführen (sie versuchen Gold herzustellen) genießt, dass die Kinder Angst vor ihm haben (satanistische Züge) Aussehen wird teuflisch/dämonisch beschrieben aus der Erinnerung von Nathanaels → für Nathanael verkörpert er die Gestalt des Sandmanns Wetterglashändler (Optiker) aus Italien später: Wissenschaftler der mit Spalanzani Olimpia erbaut hat → manipuliert Nathanael dazu sich in sie zu verlieben ähnelt Coppelius → löst Traumata in Nathanael aus Verlobte von Nathanael und Ziehschwester (nach Tod ihrer Eltern) nimmt seine Sorgen nicht ernst → will ihn zu Vernunft bringen und versucht ihn die Dinge rational sehen zu lassen ist warmherzig und traditionell strebt ein bürgerliches, sittliches Familienleben an (heiratet nach Nathanaels Tod und ist glücklich) kindlich und fantasievoll, jedoch nicht genug für Nathanael lat. ,,clarus" →→→ klar, hell, verständlich Claras Bruder, Ziehbruder von Nathanael nimmt Nathanael nicht ernst, denkt rational macht sich Sorgen um seine Schwester, verteidigt sie → familienorientiert Tochter Nathanaels Physikprofessors eine Holzpuppe entwickelt von Coppola und Spalanzani Spalanzani darf ihr Zimmer nicht verlassen, sitzt den ganzen Tag nur rum Engelsgesicht mit glänzenden Augen Nathanael verliebt sich in sie grch. ,,Olymp" - →göttlich/übermenschlich, wacht über die Menschen Physikprofessor von Nathanael, ,,Vater" von Olimpia → fördert die Liebe von Nathanael zu Olimpia (skrupellos) Ernst Theodor Amadeus Hoffmann Gründer der Schwarzen Romantik Universalgelehrter → Anwalt, Dichter, Musiker und Maler führte eine Art Doppelleben zwischen zwei Identitäten: Jurist und musischer Künstler Autobiografischer Bezug hebr. ,,Nathanael" → Theodor Erlebte viele persönliche Rückschläge → berufliche Probleme, Arbeitslosigkeit erlebte ebenfalls ein Kindheitstraumata, was ihn verfolgte alkoholsüchtiger Vater, psychisch kranke Mutter, Bruder verstarb früh, Ehe scheiterte, seine Tochter verstarb und er wurde selbst Alkoholiker (Kritik von Goethe: Hoffmanns Werke wäre eine Produktion seines Drogenkonsums) → psychische Probleme und dessen Auswirkung basieren in der Kindheit, er verarbeitete Erlebtes und Ängste in seinen Werken und flieht in die (düstere) Fantasiewelt hatte große Angst davor Wahnsinnig zu werden 1809 Ritter Gluck erscheint als erste Erzählung Es geht um die Identität des Ich-Erzählers, der sich am Ende als Ritter Gluck vorstellt, der Komponist ist. Jedoch wird dem Leser nicht klar, ob sich der Erzähler die Figur eventuell nur ausgedacht hat → Vermischung von Realität und Fantasiewelt, sowie in Sandmann Epochale Einordnung Schwarze Romantik → Interesse an Übersinnlichem, Unerklärbaren, Fantastischen, Schrecken, Wahnsinn, Irrationalem anstatt: Wirklichkeit und Vernunft Wissenschaftliches wurde vernachlässigt oder verschwiegen Schauerromane sollten insbesondere den Leser verwirren durch: Briefe, Dialoge, Rückblenden → ganz im Gegensatz zu der klaren Schreibstruktur in der Klassik Sprache die Erzählweise verändert sich oft (Briefe mit verschiedenen Absendern, Ich-Erzähler) mal ist der Erzähler auktorial (allwissend) oder ein Ich-Erzähler als Briefabsender → Mittel, um Verwirrung und Zweifel an der Wahrheit zu unterstützen die Perspektive des Ich-Erzählers (vor allem in den Briefen) macht es dem Leser schwer herauszufinden, was wirklich wahr ist durch die Briefe erfährt der Leser direkt von Nathanael, wie er sich fühlt die Sprache ist hektisch (kurze Sätze, viele Kommata, Ausrufe) Wiederholungen geben Dramatik wenn er über den Sandmann spricht, wird die Sprache sehr bildhaft, dies zeigt seine große kindliche Fantasie und hilft dem Leser beim Vorstellen des Sandmanns (Emotionen erwecken) in seinem zweiten Brief ist die Sprache viel klarer → dort gibt er auch an zu wissen, dass Coppola gar nicht Coppelius sein kann der auktoriale Erzähler gibt nötige Hintergrundinformationen und wertet das Geschehene → auch er klärt die Verwirrung der Leser nicht auf, sondern unterstützt sie Motive und Interpretation Augenmotiv ital. ,,Coppo"→→ Augenhöhle ,,sköne Oke" = ital. ,,occhi" →→ Auge Ammenmärchen: Sandmann, bestraft nicht-schlafende Kinder damit, dass er ihnen Sand in die Augen wirft, sie dann blutig aus dem Kopf springen und er sie dann an Raubvögel verfüttert Coppelius droht ihm an, ihm die Augen aus dem Kopf zu reisen → Wendepunkt in seinem Leben, die Fantasiefigur ist real in dem Gedicht sieht er den Tod in Claras Augen → seine Liebe wird durch den Sandmann gestört hat Angst vor den Brillen von Coppola → kann dann erst Olimpia erkennen Nathanael verliebt sich in Olimpias leere Augen → Widerspieglung von sich selbst als Olimpias Augen herausspringen → Nervenzusammenbruch erkennt Coppelius durch das Fernglas → Selbstmord → in der Gegenwart von Coppelius und Coppola fürchtet er seine Augen zu verlieren wichtiges Sinnesorgan, um Umwelt zu beurteilen z.B. Gefahr wahrnehmen Augen besitzen, heißt rational und vernünftig denken zu können, man kann ,,selbst sehen" hilft zu bewerten, was real ist und was nicht Metapher für Erkenntnis → jedoch sieht Nathanael nur dass was er sehen möchte Spiegel der Seele und Gefühle → das Innere gelangt nach Außen Coppelius Clara Katzenaugen → unheimlich, unmenschlich, böse, unvertrauenswürdig Augenbrauen verdecken sie → man kann sein wahres Ich ,,Seele" nicht sehen helle Sicht →→→ klare Sicht, klares Denken Olimpia Brillengläser Doppelgängermotiv Augen werden als Wahrnehmungsorgan genutzt → Schutz vor Täuschung künstliche Augen → unmenschlich, unecht, leer spiegeln →Nathanael spiegelt sich in ihren Augen selbst wider, projiziert etwas auf sie führen zu seinem Nervenzusammenbruch klare Sicht →→ Wahrheit, etwas, was man vermieden hat zu sehen Reflektion/Spiegelung → verwirrend, weil man so lange falsch gesehen hat typisches romantisches Motiv →→ zwei Figuren sind wie Zwillinge oder Gegenteile Coppola & Coppelius Doppelgänger oder sogar gleich Person → es wird nie aufgelöst, ob sie nicht doch dieselbe Person sind schon die Namen ähneln sich Coppola sieht Coppelius so ähnlich, dass es Nathanael retraumatisiert Clara & Olimpia Clara schweigsame Natur hört mit innigstem Vergnügen zu heller Blick Engelsgesicht, gut gewachsen wird als lebloser Automat beschimpft Olimpia spricht wenige Worte herrliche Zuhörerin Glanz in den Augen engelschönes Gesicht, symmetrisch gewachsen ist ein lebloser Automat Nathanael projiziert Claras Eigenschaften auf Olimpia, so werden sie sich ähnlich Clara passt sich den bürgerlichen Verhältnissen an, die Frauen zu Puppen gemacht haben keine eigene Meinung, schönes Aussehen, Familienfrau (künstliche Identität) Nathanael fällt nicht auf, dass Olimpia ein Puppe ist, weil Frauen genau so leer von ihrer Persönlichkeit sein sollten, damit sie für Männer problemlos waren Aufklärung trifft auf Romantik Clara als vernünftige rationale Denkerin, möchte ihrem Verlobten Gehirngespenste mit Logik ausreden Nathanael als Vertreter der Romantik er ist sensibel, hat eine große Fantasie, alle die seine Vorstellungen nicht verstehe bezeichnet er als gefühlskalt → die Romantiker*innen halten sich für zu nobel, sind narzisstisch Idealisierung der Fantasiewelt führt zu Wahnsinn bis hin zu Tod im Gegensatz zu Nathanael ist Clara immer sorglos und positiv gestimmt → sie hat es geschafft Fantasie und Verstand in Einklang zu bringen = jedoch neigt sich Clara gegenüber Emotionalität und dem Künstlergenie nicht völlig ab, somit ist die Novelle keine Kritik an der Romantik, sondern nimmt eine Sonderstellung ein (z.B. hat sie Interesse an Nathanaels Gedicht) Schwarze Romantik Behandlung von negativen Gefühlen: Ängste, Wahnsinn, psychischen Problemen Hoffmann thematisiert Sachen, die ihm widerfahren sind und ihn beschäftigt haben Kritik an dem rein aufklärerischen Denkens: Gefühle spielen bei Menschen eben eine Rolle und sollten nicht vergessen werden das Innere nimmt Einfluss auf das äußere Handeln Gesellschaftskritik Mann verleibt sich in Puppe, auf die er seine Träume und Vorstellungen projiziert, die Frau ist eine hübsche Puppe, die sich dem anpassen soll Egoismus → Nathanael verliebt sich in sein Selbstbild (die Puppe spricht nicht → Selbstgespräche) nur eine Puppe versteht sein Künstlertum: der ,,narzisstische Künstler" es fällt nicht auf, dass Olimpia nur eine Puppe ist, weil Frauen, um in die Gesellschaft hineinzupasse eine eigene Identität aufgeben mussten und die der perfekten Frau adaptieren mussten Männer verlieben sich in äußere Hüllen Liebespaare haben gar kein richtiges Verständnis für einander das idealisierte Bild der Liebe in der Romantik wird kritisiert Frauenbild →→ Ironie → Kritik an dem Ichkult des Sturm und Drang Dichter*innen sollen ihre Umwelt in Betracht ziehen, wenn man immer nur aus seinen eigenen Gefühlen herausarbeitet, schadet man eventuell der Umwelt und Gesellschaft (Wahn/Fantasie tötet fast Clara) Künstler sind narzisstisch und kritisieren die, die ihre Kunst nicht verstehen Drei psychische Instanzen Es & also: die rationale Clara, die auf ihn einspricht, die Mutter sagt ihm, dass es keinen Sandmann gibt → in seinem zweiten Brief, gibt er zu, dass es den Sandmann gar nicht geben kann Ich Unbewusstes, Triebe, Wünsche unakzeptiert von der Außenwelt also: seine Gedanken, Ängste, Fantasien Über-Ich entsteht durch Sozialisierung Gegenspieler des Es → unterdrückt Unerwünschtes Kontakt zur Außenwelt → muss anderen zwei Instanzen in Balance halten muss sich anpassen bzw. sogar verstellen also: ständiger Wechsel von Wahn und normalen Verhalten hat Probleme Es und Über-Ich auszugleichen → das Es bzw. seine Trauma gewinnt oft Erzählperspektiven der auktoriale (allwissende) Erzähler erzählt von Außenperspektive hat einen übergeordneten Standpunkt → hat mehr Information als handelnde Personen der personale Erzähler erzählt aus einer Person heraus, hat nur Information dieser Person der neutrale Erzähler ist außerhalb des Geschehens, hat keine weiteren Informationen der Ich-Erzähler erzählt aus persönlicher Sicht, bringt eigene Informationen