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Hobbes & Rousseau - Thema Gesellschaftsvertrag

Hobbes & Rousseau - Thema Gesellschaftsvertrag

 HOBBES
- Naturrecht: Recht welches im Naturzustand herrscht
- von Natur aus ist der Mensch frei alles zu tun, was
ihm beliebt
Recht auf all

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Philine

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HOBBES - Naturrecht: Recht welches im Naturzustand herrscht - von Natur aus ist der Mensch frei alles zu tun, was ihm beliebt Recht auf alles, welches aus dem Recht der Selbsterhaltung im Naturzustand hervorgeht - keine moralischen Vorstellungen / Prinzipien (von Natur aus) vorhanden Naturgesetz: Maximen, die aus der Einsichtsfähigkeit der Vernunft entstehen - 1.Gesetz: Einsicht des vernünftigen Menschen -> Beendigung des Krieges aller gegen alle (Frieden) erstrebenswert im Naturzustand, dies schon aus Gründen der Selbsterhaltung, welche gefährdet vom Krieg ist (+Furcht) - nicht wegen einer höheren Ordnung - 2.Gesetz: Einsicht -> Krieg aller gegen alle (,,bellum omnium contra omnes") kann nur beendet werden, wenn der Einzelne auf sein Naturrecht verzichtet (sozusagen auf seine absolute Freiheit verzichtet), es auf eine Obrigkeit überträgt, alle müssen sich jedoch daran halten - denn wenn sich einer weigert - weigern sich auch alle anderen, es aufzugeben Beteiligte müssen auf alles verzichten, was zur Unterwerfung der anderen dienen könnte (Stärkere büßt mehr ein als der Schwächere) - 3.Gesetz: folgt aus ersten beiden Gesetzen, da diese beiden nur eingehalten werden können, wenn der Mensch seine Macht und Stärke auf eine einzige Instanz überträgt, die durch das Schwert (mit Waffengewalt) die Einhaltung der Gesetze überwacht. Befolgen von Gesetzen ist widernatürlich - Benötigen einer außenstehenden Macht - (1) Gesetze erlassen, (2) diese überwacht (Schwert), (3) Übertritte...

