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Aristoteles

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Kuluturrelativismus
Es betont einen Pluralismus der Kulturen und stellt fest, dass Kulturen nicht verglichen oder aus dem
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Aristoteles Kuluturrelativismus Es betont einen Pluralismus der Kulturen und stellt fest, dass Kulturen nicht verglichen oder aus dem Blickwinkel einer anderen Kultur bewertet werden können. Die Suche nach dem sittlichen Entscheidungspunkt >Menschenbild des Aristoteles: -Der Mensch als soziales Wesen, das sich in der Gemeinschaft Polis verwirklicht. Die Polis war eine Gemeinschaft von jeweils mehreren Tausend Bürgern mit Selbstverwaltung. -die höchste Stufe des Menschen ist der Schau der Wesenheit oder des Göttlichen, die aber nicht für alle Menschen erreichbar sind. -das Menschenbild von Aristoteles war geprägt von der teleologischen Vorstellung, dass die gesamte Natur gesetzmäßig auf das Ziel ihrer eigenen Vollendung hin organisiert ist und von diesem Zweck gelenkt wird. Dem Menschen ist ein Ziel eingegeben. >Moderner Menschenbild damals und heute: Das moderne Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch sowohl ein soziales Wesen als auch ein individuelles Wesen ist. Die Vorstellung, dass der Mensch dem Staat gegenüber Rechten habe, einen privaten, staatsfreien Raum etwa, war Aristoteles unbekannt. Er ging von der Vollkommenheit des Staates (Polis) aus. Auch der Idee der Menschenrechte und besonders der Gleichwertigkeit der Menschen hätte er widersprochen. Für ihn waren Sklaven, Frauen und Kinder von geringem Wert als die männlichen Bürger der Polis. > ,,dem Menschen sei von Natur aus einem Ziel eingegeben, auf das sein inneres Streben gerichtet ist." →Die teleologische Naturauffassung gilt heute als überholt. Nach...

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modernem Verständnis ist der Mensch frei, seine persönliche Lebensplanung- innerhalb gegebener Grenzen- zu verfolgen. Die Vorstellung von einer ihm innenwohnende Entelechie wird kaum noch vertreten. Das Denken Platons: Platon war der Schüler des Sokrates und beschäftigte sich mit der Ideenlehre als Urbild-Abbild- Theorie. Als Platon die gesellschaftliche Ungerechtigkeit erlebt, die Sokrates widerfährt, wird er zu ihr inspiriert. Er glaub daran, dass das Urbild von dem Göttlichen kommt. Bei der Raffaels Darstellung zeigt Platon aufgrund des Göttlichen und Empirischem nach oben, denn das ist seine Grundüberzeugung. Damit steht Platon für den Erkenntnisweg, der das einzelne vom allgemeinen, von seiner Idee her, erkennen will. Wer war Aristoteles? Aristoteles war Schüler Platons, Erzieher Alexander den Großen und Begründer einer eigenen Schule. Seine Philosophie konzentriert sich auf das Wahrnehmbare, das Empirische. Bei der Raffaels Darstellung zeigt Aristoteles gerade aus, denn somit weist er auf die Dinge selbst, in denen das Wirkliche zu finden sei. Aristoteles steht für den Erkenntnisweg, der vom Einzelnen her auf das Allgemeingültige Schließen will, dem induktiven Weg. →Nach Aristoteles streben wir immer nach Glückseligkeit! Das oberste Handlungsziel: Glückseligkeit (Eudaimonia) Eine Handlung zielt auf das menschliche Begehren, Wissen und Wollen. Ein Entschluss ist eine gewonnene Absicht, Ziel ist diese gewonnene Absicht bzw. Entscheidung vollzubringen. Aristoteles unterscheidet die beiden Begriffe Hervorbringen (poiesis) und Handeln (praxis) voneinander. Das Hervorbringen hat einen anderen Zweck als die Tätigkeit selbst, das Handeln dagegen nicht, da hier das gute Handeln selbst oder auch das gute Befinden den Zweck und Ziel ausmacht. Die leitenden Verrichtungen sind vorzüglicher als die Ziele der untergeordneten, da letztere nur um den Ersteren willen verfolgt werden. Hier macht es keinen Unterschied, ob die Tätigkeiten selbst das Ziel der Handlungen bilden oder außer ihnen noch etwas anderes wie bei den genannten Künsten der Fall ist, wie z. B., dass das Ziel der Heilkunst die Gesundheit ist. Das oberste Handlungsziel für Aristoteles ist die Glückseligkeit. Nach ihm strebt jeder Mensch. Aristoteles beginnt die Ethik mit dem Handlungsbegriff, da der Mensch handeln muss und etwas tun muss, um am Ende das oberste Handlungsziel zu erreichen, und zwar die Glückseligkeit. Ein Mensch setzt mehrere