mit ein Gedichte: Vokabel Gedichtsarten Sonett Ballade Ode Lied Hymne typisch für Barock festgelegter Aufbau → 14 Verszeilen und 4 Strophen 2 Quartette (2 Strophen, 4 Verse) 2 Terzette (2 Strophen, 3 Verse) meist umarmender Reim in den Quartetten oft fünfhebiger Jambus ein "Erzählgedicht" → wird gesprochen (Dialog & indirekte Rede) hat viele Strophen erzählt von einem unerklärlichen, magischen, lebensverändernden Ereignis Reimschema und Metrum sind meist regelmäßig nicht nur Lyrik, sondern kommt auch in Epik und Dramatik vor z.B.: Der Erlkönig, Die Brück am Tay feierliches Lobgedicht, übertriebene & gefühlvolle Sprache hat mehrere Strophen regelmäßiges Versmaß z.B.: Ode an die Freude einfache Sprache mit sich wiederholendem Refrain Reimschema und Metrum sind meist regelmäßig kein formaler Aufbau feierliche, lobende Sprache z.B.: Prometheus Strophenformen Einzeiler Zweizeiler Dreizeiler Vierzeiler Monostichon Couplet Terzett Quartett Fünfzeiler Sechszeiler Reimschemata Paarreim Kreuzreim Umarmender Reim Schweifreim Haufen Dreifache Reimreihe Metrum Jambus Trochäus Anapäst Daktylus Kadenzen männlich weiblich Anderes hypotaktisch parataktisch Elipse Zeilenstil Enjambement Hakenstil Gedichtsanalyse Quintett Sextett aabb abab abba aabccb aaaa abcabc X X Xx X X X XXX betonte Silbe am Ende unbetonte Silbe am Ende komplexer Satzbau einfacher Satzbau Teile fehlen im Satz Einleitung Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Epoche, Gedichtsart, Deutungshypothese Hauptteil 1. Zusammenfassung der Strophen → zentrale Motive/Themen benennen dann: Deutung bzw. Interpretation des Inhalts → rhetorische Mittel Epochalen Bezug herstellen 2. Formaler Aufbau Schluss Verse und Strophe Metrum Reimschema Gedichtsart Strophenform Kadenz Wortarten untersuchen Satzbau (hypotaktisch, parataktisch), Satzstruktur (Ellipse, Auslassung, unvollständig) Verhältnis von Vers und Satz im Gedicht (Zeilenstil, Enjambement, Hakenstil) → Ergebnisse der Analyse auf Inhalt beziehen unterstützt die Form den Inhalt oder nicht? Zusammenfassung der Analyseergebnisse Rückbezug auf die Deutungshypothese biographische Informationen zum Lyriker Intention des Textes (ausführlich!) → möglicher Adressat des Gedichts? Einordnung in die Epoche (begründete Einschätzung mit Bezug zum Thema des Gedichts) persönliche Wertung Sapir-Whorf-Hypothese Hypothese aus den 1950er Jahren Sprache beeinflusst unser Denken und Wahrnehmen → Menschen mit verschiedenen Muttersprachen, nehmen die Umwelt anders wahr Linguistischer Determinismus Sprache steuert Wahrnehmung und Denken wenn in meiner Sprache etwas nicht beschrieben ist, kann ich es auch nicht denken Gedanken werden durch Sprache geformt Linguistisches Relativitätsprinzip Muttersprache beeinflusst Wahrnehmung z.B. ,,Burg" und ,,Schloss" vs. ,,castillo" ist ein Nomen weiblich wird es mit weicheren Adjektiven assoziiert, als in einer Sprache in dem das Nomen einen männlichen Artikel hat (,,die Brücke" vs. ,,el puente") Kritik man kann über die Sprache hinausdenken → manchmal gibt es nicht einmal Worte, für das was man sagen will man kann in Bildern denken = es gibt einen Einfluss, jedoch ist man nicht völlig determiniert (Linguistisches Relativitätsprinzip) Kommunikation Kommun tionsquadrat von Schulz von Thun Selbstkundgabe Sachinhalt Beziehungshinweis Appell Fünf Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawick wenn zwei miteinander kommunizieren, tauschen sie nicht sachlich nur Informationen aus 1. Man kann nicht nicht kommunizieren 2. Jede Kommunikation hat einen Inhaltsaspekt und einen Beziehungsaspekt 3. Kommunikation ist Ursache und Wirkung was ich sage, beeinflusst dich, was wiederum mich beeinflusst 4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten digital verbal, analog → nonverbal 5. Kommunikation ist symmetrisch und komplementär symmetrisch → Gespräch auf Augenhöhe Organon Modell von Karl Bühler Ausdruck Sender Gegenstände und Sachverhalte Darstellung Symptom Symbol Z Signal Appell Empfänger Redeanalyse Kennzeichnung der Redesituation W-Fragen wann? (Datum und historischer Kontext) wo findet die Rede statt? wer? Informationen über Redner*in und deren Intention wer sitzt im Publikum und was erwarten sie eventuell? → diese Informationen können relevant für den Inhalt bzw. die Wirkung der Rede sein Beschreibung der Redekonstellation Beziehung von Publikum und Redner*in → Übereinstimmung, Ablehnung, Überzeugungsarbeit sind verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Interessen anwesend und wie beeinflusst dies den*die Redner*in Inhaltsangabe und inhaltlicher Aufbau der Rede Redeabschnitte bestimmen und nach bestimmtem Kriterium ordnen diese Abschnitte inhaltlich zusammenfassen Deutung der Redeabschnitte welche Funktion haben die Abschnitte? Argumentationsweise Abwertung, Beschwichtigung Antithetischer Charakter (Gegenpositionen Argumente aufzählen oder sie ironisch darstellen) Behauptung/These, Argument, Beispiel, Rückblick, Aufwertung und werden Positionen gegenübergestellt? Rhetorische Mittel → Wirkung Pronomenstruktur (Anrede des Publikums) → Entfernung oder Nähe zum Publikum Kennzeichnung des Redetyps 1. Orientierung an der antiken Rhetorik Genus iudiciale Genus deliberativum Genus demonstrativum 2. Kommunikationsmodell Ausdruck Darstellung Appell Schluss Gerichtsrede politische Rede Festrede Emotionen/Gefühle im Vordergrund (Feier, Beerdigung) wie etwas ist (wissenschaftlicher Vortrag) Publikum soll aufgefordert werden (Klimastreik) Zusammenfassung Rednerintention Persönliche Bewertung der Rede → wirkungsvoll? Rhetorische Figuren Aufwertung günstige Argumente hervorheben, anderes verheimlichen oder klein reden eine Wir-Gruppe erschaffen (Pronomen, positive Sprache) eigene Ziele als ,,Gemeinwohl" verkaufen Übertriebene/überhebliche Sprache Personen mit anderer Meinung in das Gegenlager schieben (ausgrenzen) Fehler/Probleme ebenfalls auf andere schieben Fakten aufbringen, die beweisen, dass man recht hat Abwertung ungünstige Seite hervorheben, andere verheimlichen oder klein reden → Argumenten eventuell halb zustimmen doch dann etwas an ihnen kritisieren/bezweifeln Gegner mit negativen Wörtern/Werten assoziieren übertriebene/überhebliche Sprache negative Verallgemeinerung innenpolitische Gegner mit außenpolitischen Feinden koppeln Personen versuchen auf seine Seite zu ziehen Beschwichtigung „Entschärfung" Verständnis aufbringen → aufmunternde Sprache betonen, dass man zusammenhalten soll Formulierungen die für Interpretationen offen sind Probleme tabuisieren Dramenaufbau 2. Steigende Handlung mit erregendem Moment. Ausgestaltung/Zuspitzung des Konflikts 1. Exposition Einführung in Zeit, Ort, Atmosphäre Vorstellung der Hauptfiguren. Anbahnung des dramatischen Konflikts 3. Höhepunkt/ Peripetie Wendepunkt/unerwartetes Umschlagen der Handlung 5-Akt-Schema Handlungsschema und Spannungsverlauf bei der klassischen Form des Theaters Deutungshypothese - → Hauptaussage/Intention des Autors* der Autorin Dramenanalyse Einleitung Hinleitung zum Thema Einleitungssatz (Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Dramenart, Thema des Dramas und der Szene, Einordnung in eine Epoche, kurze Inhaltsangabe der Szene) 4. Fallende Handlung Mit retardierendem Moment (Verzögerung) Hauptteil Inhalt zusammenfassen Analyse des Aufbaus/der Struktur der Szene • wie hat der/die Autor*in die Szene aufgebaut? • was wird zuerst erzählt? • gibt es eine auffällige Struktur des Textes? • Schauplatz und Atmosphäre → wo und wann spielt die Handlung? →wie wird die Umgebung beschrieben? Welche Wirkung entsteht dadurch? • unter welchen Bedingungen handeln die Figuren? Figurenanalyse • äußere Merkmale der Personen • Charakter (Eigenschaften) und Verhalten der Figuren • Lebensumstände der Charaktere 5. Katastrophe Auflösung der Handlung zum Schlimmen oder zum Guten Sprache • wie ist die Dialog-/Monologführung? wie sind die Sprachanteile verteilt? wie ist der Dialog/Monolog aufgebaut? • welche sprachlichen/rhetorischen Stilmittel werden verwendet? • was ist besonders an der Sprache in der Szene? Regieanweisungen • wie sind die Regieanweisungen verfasst? (z.B. kurz, lang, detailliert) • was bewirken die Anweisungen? Interpretation • was will der/die Autor*in mit seinem*ihrem Text bezwecken? • was will das Werk von mir und wie wird das klar? • wie ist die Wirkung des Textes? welche Stimmung wird hervorgerufen? • gibt es einen Zusammenhang zwischen Titel des Dramas und Handlung? Schluss das Wichtigste noch einmal zusammenfassen • Intention des Dramas bzw. des Autors*der Autorin • ist es ihm* ihr gelungen ist, das rüberzubringen? deine anfängliche Deutungshypothese entweder zu bestätigen oder zu widerlegen → Fazit Szenenanalyse Einleitung Einleitungssatz (Textart, Titel, Autor, Erscheinungs- bzw. Entstehungsjahr) kurzer Überblick zu Thema und Handlung der gesamten Lektüre Hauptteil Szenenanalyse Inhalt und Thema der vorliegenden Szene (kurz!) → worum geht es? Einordnung der Szene in den Kontext der gesamten Lektüre gibt es innerhalb der Szene Bezüge zu vorhergehenden oder nachfolgenden Szenen? →wo befindet sich die Szene im Verlauf der gesamten Handlung? kurze Charakterisierung der Figuren in der vorliegenden Szene (evtl. durch Vergleich mit dem Verhalten der Charaktere in anderen Szenen) Benennung der Figurenkonstellation →wie stehen die Figuren zueinander? Gliederung der Szene (wenn möglich)→ wie ist die Szene aufgebaut? Analyse des Dialoges (wenn vorhanden) • wie stehen die Gesprächspartner*innen zueinander? hat dies Auswirkungen auf den Dialog? • wie sind die Sprechanteile verteilt? • verfolgen die einzelnen Sprecher*innen eine bestimmte Absicht oder eine Strategie? • gibt es sprachliche Mittel? (z.B. Metaphern, Alliterationen, Anaphern, usw.) • wie bewerte ich dieses Gespräch? bedenke: der Hauptteil sollte die Szenenanalyse in einem flüssigen Text wiedergeben, der die oben genannten Aspekte beinhaltet! Man sollte die genannten Aspekte nicht einfach nacheinander abhaken! Schluss