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geahndet werden Der Gesellschaftsvertrag und der Leviathan alle Menschen übertragen ihr Recht, sich selbst zu beherrschen auf eine Person oder Gesellschaft, Hobbes Ideal: absolutistischer Monarch (Parlament wäre kontraproduktiv - Vielheit der Entscheidungsträger - Unfriede). - Staat wurde durch Gesellschaftsvertrag geboren - „künstliche Person" - Einem Staat kommt gottähnliche Macht auf Erden zu -„sterblicher Gott" (kann theoretisch in den Bürgerkrieg zurückfallen) - Leviathan erschaffen aus dem Gemeinschaftswillen um den Frieden und die Gesetze durch seine selbstherrliche Macht zu gewährleisten - Hobbes geht von einem idealen Herrscher aus, der sich vollends der Macht seines Amtes bewusst ist und der zu keiner Zeit irgendetwas eigennütziges tut - Bürger Hinweise per Gesellschaftsvertrag werden die Rechte/Möglichkeiten, die aus dem Naturzustand erwachsen sind, abgegeben (Wettstreben, Ruhmsucht, Machtgier) Schutz bei freier Wahl der Mittel Kontrolle der Meinungsbildung Recht der Gesetzeserstellung Gewalt der Rechtsprechung Gewährung von Schutz, Friede und Rechtssicherheit Der Leviathan als rechtmäßiger Herrscher Kann prinzipiell kei- nem seiner Untertanen Unrecht zufügen Er fungiert als sterblicher Gott auf Erden, nur dem unsterbli- chen Gott untergeordnet Rechte und Pflichten des Leviathan Rechte Legitimes Herrschaftsrecht, Souverän von Gottes Gnaden -> kann nicht wegen vermeintli- chen Unrechts angeklagt wer- den (Immunität) Ist nicht zur Rechenschaft ge- genüber seinen Untertanen ver- pflichtet Darf gesetzgeberisch wirken Waffen- und Machtmonopol Leviathan als sterblicher Gott Pflichten Frieden der Gemeinschaft wah- ren Schutz der Untertanen gewähr- leisten Zufriedenheit der Untertanen mit der Gemeinschaftsordnung Muss gesetzgeberisch wirken Muss über die Einhaltung der Gesetze wachen - Die Gleichheit der Fähigkeiten der Menschen untereinander ist im Naturzustand größer als ihre Unterschiede hinsichtlich körperlicher und geistiger Fähigkeiten. = => Die Menschen haben die Vernunft gemeinsam und sind deswegen mehr gleich als verschieden, was bedeutet, dass kein Mensch eigentlich von Grund auf eine dominierende Rolle besitzt, da auch eine schwache Frau durch List den starken Mann überwältigen könnte. - Krieg gegen einen anderen Menschen ist präventiv und nicht als eine Reaktion auf deren Handeln - Menschen begegnen sich untereinander feindselig, (misstrauisch) -> es herrscht kein friedlicher Naturzustand - Gerechtigkeit folgt aus dem Befolgen von Gesetzen - ohne Gesetze, keine Ungerechtigkeit - positivistisches Weltbild: Weltsicht, die nur als existent und relevant anerkennt, was empirisch messbar oder sinnlich wahrnehmbar ist (Begriffe, die darunter nicht existent sind: Gerechtigkeit, Mitgefühl, Würde, Gott) - kein richtig/falsch, moralisch/unmoralisch - vernunftbegabter Leviathan kann kein Unrecht ausüben da sein höchstes Ziel: Zusammenleben der Gemeinschaft - keine Rechenschaft nötig gegenüber den Untertanen wenn er unrechtmäßig herrscht -> kein rechtmäßiger Souverän, sondern Feind -> Untertanen haben das recht zum Feindesmord - rechtmäßiger Herrscher genießt Immunität Jean Jaques Rousseau - Mensch ist von Natur aus nicht vernunftbestimmt - schlummert nur in ihm, tritt nicht zutage - gesteuert von 3 Trieben: - Selbstliebe - Streben nach Höherentwicklung und Vervollkommung (Perfectibilität) - Mitleid mit seinen Artgenossen -> 3 Triebe in Balance -> Mensch im Naturzustand gesund, stark, wohlwollend - Wohlwollen mit Artgenossen entspringt aus einer art „moralischen Instinkt“ (nicht aus Vernunft) im Naturzustand lose geknüpftes band zwischen individuell lebenden Menschen - Auftreten der Naturkatastrophen -Aufkommen der Landwirtschaft (Sesshaftigkeit) => Zusammenschluss größerer Gemeinschaften -> zum Zweck der : (a) Gefahrenabwehr. (b) Arbeitsteilung und Hierarchien bei der Bewirtung größerer Ackerflächen friedlicher und idealer Naturzustand - moralischer Zerfall - Privateigentum, neue maschinelle Errungenschaften - Gemeinschaft macht technische Entwicklungsfortschritte - moralische Rückschritte, da Vergrößerung der Kluft (z.B zwischen reich und arm) => Entfremdung - Selbstliebe (amour de soi meme) weicht einer liebe zum Eigentum (amour propre) - wird nur dann befriedigt, wenn es den anderen Mitgliedern der Gesellschaft