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Veit Kolbe PTBS: Unter der Drachenwand

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 Veit Kolbe und seine Posttraumatische Belastungsstörung
Im Verlauf von Arno Geigers Roman, Unter der Drachenwand" weist der Protagonist Vei

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Veit Kolbe und seine Posttraumatische Belastungsstörung

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Veit Kolbe und seine Posttraumatische Belastungsstörung Im Verlauf von Arno Geigers Roman, Unter der Drachenwand" weist der Protagonist Veit Kolb an zahlreichen Stellen Merkmale einer Posttraumatischen Belastungsstörung auf. Die Erinnerungen an die Erlebnisse an der Front des noch im Buch vorherrschenden Krieges haben den Protagonisten maßgeblich geprägt und belasten ihn auch in seiner Regenerationsphase. Ein Beispiel für sein Trauma findet sich auf der Seite 66 Z-16-23. Der Textausschnitt basiert auf einem Symptom von PTBS, der Schlaf und Angststörung. Der Protagonist schläft, kurz nachdem er dem verzweifelten Weinen seiner Nachbarin gehört hatte ein. Sein Alptraum beginnt mit „, In den alleruntersten Schächten des Schlafes, wo es immer feucht und kalt ist" dies gibt dem Leser eine Vorstellung der Atmosphäre, in der sich Veit Kolb befindet. Die Stimmung ist düster und der Begriff Schächte verleiht der Umgebung eine beengende und unbehagliche Eigenschaft. Der Superlativ „alleruntersten" und der Begriff „immer" bestärken das Gefühl der endlosen Qual. Er fährt fort „stieß ich erneut auf den Krieg". Die Personifikation des Krieges, die sich durch das Werk zieht verfolgt ihn nicht nur in seinem wachen zustand, sondern auch in seinen Ruhephasen, während er schläft. Die darauffolgende Hyperbel ,,,,seine tausendfünfhundert schrecklichen Tage, auf Blutgeruch" macht erneut deutlich, dass der Protagonist das Gefühl hat diese traumatisierende Zeit würde kein Ende nehmen. In ihm werden...

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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