abrundende Darstellung der Ergebnisse, inklusive einer abschließenden Bewertung der Szene und ihrer Bedeutung Corpus Delicti Autor*in Erscheinungsjahr Epoche Moritz Holl Juli Zeh 2009 Zusammenfassung Die Handlung findet in Mitte des 21. Jahrhunderts statt. Es handelt von einem Staat, der unter einer Gesundheitsdiktatur der ,,Methode" handelt. Der Bruder der Protagonistin Mia Holl wird für eine Straftat verurteilt, die er nicht begangen haben soll, woraufhin die Protagonistin die bis Dato Anhängerin der Methode war, anfängt ihre rechtspositivistische Einstellung zu hinterfragen. Für ihr staatsfeindliches Handeln soll sie verurteilt werden woraufhin ein langer Prozess folgt, jedoch steht das Urteil schon am Anfang der Geschichte klar. Figuren Mia Holl Heinrich Kramer Postmoderne Protagonistin 34 Jahre alt, Biologin (bis jetzt Idealbiografie) wohnt in einem Wächterhaus (Penthousewohnung) Schwester von Moritz Holl zart gebaut, attraktives Gesicht, blaue Augen lebt sehr zurückgezogen, führt Selbstgespräche (oder mit imaginären Personen) anfangs: Methodistin dann: Kritikerin/Feindin → Umbruch ist der Schmerz und die Trauer wegen Moritz, stellt wegen ihm die Methode erstmals in Frage denkt kritisch über Menschen, die dem System einfach hinterherlaufen aber kommt selbst nicht richtig zum Handeln 27 Jahre alt studierte Philosophie Hedonist: legt Wert auf ein lustvolles und glückliches Leben (raucht, Beziehungen mit Frauen) → zu einem richtigen Leben gehört aber auch Schmerz (Leben in vollen Zügen erleben) hatte als Kind Leukämie aber: kein Anhänger der R.A.K., sondern will persönliche Freiheit ,,Das Leben ist ein Geschenk, was man auch ablehnen kann" → sein Suizid Mias einziger richtiger sozialer Kontakt → selbst auch einsam hat nur die ideale Geliebte aber keine richtige Partnerin 40 Jahre alt, Familienvater ein Gentleman trägt stets Anzüge, weiße Handschuhe, die er zur Begrüßung auszieht und begrüßt die Menschen mit ,,Santé" (franz. = Gesundheit) Die ideale Geliebte Richterin Sophie Anwalt Rosentreter Journalist und Hauptvertreter der Methode (Verkörperung), hat z.B. Fernsehauftritte und publiziert Texte, die der Allgemeinheit eine Meinung vorgeben lässt sich selten aus der Ruhe bringen und legt sich gerne mit Kritiker*innen wie Mia Holl an, um die Überlegenheit seines Systems zu beweisen →geschickt im Manipulieren keinerlei Selbstkritik fähig und völlig überzeugt von der Methode → keine Entwicklung nutzt Mia aus um die Überlegenheit der Methode zu beweisen erfunden von Moritz Holl → kurz vor seinem Suizid vermacht er sie Mia somit bleibt er noch weiter in ihrem Leben und bindet sie aneinander, sie kann noch von ihm lernen, was ihm wichtig war und Mia stellt sich Fragen, die sie über die Ideen ihres Bruders hatte steht für Freiheit (Moral und Verstand) und zeigt Mia die Welt durch Moritz Augen die ideale Traumfrau: äußerlich und charakterlich (hat aber auch negative Eigenschaften) verschwindet, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt hat: Mia soll die Methode in Frage stellen und ihren Widerstand entfachen Funktion: Freundin, Zuhörende, Beschützerin und Gewissen → ist dazu da das Innenleben der Protagonist*innen besser darzustellen, Mias Willen zur Freiheit zu entfachen, aber bringt auch selbst die Leser*innen zum Nachdenken etwas jünger als Mia junge Richterin und sehr überzeugt von der Methode (Rechtspositivismus) überzeugt, dass jeder Mensch gut ist und will Mia deshalb helfen → enttäuscht als sie sich nicht bessert vertritt Mia hat den Fall aus Eigeninteresse angenommen: ist mit einer Frau zusammen, die aber einer anderen immunologischen Gruppe angehört → Rache unsichere Person will den Fall nicht aufgeben Richter Hutschneidner übernimmt den Fall Mia Holl nach Sophies Ausscheiden älterer Mann, kurz vor der Pensionierung spricht lieber das vorgegebene Urteil aus, als seinen Ruf zu gefährden entlarvt als Mörder Stil Hanemann Die ideale Geliebte Dr. Rosentreter Mörder Spender fiktive Freundin Anwalt Sybille Meiler Blinde Date und Mörder? Erinnerung an Moritz Moritz Holl Geschwister Mia Holl Nachbarinnen Lizzie, Driss und die Pollsche angeblicher Komplize Hetzjagd Gegenspieler/ Intrige Verurteilung Befangenheit →hat Informationen über Personen, erklärt, bewertet Epoche Moderne Würmer Als Kronzeuge erpresst Heinrich Kramer Dr. Hutschneider Ersatz einfache Sprache, gelegentlich Fachbegriffe z.B. aus Jura oder Medizin Präsens, außer Rückblenden auktoriale Erzählsituation Sophie freier Stil und Mischungen von Gattungen (Prosa, Drama, Parabel) persönliche Sichtweisen und viele Dialoge komplexer Aufbau (Zeitsprünge, Einschübe) → Chaos als auch in der Handlung selbst Negativheld*in →→ kein positives Ziel, Verwirrung, Leser*innen können sich nicht mit ihr identifizieren Protagonist*in steht in einem Änderungsprozess die Welt wirkt unharmonisch z. B. durch das Verlieren von Moral Zukunftsliteratur Dystopie totalitärer Staat, unfreie Menschen Held*in hinterfragt Umstände Kritik an Zuständen de aktuelle Zeit durch Dramatisierung Autor*in Juli Zeh wurde 1974 geboren, als sie das Buch schreibt, ist sie ungefähr so alt wie die Protagonistin selbst studierte Rechtswissenschaften mit dem Fokus auf Völkerrecht sie schreibt oft für Zeitungen, für sie ist es wichtig sich eine Meinung zu bilden, was das ist, was Mia Holl lernen soll Juli Zeh beschäftigt sich aktiv mit der Bedrohung zunehmender Überwachung und schrieb etwa 2008 eine Verfassungsbeschwerde zum biometrischen Reisepass und 2013 einen Brief an Merkel nach der NSA-Affäre Symbole Methode körperliche Gesundheit als aller höchstes Gut was unbedingt geschützt werden muss diktatorisches Mittel → ein Gedankengut was allen Bürger*innen aufgezwungen wird, um die Welt angeblicher zu machen, wird propagandiert und wer dagegen ist wird bestraft gerechtfertigt durch die Vernunft zu starke Rationalität, keine Beachtung von dem, was Menschlichkeit ausmacht es gibt nur Gegner*innen, weil sie ebenso gut funktioniert verkörpert/personifiziert durch Kramer Interpretation Gesundheitsdiktatur völliger Gesundheitswahn in der Regierung und Gesellschaft, weil sich mittlerweile alle so angepasst haben und es normal geworden ist Bürger*innen dürfen nicht frei über ihr Leben entscheiden das private Leben und Glück ist dem der Allgemeinheit untergestellt Körper und Gesundheit aller ist an höchster Stelle die Methode zwingt den Menschen Pflichten auf → es wird kontrolliert, ob sie regelmäßig Sport machen, was sie Essen und sie müssen regelmäßige Tests machen man darf nicht in Sperrzonen wie z.B. die Natur, weil sie nicht desinfiziert ist die Partnerwahl muss vom Staat bewilligt werden Fakten wie DNA-Proben stehen über den Aussagen von Angeklagten Feind*innen der Methode werden überwacht, der Staat greift eventuell auf Gewalt zurück und man kann für eine Gefährdung der allgemeinen Gesundheit die Höchststrafe bekommen die Methode wird propagiert z.B. durch Bücher oder durch Fernsendungen, die die allgemeine Meinung beeinflussen Körper als höchstes Gut die Gesundheit des Körpers steht über der Seele → ständiger Leistungsdruck der körperlichen Fitness beeinflusst die Seele aber negativ der Umgang mit Emotionen führt zu der Vernachlässigung der Methode man achtet weniger auf den Charakter Ziel ist ein gesundes kein erfülltes Leben Personifikation der strengen Rationalität → Verlust von Moral, Religion und anderen Werten Gericht ohne Recht das Gericht ist dazu da die Methode zu beweisen und zu unterstützen (dafür setzt man auch falsche Beweise und Unterstellungen ein) kleinste Vernachlässigungen werden hier gemeldet das Urteil für Mia war schon vor dem Prozess da Totale Überwachung → aktuelle Erscheinungen als Inspiration (Impfpflicht, biometrischer Reisepass, NSA-Bespitzlung) der gläserne Bürger Körper Chip im Arm, Ernährungs- und Schlafkontrolle, Blut- und Urinproben, Pflichtuntersuchungen tägliche Schritte und Kilometer auf dem Hometrainer Verbot von Koffein, Alkohol und anderen Drogen Fitness Ernährung Umgebung Kontrolle von Häusern, der Luft, Müll- und Abwasserkontrolle, Desinfektionspflicht und Verbot von unkontrollierbaren Gebieten gegenseitige Bespitzelung + staatliche Einheit (Methodenschutz) Kampf um Freiheit kein freier Wille, weil der Körper als höchstes Gut über allem steht keine Freiheit, der einzelne zählt nicht Freigeisterei ist rückständig durch die Erfassung sämtlicher Daten kann die Methoden einem alles unterstellen die ständige Angst davor krank zu werden vs. Moritz dem der Tod durch eine Krankheit gedroht hat und gelernt hat das Leben zu genießen → Mia muss erst lernen sich für den freien Willen einzusetzen Science Fiction oder wahre Vision Corona Pandemie → wie einfach der Staat Kontrolle und Gesetze durchbringen kann aber: es gibt einen Verfassungsschutz, der diese immer wieder prüft und uns schützt heute Speicherung von Daten auf elektronischen Gesundheitskarten (Digitalisierung des Gesundheitswesens) Boom der Fitness- und Ernährungsin trie, gleichzeitig steigt das ergewicht Überwachung im öffentlichen Raum nimmt zu Warnung/Message: ständige Hinterfragung von juristischen Entscheidungen der Politik Legalität vs. Legitimität (Gefahr des Rechtspositivismus) → Verantwortung im Menschen das Recht durch eine Moral zu hinterfragen im Hintergrund: NS-Ideologie (Argumentation der Coronaleugner*innen, Raum für diktatorisches innerhalb einer Demokratie) Woyzeck Autor*in Erscheinungsjahr Epoche Georg Büchner 1837 als Dramenfragment nach Büchners Tod Vormärz Zusammenfassung Das Dramenfragment handelt von einem armen Soldaten, der zur Zeit der Napoleonischen Kriege lebt. Durch seine Armut geht er Jobs ein die ihn so wohl physisch als psychisch krank machen. So ernährt er sich z.B. seit drei Monaten nur von Erbsen und hat durch die Mangelerscheinung Wahnvorstellung. Als seine Partnerin und Mutter seines Kindes namens Marie ihm mit dem Tambourmajor fremdgeht, dreht er durch und bringt sie anschließend um. Marie geht die Affäre vor allem wegen dem Geld