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Medea Stimmen

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 Traumatisierung
totaler Liebesentzug durch
die Eltern
Merope: Bevorzugung der
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* Kreon: Ekel und Abwehr-
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Rahel Räbiger

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Einige Zusammenfassungen zum Buch Medea Stimmen

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Traumatisierung totaler Liebesentzug durch die Eltern Merope: Bevorzugung der Schwester * Kreon: Ekel und Abwehr- haltung Miterleben und Verdrängen traumatischer Erlebnisse » Abholen der Schwester im Morgengrauen durch bewaffnete Männer, Schrei der Mutter, Streit der Eltern Manipulation und Kontrolle * Zwang zum Tragen schwarzer Kleidung Turon und Agameda als ständige Begleitung → Selbsthass, Unsicherheit, Schuldgefühle, Isolation Epilepsie, Hautausschlag Therapie liebevolle Zuwendung Hervorheben der körper- lichen Vorzüge Ausstattung mit neuer und farbenfroher Kleidung Stärkung des Selbstbe- wusstseins Anleitung zur Erkenntnis der verdrängten Wahrheit * Gespräche, die an einem „inneren Seil" (S. 135) in die Tiefe führen Freundschaft und Solidarität Freundschaft mit Arinna Bekanntmachung mit Oistros und Arethusa →gestiegenes Selbstwert- gefühl, Öffnung nach außen, Selbst- und Fremderkenntnis Glauke Sie ist letztlich der Wahrheit nicht gewachsen und tötet sich selbst. Personencharakterisierung Äußere Merkmale, Lesezüge, Entwicklung der Figur,Werkkenntnis, Präsens, Figurenbeziehungen Jason: ● 1. Personen - sozialer Staus, äußeres Erscheinen entrechteter Königssohn goldenes Fließ= Raub Medea = Zauber und Heilkräfte Anpassung an korinthische Verhältnisse Elite • Glauke Medea / Kinder Rauswurf aus Palast = Tatenloser Jason. • maskulin Beischlaf trotz Betrug Sensucht nach Anerkennung ● 2. Charaktereigenschaften / Verhaltensweisen 3. Sprachgebrauch / Sprachverhalten 4. Bewertung mangelnder politischer Durchblick Manipulation durch ... • Wird als Knabe wahrgenommen. Naivität zwiespältige Beziehung zu Medea Medea schrecklich und schön, stört ihre Überlegenheit Verachtung für das weibliche Mann = Untreue, Frau = Hure • Wunsch nach bequemen ● angepassten Ehefrau • Glauke = körperliche Abstoßung, hat Angst vor ihrer Epilepsie • mit Schuld an tragischen Ereignissen - Glaukes Selbstmord Sprache: Umgangssprache, geringes Relektionsniveau, unsicher - Wortwiederholung, kein Hinterfragen • schwacher Charakter • strebt nach Macht • hat Gabe andere Menschen zu heilen - Verkeugnet dies aus Taktischen Gründen in Korinth • Männerdominierte Denkweise • Verlust Medea und Glauke Akamas: • machtgierig, unehrlich, bindungsunfähigkeit,...

