Sultan Saladin Charakterisierung
Verhalten und Eigenschaften
- Zu Beginn des Dramas:
- Bescheiden (vgl. 999f.)
- Großzügig gegenüber seiner Schwester Sittah
- Leidenschaftlicher Schachspieler
- Friedliebend und strebt einen Waffenstillstand an
- Offen für Neues (v. 190f.)
- Gleichzeitig voreingenommen und ungeduldig (vgl. 1910)
- Gierig (vgl. 1027 ff.)
- Schlechter Umgang mit Finanzen
- Selbstüberzeugt und hinterlistig (vgl. 1024 ff.)
- Bestimmt in seinem Auftreten (vgl. 1893)
Beziehungen zu anderen Figuren
- Enge freundschaftliche Beziehung zu Nathan, die sich im Laufe des Dramas entwickelt
- Harmonisches Verhältnis zu seiner Schwester Sittah
- Verschont den Tempelherrn trotz Feindschaft
- Spielt eine Schlüsselrolle bei der Familienzusammenführung am Ende des Dramas
Religion und Entwicklung
- Glaube: Muslim
- Steht dem Christentum kritisch gegenüber
- Macht sich über jüdische Figuren wie Salomon und David lustig (v. 1109 ff.)
- Durchlebt eine bedeutende Wandlung durch Nathans Ringparabel
- Entwickelt sich zu einem aufgeklärten und religiös toleranten Menschen
Wichtiges Konzept: Die Figur des Sultan Saladin in "Nathan der Weise" verkörpert den aufklärerischen Gedanken der Entwicklungsfähigkeit des Menschen. Seine Transformation von religiöser Voreingenommenheit zu Toleranz ist ein zentrales Element der Botschaft dieses Aufklärungsdramas.



























