Sprachanalyse für TgA - Die Basics
Satzbau ist dein erster Analyseschritt! Achte darauf, ob der Autor lange, verschachtelte Sätze oder kurze, knackige Sätze verwendet. Lange Sätze wirken oft nachdenklich oder komplex, während kurze Sätze Spannung erzeugen oder etwas betonen.
Satzreihen Hauptsatz+Hauptsatz und Satzgefüge Hauptsatz+Nebensatz haben unterschiedliche Wirkungen. Satzreihen wirken gleichberechtigt und rhythmisch, Satzgefüge schaffen Hierarchien und komplexere Gedankengänge.
Besondere Satzarten fallen sofort auf: Rhetorische Fragen ziehen den Leser mit ein, Ausrufesätze verstärken Emotionen, und Ellipsen (unvollständige Sätze) können Hektik oder Aufregung ausdrücken.
Tipp: Frag dich immer: Warum hat der Autor gerade diese Satzart gewählt? Was will er damit erreichen?
Bei der Wortwahl schaust du auf verschiedene Wortarten. Viele Nomen wirken sachlich und statisch, während anschauliche Verben und Adjektive den Text lebendig machen. Fremdwörter und Fachbegriffe zeigen oft, an welche Zielgruppe sich der Text richtet - Umgangssprache macht ihn lockerer, Hochsprache offizieller.