Divergenz in der Plattentektonik
Die Divergenz ist ein wichtiger Prozess in der Plattentektonik, bei dem sich Erdplatten voneinander wegbewegen. Dieses Phänomen tritt sowohl in den Ozeanen als auch auf dem Land auf und hat weitreichende Folgen für die Gestaltung der Erdoberfläche.
Definition: Divergierende Platten sind Lithosphärenplatten, die sich voneinander wegbewegen, wodurch neues Gesteinsmaterial aus dem Erdmantel aufsteigen kann.
In den Ozeanen führt die Divergenz zur Bildung von mittelozeanischen Rücken. Diese untermeerischen Gebirgszüge erstrecken sich über tausende von Kilometern und sind Orte intensiver geologischer Aktivität.
Beispiel: Der Mittelatlantische Rücken ist ein bekanntes Beispiel für einen mittelozeanischen Rücken, der den Atlantischen Ozean von Norden nach Süden durchzieht.
Das Konzept des Seafloor Spreading (auf Deutsch: Ozeanbodenspreizung) ist eng mit der ozeanischen Divergenz verbunden. Hierbei wird neues Gesteinsmaterial aus dem Erdmantel an die Oberfläche befördert und bildet neuen Meeresboden.
Highlight: Der Prozess des Seafloor Spreading für Kinder erklärt kann als eine Art "Fließband" des Meeresbodens verstanden werden, bei dem neues Material in der Mitte entsteht und altes Material an den Rändern verschwindet.
Auf dem Land führt die Divergenz zur Bildung von Grabenbrüchen oder Rift-Valleys. Diese können sich zu neuen Ozeanen entwickeln, wie es beim Roten Meer der Fall ist.
Vocabulary: Ein Rift-Valley ist ein langgestreckter Grabenbruch in der Erdkruste, der durch auseinanderdriftende Platten entsteht.
Die Entstehung mittelozeanischer Rücken ist ein faszinierender Prozess, der die ständige Erneuerung des Meeresbodens verdeutlicht. Schüler können anhand einer mittelozeanischen Rücken Karte die globale Verteilung dieser Strukturen nachvollziehen und ihre Bedeutung für die Plattentektonik verstehen.