des jors ein, der ihr schöne Ohrringe kaufen kann. Immer wieder piesackt die obere Klasse Woyzeck. Das Drama thematisiert die damalige Armut und das Leid der unteren Klasse. Aufbau des Dramas Offenes Drama Als Georg Büchner verstarb, war das Drama noch nicht vollendet. Somit gibt es unterschiedliche Reinfolgen der einzelnen Szenen in anderen Ausgaben des Dramas. Außerdem wurden Texte ergänzt und verändert. Kriterien des offenen Dramas 1. vielfältige Handlung verschiedene und autonome Nebenhandlungen 2. Offenheit der Handlung viele Sprünge, vieles wird ausgelassen die Handlung könnte fortgesetzt werden 3. vielfältige Orte Szenen spielen an verschiedenen Orten → verdeutlichen Stellung der Person in der Gesellschaft 4. Klassengesellschaft Repräsentation und Thematisierung verschiedener Klassen und dessen Behandlung bzw. Umgang mit anderen → Woyzecks ,,Klassenkampf" 5. Sprache die Art und Weise wie Charaktere sprechen repräsentieren ihren Stand und Charakter 6. allgemeiner Stil offen→ Inhalt im Vorrang Exposition/Bnleitung Woyzeck wird vorgestellt Erregendes Moment/ Steigerung Affäre/Elfersucht beginnt Franz Woyzeck Charakterisierung 30 Jahre alt Peripetle / Höhepunkt Affäre wird aufgedeckt Streit mit Tambourmajor Retardierendes Moment/ Fall Woyzeck kauft Messer; verschenkt Sachen liiert mit Marie Zickwolf, haben einen einjährigen Sohn namens Christian Soldat ● Katastrophe Marles Ermordung Woyzeck endet einsam Unterschicht → versucht auf jeder möglichen Art Geld zu verdienen, um zu überleben und Marie zu heiraten (gibt seiner Familie hauptsächlich sein verdientes Geld) ● durch das Erbsenexperiment sieht er sehr kränklich aus (mager, Haarausfall, Halluzinationen, unregelmäßiger Puls) ermordet Marie (Motive: fühlt sich verletzt und sozial gedemütigt) Woyzecks Psychose Ursachen körperlich (Unterernährung), sozialer Druck bzw. psychische Belastung Zeitweise oder dauerhafte Wahrnehmungsveränderung, die einen unzurechnungsfähig machen Maries Seitensprung ist hier nicht der Auslöser, sondern die letzte Bindung, die er verliert → schon in der ersten Szene hat Woyzeck Halluzinationen jedoch raten ihm die Stimmen Marie umzubringen seine Erzählungen von seinen Halluzinationen schrecken sein Umfeld ab (Marie, Andres), sie bieten ihm keine Hilfe an und wissen nicht damit umzugehen der Arzt hat nur aus der Interesse an der Auswirkung seines Experiments Interesse an den Wahnvorstellungen, helfen tut er ihm aber auch nicht Woyzecks Selbstwahrnehmung sieht sich als verantwortlicher Mann, der das Geld nach Hause bring um Frau und Kind zu versorgen gleichzeigt verkauft er seinen Körper und freien Willen für Geld und wird später vom Arzt mit einem Hund dafür verglichen → fühlt sich wertlos (negatives Selbstbild) und verzweifelt leidet unter den Zuständen macht alles Mögliche mit, um genug Geld zu verdienen würde sich eigentlich gegen die Vorwürfe gegen ihn verteidigen, doch fühlt sich wehrlos sagt aus, auf Grund der Armut nicht tugendhaft sein zu können (die Armut setzt zum Überleben oft unmoralisches Verhalten voraus) fühlt sich hilflos es fehlt ihm schwer zu artikulieren, was los ist (Körper und Marie) → selbst wenn andere sein leiden erkennen, stoßen sie ihn eher ab als ihm zu helfen Die Tat wird zum ersten Mal selbst tätig und wehrt sich gegen die Ungerechtigkeit aber: nimmt sich seine eigene Geliebte und selbst sein einjähriger Sohn will nichts mehr mit ihm zu tun haben. nie Gesellschaft nimmt ihn ebenfalls nun als Mörder wahr Der historische Woyzeck Johann Christian Woyzeck Seine Eltern starben früh Mit 13 Lehre zum Perückenmacher (schon damals aussterbender Beruf) danach sechs Jahre als Wandergeselle Kämpfte zwölf Jahre in Napoleonischen Kriegen 1810 bekommt er ein Kind mit seiner Geliebten, die ihm aber fremdgeht →wird depressiv, beginnt zu trinken, wird zum ersten Mal straffällig wegen Diebstahl Wird darauf hin aus dem Militär entlassen Kehrt in seine Heimatstadt zurück und ist dort arbeits- und obdachlos Geht ein Verhältnis mit Johanna Christiane Woost ein, die ihm jedoch auch fremdgeht → misshandelt und ermordet sie wird verhaftet und als schuldig erklärt Zurechnungsfähigkeit wird ihm durch das Gutachten von Johann Christian August Clarus zugesprochen sein Einspruch wird abgelehnt und er wird vor 5000 Schaulustigen auf dem Leipziger Marktplatz durch das Schert getötet die von Clarus veröffentlichten Gutachten dienten Büchner als Vorlage für sein späteres Drama, wobei er sich vor allem auf das ausführlichere zweite Gutachten bezieht, welches 1825 in der Zeitschrift für die Staatsarzneikunde abgedruckt wurde Marie Zickwolf gehört zur gesellschaftlichen und sozialen Unterschicht und wünscht sich sehnlich einen Aufstieg nutzt ihr schönes Aussehen, um durch den Tambourmajor ihrem Traum näher zu kommen Marie und Woyzeck Schicksal sie scheitern beide Maries Kontrollverlust führt zu ihrem Tod (bereute ihre Tat) Woyzeck scheitert durch seinen Kontrollverlust (sah sich schon vorher gescheitert) Beide stehen unter sozialen Druck Marie ist Mutter eines unehelichen Kindes und mit einem armen Mann, der nicht wirklich für sie sorgen kann zusammen fühlt sich von Woyzeck allein gelassen mit dem Kind (kann ihn nicht verstehen) liebt Woyzeck doch ihren Wunsch überkommt sie → ist ihm dankbar doch hat sich ihr Leben anders vorgestellt Marie und Tambourmajor der Tambourmajor ist ganz anders als Woyzeck besserer Beruf höhere Klassen angesehen, respektiert mehr Geld (muss nicht jeden Cent drehen und Experimente mit sich machen lassen) also: gesund und schön selbstbewusste, sogar eitel und stolz er repräsentiert: sozialen und gesellschaftlichen Aufstieg → Ansehen, keine Geldsorgen mehr (Sicherheit), keiner würde sich über Marie lustig machen ein besserer Partner → begehrt sie, sie kann ihn verstehen (er kann sich artikulieren) aber: die Beziehung ist sehr oberflächlich sie freut sich über seine Geschenke und genießt es sich einer höheren Klasse angesehen zu fühlen das Geld blendet sie (verlockt sie, Woyzeck ist ihr in dem Moment egal) sie ist sich bewusst, dass das mit dem Tambourmajor keine richtige Liebe ist (durchschaut seine Eitelkeit) → sie fühlt noch Mitleid und Liebe zu Woyzeck Maries Gefühlswelt Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach finanzieller Sicherheit und sozialem Aufstieg VS. der Liebe und dem schlechten Gewissen wegen Woyzeck wie Armut die Solidarität und Zusammenhalt (liebe) beeinflusst auch Woyzeck fühl sich zu gedemütigt (und unverstanden) sich seiner Geliebten zu wenden lieber wendet sie sich einem Mann zu er sie beschützen kann und ihr mehr bieten kann schließlich recht sich Woyzeck an ihr vor dem Tambourmajor eingeschüchtert von seinem Selbstbewusstsein findet ihn anziehen und gleichzeitig abstoßend vor Woyzeck nutzt seine Unsicherheit aus, um ihn zu übergehen schätzt sein Pflichtbewusstsein und verspürt Mitleid (und vielleicht auch Liebe) hat kein Respekt vor ihm → fühlt sich nicht so, als müsse sie ihre Untreue entschuldigen kann ihre Reue schließlich nicht mehr eingestehen Nebenfiguren Andres Soldat und Kamerad von Woyzeck verrichtet seinen Job ordentlich der Ruhepol von Woyzeck (singt, versucht ihm mit seine Halluzinationen so gut wie möglich zu helfen) Hinterfragt es jedoch nicht als Woyzeck ihm sein Habgut schenkt Margreth Nachbarin von Marie verurteilt sie für ihr uneheliches Kind und ihr unsittliches Leben (stellvertretend für die Gesellschaft) Tambourmajor Kontrastfigur zu Woyzeck hohe militärische Stellung → so auch gesellschaftlich hat keinen Namen → nur Titel als Bezeichnung wird selbst sehr oberflächlich beschrieben und benimmt sich oberflächlich (flacher Charakter) stielt Woyzeck seine Frau und besiegt ihn physisch im Wirtshaus (war ihm von Anfang an übergestellt) Hauptmann namenslos →→ trägt Titel aufgedunsen und dick → wohlhaben (kann sich viel Essen leisten, im Gegensatz dazu ist Woyzeck mager) Vorgesetzter von Woyzeck demütigt ihn gerne (will ihm ein schlechtes Gewissen machen wegen seinen Sohn, spielt das Fremdgehen seiner Geliebten an) ist ein jämmerlicher Charakter aber kann Woyzeck auf Grund seiner Stellung demütigen, um sich besser zu fühlen → gemütlich aber kann schnell grausam werden fühlt sich ihm gegenüber sehr überlegen → moralisch, gibt ihm Ratschläge sorgt dafür, dass es Woyzeck schlechter geht Doktor ebenfalls namenlos → Berufstitel zeigt von Überlegenheit und Intelligenz (allein die Stellung reicht um Woyzeck überlegen zu sein) Verkörperung der Medizin möchte die Medizin revolutionieren verachtet seine Patient*innen Woyzeck vergleicht er mit einem Tier (macht unmenschliche/unwürdige Experimente mit) Unmoralisch und sorgt sich nicht um seine Patient*innen = sie sind Mittel zum Zweck für seinen Erfolg eitel → sieht sich selbst al ehrwürdigen Wissenschaftler (behandelt andere Menschen aber nicht würdig) Stil und Sprache Einfache Sprache Personen Rhetorische Mittel Folgen Woyzeck, Marie, Andres Falsche Satzzeichen, kurze und einfache Sätze, Fehler in der Grammatik (in der wörtlichen Rede) und Dialekte → einfacher Bildungsstand volks- und realitätsnah Büchner greift auf Bibelstellen und Märchen zurück, die die Figuren ihre Gefühle besser darstellen lassen, als sie es selbst können ohne Sprache: machtlos, den Umständen ausgesetzt keine Chance zur Besserung (Wehrlosigkeit) die Unterschicht kann ihre Gefühle, Gedanken und Ideen nicht ausdrücken Sprache und Macht Figuren: Doktor, Hauptmann heben sich durch die Sprache von anderen ab verkennen andere als minderwertig, die ihrer Sprache nicht mächtig sind der Doktor verwendet Fachwörter aus dem Zweck um von seinem unmenschlichen Experiment abzulenken, andere zu verwirren und zu verunsichern und um seine Überlegenheit zu beweisen Sprache als Rechtfertigung und Mittel, um ihre Macht auszuüben über die weniger mächtigen Nihilismus Überzeugung von der Nichtigkeit und Sinnlosigkeit alles Seienden, Verneinung aller Werte und Ziele Der Hauptmann äußert seine nihilistischen Ideen in der Szene 5 ,,Der