Planwirtschaft/Zentralverwaltungswirtschaft
Die Zentralverwaltungswirtschaft, auch als Planwirtschaft bekannt, steht im direkten Gegensatz zur freien Marktwirtschaft. Historische Beispiele finden sich in der ehemaligen Sowjetunion, während Nordkorea ein aktuelles Beispiel darstellt.
In diesem System wird die gesamte Wirtschaft vom Staat kontrolliert. Die wichtigsten Merkmale sind:
- Verstaatlichung der Produktionsmittel
- Eingeschränkte Berufswahl
- Keine individuelle Freiheit in wirtschaftlichen Entscheidungen
- Zentrale Planung durch eine staatliche Behörde
Highlight: Das Ziel der Zentralverwaltungswirtschaft ist es, durch Ressourcenallokation eine gerechte Verteilung von Arbeit, Kapital und Boden zu erreichen.
Die zentrale Planungsbehörde erstellt in der Regel Fünfjahrespläne, die alle wirtschaftlichen Aktivitäten steuern. Dies umfasst:
- Bedarfsprognosen
- Zuweisung von Produktionsfaktoren
- Festlegung von Löhnen und Preisen
Vocabulary: Ressourcenallokation bezeichnet die Verteilung und Zuweisung von Ressourcen in einer Volkswirtschaft.
Im Gegensatz zur freien Marktwirtschaft gibt es in der Zentralverwaltungswirtschaft keinen Wettbewerb und kein Modell von Angebot und Nachfrage. Jeder Betrieb erhält strikte Anweisungen zur Art und Menge seiner Produktion.
Example: In der ehemaligen DDR, einem Beispiel für eine Planwirtschaft, wurden Produktionsmengen und -ziele zentral festgelegt, ohne auf Marktbedürfnisse zu reagieren.
Die Zentralverwaltungswirtschaft weist einige grundlegende Schwächen auf:
- Fehlplanungen können zu Unterversorgung führen
- Mangelnde Flexibilität bei sich ändernden Bedingungen
- Einschränkung der individuellen Freiheit
Diese Nachteile haben dazu geführt, dass viele Länder von diesem System abgekehrt sind und Elemente der freien Marktwirtschaft übernommen haben.








