Sojaanbau

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Lea Holzapfel

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Sojaanbau

 Sojaanbau im tropischen Regenwald
- Fluch oder Segen?
Aufgaben
1. a) Verorten sie Regionen Südamerikas, in denen Sojaanbau stattfindet (M.1

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Sojaanbau im tropischen Regenwald - Fluch oder Segen? Aufgaben 1. a) Verorten sie Regionen Südamerikas, in denen Sojaanbau stattfindet (M.1) b) Nennen sie die Verwendungen von Soja (M.4) 2. Erläutern sie negative Auswirkungen des Sojaanbaus (M1.2- M.7 3. Nehmen sie kritisch Stellung zu der Klausurfrage unter der Beachtung möglicher Lösungsansätze (M.1-M.8) Sojabohnen werden schon seit tausenden von Jahren in Asien angebaut, aber im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts wurde die Soja-Produktion drastisch ausgedehnt. In den letzten sechzig Jahren wurde die Produktion von 27 Millionen Tonnen auf 360 Millionen Tonnen um mehr als das Zehnfache gesteigert. 80 Prozent der Sojabohnen weltweit kommen aus USA, Brasilien oder Argentinien. Für die Ausweitung der Ackerfläche wurden und werden immer noch riesige Wald- und Savannenflächen umgewandelt. Von 2000 bis 2010 wurden 24 Millionen Hektar Land in Südamerika zu Ackerflächen. So gehen einzigartige Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren, fruchtbarer Boden wird zerstört und Wasser verseucht. M.3 M.2: Wirtschaftskarte Südamerikas, Dierke Atlas S.232;233 VERWENDUNG VON SOJA Industrielle Verwendung u.a. für "Biodiesel" und Farben sowie für Lebensmittel wie Margarine, Backwaren und Bratöl (ca. 25-30%) 19% 80% ca. 1-2% für Sojamilch, Tofu & Co. Lea Holzapfel; Lisa Usinger Schrot/Mehl ca. 75% davon für die industrielle Tierhaltung M.1.1 M.1.2 M.4 1 35 30 25 20 15 10 0 1999 2001 2003 Gentechnik - geht es auch ohne? Über 90 Prozent der brasilianischen Soja ist gentechnisch so verändert, dass die Pflanzen einem Totalherbizid widersteht, das jede andere grüne Pflanze tötet. Das bekannteste Herbizid ist Glyphosat, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen. Wo es in hohen Dosen eingesetzt wird, berichten Plantagenarbeiter und Anwohnende von zahlreichen weiteren Fläche gv-Soja Fläche Soja...