Hauptmann. Woyzeck" Die Oberschicht hat Zeit zu philosophieren und den Sinn hinter allem zu hinterfragen. Sie haben Zeit sich Fragen zu stellen und Zeit sich zu langweilen. Die Unterschicht ist zu wenig gebildet sich solche Fragen zu stellen außerdem haben sie keine Zeit dafür. In der Szene selbst kritisiert der Hauptmann Woyzeck für seine Eile. Doch Woyzeck muss eben von Job zu Job, um sein Überleben zu sichern. So etwas wie Langeweile und Momente, in denen ihm solche Fragen aufkommen könnten, kennt er nicht. Kontext Epoche: Vormärz 1815-1848 Worum ging es? Idee eines deutschem Nationalstaates und einem liberalen Lebens (Verlust von den vilegien im Adel) Junges Deutschland 1815-1840, eigentlicher Vormärz 1840-1848 Woyzeck: 1836 Adressat waren das einfache Volk Literatur wurde für politische Ziele eingesetzt → Gesellschaftskritik Büchners: die Ausbeutung und das Leid der Unterschicht ausgelöst durch die Oberschicht für den Erhalt ihrer Privilegien Ebenfalls Züge des Realismus → Büchner zeigt die Welt genau so wie sie ist und stellt auch von seinem Protagonisten alle negativen Facetten dar Geschichtlicher Hintergrund Büchner lebte 1935 in Straßburg im Exil (wurde politisch verfolgt → Hessischer Landbote) bekam durch seine Tätigkeit als Arzt ähnliche Fälle wie in Woyzeck mit (Johann Christian Woyzeck, Daniel Schmolling, Johann Dieß) Gemeinsamkeiten der Täter Armut + schlechte Bildung gelernte Handwerker aber dienten als Soldaten (aus Armut Körper hingeben) hatten Beziehungen mit Frauen, die sie aber nicht heiraten konnten wegen fehlendem Geld ihre Frauen waren untreu → ermordeten ihre Frauen wurden aufgrund ihrer unehelichen Kinder deklassiert = sahen ihr Leben als hoffnungslos bei allen drei wurde die Zurechnungsfähigkeit öffentlich diskutiert → alle drei wurden als zurechnungsfähig erklärt Autor*in Karl Georg Büchner *1813 +1837 folgte seinem Vater in die Medizin engagierte sich politisch und veröffentliche Schriften aus Angst vor Verfolgung ging er 1835 ins Exil Der Hessische Landbote 1834 politisches Flugblatt, was die Landleute dazu aufruft, gegen die adelige Oberschicht anzukämpfen ,,Friede den Hütten! Krieg den Palästen!" weitere Werke Dantons Tod, Lenz Interpretation Woyzecks Motive Eifersucht Psychose Armut Grund ist Maries untreue wird verschärft durch sein fehlendes Selbstbewusstsein, der Tambourmajor ist im Gegensatz zu ihm sehr eitel Anlass aber nicht Ursache Pauperismus → Marie gibt ihm als einzige Halt in der Gesellschaft ihre Untreu lässt das Fass überschwappen und Woyzeck kann dem Druck nicht mehr Stand halten patriarchale Zustände → seine Ehre ist ohne hin schon angekratzt die Eifersucht und der Mord zusammen zerstören ihn visuelle und akustische Halluzinationen, physischer und psychischer Abbau → die Stimmen sagen ihm, dass er Marie töten soll (Verlust von Selbstbestimmung) Druck →→ arbeitet viel, finanzieller Alleinversorger, wird fertig gemacht von der Oberschicht er ist schon einsam und wird stärker isoliert, wenn er seine Symptome äußert Befreiung Gesellschaft wird unterdrückt und gedemütigt durch Doktor, Hauptmann, Tambourmajor → Marie ist nur eine passive Mittäterin man weiß nicht, ob sie durch die Erbsendiät hervorgerufen oder verschlimmert werden Fügt sich der Willkür, obwohl sie ihn wütend macht und verzweifeln lässt, aber er sieht keinen anderen Ausweg Er wird wie ein Mensch zweiter Klass gesehen bzw. sogar zum Tier gemacht (→ Enthumanisierung) Mord als Ventil von aufgestauten Emotionen Mord als Form von Protest (mordet aber Marie und niemanden angehörig der Oberschicht, somit ist der Mord kein Befreiungsschlag, da kein Unterdrücker umkommt, sondern eine unschuldige bzw. mehr marginalisierte Frau Massenarmut ausgelöst durch die Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts, die zur Verelendung der unteren Bevölkerungsschicht führt Armut ist in dem Drama nicht selbstverschuldet (vgl. Der kleine Lord) → es ist eine Unterdrückungsmaschine das Frauen Morde an ihren Kindern begangen, weil sie sie nicht versorgen konnten, waren keine Einzelfälle die betroffenen sahen oft kein Ausweg und somit wurden die schlimmen Umstände mit einer Selbstverständlichkeit angenommen Arbeit Arbeit ist notwendig, um den Lebensunterhalt zu sichern (reicht nur ganz knapp trotz höchster Bemühung aus) Arbeiten als eine fremdbestimmte Lohnarbeit Arbeiten und sozialer Stand bestimmen das Leben → sie sind zu arm, um zu heiraten, kriegen dann uneheliche Kinder und werden dann davor noch mehr verspottet körperliche und psychische Belastungen sind normale Folgen Das Erbsenexperiment aus großer finanzieller Not greift Woyzeck auf seinen Körper als letzte Ressource zurück, um seiner Familie das Überleben zu ermöglichen er erleidet große physische und psychische Schäden er verliert seine Würde wird zum Tier → das Experiment als Verdeutlichung der nicht vorhanden Zurechnungsfähigkeit Zurechnungsfähigkeit pro contra ,,Ehrenmord" und kein politischer Akt psychisch Krank Folge des immensen Drucks (Schuld liegt bei der Oberschicht) Mario und der Zauberer Autor*in Publikation Thema ● Handlung Einteilung in zwei inhaltliche Abschnitte 1. Urlaubsatmosphäre und Andeutung des zentralen Konflikts schreckliche Reiseerinnerung beeinflusst durch den sich in Italien ausbreitenden Nationalismus → unangenehme Erfahrung, Unwohlsein doch sie reisen dennoch nicht frühzeitig ab ist relativ kurz, leitet in den zweiten Teil der Gesichte ein Verbindung durch: Nationalismus und Mario wichtig für Interpretation von Cipollas Rolle 2. Cipollas Show als Hauptthema & Ende mit Schrecken Merkmale Thomas Mann ● 1930 Aufbau Novelle kurze bis mittellange epische Erzählung → Kurzprosa lat. ,,novus" = neu ● Nationalismus, Gefahr von Faschismus ● Thematisierung und Dramatisierung des vorhandenen Faschismus → Manipulation der Menschen, Willensfreiheit und Gehorsam Wiederauftauchen von Mario, woraufhin die Katastrophe folgt ● wenig Hintergrundinformationen → beschränkte Anzahl an Personen, die aktiv handeln → stabile, eindimensionale Charaktere, die sich nicht wesentlich verändern ● zentrales Thema: eine außergewöhnliche oder empörende Begebenheit die Handlung ist für Leser*innen völlig neu, aber wahr klarer, kurz gehaltener Aufbau ohne Nebenhandlungen (oftmals aber nicht chronologisch) meist eine kurze Erzählzeit emotionalen Probleme bzw. Krisen der Protagonist *innen werden genau beleuchtet Wendepunkte im Leben des Protagonisten → hat den Lauf der Dinge nicht in der Hand, da die Veränderung von äußeren Mächten kommt Leitmotiv moralischen Sinn Erzähltechnik namenloser Ich-Erzähler aus Deutschland stellt sich als Ehemann und Vater von zwei Kindern vor Erzählform ein konkretes Ereignis beendet die Novelle und gibt ihr Bedeutung Metaphern, Bilder und Symbole sorgen für eine tiefere Ebene der Geschichte Ich-Form →→→ Erzähler berichtet aus seiner Sicht im ersten Teil: Wir-Form überwiegt Erzählperspektive ● ● ● ● ● Figuren Erzähler ● → Blick auf die Familie als Ganzes in Abgrenzung zur italienischen Gesellschaft im zweiten Teil: hauptsächlich Ich-Form → der Erzähler tritt als kritisch denkendes Ich auf Mario personal: der Erzähler ist Teil der Handlung, obwohl er selbst kaum aktiv in Erscheinung tritt und vielmehr Cipolla als Protagonist im Mittelpunkt steht → passiven Zeugenrolle er gibt seine gewonnenen Informationen, Gedanken, Zweifel und Meinungen wieder → rechtfertigt sich immer wieder bei den Leser*innen spricht als einziger immer nur in indirekter Rede Charakter ● ● Mann aus Deutschland Ehemann und Vater von zwei Kindern ● gebildet ● Kann sich einen mehrwöchigen Urlaub in Italien leisten über sein Äußeres ist nichts bekannt liebevoller Vater setzt sich für seine Familie bzw. Kinder ein und kann ihnen kaum Wünsche abschlagen (bleibt in der Zaubershow, geht über die Schlafenszeit hinaus) weiß über die politische Lage in Italien Bescheid, versucht sie seinen Kindern zu erklären äußert sich kritisch geht nicht gerne Konfrontationen ein → Kellner im Café Esquisito, früher Verkäufer im Kurzwarenladen ● ca. 20-jähriger Mann durchschaut Cipollas ,,Zauberkunst" schnell wechselt lieber das Hotel und bezahlt die Strafe, statt lange zu diskutieren gibt trotzdem nicht auf und will seinen Urlaub weiter dort verbringen, auch wenn es immer wieder unangenehm wird neugierig und selbst fasziniert von der Show Südländer Sohn eines Schreibers und einer Wäscherin klein und kräftig gebaut kurze Haare und niedrige Stirn eingedrückte Nase, wulstige Lippen und schwere Lider über graugrünen Augen ● schmale und feine Hände Charakter trägt bei Cipolla eine verschossene Jacke und ein Seidentuch single und unglücklich verliebt in Silvestra eher ein Außenseiter oft wirkt er Geistesabwesend und nachdenklich → fällt in einer Menge nicht besonders auf ● ● Stil ● ● ● ● ● ● gastfreundlich und nett → kümmert sich liebevoll um die Familie Cipolla ital. ,,Cipolla" = Zwiebel = vielschichtige äußere und innere Erscheinung, unbeliebt und unangenehm Zauberkünstler und Hypnotiseur ein gebrechlicher Mann körperliche Fehlbildung mit einem Buckel und Gehschwierigkeiten Ähnlichkeit mit einem bösartigen Zirkusdirektor übt seinen Beruf ordentlich aus → immer freundlich und zuverlässig will es jedem Recht machen → schmeißt die Familie letztendlich raus obwohl er nicht die Meinung der Fürstin teil schüchtern und konfliktscheu → steht ungerne im Mittelpunkt misstrauisch ● → geht erstmal nicht wirklich auf Cipolla ein emotional als er denkt das Silvestra vor ihm steht, wird er ganz weich impulsiv → aus seiner Aufgewühltheit heraus erschießt er Cipolla Charakter → arbeitet mit einer Reitpeitsche und intensiven Blicken → unmodischer und schlecht sitzender Gehrock, weiße Handschuhe, ein Siegelring und ein Zylinderhut (veraltet und grotesk) verlebtes, hartes Gesicht mit großen Tränensäcken unter stechenden Augen, verschlossenem, faltigen Mund, schwarzem Schnurrbart und fast kahlem oberen Schädel spricht mit metallischer und röchelnder Stimme raucht und trinkt jede Menge talentierter