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befürwortet patriarchales politisches System, Abwertung der weiblichen Sichtweise, systematische Vernichtung Medeas, gestörte Sexualität Sprache: Zynismus, Intelekt, taktische Rhetorik, suggestiv Fragen, Pronomen Man und modal Verb müssen Fazit: Spieler Natur, Machtmensch, verlogen, hinterhältig Medea - ,,kann ein Mensch so böse sein?" Leukon Zweiter Astronom Beobachter von Ereignissen Palast Reichtum • Wohnort der Mächtigen von Korinth (Repräsentation der Macht, Symbol für das Amt) > Hierarchische Struktur, exklusiver Zugang für eine bestimmte Personengruppe, angst- und aggressionsbe- setzte Beziehungen unter den Bewohnern e Unterirdische Gänge (verborgene, dunkle Seite der Macht), Grabhöhle Iphinoes (Bereitschaft, für die Macht über Leichen zu gehen), prunkvoller Festsaal (Wertlegung auf äußeren Schein von Reichtum und Pracht) Übersicht III: Raumsymbolik im Roman Palasthof mit Brunnen in der Mitte (Symbol für die verborgenen Geheimnisse, Ort der Traumatisierung und des Todes Glaukes) Machtzentrum, Symbol für die Ambivalenz Korinths (helle, strahlende Seite - dunkle, todbringende Seite) Brunnen und Schächte Symbol für psychische Realitäten (hinabsteigen"/ Erinnerungsarbeit leisten, Verdrängtes in das Bewusstsein,heraufho- len") geschlossene Räume Turm Ort des zweiten Astronomen Leukon Symbol für den Über- blick über die Geschehnisse in der Stadt Korinth bei gleichzeitiger Distanz zu ihnen -Sehen, aber nicht handeln Hütte Medeas Lehmhütte, die wie ein Vogelnest an der Palastmauer klebt - Armut, Einfachheit Symbol für die Heimeligkeit der Umgebung, aber auch für die Degradierung der Königstochter Wohnraum Medeas, Lyssas und der Kinder Symbol für den Privatraum Zwang zur Umsiedelung Symbol für die geplante Desintegration der Migrantin Medea Symbol für die „Ortlosigkeit" Medeas, die auf dieser Erde nirgendwo einen Raum findet, in dem sie so leben kann, wie sie ist Räume Bildhaueratelier der Kreter Oistros und Arethusa • Armut • Wohnort der Fremden und der gesellschaftlichen Außenseiter Gleichheit und Solidarität unter den Menschen Werkstatt (künstlerisches Schaffen, Produktivität) und Lebensraum (persönliche Entfaltungsmöglichkeit von Individuen) • Ausstattung mit Kunstgegenständen, Elementen aus der Natur (Verbindung von Kultur und Natur) Ort der Lebensfülle, des sinnlichen und künstlerischen Genusses und der zwischenmenschlichen Begegnungen offene Räume 162 Der Roman ,,Medea. Stimmen" in der Schule Übersicht I: Zentrale Themen und Motive Männer und Frauen-Verhalten und Verhältnis der Geschlechter Patriarchatskritik Vergleich zwischen dem noch vom Matri- archat berührten Kolchis und dem durchpatrialisierten Korinth (Unterdrü- ckung der Frauen, Hierarchisierung der Gesellschaft, aggressive und erobernde Außenpolitik, Verhärtung der Männer) • Gestaltung des Figurenensembles als Sieger und Opfer" (S. 106) des Patriar- chats (Glauke als typisches Opfer, Akamas als typischer Sieger) Nicht angepasste Figuren müssen sich entweder unsichtbar machen (Oistros, Arethusa) oder werden ausgegrenzt und verfolgt (Medea). Gesellschaftskritik – Kolchis und Korinth als Sinnbilder für politische Systeme Medeas Traum von einem gerechten Staat enthält sozialistisches und feministisches Gedankengut, das sich allerdings angesichts der realen Zustände in beiden Staaten als Utopie erweist. Vergleich der Staaten Kolchis und Korinth (Aspekte: Rolle der Frauen, Grad des Fortschritts und der Entwicklung, Umgang