Freiheit und Determination

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Maria

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,,Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Verurteilt, weil er sich selbst nicht erschaffen

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- Ambivalenz des Freiheitsbegriffs - Wahlfreiheit - Handlungsfreiheit - Handeln - Willensfreiheit - Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung - Konsequenzen von Freiheit und Determinismus - Determinismus und Kausalität - Determinanten - Libet-Experiment

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Freiheit frei ● Freiheit und Determination ,,Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Verurteilt, weil er sich selbst nicht erschaffen hat, und dennoch frei, weil er, einmal in die Welt geworfen, für all das verantwortlich ist, was er tut.“ - Jean-Paul Sartre - Determination gebunden / eingeschränkt / determiniert ,,Freiheit ist die Einsicht zur Notwendigkeit." - Rosa Luxemburg - Ambivalenz (Mehrdeutigkeit) des Freiheitsbegriffs Freiheit kann jeweils unter zwei recht unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Aspekten betrachtet werden O politisch O gesellschaftlich O sittliches Geschehen Frei kann der sein, der sich nicht um Konventionen und gesellschaftliche Tabus schert. M1 nennt den, der es tut (M2), unfrei. → M1 ist nur frei, wenn er machen kann, was er will. M2 aber akzeptiert möglicherweise gesellschaftliche Normen und fühlt sich frei in einem Entschluss, sie zu beachten. M2 ist frei, aber sieht Notwendigkeiten ein. Freiheit = emotional Freiheit = rational Wer Gesetze nur für Zwangsmittel hält, lebt unfrei, wer ihre Notwendigkeit einsieht, ihre Bedeutung versteht und akzeptiert, lebt frei. Ist das Wählen frei? – Wahlfreiheit Freiheit des Menschen, willentlich zu handeln, d. h. zwischen Alternativen zu wählen und eine Entscheidung treffen zu können im Gegensatz zu instinktprogrammiertem Verhalten Ist das Handeln frei? – Handlungsfreiheit Freiheit von Zwang → „Kann ich tun und lassen, was ich will?" Unabhängigkeit von inneren und äußeren Zwängen (z. B. Selbstbestimmungsrecht, Meinungsfreiheit) Was heißt Handeln? Außenperspektive: Körperbewegung Innenperspektive: Intention (Absicht) → Die Intention verursacht die Körperbewegung. → Handeln umfasst...

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Tun und Lassen. ● ● ● Ist der Wille frei? - Willensfreiheit Freiheit des Willens von determinierenden (bestimmenden) Ursachen → ,,Kann ich wollen, was ich will?" Wahlfreiheit → einzige unmittelbar gegebene Freiheit → als Bedingung der Möglichkeit anderer Freiheiten gegeben Handlungs- und Willensfreiheit → nur als Möglichkeit und Aufgabe bzw. Verpflichtung gegeben ➜ Determination → Einschränkung der Willens- und Handelsfreiheit Willensfreiheit # Determinismus (= Bestimmtheit des Willens von nicht frei wählbaren Ursachen) Fähigkeit und Verpflichtung des Menschen zur sittlichen Selbstbestimmung, d. h. dazu, sich nur solche Handlungsziele zu setzen, die im Einklang mit den sittlichen Grundnormen, also mit verallgemeinerungsfähigen Interessen stehen Freiheit in diesem Sinne ist bedeutungsgleich mit Autonomie Willensfreiheit = Autonomie Willensfreiheit # Heteronomie Freiheit und Determination (= Abhängigkeit von anderer als der eigenen sittlichen Gesetzlichkeit) Wie hängen Freiheit und Verantwortung zusammen? Freiheit = Verantwortung (Schuld?) → Übernahme einer Verpflichtung 3-stellige Grundrelation: O Subjekt - Objekt (für/mit jemanden/etwas) - Instanz (Person/Gruppe/„Gott"/Institution) → Schutz, Werte (z. B. Gesundheit), Freiheit Voraussetzung: ein mündiges, freiheitsfähiges Individuum O Verantwortungsbewusstsein ο ο ο ο ο ο fortgeschrittene geistige Entwicklung Möglichkeit des Aneignens und Anwendens von Wissen Urteilsvermögen Gesundheit Unabhängigkeit von Zwängen Vorverständnis von Freiheit Konsequenzen der Freiheit selbstbestimmtes Handeln moralisches Handeln Verantwortung Schuld Stolz auf eigene Leistung Freude Selbstbewusstsein Selbstwertgefühl Konsequenzen des Determinismus mechanisches, fremdbestimmtes Handeln keine Verantwortung keine Schuld Gleichgültigkeit Minderwertigkeitsgefühle Fatalismus Determinanten ● O Fragen des Determinismus: Unterliegt menschliches Wollen und Handeln dem (in Bezug auf Naturereignisse gültigen) Kausalprinzip? O Was bedeutet ,,Determinismus“ und was ,,Kausalität"? Sind psychische Ereignisse prinzipiell durch psychologische Gesetze erfassbar und daher wie Naturereignisse aufgrund von Naturgesetzen? Determinismus Kausalität sozial Eltern Erziehung (soziales) Umfeld Familie Freiheit und Determination ● Bereitschaftspotenzial ↓ - 550 ms → unberechenbar berechenbar (Ursache Wirkung) harter Determinismus weicher Determinismus biologisch biologischer Zwang (z. B. Schlafen und Essen) gebunden/ eingeschränkt/ determiniert Möglichkeit des Steuerns (z. B. Länge und Menge) Zwang = Willkür Was hat das Freiheitsproblem mit der Hirnforschung zu tun? — Libet-Experiment Einsetzen des Bereitschaftspotenzial bei einfachen Handlungen 550 ms vor Ausführung Auftreten der bewussten Entscheidung zur Bewegung erst 200 ms vor Handlung Beginn des Gehirns mit Vorbereitung einfacher Handlung 350 ms vor bewusster Entscheidung Bewusstwerden der Absicht ↓ - 200 ms keine Willensfreiheit Wahlfreiheit sozio(bio)logisch Normen Gesetze Einschränken oder Ermöglichen durch Institutionen politisches System ● → Möglichkeit des Abbrechens ➜ kein ausreichender Beleg für Nichtvorhandensein von Willensfreiheit genetisch Aggression(stheorie) psychologisch Handlung ↓ 0 ms Besitzt der Mensch trotz der Ergebnisse des Libet-Experiments einen freien Willen? PRO Man muss das Gehirn als Materie und den Willen als Geist voneinander trennen. Im wirklichen Sinne entscheiden kann nur der Wille und nicht das Gehirn. (P. Bieri) CONTRA Die Menschen sind durch ihren biologischen Unterbau (Gene, Neuronen, Hormone etc.) und durch soziale und kulturelle Einflüsse determiniert. Die Menschen besitzen einen abhängig freien Willen bzw. die Illusion eines freien Willens. (F. Wuketits)

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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