Rhetoriker eigentlich sagt er genau, was er tut und wie er wirklich ist, doch die Menschen scheine wie verzaubert und nehmen es gar nicht wirklich war, sondern sind einfach nur fasziniert intelligent er durchschaut die Menschen geschickt, kann sie so manipulieren und erklärt dann, dass die Willensfreiheit eigentlich gar nicht existiert streng und arrogant weist das Publikum immer wieder zu Recht (teilweise mit seiner Peitsche) und beweist immer wieder seine Überlegenheit und Dominanz →nimmt sich selbst sehr ernst und zeigt keinen Humor er hat kein Mitgefühl für seine Opfer und macht sich gerne über sie lustig ● übellaunig ihm scheint seine eigene Show gar keinen Spaß zu machen, obwohl er immer beteuert, was ein toller Showmaster er ist Sprache ● ● ● ● Kontext ● Historischer Hintergrund Thomas Manns Werk Mario und der Zauberer aus dem Jahr 1930 spielt im damals faschistischen Italien → basierend auf Ereignissen erlebt auf einer Italienreise mit seiner eigenen Familie relevante Zeitgeschichte Italiens ● ● Hochdeutsch mit hypotaktischem Satzbau mündliche Sprechart und direkte Ansprache der Leser*innen → lässt es klingen, wie, als würde man etwas erzählt bekommen ● viele Adjektive und eine präzise Beschreibung der Umgebung das, was passiert wird in Präteritum erzählt, die Kommentare sind in Präsens → so wirkt es dennoch so, als wäre man live dabei ● andere Figuren sprechen in wörtliche Rede, der Erzähler immer in indirekter Rede sehr konkrete Beschreibung Cipolla (für Mann sind präzise Personenbeschreibungen sehr typisch) Verwendung der Sprache des Handlungsortes zu Beginn dieser repressiven, diktatorischen Staatsform reiste Familie Mann 1926 nach Italien relevante Zeitgeschichte Deutschlands 1926 kommt der Faschismus nach Deutschland ● Mann lebt zu der Zeit in München, wo die NSDAP als erstes an die Macht kommt → hemmungslose Propaganda und Gewaltbereitschaft war fortan an der Tagesordnung durch die schlechte wirtschaftliche Lage und die Massenarbeitslosigkeit herrschte eine bedrohlich aufgeladene Atmosphäre beim Volk, → anfälliges Volk für die Versprechen von Hitler ● 1915 Eintritt WWI, weil dem Land große Gebiete versprochen wurden → die nächsten zwei Jahre ruinierten Italien militärisch und politisch fast 1919 gründete Benito Mussolini faschistische Kampfbünde, um gegen die herrschende Elite vorzugehen (durch Gewalt beendet er Generalstreik) seit 1922 regierte in Italien Benito Mussolini als Ministerpräsident → Machtübernahme wurde gewaltsam erzwungen durch die Wirtschaftskrise nach WWI war das unzufriedene Volk empfänglich für extreme, politische und nationalistische Ideen Radikalisierung und Etablierung eines faschistischen totalitären Staates 1926 Mussolini löste die Demokratie auf und herrscht diktatorisch 1928 Hitlers Rede im Berliner Sportpalast (besucht von 16.000 Menschen) → daraufhin beginnt Mann 1929 mit seiner Arbeit an ,,Mario und der Zauberer" Epoche Beginn des Arbeitsprozesses Veröffentlichung Neue Sachlichkeit 1923 - 1933 1929 1930 Themen Probleme der Gesellschaft, die politische Situation, das alltägliche Leben Aufgabe der Autor*innen Ziel mit desillusionierten Texten Leitbilder für die Menschen schaffen ● Form schlichte Formen wie Reportagen, Sachberichte und Romane, sachliche und ungekünstelte Sprache, einfache Charaktere Früh-Expressionismus 1910 - 1925 ● Themen Wahnsinn und Rausch, das Hässliche und Böse als Gegenstand der Erzählung Aufgabe der Autor*innen bekanntes soll in einer verfremdeten Welt aufgezeigt werden, existenzielle Probleme durch ekstatische Darstellung zum Ausdruck bringen ● Ziel Schrei nach Erneuerung nach dem Krieg und der schlechten Lage des Landes ● Form ● ● die Realität objektiv und sachlich darstellen, nüchterne Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, Bezug zu den historischen Ereignissen ● ● ● ● Pathos und Lyrik, imposante Bilder, künstlerische Sprache und komplexe Syntax; extreme Verkürzung der Darstellung Einordnung des Werkes Form Zwar verzichtet Mann in seinem Werk auf großen Pathos und lyrische Sprache (Expressionismus), doch für eine reine sachliche und nüchterne Darstellung ist der Erzähler stellenweise zu emotional und zu subjektiv Persönliche Einflüsse Thomas Mann *6. Juni 1875 in Lübeck †12. August 1955 in Zürich Zeit der Zeitpunkt des Schreibens entspricht der Neuen Sachlichkeit, die wahren Begebenheiten von Manns Italien-Reise fallen eher in die Zeit des Expressionismus Themen zwar stellt Mann mit der Figur des Cipolla das Böse dar, der die Menschen in eine Art Rausch versetzt (Expressionismus), doch generell beschreibt er in seinem Werk die angespannte politische Lage in Italien und die daraus resultierenden Probleme der Gesellschaft (Neue Sachlichkeit) Aufgabe Mann wollte mit seinem Werk wohl auf die Gefahr des Faschismus hinweisen, indem er objektiv und sachlich die Wirklichkeit in Italien beschreibt (Neue Sachlichkeit). Die Tatsache, dass er die Mechanismen zwischen Führer und Volk im übertragenen Sinne als Hypnose dargestellt hat, ist ein Zug des Expressionismus Sohn einer großbürgerlichen Kaufmannsfamilie bricht die Schule vor dem Abitur ab 1891 Vater verstirbt und Familie zieht nach München Debut Novelle Gefallen 1894 1896 erhält völliges Erbe und beschließt Schriftsteller zu werden 1901 Veröffentlichung erster Roman ,,Buddenbrooks" → sofort berühmt 1905 heiratet er die wohlhabende Jüdin Katia Pringsheim aus München und bekommt mit ihr sechs Kinder →→ drei werden ebenfalls Schriftsteller*innen ● ● Parallelen aus Manns Leben zur Novelle ● ● Interpretation Faschismus ● Definition ● ● diktatorisches Regierungssystem → ursprünglich die diktatorische Regierung von Benito Mussolini in Italien die Ideologie des Faschismus ist extrem nationalistisch, antiliberal, rassistisch und fremdenfeindlich Gewalt und Terror sind die Mittel der Diktatur, die Ängste des Volkes werden gezielt ausgenutzt und Emotionen instrumentalisiert ● WWI, er befürwortet den Krieg zunächst 1930ern werden Manns Werke verboten, weil er sich Nationalsozialisten*innen ausspricht 1933 geht ins Exil, nimmt 1944 amerikanische Staatsbürgerschaft an ● Führerkult und eine Politik des Spektakels 1922 bis 1945 herrschte in Italien der Faschismus in Deutschland wuchs die faschistische Tendenz durch den aufstrebenden Adolf Hitler in den 1920er Jahren immer mehr, bis die NS sogar die Macht übernahm Faschismus im Werk ● 1926 verbringt er mit seiner Frau und den beiden jüngsten Kindern einen Urlaub in Italien erlebt die nationalistische Stimmung im Land unangenehmen Hotelerlebnisse, Strandszenen mit der Tochter, Fremdenhass, Vorstellung des Hypnotiseurs Cesare Gabrielli ● öffentlich gegen die 1920er nimmt an Sitzungen eines Hypnoseforschers teil und schreibt Berichte darüber außerdem hatte er Interesse an Freuds psychologischen Theorien das Werk kann als Antwort auf den Roman ,,Die kleine Stadt" (1909) von Heinrich Mann interpretiert werden → dieser hatte den gemeinsamen Italienaufenthalt verarbeitet und die Aufführung eines Wandertheaters in einem mehr und mehr liberalen Städtchen beschrieben ● (besonders auffällig: eine der Nebenfiguren hieß Cipolla) Zu der Zeit, in der Mann an Mario und der Zauberer arbeitete, kehrte er mehr und mehr vom deutsch nationalen Denken ab und hielt entsprechende Reden in der Öffentlichkeit ● Konfrontation mit Fremdenfeindlichkeit → von der Veranda verbannt (Vgl. S. 13 f.) ,,Schreckensherrschaft der Sonne" (S. 20) nationalistische und aggressive Strandbesucher*innen → die faschistisch geführten Italiener*innen mit übertriebener Vaterlandsliebe Aufruhr nachdem sich die Tochter des Erzählers ohne Badeanzug am Strand zeigte (Vgl. S. 26) → wurde als Kränkung der italienischen Würde empfunden Hypnosetechniken von Cipolla als ein Sinnbild für die Mechanismen, die Diktatoren gegenüber dem Volk nutzen → während in der Novelle der Hypnotiseur den Zuschauern ihren Willen entzieht, entzieht der Führer seiner Gefolgschaft die individuelle Meinung und lenkt den Willen Parallelen zwischen der Figur Cipolla und Mussolini der Erzähler gesteht, dass sogar er willen- und hilflos war ● Nationalismus Definition ● ● ● ● ● Nationalismus im Werk ● ● Ausländerfeindlichkeit im Hotel (Vgl. S. 13) trotz Entwarnung vom Kinderarzt entscheidet sich das Hotelmanagement die Familie rauszuschmeißen (Vgl. S.15 ff.) → war ihnen zwar unangenehm, doch wehren tuen sie sich nicht ,,es wimmelte am Strande von patriotischen Kindern" (S. 24) Wille → obwohl er mit seiner Familie Torre di Venere mehrfach verlassen wollte, hat die Faszination ihn doch dort gehalten; er lehnte die Situation dort ab, tat aber nichts dagegen, was die Zerrissenheit vieler Menschen im Faschismus widerspiegelt ● ● das Selbstbewusstsein einer Nation und die Loyalität wird durch die Massenideologie gestärkt bzw. übersteigert bewusste Abgrenzung gegenüber anderen Kulturen und Länder → Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz Merkmale: Patriotismus, nationale Symbolik und gemeinsame Ziele ● in Deutschland → Stärkung der Gemeinschaft durch Identifikation eines gemeinsamen Feindes ● Definition Die Nacktheit der Tochter kränkt die ,,Größe und Würde Italiens" (Vgl. S. 25), verletzt die Ehre Italiens und wäre ein Missbrauch ihrer Gastfreundschaft (Vgl. S. 27) → fordern eine harte Bestrafung (Vgl. S. 28) ,,Flaggenzwist" am Strand (Vgl. S. 25) → es geht weniger um das was die Tochter gemacht hat, als um die nationalistischen Prinzipien der Italiener*innen Cipolla reagiert äußert böse auf die Witze über einen italienischen Zuschauer, der nicht lesen kann (Vgl. S. 55) das Festlegen von Zielen, das Umsetzen dieser Vorstellungen in die Realität, sowie ein bewusstes und absichtsvolles Handeln Willensfreiheit ist die Fähigkeit, sich selbstbestimmt für bestimmte Handlungen zu entscheiden → hängt also mit Handlungsfreiheit zusammen Faschismus & freier Wille der Begriff der Willensfreiheit ist umstritten, da der Wille und die Entscheidungen eines Menschen immer beeinflusst werden, ob z.B. durch