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Medien in der Demokratie (als 4. Gewalt)

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 MEDIEN IN DER DEMOKRATIE
Medien haben in der Gesellschaft bzw. der Demokratie hauptsächlich drei Funktionen: die
Informationsfunktion, die
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Medien haben in der Gesellschaft bzw. der Demokratie hauptsächlich drei Funktionen: die
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Übersicht und Ausformulierung zu Medien in der Demokratie (Funktion, rechtliche Grundlagen, Gefahren, alte und neue Medien)

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MEDIEN IN DER DEMOKRATIE Medien haben in der Gesellschaft bzw. der Demokratie hauptsächlich drei Funktionen: die Informationsfunktion, die Meinungsbildungsfunktion und die Kontrollfunktion. Mit Informationsfunktion ist gemeint, dass die Medien die Bürger umfassend, verständlich und objektiv informieren sollen, sodass sie zur politischen Partizipation befähigt werden. Meinungsbildungsfunktion meint die Erörterung von Themen öffentlichen Interesses in freier und offener Diskussion, sodass sich Bürger eine eigene Meinung bilden können. Außerdem sollen Medien eine Kontrollfunktion übernehmen: Sie sollen Missstände in Politik und Gesellschaft sowie Amtsmissbrauch aufdecken und somit die Politik kontrollieren. Auch Unterhaltung und Bildung gehören zu den Funktionen von Medien, allerdings sind diese eher für die Individuen als für das politische System der Demokratie relevant. Besonders prägend für die Meinung eines Menschen zu einem bestimmtem Thema ist das Wissen, welches die Person über den zu diskutierenden Sachverhalt hat. Dieses Wissen und die dafür nötigen Informationen werden ihm von den Medien vermittelt. Journalisten fassen die Flut an Informationen so zusammen, dass sie für jeden verständlich sind. Besonders wichtig ist dabei die objektive Berichterstattung und die Repräsentation aller Meinungen in den Medien, denn nur so ist eine faktenbasierte Meinungsbildung der Individuen möglich. Die Medien haben also einen massiven Einfluss auf die Willensbildung von Individuen und damit auch auf die Meinung der Gesellschaft. Die wichtigste Grundlage für die Presse in Deutschland ist der Artikel 5...

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Das heißt, dass sie entweder auf Landesgesetzen oder auf Staatsverträgen, also Verträgen zwischen Bundesländern, und nicht auf Bundesrecht basieren. Hier versteckt sich allerdings auch die Gefahr: wenn Medien gelenkt werden und nicht mehr objektiv berichten, hat das auch einen massiven Effekt auf die Meinung der Bevölkerung. Die Gefahren sind offensichtlich: Medien bieten vielfältige Manipulationsmöglichkeiten, durch welche die Meinung der Gesellschaft verfälscht werden könnte. Außerdem verbreiten sich Falschinformationen wegen der neuen Massenmedien sehr schnell. Sind sie dann einmal im Umlauf, ist es sehr schwer, sie zu löschen oder zu korrigieren. Außerdem können durch die verkürzte und vereinfachte Darstellung in den Medien wichtige Zusammenhänge komplexer Themen unter den Tisch fallen und dadurch Missverständnisse oder Fehlinterpretationen entstehen. Ein weiteres Problem der aktuellen deutschen Medienlandschaft ist, dass viele Medien marktwirtschaftlich orientiert sind. Sie müssen Gewinn erzielen und produzieren daher provokante Schlagzeilen und viel Unterhaltung, wobei aber ihre eigentlichen politischen Funktionen vernachlässigt werden. Auch das hat einen großen Einfluss auf die Gesellschaft, da so beispielsweise ein Mangel an verlässlichen Informationen zur Meinungsbildung entstehen kann. Die größte Gefahr in Bezug auf Medien besteht also darin, dass sie durch Manipulation, falsche oder unzureichende Informationen die Meinungsbildung der Bevölkerung verfälschen, weil sich diese auf falsche Fakten in den Medien verlassen. Aber auch für das Individuum selbst können Medien gefährlich werden. Am offensichtlichsten ist wohl die Gefahr, dass Menschen von Medien abhängig werden können, was natürlich einen großen negativen Einfluss auf ihr Leben hat. Außerdem können durch unbedachte Äußerungen in den Medien riesige Shitstorms entstehen, die eine große psychische Belastung für die Betroffenen sind. Generell unterscheidet man 2 Arten von Medien: traditionelle/alte und neue Medien. Die traditionellen Medien sind nicht interaktiv und ermöglichen nur einen Weg der Informationsvermittlung. Das heißt, dass Sender und Empfänger nicht einfach umkehrbar sind. Außerdem sind traditionelle