Der Glücksbegriff in der Ethik
Verschiedene Definitionen von Glück
- "Glück im Unglück" - wenn man trotz negativer Umstände etwas Positives erfährt
- Glück als nicht zustehendes, durch Zufall zugeteiltes Element
- Glück als Vermeidung von negativen Gefühlen wie Trauer und Schmerz
Glück nach Kant
Immanuel Kant betrachtet Glück als einen unbestimmten und ungenauen Begriff. Er argumentiert, dass Menschen nicht genau definieren können, was Glück bedeutet.
- Glückseligkeit = Maximum des Wohlbefindens (nachhaltig unmöglich)
- Menschen können nur nach einer durchschnittlichen Glückseligkeit suchen
- Für endliche Wesen (Menschen) ist es unmöglich, einen so weiten Begriff zu definieren
Wichtiges Konzept: Nach Kant erfordert wahre Glückseligkeit Allwissenheit, da jeder Mensch aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen ein anderes Verständnis von Glück hat. Dies steht im Gegensatz zum Kategorischen Imperativ, der auf allgemeingültigen Prinzipien beruht.
Kant betont auch:
- Wünsche erfordern Arbeit - man kann nicht Unendliches erwarten
- Glückseligkeit ist kein Ideal der Vernunft
- Glückseligkeit hängt von Vorstellungskraft und Einstellung ab
Glück nach Aristoteles
Aristoteles' Philosophie zum Glück bildet die Grundlage seiner Nikomachischen Ethik:
- Alles strebt nach dem Guten
- Wenn das Ziel für sich allein steht = das Beste (Glückseligkeit)
- Wenn das Ziel nur Mittel zum Zweck ist ≠ das Beste
Zitat von Aristoteles: "Glückseligkeit steht allein - sie ist kein Mittel zum Zweck, sondern der Zweck selbst. Jedes Handeln kommt vom Wunsch zur Glückseligkeit."
Für Aristoteles ist Eudaimonia (Glückseligkeit) das höchste Gut und das "Gut-Leben" der Kern seiner Ethik.