Erziehung, das Umfeld oder politische Grundsätze → ist eine subjektiv empfundene Überzeugung Ziel: die Willensfreiheit beim Volk zu unterdrücken → alle Bürger*innen sollen die Ideologie des Führers übernehmen und als eigenen Willen verinnerlichen Mittel: Zensur, einseitige Berichterstattung (Propaganda), Manipulation z.B. von Wahlen, Gesetze, Angstmache und Kontrolle, Personen, die das System kritisieren leiden Konsequenzen Willensfreiheit im Werk ● Rhetorik Rhetorik in Diktaturen im 20. Jahrhundert haben Diktatoren die Rhetorik für ihre propagandistischen Zwecke eingesetzt • speziellen gesellschaftspolitischen Wortwahl → Stärkung der Autorität des Regimes ● ● ● ● alle Italiener*innen denken gleich → Strandszene durch die Hypnose haben die Menschen keine Willensfreiheit als ein Zuschauer beweisen will, dass er sich nicht fremdbestimmen lässt, erklärt Cipolla dass die Willensfreiheit nur eine Illusion sei (S. 67) glaubt er das wirklich oder nutzt er dies als Manipulation Cipollas Rhetorik ● nutzt Sprache geschickt, um seinen Willen durchzusetzen die Zuschauer stellen mehrfach fest, wie gut Cipolla reden kann er ist so geschickt, dass ihnen gar nicht auffällt wie gehässig, angeberisch und voller Verachtung er spricht ● rhetorischen Fragen → gibt dem Publikum das Gefühl, er würde ihre Meinung hören wollen ● Wortwiederholungen → mitfühlende Aussagen für Giovanni und Mario, so gewinnt Cipolla die Zuschauer*innen für sich und übertüncht sein manipulatives Ansinnen bei seinen Tricks ● ● Mussolini verwendete Wörter wie ,,Moral", ,,Sittlichkeit" und ,,Tugend" Adolf Hitler prägte antisemitische Stereotype mit Krankheitsbegriffen Marx, Lenin und Stalin verwendeten marxistische Vokabeln wie ,,Proletariat" oder ,,Kollektivierung" und ,,Held der Arbeit" Künstlertyp ● → ausgeklügelte Erwähnung gewisser Daten aus der italienischen Geschichte, um die Menschen auf bestimmte Gedanken zu bringen, die seinem Kartenspiel zugutekommen Mann sieht den Künstler als sensiblen und genialen Menschen, andererseits aber auch als krank, dilettantisch und einsam → können besondere Dinge erreichen → zerstören ihr Leben durch das Verlassen der bürgerlichen Ordnung Zusammenhang mit eigenem Schicksal seine beiden Schwestern und zwei seiner Kinder nahmen sich selbst das Leben und auch mit Drogenabhängigkeit und Homosexualität kam er in seiner Familie in Berührung Aufsatz ,,Bruder Hitler" 1939 Mann bezeichnet sich als Geistesverwandten von Adolf Hitler → ein gescheiterter Künstler, daraus resultierender Minderwertigkeitskomplexe der zu seinem Gefühl der Erwähltheit geführt habe ,,Der Wille zum Glück" Künstler Paolo mit außergewöhnlichem und exotischen Auftreten, was Mann in allen Künstler*innen sieht ,,Buddenbrocks" Verfall eines Lübecker Mannes vom gesunden, erfolgreichen Kaufmann zum sensiblen, schwachen Künstler ,,Dr. Faustus" Verfall eines großen Künstlers in den Wahnsinn Cipolla als Künstlertyp weist die problematischen Eigenschaften eines Künstlers auf, die Mann gerne thematisiert ● ● ● mit seiner Art und seinem Auftreten fällt er völlig aus dem geordneten, bürgerlichen Leben heraus und gilt als Exot maßlos, zweideutig und hat eine dämonische Seite narzisstische Charakterzüge → erwähnt großmäulig den Artikel in dem über ihn so toll gesprochen wird fühlt sich durch seine Kunst/Können ermächtigt und überlegen wirkt großen Wert auf sein Wirken auf die Zuschauer*innen aber schenkt ihnen gleichzeitig wenig Respekt, wenn sie sein Werk kritisieren kränkliches Erscheinungsbild wird kränklich, unangenehm und ungepflegt beschrieben wirkt wie ein Außenseiter lebt in einem dauerhaften Rauschzustand erinnert an den Alchemisten Coppelius in E.T.A Hoffmanns Werk ,,Der Sandmann" Faust Autor*in Erscheinungsjahr Autor *1749 1765 1774 1786-1788 1794-1805 †1832 in Faust Epocheneinordnung von Beginn des Schreibprozesses bis zur Veröffentlichung vergingen 30 Jahre, deswegen finden sich verschiedene Epochen wieder Aufklärung zentrale Themen Johann Wolfgang von Goethe 1808 ● geboren in Frankfurt wohlhabendes Aufwachsen, was ihm eine künstlerische Karriere ermöglicht enges Verhältnis zu seiner Schwester Cornelia beginnt Jurastudium bekannt und erfolgreich durch ,,Die Leiden des jungen Werthers" das Buch ist inspiriert durch eine unglückliche Liebe zu Charlotte Buff die er während seinem durch den Vater organisiertem Praktikum im Reichskammergericht kennenlernt ● Italienreise →→→ Eindrücke der Antike und Renaissance enge Zusammenarbeit mit Schiller bis zu dessen Tod → entstehen der Weimarer Klassik (Humanismus und Kultur der Antike) verstirbt in Weimar Szene ,,Nacht" →→ Wagner vs. Faust ● Thematisierung des Standesunterschieds von Gretchen und Faust ● aufklärerisches Gedankengut aber keine stilistischen Einflüsse Sturm und Drang zentrale Themen in Faust Kritik an Traditionen, Autoritäten, der Stellung von Religion und Kirche Benutzung des eigenen Verstandes, Vernunft, Freiheit der Gedanken und Bildung Zerrissenheit zwischen Rationalität und Emotion, Natur und Genie Faust als Charakter → sein Monolog Anfang Szene ,,Nacht" durch den unerfüllten Wunsch nach Glück geht er einen Pakt mit dem Teufel ein (völlig irrationales und emotional geleitetes Handeln) Zerrissenheit in der Szene ,,Vor dem Tor" das Genie Faust, was Wissenschaft mit Magie gleichstellt und sich nicht für seine Stellung in der Gesellschaft interessiert, sondern nach seinen Wünschen und dem Ausleben der Persönlichkeit strebt Naturerfahrungen → Erdgeist Weimarer Klassik zentrale Themen in Faust ● Romantik zentrale Themen Fausts streben nach Wahrheit und Vollkommenheit Gretchen wird am Ende durch die Religion von der Fehlerhaftigkeit der Welt gelöst in Faust ● ● Vernunft und Sinnlichkeit Vereinigung zwischen Verstand und Gefühl Naturstreben, Wert auf Gefühle der Gelehrte Faust beschäftigt sich mit Magie und Alchemie übernatürliche Erscheinungen (Mephisto, Erdgeist), sowie Gestallten aus Volkserzählungen (Hexen bzw. Walpurgisnacht) Figuren Faust Heinrich Faust, fortgeschrittenes Alter einziger sozialer Kontakt ist Wagner, den er jedoch wegen seiner einseitigen rationalen Einstellung verachtet (= lebt zurückgezogen) religiös aber glaubt nicht an einen christlichen Gott, Gott ist in der Natur (Erdgeist) Gelehrter: Doktor der Philosophie, Jura, Medizin, Theologie, Alchemist und Magier →gesellschaftlich hoch angesehen zwei Triebe: Wissensdurst und eine seelische Befriedigung die Frage, die ihn quält: was ist der Sinn des Lebens? → fühlt sich unglücklich und unerfüllt, weil er keine Antwort findet Größenwahn und schließlich Depression moralischer Abstieg eigentlich Margarete 14 Jahre alt geht einen Pakt mit dem Teufel ein größenwahnsinnig, bereit alles zu geben, um endlich eine Antwort zu haben = verzweifelt die Wettfrage ist aber eine andere: der Teufel soll ihn glücklich machen → wechselt zu einem Lustmensch, Wendung bzw. Steigerung zu einem Irrationalen Gretchen völliger moralischer Abstieg: trinkt Zaubertrank, um sie zu verführen (strebt Schönheit an), gibt ihr Geschenke, tötet ihre Mutter und ihren Vater, Schuld an ihrer Hinrichtung am Ende geht er an seinem lustgetriebenen Handeln zu Ende und scheitert → sogar unglücklicher Faustisch rastlose Suche nach Sinn, Erkenntnis gleichzeitig Gefühl und Triebgefühl Gretchen lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, der Vater ist schon verstorben hat ihre kleine Schwester auf erzogen wie eine Mutter, das Kind ist jedoch irgendwann verstorben vertritt die Rolle eines braven, fleißigen, naiven und streng religiösen Mädchens lernt durch Faust die Versuchung kennen und scheitert schließlich durch ihn entdeckt zum ersten Mal Ihre Lust und Sexualität → beängstigend dennoch Drang dazu Liebe zu erfahren sie möchte den Schmuck nicht abgeben und versteckt ihn sie küsst Faust und drängt sich immer weiter an ihn, macht sich abhängig durch ihre Gefühle sie gibt ihrer Mutter den Trank, um sich mit Faust treffen zu können ● ● ● Folgen ● ● ihr lustgetriebenes Handeln hat sie zum Scheitern gebracht → sie war nur 14 Jahre alt und Faust konnte sie durch ihre Neugier und Unwissenheit manipulieren im Kerker erkennt sie ihre Schuld an dem Tod ihres Kindes und wird von ihr bereinigt → sie macht sich von Faust los und kann noch in den Himmel kommen Vollwaise kein Vater, Bruder oder Ehemann → kein Mann der ihr Überleben sichert schwanger mit einem unehelichen Kind → soziale Ausgrenzung ermordet ihr Kind aus Verzweiflung →wird noch stärker verurteilt und hat sich von Gott abgewendet Mephisto eigentlich Mephistopheles ● in seiner Gestallt auf der Erde ist er ein charmanter Adeliger → hilft ihm bei der Manipulation. ● Gretchen erkennt ihn an seiner bösen Aura Faust erkennt ihn durch seine Beschäftigung mit Magie ● Mephisto und Gott hassen sich nicht, sondern sie sind auf einem Level → obwohl Mephisto Gott persönlich kennt, ist er ein Nihilist (= nichts hat einen Sinn) Wette mit Gott: Mephisto wird es schaffen Faust auf die böse Seite zu bekommen Gott glaubt, selbst wenn es schwer wird, wird Faust auf seiner Seite bleiben = Faust ist für ihn also eine unbedeutende Spielfigur er will ihm zwar zum Glück bringen, doch eigentlich will er nur seine Seele haben und die Wette gewinnen er missachtet die Menschen und hält sie für eine misslungene Schöpfung er ist ein hedonistischer Zyniker und bringt die Menschen dazu nach ihrer Lust zu streben und so auch leicht zum Bösen rüberzugehen Nebenfiguren stellen die Gesellschaft dar, durch einfach strukturierte stereotypische Charaktere Wagner ,,Die aufklärerische Wissenschaft" Marthe Valentin Struktur Vorspiel im Theater Prolog im Himmel Gelehrtentragödie Gretchentragödie Stil und Sprache Gehilfe und Student bei Faust Personifikation, von dem was Faust kritisiert → will alles wissen aber im rein akademischen, wissenschaftlichen Sinne und nutzt Wissen, um sich von der Masse abzuheben als ,,Schmuck" ,,Eine Frau, die weiß, was sie will und Normen auflockert" Nachbarin und Freundin von Gretchen scheint älter zu sein, ihr Ehemann