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gesamt 2007 2009 Sojaanbau in Brasilien 1997 bis 2016 in Mio. Hektar Gesundheitsproblemen. Da sich inzwischen resistente Unkräuter gebildet haben, spritzen die Landwirte Pestizide in immer höheren Dosierungen und greifen auf Gifte zurück, die wegen ihrer Gefährlichkeit seit Jahren nicht mehr ausgebracht wurden. Das führt zu Rückständen der Pestizide im Trinkwasser und im Boden, eine weitere Gefahr für Menschen und Umwelt. M.6 2005 2011 2013 2015 Argumente der Akteure: ein Firmenchef eines Großunternehmens aus der Sojaproduktion (pro): ,,Die Sojaproduktion ist ein wichtiges Standbein der brasilianischen Wirtschaft." Soja: Die großen Handlungsströme Als Firmenchef bin ich stolz auf die gegenwärtige Entwicklung des Unternehmens, das ich leite. Das Unternehmen ist einer der größten Sojaproduzenten der Welt. Wir tragen dazu bei, dass Brasilien bei der Sojaproduktion auf Platz 2 nach den USA steht. Unternehmen wie unseres helfen dem Staat dabei, Devisen (Zahlungsmittel ausländischer Währung) ins Land zu holen. Wir unterstützen die Existenz zahlreicher Klein- bauern. Sie bauen für uns Soja an und bekommen dafür Saatgut und Dünger von uns. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir unser Soja ins Ausland exportieren können, ist eine gut aus- gebaute Infrastruktur vor Ort. Diese war in Mato Grosso, der Region, in der wir vorwiegend Soja anbauen und wo wir unseren Hauptfirmensitz haben, lange nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Mithilfe der Regierung konnten wir aber dafür sorgen, dass Exportkorridore ausgebaut wurden (zum Beispiel die Fern- straße BR-163 oder die Wasserstraße des Rio Madeira). Mittlerweile ist unser Unternehmen so erfolgreich, dass wir nicht mehr nur Soja anbauen. Wir verarbeiten Soja auch weiter. Dafür bauten wir extra Betriebe auf, die Sojaschrot (für Viehfutter), Sojaöl und Sojamehl produzieren. Der Transport unserer Erzeugnisse erfolgt durch ein eigenes Unternehmen. Für die Menschen vor Ort werden so zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. M.5 Damit wir heute so viel Soja produzieren können, mussten wir den Anbau in den Regenwald hinein ausdehnen. Dies wurde uns von Umweltschutzorganisationen zur Last gelegt. Heute sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Seit dem Jahr 2006 sind wir Mitglied im Sojamoratorium und haben uns verpflichtet, kein Soja auf zuvor gerodeten Regenwaldflächen anzubauen und auf solchen Flächen angebautes Soja auch nicht von anderen Farmern anzukaufen. 6,1 Mio t 28,0 Mio t M.8 53,0 Miot 28,4 Miot M.7 2 Erwartungshorizont Nummer 1 a) Zu den Hauptanbaugebieten für Soja gehört Südamerika. Teile von Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien und Brasilien bilden den sogenannten Sojagürtel. Dieser beginnt um, besonders über, Buenos Aires und zieht sich hoch in Teile der Uruguay über Rio Grande do Sul bis hin zu São Paulo. Weiterer Sojaplantagen befinden sich von Mato Grosso do Sul bis hin zu Ackerflächen in Auszweigungen des Regenwaldes Mato Grossos. Vereinzelt wird Soja in der Paraguay um San Salvador de Jujuy und in Bolivien oberhalb von Santa Cruz de la Sierra angebaut. b) .Zum größten Teil, um genauer zu sein 80%, wird Soja zu Schrot und Mehl weiterverarbeitet. 75% davon werden für die industrielle Tierhaltung verwendet. -19% des Sojas fließen in die industrielle Verwendung. Dort wird zum Beispiel Biodiesel, Farben, aber auch Lebensmittel (ca.25-30% der 19%) wie Magarine, Backwaren oder Bratöl daraus hergestellt. ● Der Rest der Sojaverwendung, also 1-2% werden für weiter Lebensmittel wie Sojamilch, Tofu, etc. verwendet (man spricht auch von veganen Alternativen) Nummer 2 Negative Auswirkungen des Sojaanbaus: 1. Abholzung der Urwälder/ Regenwälder und Vernichtung von Grünland, Savannen etc. für Ausweitungen der Ackerflächen (M.1.2; M.2) •Zerstörung des Ökosystems -> Wichtiger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten gehen verloren •Auswirkungen auf das Klima -> Wälder dienen als Sauerstoffspeicher. Durch die Abholzungen wird viel CO2 in die Atmosphäre ausgesetzt. 2. Es werden kaum Arbeitsplätze geschaffen, aufgrund des Einsatzes von modernen Landmaschinen. Die Großunternehmen verdrängt traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft -> Verarmung und Landflucht •Ansonsten schlechteste Arbeitsbedingungen 3. Es werden hauptsächlich genmanipulierter Soja angebaut. (M.5; M6) Unkräuter werden vernichtet, gesunde Böden werden zerstört, Verschmutzung des Grundwasser. -> Monokulturen entstehen, auf denen nur Soja wächst •Folgen der Genmanipulation sind unkontrollierbar und Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bisher nicht absehbar 4. Große Exportmengen, sowie lange Exportwege (M.7) sorgen für große Umweltbelastung, da die Exportwege bzw. die Frachtschiffe und Flugzeuge riesige Mengen an CO2 erzeugen. Nummer 3 Lösungsvorschläge: 1. Ausweitung der Ackerfläche verlangsamen stoppen um einhergehende Folgen wie Brandrodung zu verhindern -> Der Konsum von Fleischwaren muss weltweit verringert werden, da dieser zu 80% für die Produktion von Soja sorgt (M4) •In diesem Zusammenhang könnte die Industrie noch mehr auf vegane/ vegetarische Produkte setzten und diese weiter ausarbeiten, sodass der Kunde möglichst keinen Unterschied schmeckt und so nicht auf herkömmliches Fleisch zurückgreift ->Die Politik könnte Strafen, Gesetzte und Richtlinien dafür einführen, welche Flächen für den Sojaanbau genutzt werden dürfen um die Ausweitung mehr unter Kontrolle zu haben. 2. Die Arbeitsbedingungen können nur durch den Staat gelenkt werden, da große Betriebe nicht zu ihren Kosten die Sotuationen verändern werden, wenn für sie dabei kein Nutzen besteht ->Mindestlöhne müssten erhöht werden und Arbeitsbedingungen schärfer kontrolliert werden. ->Um die Verkäufer und somit die Unternehmen zum Umdenken hinsichtlich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen aufzufordern könnten Zertifikate eingeführt werden (wie zum Beispiel bei Eiern die Haltungsklasse), diese würden bei vielen Käufern die Ungewissheit verhindern, was sie sich gerade kaufen. •Vor allem junge Generationen setzten immer mehr auf Nachhaltigkeit, würden demnach den fairer produzierten Soja kaufen. Die Unternehmen würden sich nach dieser Nachfrage richten und die Umstände in den Produktions-/Anbauländern verändern. 3. Auch in Sachen Genmanipulation muss mehr staatlich kontrolliert und einheitlich zertifiziert werden, den die Käufer lenken das Angebot, können Dinge jedoch nur verändern (Kauf anderer Produkte), wenn sie auch Transparenz darüber erhalten, wie Produziert wurde. 4. Aus M1.1 kann man erkennen, dass Soja (die Schote) anderen Lebensmitteln ähnelt, wie zum Beispiel der Erbse. Nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Proteingehalt (Hauptgrund für die Verwendung von Soja in der Tierhaltung) ähneln sie sich, weshalb man in Zukunft auf Alternativen wie z.B. Erbsen(-proteine) oder Lupinen setzten könnte (sowohl in der Tiernahrung als auch bei Lebensmitteln) •In diesem Zusammenhang müsste man sich aber auch genauer mit der Produktion und den Auswirkungen dieser Alternativen auseinandersetzen (eine Alternative, die im Endeffekt gleiche Auswirkungen hat, wäre Zwecklos) 5. Um große Exportwege zu verhindern (M7), müsste man mehr regional bzw. In Nachbarländern produzieren (dies würde die Wege um ein Vielfaches Verkleinern und somit auch die einhergehenden Folgen) •Beachtet werden muss bei dieser Umverteilung der Produktionstätten, dass in regionaleren Gebieten zunächst passende Bedingungen (passender Boden, Temperaturen, etc.) geschaffen werden müssen