kleine Teilziele um das große Ziel zu erreichen. →Für eine Person ist zum Beispiel das oberste Handlungsziel, Arzt zu werden, dafür braucht er das Abitur. Deshalb arbeitet er von klein auf, also macht seinen Hauptschulabschluss, danach die mittlere Reife und dann das Abitur. Später kann das oberste Handlungsziel erreicht werden. Die Tugenden Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Dieses Verhalten muss der Munsch zum Erreichen eines Zieles entwickeln und einüben. Es gibt 2 verschiedene Tugenden, einmal die verstandesmäßige Tugend, und die ethische Tugend. Die verstandesmäßige Tugend entsteht und wächst zum größeren Teil durch Belehrung. Darum bedarf sie der Erfahrung und der Zeit. Die Merkmale sind Weisheit und Klugheit und es ist eher das Theoretische. Die ethische Tugend ergibt sich aus der Gewohnheit, ist also nicht von der Natur gegeben. Der Mensch strebt nach dem obersten Gut. Die Merkmale sind Großzügigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit und es ist eher das Praktische. Die Tugenden entstehen ins uns, also weder von Natur noch gegen Natur. Wir sind vielmehr von der Natur dazu ausgebildet, sie aufzunehmen, aber vollendet werden sie durch die Gewöhnung. Ferner bringen wir bei allem, was uns von Natur zukommt, zunächst die entsprechenden Fähigkeiten mit und entwickeln erst später die Tätigkeiten Ich habe von der Natur meine Hände und übe damit Jonglieren! Leistungen wie Sport, Wissenschaft, und Kultur werden in der heutigen Gesellschaft besonders anerkannt. Genauso wie Sportler, Schauspieler und Politiker werden ihren außersittlichen Leistungen. Bildung brauchen wir zum Beispiel, da es ein Teil ist, dass uns dazu bringt, unsere Glückseligkeit zu erreichen. Die Erziehung ist die Grundlage für die ethische Bedeutung. Doch heute haben wir viel mehr Wissen über die Erziehung. Mesotes-Lehre →Die Mitte Aristoteles versteht die Tugenden als Grundhaltungen, durch die der Mensch auf die Bestrebungen seiner natürlichen, unkontrollierten Affekte und Leidenschaften angemessen reagiert. Deshalb gilt es, die richtige Mitte (Mesotes) zwischen dem zu viel und zu wenig zu finden. Bei manchen extremen Verhaltensweisen, gibt es keine Mitte. Aristoteles nennt, wenn ein Mensch schadenfroh, schamlos oder neidisch ist, kann er seine Mitte nicht finden. Extreme sind, wenn man sich als Radikal, alternativlos auf einen affektiven Aspekt reduziert. Die Mitte ist der rational kontrollierte Affektzustand. Beispiel: Faulheit Extrovertiert Extreme Ehrgeizig Ambivertiert Mesotes Überarbeitung in sich gekehrt Extreme Der Tugenderwerb ist die Einübung einer Haltung durch Tugend erfordernde Situation. Gerechtigkeit ist laut Aristoteles die höchste Tugend. Ein weiteres Beispiel der Mesotes- Lehre: 1.Feigheit zu wenig 2.Tapferkeit →Mesotes 3.Übermit zu viel Die Mesotes- Lehre ist bestimmbar über die Phronesis (Klugheit). Dadurch kann man Tugendlich entscheiden. Das Gleichnis vom Seelenwagen Das Gleichnis vom Seelenwagen beschreibt die Funktion eines Menschen. Platon geht von der Annahme dreier Seelenteile aus: Logistikon, Thymoneides, Epithymetikon Das sind die drei Kardinaltugenden und beeinflussen die Seele eines Menschen: Die Weisheit lenkt, überlegt und schaut voraus. →Logistikon Die Standhaftigkeit strebt nach Macht. →Thymoneides Die Mäßigung ist die Begierde als Grundlage von Ernährung und Fortpflanzung und begehrt. →Epithymetikon Gerechtigkeit entsteht nur dann, wenn Weisheit über die Standhaftigkeit herrscht und wenn wiederum die Standhaftigkeit über die Mäßigung herrscht. Die Mäßigung muss der Standhaftigkeit gehorchen und die Standhaftigkeit wiederum der Weisheit. Die 7 Kardinaltugenden >Weisheit >Mut >Mäßigung >Gerechtigkeit >Glaube >Liebe >Hoffnung 1 2 3 4 5 Anwendungsbereich | Mangel der Tugend Persönliche Herausforderungen Allgemeines Verhalten, Konsum Umgang mit Besitz und Geld Kommunikation mit anderen Feigheit Unlust Geiz Grimmigkeit Kommunikation mit Ironie anderen Mesotes (Mitte) Mut Mäßigkeit Freigebigkeit Sanftmut Wahrhaftigkeit Überfluss Tollkühnheit Lust Verschwendung Jähzorn Prahlerei Wie wirkt Gerechtigkeit? Die Gerechtigkeit bezieht sich auf die Gesamtstruktur der Seele, das Verhältnis der diversen Seelenteile zueinander. Die Gerechtigkeit beruht also darin, dass jeder das seine tut. →Wenn jeder Seelenteil seine spezifische Tugend ausübt!

