Grundlagen des christlichen Menschenbilds
Im christlichen Menschenbild wird Gott als unser aller Vater verstanden, was uns Menschen zu Geschwistern macht. Diese Vorstellung hat ihren Ursprung im Alten Testament und ist dem jüdischen Menschenbild sehr ähnlich. Als Kinder Gottes haben wir alle den gleichen Wert.
Eine Kernaussage des christlichen Menschenbilds ist die Gleichwertigkeit aller Menschen. Gott verleiht uns passiv Leben, Wert und Würde - diese sind nicht verhandelbar. Der Staat hat die Aufgabe, diese gottgegebenen Rechte zu schützen, nicht sie zu verleihen oder einzuschränken.
Aus diesem Menschenbild ergeben sich konkrete Werte und Konsequenzen für unser Zusammenleben: Verbot von Kinderarbeit und Sklaverei, das Recht jedes Flüchtlings auf Asyl und Leben sowie die grundsätzliche Ablehnung von Krieg. Besonders bedeutsam ist auch, dass Jesus als Mensch auf der Erde für die Menschen gestorben ist.
💡 Denkanstoß: Wird das christliche Menschenbild in Deutschland wirklich eingehalten? Beobachte kritisch, wo in unserer Gesellschaft Menschen möglicherweise nicht mit gleicher Würde behandelt werden.
Die im Religionsunterricht gelehrten Grundsätze des christlichen Menschenbilds sind nicht nur theoretisch interessant, sondern haben praktische Auswirkungen auf unser tägliches Leben und unsere Gesellschaftsordnung. Im Grundgesetz finden sich viele dieser Prinzipien wieder.