Bodenbedingungen und Klimafaktoren in den Tropen
Die Bodenbedingungen in den Tropen sind generell schlecht. Jahrtausendelange chemische Verwitterung hat zu tiefgründig zersetztem Ausgangsgestein geführt, wobei die Mineralstoffe weitgehend aufgebraucht sind. Die Bildung von Zweischichttonmineralien wie Kaolinit führt zu einer geringen Kationenaustauschkapazität und einer charakteristischen Rotfärbung des Bodens.
Definition: Die Kationenaustauschkapazität ist ein Maß für die Fähigkeit des Bodens, positiv geladene Ionen (Kationen) zu binden und auszutauschen.
Ein Ausgleich der schlechten Bodenbedingungen durch eine Humusschicht ist kaum möglich, da der mikrobielle Abbau in den Tropen 5-10 mal so schnell erfolgt wie in gemäßigten Breiten. Anfallende Mineralstoffe werden den Pflanzen sofort wieder zur Verfügung gestellt oder durch Sickerwasser weggespült.
Trotz dieser Herausforderungen zählt der tropische Regenwald zu einer der üppigsten und produktionsstärksten Waldformen der Welt. Dies wird durch einen geschlossenen Nährstoffkreislauf ermöglicht, bei dem Mykorrhizae eine wichtige Rolle spielen.
Vocabulary: Mykorrhizae sind symbiotische Verbindungen zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln, die den Nährstoffaustausch verbessern.
Die klimatischen Bedingungen unterscheiden sich in den immerfeuchten und wechselfeuchten Tropen. In den immerfeuchten Tropen herrscht ein humides Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer jährlichen Niederschlagskapazität, die höher ist als die Verdunstungsrate. Die wechselfeuchten Tropen hingegen sind durch ausgeprägte Trocken- und Regenzeiten gekennzeichnet.
Example: In den immerfeuchten Tropen werden häufig Kaffee, Zuckerrohr, Tabak und Kakao angebaut, während in den wechselfeuchten Tropen Savannenlandschaften, Trockenwälder und Monsunwälder vorherrschen.