ging oft fremd und hat sie verlassen sie ist sich in ihrer Sexualität sicher und ist erfahren → macht sich an Mephisto fungiert als Kupplerin zwischen Gretchen und Faust = untypisches Verhalten für Frauen damals, war verpönt „Der gute Christ" der seine Schwester erst schützen will und dann verurteilt Soldat Bruder von Gretchen männliches Oberhaupt der Familie → möchte Gretchen und die Familienehre schützen bezeichnet seine Schwester selbst als Hure, stirbt, ohne sich mit ihr zu versöhnen und mit der Überzeugung das richtige getan zu haben wird von Faust getötet Reflektion darüber, was ein Theaterstück leisten muss (eventuell von Goethe selbst, der 30 Jahre an dem Stück gearbeitet hat) göttliche Welt →→ Mephisto und Gott schließen die Wette ab und es geht zum ersten Mal um Faust in der menschlichen Welt Inhalt: die Verzweiflung von Faust in der Frage nach dem Sinn des Lebens (philosophische Fragen), Kritik an der Wissenschaft und schließlich Pakt mit dem Teufel ,,Auerbachs Keller" satirische Szene, die Studierende beim Feiern zeigt ,,Hexenküche" groteske Geschehnisse, die nichts mit der Handlung zu tun haben Gretchenfrage ,,Nun sag', wie hast du's mit der Religion?" Fausts Liebe zu Gretchen, ihr Weg in die soziale Schande und ihr Schicksal Sturm und Drang → Liebe, Lust und Moral, Standesunterschiede Wald und Höhle“ Fausts Wandlung zum emotional geleitenden Denker ,,Walpurgisnacht“ und „Walpurgisnachttraum" größten Stilbrüche alle Szenen sind in Versen geschrieben (nur ,,Trüber Tag. Feld" ist in Prosa) Faust Mephisto Gretchen spricht immer ordentlich mit strikter Haltung an Reimschema und Metren außer in ,,Wald und Höhle" macht viele Witze und sexuelle Anspielungen spricht in einfacher Sprache, die Lieder, die sie singt haben einfache Rhythmen die Studierenden sprechen ohne festes Metrum → zügellos Faust und die Konzepte der Klassik ,,Faust" wurde in der Epoche final überarbeitet und veröffentlicht Sturm und Dran → Emotionalität Aufklärung Weimarer Klassik Stofftrieb Formtrieb → Rationalität = Verbindung der Welt und Natur zugewandt Erfahrungen der Sinneswelt strebt nach dem Genießen von Empfindungen (Sinneseindrücke) strebt nach Veränderung und neuen Eindrücken Vernunft und Geist des Menschen geistige Befreiung von all dem, was die Vernunft einschränkt weg von fühlbarem (Stofftrieb) und hin zu abstrakterem → was ist der Sinn des Lebens? Prinzipien des Lebens erkennen durch Wissenschaft oder Philosophie man möchte es schaffen die Welt zu erklären und so Harmonie herstellen strebt nach Gesetzen möchte keine Veränderung aber schöpfen Ziel der Weimarer Klassik war es diese beiden zu vereinen Wagner vertritt den Formtrieb in Faust sind beide Triebe stark ausgeprägt erst überwiegt der Formtrieb: er verzweifelt auf seiner Suche nach einer höheren Bedeutung und schließlich gewinnt der Stofftrieb überhand: Faust wird besäßen von seinen Gelüsten Faust und Gretchen Fausts Handeln ist rein aus seiner Sehnsucht nach Liebe und seinem triebhaften Verhalten motiviert → Gretchen ist nur ein Lustobjekt Faust handelt immer rein egoistisch und nicht aus Liebe er ist schuld an dem Schaden den er Gretchens Leben zu führt und zeigt am Ende nur Mitleid ● Gretchen ist gerade Mal 14 Jahre alt, weiß noch nicht, was sie will und was sie erwarten darf Faust und Mephisto nutzen diese Schwäche aus + zwischen ihnen gibt es keine Augenhöhe ● sie wollen vollkommen andere Dinge von der Beziehung Faust Gretchen handelt aus Lust, möchte sich eigentlich gar nicht binden sehnt sich nach einer Liebeserfahrung sie sind völlig andere Menschen Faust Gretchen wesentlich älter (Machtposition), desillusionierter Wissenschaftler braves, frommes, bürgerliches Mädchen Gretchenfrage ,,Nun sag', wie hast du's mit der Religion?" für Gretchen würde eine Beziehung bedeuten, ihre moralischen Wertvorstellungen zu hintergehen Der Pakt mit dem Teufel die Wette kann nur stattfinden, weil Mephisto zuvor eine Wette mit Gott abschließt außerdem ist Mephisto nicht wie im herkömmlichen Sinne ein Rivale und gleichgestellter Gottes, sondern eher sein Diener Mephisto möchte Gott beweisen, dass seine Kreation misslungen ist → er möchte zeigen, dass in ihnen böses steckt Anspielung auf Hiobsgeschichte: Gott prüft Hiobs Gläubigkeit, indem er ihn prüft. Er lässt seine Schafe und Kinder sterben. Trotz all dem verliert er seinen Glauben nicht und aus Dank schenkt ihm Gott 10 neue Kinder. Faust ist hier also Knecht Gottes und Mephistos schon von Anfang an ist klar, dass Mephisto Faust dazu bringen will, nur noch nach Sinnlichkeit zustreben und so seine Moral zu vergessen Mephisto trifft Faust in einer dafür perfekten Lebenslage doch Faust stellt ihm eine Aufgabe, die eigentlich für ihn sogar unlösbar ist so bleibt Faust der Herrscher der Situation er möchte Glückseligkeit unbedingt erreichen, dass es ihm sogar wert ist, sich für die Ewigkeit dem Teufel zu versklaven Faust geht durch die Wette mit Mephisto moralisch unter, jedoch bleibt sein unendliches Streben nach Glückseligkeit immer noch unerfüllt so verliert Mephisto schließlich auch die Wette Kafka *1883 +1924 (starb jung an Tuberkulose) bürgerliche, jüdische Kaufmannsfamilie hat Jura studiert aber arbeitete als Beamter bei einer Versicherung schrieb seine Werke oft in einer ganzen Nacht Max Brod veröffentlichte seine Werke postum obwohl er sie verbrennen sollte Beziehung zum Vater eigentlich Vorbilds Figur charakterlich + äußerlich (er ist stark, groß, verdient das Geld) physische und physische Gewalt ein Tyrann/Monster (groß, stark = beängstigend) Angstfigur: es gibt keine Möglichkeit ihm etwas zu sagen → toxische Männlichkeit (emotionslos, traditionell) achtet wenig auf andere Bedürfnisse (grob, egoistisch, intolerant) hohe Erwartungshaltung: fordert, dass der Sohn seinen Vorstellungen folgt → kein Verständnis = intolerant, fordernd ohne das Anbieten von Unterstützung kalt, gibt keine Sicherheit →vergebene Suche nach Liebe und Sicherheit Durchbruch zu Lebzeiten ,,Das Urteil" → Sohn eines reichen Kaufmanns, begeht Suizid hat Bindungsängste aber sehnt sich nach Liebe → Probleme in Beziehungen zu Frauen z.B. zwei gescheiterte Verlobungen zu seiner Mutter und zwei Schwestern (Valli) hatte er ein innige Beziehung Selbstwertgefühl schwach (körperlich/psychisch) nie genug, eine Enttäuschung unbrauchbar/eine Belastung (Gregor als Käfer) Kafkaesk unheimlich, absurd, unerklärlich, bedrohlich Person ist willkürlich Vorgängen ausgesetzt ohne Entkommen → keine Flucht, gezwungen zur Niederlage ,,Der Prozess", ,,Die Verwandlung" → machtlose Figuren ohne Erklärung in aussichtsloser Situation Parabelanalyse epische Kurzform Bildebene und Sachebene (Darstellung vs. eigentliches Thema) → dargestellte Inhalte sind nicht immer der Inhalt, um den es wirklich geht Sachebene ist oft versteckt → in der Interpretation der Lehre Tertium Comparationis die ,,Kernmessage" als Schlüssel um die Deutung der Sachebene zu knacken → Schnittstelle von Bildebene und Sachebene Einleitung Einleitungssatz (Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Textgattung Deutungshypothese: was glaube ich, worum es geht? Hauptteil Inhaltsangabe Bildebene was sieht man? Sachebene was passiert wirklich? Tertium Comparationis → worum geht es eigentlich? Deutung (biographisch, historisch...) Schluss Aufgreifen der Deutungshypothese (mit dem T.C.) Lyrik des Expressionismus Literaturepoche Anfang des 20. Jahrhunderts (1905-1925) lat. ,,exprimere" = ausdrücken (Gefühle und Erlebnisse, bedingt der historischen Geschichte) wichtige Themen: Großstadt und Erster Weltkrieg Autor*innen: Elke-Lasker-Schüler, Georg Hymn, Gottfried Benn, Jakob van Hoddis, Franz Kafka Naturalismus als Vorgängerepoche beschreibt die Realität extrem detailliert und wirklichkeitsgetreu vor allem negativ (bezogen auf die Realität der Arbeiterklasse) jetzt: Ablehnung von Logik als Erklärung (Kriegerlebnisse # rational Erklärbar) Inhalt innere Vorgänge und subjektive Wahrnehmung Reaktion auf die starke Veränderung des Lebens durch Industrialisierung und Urbanisierung Städte wurden voller und lauter technischer Fortschritt verändert das Leben Reizüberflutung, Vereinzelung des Menschen in der Stadt Erster Weltkrieg 1914-1918 → Bruch in der Epoche Frühexpressionismus 1905-1914 Spätexpressionismus 1914-1925 ● wurde zunächst begrüßt (Anheizung der Jugend) Kriegsbegeisterung auch unter den Expressionist*innen → Krieg als Hoffnung für Neubeginn verarbeiteten eigene Erfahrungen oder fallen im Krieg → Sterbedatum werden zu Pazifist*innen = setzten sich für Krieg ein langwierige und grausame Grabenkriege → Krieg als Todesmaschine moderne Waffen (z.B. Giftgas) brachten viele Opfer und Traumata historische Rahmenbedingung gaben die Hauptthemen vor gebildetes Bürgertum sucht der in Kunst nach einem Ort zur Verarbeitung Merkmale Anti-Haltung gegenüber dem Kaisertum → brechen von klassischen Regeln, Erschaffung von neuen Ausdrucksformen ins besondere Abgrenzung vom Naturalismus keine lineare Erzählstruktur (Text wirkt wie abgehakt) hässliche und schockierende Elemente Wortkunsttheorie Hervorhebung des Wesentlichen → radikale Verkürzung und Konzentrierung Wortsinn und Wortklang sind unwichtig Motive Angst und Isolation Tod Weltende Enthumanisierung (Gesellschaft verliert Moralvorstellungen und Werte) Mensch und Maschine Anonymität der Großstadt Angst vor Identitätsverlust Lyrik wurde hauptsächlich verwendet → bot sich am besten an, um Regeln zu brechen → verzichteten auf: Metren, Reime, feste Gedichtformen oder Strophenformen häufige Verwendung von Bildsprache Reihungsstil: aneinander gereihte verschiedene Bilder auch: Neologismen und Übertreibungen Dramatik vor allem verwendet im Spätexpressionismus Stationendrama (Szenen sind unabhängig voneinander: man könnte ihre Reihenfolge tauschen) → werden nur durch Protagonist*in zusammengehalten Epik ausdrucksstarke sprachliche Bilder Missachtung von Regeln der Grammatik und Interpunktion Handlung wirkt absurd Prosa (Roman, Erzählung, Novelle)