Medien zeitgebunden. Die Inhalte können nur während der Übertragung empfangen werden, also eine Radiosendung beispielsweise nur zu ihrer regulären Laufzeit. Beispiele für traditionelle Medien sind Radio, Fernsehen und Printmedien. Obwohl oft vom Untergang dieser traditionellen Medien die Rede ist, sind sie immer noch sehr beliebt in der deutschen Bevölkerung. Laut einer Studie der europäischen Kommission nutzen über 95% der deutschen Bevölkerung mindestens einmal pro Woche den Fernseher, Radio und Printmedien jeweils knapp 85%. Allerdings fällt auf, dass die traditionellen Medien in älteren Generationen deutlich beliebter sind. Die jüngeren Generationen nutzen eher neue Medien. Das sind interaktive Medien, bei denen die Kommunikation in beide Richtungen funktioniert. Das bedeutet, dass man nicht nur Empfänger/Konsument oder Sender ist, sondern die Rollen umkehren kann, indem man beispielsweise selbst auf einen Post antwortet. Außerdem sind neue Medien ort- und zeitlos, denn sie können jederzeit von jedem Ort abgerufen werden. Des Weiteren kennzeichnet der multimediale Charakter die neuen Medien: Oft werden verschiedene Darstellungsformen in einem Medium gemischt, bei Instagram beispielsweise Bilder und Text. Die besten Beispiele für neue Medien sind soziale Medien wie Twitter und Facebook. Wie bereits kurz angesprochen, sind die neuen Medien vor allem bei den jungen Menschen beliebt. In der Gesamtbevölkerung nutzen etwa 40% der Menschen Social Media mindestens einmal wöchentlich. Und warum werden die Medien nun so oft als 4. Gewalt bezeichnet? Die 3 politischen Gewalten Judikative, Exekutive und Legislative kontrollieren sich gegenseitig, dadurch soll Machtmissbrauch u.ä. verhindert werden. Die Medien sind aber auch Teil dieser Kontrolle der Politik, indem sie Missstände oder Missbrauch aufdecken. Das ist der Grund für diese häufig verwendete Bezeichnung. https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/medienpolitik/172240/meinungsbildung-und-kontrolle-der-medien https://www.studienkreis.de/deutsch/neue-vs-traditionelle-medien/ http://tobesocial.de/blog/online-tv-print-social-media-nutzung-studie-2015-europa-mediennutzung-deutschland https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/139159/rechtliche-rahmenbedingungen Aufgabe von Medien in der Demokratie MEINUNGSBILDUNGS- FUNKTION INFORMATIONSFUNKTION Die Bürger umfassend, verständlich und objektiv informieren, sodass sie zur politischen Partizipation befähigt werden. Erörterung von Themen öffentlichen Interesses in freier und offener Diskussion, sodass sich Bürger eine eigene Meinung bilden können. KONTROLLFUNKTION Missstände in Politik und Gesellschaft sowie Amtsmissbrauch aufdecken und somit die Politik kontrollieren. Auch Unterhaltung und Bildung gehören zu den Funktionen von Medien, allerdings sind diese eher für die Individuen als für das politische System der Demokratie relevant. RECHTLICHE GRUNDLAGEN § Art 5 GG: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Rundfunkstaatsvertrag (seit 1987) als Grundlage für deutsches Rundfunksystem; wurde 2020 abgelöst vom Medienstaatsvertrag (Anpassung an Internet und moderne Medien) Grundlage für öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD,ZDF...) zur Gewährleistung einer ,,Grundversorgung" nach Art. 30 GG fällt Organisation und Inhalt der öffentlich-rechtlichen Sender in Verantwortlichkeit der Bundesländer, dass heißt sie basieren auf Landesrecht oder auf Staatsverträgen (Verträge zwischen Bundesländern) MITWIRKUNG AN DER MEINUNGSBILDUNG Besonders prägend für die Meinung eines Menschen zu einem bestimmtem Thema ist das Wissen, welches die Person über den zu diskutierenden Sachverhalt hat. Dieses Wissen und die dafür nötigen Informationen werden ihm von den Medien vermittelt. Journalisten fassen die Flut an Informationen so zusammen, dass sie für jeden verständlich sind. Besonders wichtig ist dabei die objektive Berichterstattung und die Repräsentation aller Meinungen in den Medien, denn nur so ist eine faktenbasierte Meinungsbildung der Individuen möglich. Die Medien haben also einen massiven Einfluss auf die Willensbildung von Individuen und damit auch auf die Meinung der Gesellschaft. Hier versteckt sich allerdings auch die Gefahr: wenn Medien gelenkt werden und nicht mehr objektiv berichten, hat das auch einen massiven Effekt auf die Meinung der Bevölkerung, die dann z.B. durch Falschinformationen verfälscht werden kann. traditionelle Medien nicht interaktiv ► nur ein Weg der Informationsvermittlung (Empfänger und Sender