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Aristoteles Kuluturrelativismus Es betont einen Pluralismus der Kulturen und stellt fest, dass Kulturen nicht verglichen oder aus dem Blickwinkel einer anderen Kultur bewertet werden können. Die Suche nach dem sittlichen Entscheidungspunkt >Menschenbild des Aristoteles: -Der Mensch als soziales Wesen, das sich in der Gemeinschaft Polis verwirklicht. Die Polis war eine Gemeinschaft von jeweils mehreren Tausend Bürgern mit Selbstverwaltung. -die höchste Stufe des Menschen ist der Schau der Wesenheit oder des Göttlichen, die aber nicht für alle Menschen erreichbar sind. -das Menschenbild von Aristoteles war geprägt von der teleologischen Vorstellung, dass die gesamte Natur gesetzmäßig auf das Ziel ihrer eigenen Vollendung hin organisiert ist und von diesem Zweck gelenkt wird. Dem Menschen ist ein Ziel eingegeben. >Moderner Menschenbild damals und heute: Das moderne Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch sowohl ein soziales Wesen als auch ein individuelles Wesen ist. Die Vorstellung, dass der Mensch dem Staat gegenüber Rechten habe, einen privaten, staatsfreien Raum etwa, war Aristoteles unbekannt. Er ging von der Vollkommenheit des Staates (Polis) aus. Auch der Idee der Menschenrechte und besonders der Gleichwertigkeit der Menschen hätte er widersprochen. Für ihn waren Sklaven, Frauen und Kinder von geringem Wert als die männlichen Bürger der Polis. > ,,dem Menschen sei von Natur aus einem Ziel eingegeben, auf das sein inneres Streben gerichtet ist." →Die teleologische Naturauffassung gilt heute als überholt. Nach...

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Bei der Raffaels Darstellung zeigt Aristoteles gerade aus, denn somit weist er auf die Dinge selbst, in denen das Wirkliche zu finden sei. Aristoteles steht für den Erkenntnisweg, der vom Einzelnen her auf das Allgemeingültige Schließen will, dem induktiven Weg. →Nach Aristoteles streben wir immer nach Glückseligkeit! Das oberste Handlungsziel: Glückseligkeit (Eudaimonia) Eine Handlung zielt auf das menschliche Begehren, Wissen und Wollen. Ein Entschluss ist eine gewonnene Absicht, Ziel ist diese gewonnene Absicht bzw. Entscheidung vollzubringen. Aristoteles unterscheidet die beiden Begriffe Hervorbringen (poiesis) und Handeln (praxis) voneinander. Das Hervorbringen hat einen anderen Zweck als die Tätigkeit selbst, das Handeln dagegen nicht, da hier das gute Handeln selbst oder auch das gute Befinden den Zweck und Ziel ausmacht. Die leitenden Verrichtungen sind vorzüglicher als die Ziele der untergeordneten, da letztere nur um den Ersteren willen verfolgt werden. Hier macht es keinen Unterschied, ob die Tätigkeiten selbst das Ziel der Handlungen bilden oder außer ihnen noch etwas anderes wie bei den genannten Künsten der Fall ist, wie z. B., dass das Ziel der Heilkunst die Gesundheit ist. Das oberste Handlungsziel für Aristoteles ist die Glückseligkeit. Nach ihm strebt jeder Mensch. Aristoteles beginnt die Ethik mit dem Handlungsbegriff, da der Mensch handeln muss und etwas tun muss, um am Ende das oberste Handlungsziel zu erreichen, und zwar die Glückseligkeit. Ein Mensch setzt mehrere kleine Teilziele um das große Ziel zu erreichen. →Für eine Person ist zum Beispiel das oberste Handlungsziel, Arzt zu werden, dafür braucht er das Abitur. Deshalb arbeitet er von klein auf, also macht seinen Hauptschulabschluss, danach die mittlere Reife und dann das Abitur. Später kann das oberste Handlungsziel erreicht werden. Die Tugenden Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Dieses Verhalten muss der Munsch zum Erreichen eines Zieles entwickeln und einüben. Es gibt 2 verschiedene Tugenden, einmal die verstandesmäßige Tugend, und die ethische Tugend. Die