Dependenztheorie
Die Dependenztheorie bietet einen alternativen Erklärungsansatz für globale Disparitäten und steht in Kontrast zur Modernisierungstheorie.
Definition: Die Dependenztheorie betont die Existenz hierarchischer Abhängigkeiten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern als Hauptursache für Unterentwicklung.
Kernaussagen der Dependenztheorie:
- Industriestaaten halten Entwicklungsländer durch Machtausübung in Armut
- Ungleiche Handelsbedingungen (Terms of Trade) als Ursache für Unterentwicklung
- Wirtschaftliche Abhängigkeiten perpetuieren Entwicklungsprobleme
Beispiel: Ein Dependenztheorie Beispiel Afrika wäre der Export von Rohstoffen zu niedrigen Preisen bei gleichzeitigem Import teurer Technologien aus Industrieländern.
Spezifische Mechanismen der Abhängigkeit:
- Niedrige Löhne in Entwicklungsländern
- Technologieexporte aus Industrie- in Entwicklungsländer
- Rohstoffexporte aus Entwicklungs- in Industrieländer
- Gewinntransfer von Unternehmen aus Industrieländern zurück in ihre Heimatländer
Highlight: Die Theorie sieht die Ursachen Disparitäten als exogen bedingt, also durch äußere Einflüsse entstanden.
Lösungsansätze der Dependenztheorie:
- Überwindung von Entwicklungsproblemen durch nationale Entwicklungsstrategien
- Fokus auf die Veränderung globaler Wirtschaftsstrukturen
Kritik: Die Dependenztheorie Kritik bemängelt oft die zu starke Betonung externer Faktoren und die Vernachlässigung interner Entwicklungshemmnisse.
Die Dependenztheorie bietet wichtige Einsichten in die komplexen Ursachen globaler Disparitäten und ergänzt die Perspektive der Modernisierungstheorie.