nicht umkehrbar) zeitgebunden, Informationen können nur während Übertragung empfangen werden ▶ NEWS Beispiele: Radio, Fernsehen, Printmedien Nutzung: über 95% der Bevölkerung nutzt Fernsehen mindestens einmal wöchentlich, Printmedien und Radio jeweils 85% Jugendliche nutzen seltener traditionelle Medien als Erwachsene und Senioren neue Medien ▸ interaktiv ▶ Kommunikation funktioniert in beide Richtungen (Sender und Empfänger sind umkehrbar) ort- und zeitlos: Informationen können immer von überall abgerufen werden multimedial (verschiedene Darstellungsformen in einem Medium) Beispiele: soziale Medien (z.B. Twitter) GEFAUREN • vielfältige Möglichkeiten der Manipulation -> verfälschte Meinungsbildung • durch marktwirtschaftliche Orientierung von Medien sind sie auf hohe Absatzzahlen ausgerichtet > politische Funktionen werden vernachlässigt, stattdessen Unterhaltung • Falschinformationen verbreiten sich schnell • durch verkürzte und vereinfachte Darstellung von Sachverhalten können wichtige Zusammenhänge verloren gehen • Gefahr der Abhängigkeit (für Individuen) https://www.studienkreis.de/deutsch/neue-vs-traditionelle-medien/ rahmenbedingungen Nutzung: Social Media genutzt von knapp 40% der deutschen Bevölkerung verbreitet vor allem in den jüngeren Generationen WARUM MEDIEN ALS 4 GEWALT? Die 3 politischen Gewalten Judikative, Exekutive und Legislative kontrollieren sich gegenseitig, dadurch soll Machtmissbrauch u.ä. Verhindert werden. Die Medien sind aber auch Teil dieser Kontrolle der Politik, indem sie Missstände oder missbraucht aufdecken. Deswegen werden sie häufig als 4. Gewalt bezeichnet https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/medienpolitik/172240/meinungsbildung-und-kontrolle-der-medien https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/politikwirtschaft/artikel/medien-als-vierte-gewalt http://tobesocial.de/blog/online-tv-print-social-media-nutzung-studie-2015-europa-mediennutzung-deutschland https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/139159/rechtliche-

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Das heißt, dass sie entweder auf Landesgesetzen oder auf Staatsverträgen, also Verträgen zwischen Bundesländern, und nicht auf Bundesrecht basieren. Hier versteckt sich allerdings auch die Gefahr: wenn Medien gelenkt werden und nicht mehr objektiv berichten, hat das auch einen massiven Effekt auf die Meinung der Bevölkerung. Die Gefahren sind offensichtlich: Medien bieten vielfältige Manipulationsmöglichkeiten, durch welche die Meinung der Gesellschaft verfälscht werden könnte. Außerdem verbreiten sich Falschinformationen wegen der neuen Massenmedien sehr schnell. Sind sie dann einmal im Umlauf, ist es sehr schwer, sie zu löschen oder zu korrigieren. Außerdem können durch die verkürzte und vereinfachte Darstellung in den Medien wichtige Zusammenhänge komplexer Themen unter den Tisch fallen und dadurch Missverständnisse oder Fehlinterpretationen entstehen. Ein weiteres Problem der aktuellen deutschen Medienlandschaft ist, dass viele Medien marktwirtschaftlich orientiert sind. Sie müssen Gewinn erzielen und produzieren daher provokante Schlagzeilen und viel Unterhaltung, wobei aber ihre eigentlichen politischen Funktionen vernachlässigt werden. Auch das hat einen großen Einfluss auf die Gesellschaft, da so beispielsweise ein Mangel an verlässlichen Informationen zur Meinungsbildung entstehen kann. Die größte Gefahr in Bezug auf Medien besteht also darin, dass sie durch Manipulation, falsche oder unzureichende Informationen die Meinungsbildung der Bevölkerung verfälschen, weil sich diese auf falsche Fakten in den Medien verlassen. Aber auch für das Individuum selbst können Medien gefährlich werden. Am offensichtlichsten ist wohl die Gefahr, dass Menschen von Medien abhängig werden können, was natürlich einen großen negativen Einfluss auf ihr Leben hat. Außerdem können durch unbedachte Äußerungen in den Medien riesige Shitstorms entstehen, die eine große psychische Belastung für die Betroffenen sind. Generell unterscheidet man 2 Arten von Medien: traditionelle/alte und neue Medien. Die traditionellen Medien sind nicht interaktiv und ermöglichen nur einen Weg der Informationsvermittlung. Das heißt, dass Sender und Empfänger nicht einfach umkehrbar sind. Außerdem sind traditionelle Medien zeitgebunden. Die Inhalte können nur während der Übertragung empfangen werden, also eine Radiosendung beispielsweise nur zu ihrer regulären Laufzeit. Beispiele für traditionelle Medien sind Radio, Fernsehen und Printmedien. Obwohl