verstandesmäßige Tugend entsteht und wächst zum größeren Teil durch Belehrung. Darum bedarf sie der Erfahrung und der Zeit. Die Merkmale sind Weisheit und Klugheit und es ist eher das Theoretische. Die ethische Tugend ergibt sich aus der Gewohnheit, ist also nicht von der Natur gegeben. Der Mensch strebt nach dem obersten Gut. Die Merkmale sind Großzügigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit und es ist eher das Praktische. Die Tugenden entstehen ins uns, also weder von Natur noch gegen Natur. Wir sind vielmehr von der Natur dazu ausgebildet, sie aufzunehmen, aber vollendet werden sie durch die Gewöhnung. Ferner bringen wir bei allem, was uns von Natur zukommt, zunächst die entsprechenden Fähigkeiten mit und entwickeln erst später die Tätigkeiten Ich habe von der Natur meine Hände und übe damit Jonglieren! Leistungen wie Sport, Wissenschaft, und Kultur werden in der heutigen Gesellschaft besonders anerkannt. Genauso wie Sportler, Schauspieler und Politiker werden ihren außersittlichen Leistungen. Bildung brauchen wir zum Beispiel, da es ein Teil ist, dass uns dazu bringt, unsere Glückseligkeit zu erreichen. Die Erziehung ist die Grundlage für die ethische Bedeutung. Doch heute haben wir viel mehr Wissen über die Erziehung. Mesotes-Lehre →Die Mitte Aristoteles versteht die Tugenden als Grundhaltungen, durch die der Mensch auf die Bestrebungen seiner natürlichen, unkontrollierten Affekte und Leidenschaften angemessen reagiert. Deshalb gilt es, die richtige Mitte (Mesotes) zwischen dem zu viel und zu wenig zu finden. Bei manchen extremen Verhaltensweisen, gibt es keine Mitte. Aristoteles nennt, wenn ein Mensch schadenfroh, schamlos oder neidisch ist, kann er seine Mitte nicht finden. Extreme sind, wenn man sich als Radikal, alternativlos auf einen affektiven Aspekt reduziert. Die Mitte ist der rational kontrollierte Affektzustand. Beispiel: Faulheit Extrovertiert Extreme Ehrgeizig Ambivertiert Mesotes Überarbeitung in sich gekehrt Extreme Der Tugenderwerb ist die Einübung einer Haltung durch Tugend erfordernde Situation. Gerechtigkeit ist laut Aristoteles die höchste Tugend. Ein weiteres Beispiel der Mesotes- Lehre: 1.Feigheit zu wenig 2.Tapferkeit →Mesotes 3.Übermit zu viel Die Mesotes- Lehre ist bestimmbar über die Phronesis (Klugheit). Dadurch kann man Tugendlich entscheiden. Das Gleichnis vom Seelenwagen Das Gleichnis vom Seelenwagen beschreibt die Funktion eines Menschen. Platon geht von der Annahme dreier Seelenteile aus: Logistikon, Thymoneides, Epithymetikon Das sind die drei Kardinaltugenden und beeinflussen die Seele eines Menschen: Die Weisheit lenkt, überlegt und schaut voraus. →Logistikon Die Standhaftigkeit strebt nach Macht. →Thymoneides Die Mäßigung ist die Begierde als Grundlage von Ernährung und Fortpflanzung und begehrt. →Epithymetikon Gerechtigkeit entsteht nur dann, wenn Weisheit über die Standhaftigkeit herrscht und wenn wiederum die Standhaftigkeit über die Mäßigung herrscht. Die Mäßigung muss der Standhaftigkeit gehorchen und die Standhaftigkeit wiederum der Weisheit. Die 7 Kardinaltugenden >Weisheit >Mut >Mäßigung >Gerechtigkeit >Glaube >Liebe >Hoffnung 1 2 3 4 5 Anwendungsbereich | Mangel der Tugend Persönliche Herausforderungen Allgemeines Verhalten, Konsum Umgang mit Besitz und Geld Kommunikation mit anderen Feigheit Unlust Geiz Grimmigkeit Kommunikation mit Ironie anderen Mesotes (Mitte) Mut Mäßigkeit Freigebigkeit Sanftmut Wahrhaftigkeit Überfluss Tollkühnheit Lust Verschwendung Jähzorn Prahlerei Wie wirkt Gerechtigkeit? Die Gerechtigkeit bezieht sich auf die Gesamtstruktur der Seele, das Verhältnis der diversen Seelenteile zueinander. Die Gerechtigkeit beruht also darin, dass jeder das seine tut. →Wenn jeder Seelenteil seine spezifische Tugend ausübt!