mit Geld, Glaube an das Leben nach dem Tod, Atmosphäre) • Beide Systeme enttäuschen wegen ihrer Gewaltbereitschaft zum Machterhalt, dennoch stellt Kolchis die bessere Alternative dar. Migration und Fremdenfeindlichkeit Migrationssituation der Kolcher in Korinth Gettoisierung, Generationenkonflikt 11 Themen und Motive in ,,Medea. Stimmen" • Verklärung der Vergangenheit und der Heimat als Reaktion auf Armut und Not • Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach Bewahrung der eigenen Kultur und der Anpassung an die Verhältnisse in Korinth Fremdenfeindlichkeit der Korinther Herabsetzung der Kolcher als ,,fremde Tiere" (S. 116) und als ,,Wilde" (S.57) Geheimer Neid auf das Selbstbewusstsein und die stolze Haltung der Kolcherinnen Diffamierung und Verfolgung Medeas, dem Inbegriff einer fremden Frau • Vernichtung der meisten Kolcher im Zuge der Strafaktion nach der Gewalteskalation aus Fremdenhass und Rache • Verbannung Medeas, Steinigung ihrer Kinder zur endgültigen Ausrottung der Kolcher Die Ursprünge der Gewalt - Der Sündenbockmechanismus nach R. Girard • Der Handlungsgang des Romans ist gekennzeichnet durch eine sich systematisch steigernde Ausübung von Gewalt einer Gruppe (der Korinther) gegen ein Individuum (Medea). • Hinter der Verkennung und schrittweisen Ausgrenzung der fremden Frau steht der Sündenbockmechanismus: Angst vor den eigenen Schwächen, Bedrohung durch äußere Krisen und Neid auf andere rufen Aggressionen hervor, die zu ausufernder Gewalt und zum Zusammenbruch jeglicher Ordnung führen könnten. . Durch Projektion der aufgestauten Aggressionen auf den Sündenbock kommt es zur Zusammenrottung aller gegen einen. Durch Zerstörung (Verbannung/Tötung) des Opfers scheint die Krise überwunden und die Ordnung wiederhergestellt zu sein. Die komplexeren Probleme, die zur Krise geführt haben, konnen verdrängt werden, führen allerdings unweigerlich zur Wiederholung der Vorgänge.

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Leukon Zweiter Astronom Beobachter von Ereignissen Palast Reichtum • Wohnort der Mächtigen von Korinth (Repräsentation der Macht, Symbol für das Amt) > Hierarchische Struktur, exklusiver Zugang für eine bestimmte Personengruppe, angst- und aggressionsbe- setzte Beziehungen unter den Bewohnern e Unterirdische Gänge (verborgene, dunkle Seite der Macht), Grabhöhle Iphinoes (Bereitschaft, für die Macht über Leichen zu gehen), prunkvoller Festsaal (Wertlegung auf äußeren Schein von Reichtum und Pracht) Übersicht III: Raumsymbolik im Roman Palasthof mit Brunnen in der Mitte (Symbol für die verborgenen Geheimnisse, Ort der Traumatisierung und des Todes Glaukes) Machtzentrum, Symbol für die Ambivalenz Korinths (helle, strahlende Seite - dunkle, todbringende Seite) Brunnen und Schächte Symbol für psychische Realitäten (hinabsteigen"/ Erinnerungsarbeit leisten, Verdrängtes in das Bewusstsein,heraufho- len") geschlossene Räume Turm Ort des zweiten Astronomen Leukon Symbol für den Über- blick über die Geschehnisse in der Stadt Korinth bei gleichzeitiger Distanz zu ihnen -Sehen, aber nicht handeln Hütte Medeas Lehmhütte, die wie ein Vogelnest an der Palastmauer klebt - Armut, Einfachheit Symbol für die Heimeligkeit der Umgebung, aber auch für die Degradierung der Königstochter Wohnraum Medeas, Lyssas und der Kinder Symbol für den Privatraum Zwang zur Umsiedelung Symbol für die geplante Desintegration der Migrantin Medea Symbol für die „Ortlosigkeit" Medeas, die auf dieser Erde nirgendwo einen Raum findet, in dem