Singers Kritik an Kants Pflichtbegriff
Singer hinterfragt in seinem Buch "Wie sollen wir leben?" Kants Auffassung, dass nur Handeln aus Pflicht moralisch wertvoll sei.
Zitat: "Warum in aller Welt sollte jemand meinen, Blut zu spenden habe größeren Wert, wenn es aus Pflicht geschieht, ohne jede Neigung, anderen zu helfen, als wenn es aus einem 'inneren Vergnügen, Freude zu verbreiten' oder aus Mitgefühl mit der Not derer geschieht, die das Blut brauchen?"
Singer argumentiert, dass auch Handlungen aus Mitgefühl oder Freude am Helfen moralisch wertvoll sein können. Er sieht den Wert von Kants Pflichtbegriff eher pragmatisch:
Highlight: Laut Singer dient der Pflichtbegriff als "Alleskleber", um Lücken im moralischen Gefüge der Gesellschaft zu schließen, wenn natürliche Neigungen zum Guten fehlen.







