Konstruktivismus und Erkenntnistheorie
Der Konstruktivismus wird als Weiterentwicklung des Sender-Empfänger-Modells vorgestellt. Er basiert auf der Erkenntnis, dass jedes Nervensystem ein in sich geschlossenes System ist. Die Wahrnehmung äußerer Reize erfolgt durch die Beschaffenheit des Systems selbst.
Zentrale Thesen des Konstruktivismus:
- Es gibt keinen eigentlichen Sinn einer Botschaft.
- Jeder Empfänger konstruiert den Sinn selbst.
- Der Konstrukteur wird von seinen eigenen kognitiven Strukturen bestimmt.
- Es gibt keine Möglichkeit, sich "richtig" zu verstehen.
Vocabulary: Rezipientenaktivität bezeichnet die aktive Rolle des Empfängers bei der Interpretation einer Botschaft.
Highlight: Im Konstruktivismus wird der Empfänger zum aktiven Konstrukteur der Botschaft, was die traditionelle Vorstellung von Kommunikation grundlegend verändert.
Der Konstruktivismus erklärt auch, wie Menschen im Laufe ihres Lebens lernen, sich so zu verhalten, dass andere ihre Deutungen akzeptieren. Dies wird als "Viabilität" bezeichnet.
Definition: Viabilität im Konstruktivismus bezeichnet die Fähigkeit, Deutungen zu entwickeln, die von anderen akzeptiert werden und somit "gangbar" sind.