sie so leben kann, wie sie ist Räume Bildhaueratelier der Kreter Oistros und Arethusa • Armut • Wohnort der Fremden und der gesellschaftlichen Außenseiter Gleichheit und Solidarität unter den Menschen Werkstatt (künstlerisches Schaffen, Produktivität) und Lebensraum (persönliche Entfaltungsmöglichkeit von Individuen) • Ausstattung mit Kunstgegenständen, Elementen aus der Natur (Verbindung von Kultur und Natur) Ort der Lebensfülle, des sinnlichen und künstlerischen Genusses und der zwischenmenschlichen Begegnungen offene Räume 162 Der Roman ,,Medea. Stimmen" in der Schule Übersicht I: Zentrale Themen und Motive Männer und Frauen-Verhalten und Verhältnis der Geschlechter Patriarchatskritik Vergleich zwischen dem noch vom Matri- archat berührten Kolchis und dem durchpatrialisierten Korinth (Unterdrü- ckung der Frauen, Hierarchisierung der Gesellschaft, aggressive und erobernde Außenpolitik, Verhärtung der Männer) • Gestaltung des Figurenensembles als Sieger und Opfer" (S. 106) des Patriar- chats (Glauke als typisches Opfer, Akamas als typischer Sieger) Nicht angepasste Figuren müssen sich entweder unsichtbar machen (Oistros, Arethusa) oder werden ausgegrenzt und verfolgt (Medea). Gesellschaftskritik – Kolchis und Korinth als Sinnbilder für politische Systeme Medeas Traum von einem gerechten Staat enthält sozialistisches und feministisches Gedankengut, das sich allerdings angesichts der realen Zustände in beiden Staaten als Utopie erweist. Vergleich der Staaten Kolchis und Korinth (Aspekte: Rolle der Frauen, Grad des Fortschritts und der Entwicklung, Umgang mit Geld, Glaube an das Leben nach dem Tod, Atmosphäre) • Beide Systeme enttäuschen wegen ihrer Gewaltbereitschaft zum Machterhalt, dennoch stellt Kolchis die bessere Alternative dar. Migration und Fremdenfeindlichkeit Migrationssituation der Kolcher in Korinth Gettoisierung, Generationenkonflikt 11 Themen und Motive in ,,Medea. Stimmen" • Verklärung der Vergangenheit und der Heimat als Reaktion auf Armut und Not • Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach Bewahrung der eigenen Kultur und der Anpassung an die Verhältnisse in Korinth Fremdenfeindlichkeit der Korinther Herabsetzung der Kolcher als ,,fremde Tiere" (S. 116) und als ,,Wilde" (S.57) Geheimer Neid auf das Selbstbewusstsein und die stolze Haltung der Kolcherinnen Diffamierung und Verfolgung Medeas, dem Inbegriff einer fremden Frau • Vernichtung der meisten Kolcher im Zuge der Strafaktion nach der Gewalteskalation aus Fremdenhass und Rache • Verbannung Medeas, Steinigung ihrer Kinder zur endgültigen Ausrottung der Kolcher Die Ursprünge der Gewalt - Der Sündenbockmechanismus nach R. Girard • Der Handlungsgang des Romans ist gekennzeichnet durch eine sich systematisch steigernde Ausübung von Gewalt einer Gruppe (der Korinther) gegen ein Individuum (Medea). • Hinter der Verkennung und schrittweisen Ausgrenzung der fremden Frau steht der Sündenbockmechanismus: Angst vor den eigenen Schwächen, Bedrohung durch äußere Krisen und Neid auf andere rufen Aggressionen hervor, die zu ausufernder Gewalt und zum Zusammenbruch jeglicher Ordnung führen könnten. . Durch Projektion der aufgestauten Aggressionen auf den Sündenbock kommt es zur Zusammenrottung aller gegen einen. Durch Zerstörung (Verbannung/Tötung) des Opfers scheint die Krise überwunden und die Ordnung wiederhergestellt zu sein. Die komplexeren Probleme, die zur Krise geführt haben, konnen verdrängt werden, führen allerdings unweigerlich zur Wiederholung der Vorgänge.