oft vom Untergang dieser traditionellen Medien die Rede ist, sind sie immer noch sehr beliebt in der deutschen Bevölkerung. Laut einer Studie der europäischen Kommission nutzen über 95% der deutschen Bevölkerung mindestens einmal pro Woche den Fernseher, Radio und Printmedien jeweils knapp 85%. Allerdings fällt auf, dass die traditionellen Medien in älteren Generationen deutlich beliebter sind. Die jüngeren Generationen nutzen eher neue Medien. Das sind interaktive Medien, bei denen die Kommunikation in beide Richtungen funktioniert. Das bedeutet, dass man nicht nur Empfänger/Konsument oder Sender ist, sondern die Rollen umkehren kann, indem man beispielsweise selbst auf einen Post antwortet. Außerdem sind neue Medien ort- und zeitlos, denn sie können jederzeit von jedem Ort abgerufen werden. Des Weiteren kennzeichnet der multimediale Charakter die neuen Medien: Oft werden verschiedene Darstellungsformen in einem Medium gemischt, bei Instagram beispielsweise Bilder und Text. Die besten Beispiele für neue Medien sind soziale Medien wie Twitter und Facebook. Wie bereits kurz angesprochen, sind die neuen Medien vor allem bei den jungen Menschen beliebt. In der Gesamtbevölkerung nutzen etwa 40% der Menschen Social Media mindestens einmal wöchentlich. Und warum werden die Medien nun so oft als 4. Gewalt bezeichnet? 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Erörterung von Themen öffentlichen Interesses in freier und offener Diskussion, sodass sich Bürger eine eigene Meinung bilden können. KONTROLLFUNKTION Missstände in Politik und Gesellschaft sowie Amtsmissbrauch aufdecken und somit die Politik kontrollieren. Auch Unterhaltung und Bildung gehören zu den Funktionen von Medien, allerdings sind diese eher für die Individuen als für das politische System der Demokratie relevant. RECHTLICHE GRUNDLAGEN § Art 5 GG: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Rundfunkstaatsvertrag (seit 1987) als Grundlage für deutsches Rundfunksystem; wurde 2020 abgelöst vom Medienstaatsvertrag (Anpassung an Internet und moderne Medien) Grundlage für öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD,ZDF...) zur Gewährleistung einer ,,Grundversorgung" nach Art. 30 GG fällt Organisation und Inhalt der öffentlich-rechtlichen Sender in Verantwortlichkeit der Bundesländer, dass heißt sie basieren auf Landesrecht oder auf Staatsverträgen (Verträge zwischen Bundesländern) MITWIRKUNG AN DER MEINUNGSBILDUNG Besonders prägend für die Meinung eines Menschen zu einem bestimmtem Thema ist das Wissen, welches die Person über den zu diskutierenden Sachverhalt hat. Dieses Wissen und die dafür nötigen Informationen werden ihm von den Medien vermittelt. Journalisten fassen die Flut an Informationen so zusammen, dass sie für jeden verständlich sind. Besonders wichtig ist dabei die objektive Berichterstattung und die Repräsentation aller Meinungen in den Medien, denn nur so ist eine faktenbasierte Meinungsbildung der Individuen möglich. Die Medien haben also einen massiven Einfluss auf die Willensbildung von Individuen und damit auch auf die Meinung der Gesellschaft. Hier versteckt sich allerdings auch die Gefahr: wenn Medien gelenkt werden und nicht mehr objektiv berichten, hat das auch einen massiven Effekt auf die Meinung der Bevölkerung, die dann z.B. durch Falschinformationen verfälscht werden kann. traditionelle Medien nicht interaktiv ► nur ein Weg der Informationsvermittlung (Empfänger und Sender nicht umkehrbar) zeitgebunden, Informationen können nur während Übertragung empfangen werden ▶ NEWS Beispiele: Radio, Fernsehen, Printmedien Nutzung: über 95% der Bevölkerung nutzt Fernsehen mindestens einmal wöchentlich, Printmedien und Radio jeweils 85% Jugendliche nutzen seltener traditionelle Medien als Erwachsene und Senioren neue Medien ▸ interaktiv ▶ Kommunikation funktioniert in beide Richtungen (Sender und Empfänger sind umkehrbar) ort- und zeitlos: Informationen können immer von überall abgerufen werden multimedial (verschiedene Darstellungsformen in einem Medium) Beispiele: soziale Medien (z.B. 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Gewalt bezeichnet https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/medienpolitik/172240/meinungsbildung-und-kontrolle-der-medien https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/politikwirtschaft/artikel/medien-als-vierte-gewalt http://tobesocial.de/blog/online-tv-print-social-media-nutzung-studie-2015-europa-mediennutzung-deutschland https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/139159/rechtliche-