Rationalismus und René Descartes
René Descartes gilt als Hauptvertreter des Rationalismus, einer Denkrichtung, die die Welt mithilfe der Vernunft und Logik zu begreifen versucht. In seinem methodischen Zweifel stellt er die grundlegende Frage: Wie kommt es zur Erkenntnis?
Descartes' Zweifel verläuft in drei Abschnitten:
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Die Unzuverlässigkeit der Sinne
- Frage: Kann ich meinen Sinnen trauen?
- Antwort: Nein, denn sie können mich täuschen
- Problem: Wie nehme ich dann richtig wahr?
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Die Ununterscheidbarkeit von Traum und Wirklichkeit
- Frage: Träume ich oder bin ich wach?
- Antwort: Es gibt keine sicheren Merkmale zur Unterscheidung
- Problem: Wie kann ich sicher sein, jemals wach zu sein?
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Die Möglichkeit eines täuschenden Gottes
- Frage: Ist Gott ein Täuscher?
- Antwort: Man kann es nicht sagen
- Problem: Ich bin unvollkommen und irre mich
Kerngedanke: Descartes kommt zum berühmten Schluss "Ich denke, also bin ich" (cogito ergo sum). Selbst wenn alles anzweifelbar ist, bleibt die Tatsache des eigenen Denkens und damit der eigenen Existenz unbestreitbar.
Der Rationalismus einfach erklärt bedeutet also:
- "Wahr ist alles das, was ich ganz klar und deutlich einsehe"
- Erkenntnis beruht auf dem Denken und der Vernunft
- Die Vernunft ist die einzige zuverlässige Erkenntnisquelle
- Zur Erforschung der Wahrheit bedarf es einer Methode