schlechter geht als einem selbst - also nur relativ zum Wohl der anderen befriedigt (nicht mit sich selbst im Gleichgewicht) - Grundthema Philosophie Rousseaus - Menschen denken, dass einer mehr wert sein könnte als ein anderer - Ungleichheiten - Entstehen von Rechte und Pflichten, Regeln und Strafen untereinander - vom Stärkeren diktiert - neue Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten Gesellschaftsvertrag - Ziel: Maximale Freiheit gemäß des Naturzustands bei maximalem Schutz der Eigeninteressen und des Eigentums - alle Rechte aller Mitglieder an das Gemeinwesen entäußert - Entstehen einer Gesamtkörperschaft - Gliederanzahl entspricht Stimmenanzahl der Versammlung - Souveränität bedeutet die Ausübung des Gemeinwillens (volonté général) Souveränität liegt beim Volk, damit auch Legislative (gesetzgebende Gewalt). - Regierung nicht der Souverän - handelt nur durch den Auftrag durch den Souverän - Nur Vertrag unter den Mitgliedern der Gesellschaft (dadurch zum Souverän) - keinen mit Regierung - Souverän kann nur handeln, wenn das Volk versammelt ist - Bildung des Gesamtwillen - alle Bürger müssen an der Beschlussfassung des Gesetzes mitgewirkt haben - Regierung kann abgesetzt werden, wenn sie nicht ihrem Auftrag gemäß handelt - Menschen ordnen sich dem volonté général unter - Friede wird erreicht ,,allgemeiner Wille“ ist notwendige Konsequenz des Zwecks, das gemeinsame Interesse, das Gemeinwohl, zu fördern - der Einzelne ist nur dem Gehorsam der Regeln verpflichtet, wenn sie den ,,allgemeinen Willen“ ausdrücken - Erziehungsideal - Kinder und Jugendliche sollen in der Erziehung vor gesellschaftlichen Einflüssen geschützt werden, sollen ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können Erziehung muss das schlechte fernhalten, Umfeld schaffen, indem sich das Gute entfalten kann y - Begründung: Gesellschaft selbst schneidet den Menschen mit seinen Wertvorstellungen und Lebensidealen von seinen positiven Wurzeln ab Charakterisierung der Menschen im Natur- zustand Aufgaben des Ge- meinwesens Gegenüberstellung Hobbes/Rousseau Rechte der Bürger Hobbes Zum Zweck der Selbsterhaltung versu- chen sich die Menschen gegenseitig zu unterwerfen oder zu vernichten; Mensch erkennt vernünftig Naturge- setze an. Kein moralischer Instinkt, da Moral nicht definiert ist. Ein Gemeinwesen kommt zustande, um Frieden zu sichern, also einen Krieg je- der gegen jeden zu verhindern. Bestimmung des Sou- Eine Person oder Gruppe, an die alle veräns Macht vom Volk übertragen wird. Die Bürger verfügen nur über diejeni- gen Rechte, die ihnen vom Souverän zugebilligt werden. Rousseau Die Menschen sind frei; leben fried- lich koexistent (idealer Naturzu- stand). Mensch ist nicht vernünftig, träumerisch hinsichtlich des Ver- nunftvermögens - aber moralischer Instinkt Der Zweck des Gemeinwesens ist es, jedes einzelne Mitglied gegen Ag- gressionen von innen und außen zu verteidigen und zu schützen; zugleich aber auch die Freiheit eines jeden er- halten, sodass jeder nur sich selbst gehorchen braucht. Die Bürger, die das Gemeinwesen bil- den, sind der Souverän. Souveränität kann nicht entäußert werden. Die Rechte der Bürger sind die Rechte des Souveräns, d.h. Gesetze zu verabschieden und alle weiteren Rechte, die sich daraus ergeben

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Kein moralischer Instinkt, da Moral nicht definiert ist. Ein Gemeinwesen kommt zustande, um Frieden zu sichern, also einen Krieg je- der gegen jeden zu verhindern. Bestimmung des Sou- Eine Person oder Gruppe, an die alle veräns Macht vom Volk übertragen wird. Die Bürger verfügen nur über diejeni- gen Rechte, die ihnen vom Souverän zugebilligt werden. Rousseau Die Menschen sind frei; leben fried- lich koexistent (idealer Naturzu- stand). Mensch ist nicht vernünftig, träumerisch hinsichtlich des Ver- nunftvermögens - aber moralischer Instinkt Der Zweck des Gemeinwesens ist es, jedes einzelne Mitglied gegen Ag- gressionen von innen und außen zu verteidigen und zu schützen; zugleich aber auch die Freiheit eines jeden er- halten, sodass jeder nur sich selbst gehorchen braucht. Die Bürger, die das Gemeinwesen bil- den, sind der Souverän. Souveränität kann nicht entäußert werden. Die Rechte der Bürger sind die Rechte des Souveräns, d.h. Gesetze zu verabschieden und alle weiteren Rechte, die sich daraus ergeben