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Unternehmen wie unseres helfen dem Staat dabei, Devisen (Zahlungsmittel ausländischer Währung) ins Land zu holen. Wir unterstützen die Existenz zahlreicher Klein- bauern. Sie bauen für uns Soja an und bekommen dafür Saatgut und Dünger von uns. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir unser Soja ins Ausland exportieren können, ist eine gut aus- gebaute Infrastruktur vor Ort. Diese war in Mato Grosso, der Region, in der wir vorwiegend Soja anbauen und wo wir unseren Hauptfirmensitz haben, lange nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Mithilfe der Regierung konnten wir aber dafür sorgen, dass Exportkorridore ausgebaut wurden (zum Beispiel die Fern- straße BR-163 oder die Wasserstraße des Rio Madeira). Mittlerweile ist unser Unternehmen so erfolgreich, dass wir nicht mehr nur Soja anbauen. Wir verarbeiten Soja auch weiter. Dafür bauten wir extra Betriebe auf, die Sojaschrot (für Viehfutter), Sojaöl und Sojamehl produzieren. Der Transport unserer Erzeugnisse erfolgt durch ein eigenes Unternehmen. Für die Menschen vor Ort werden so zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. M.5 Damit wir heute so viel Soja produzieren können, mussten wir den Anbau in den Regenwald hinein ausdehnen. Dies wurde uns von Umweltschutzorganisationen zur Last gelegt. Heute sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Seit dem Jahr 2006 sind wir Mitglied im Sojamoratorium und haben uns verpflichtet, kein Soja auf zuvor gerodeten Regenwaldflächen anzubauen und auf solchen Flächen angebautes Soja auch nicht von anderen Farmern anzukaufen. 6,1 Mio t 28,0 Mio t M.8 53,0 Miot 28,4 Miot M.7 2 Erwartungshorizont Nummer 1 a) Zu den Hauptanbaugebieten für Soja gehört Südamerika. Teile von Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien und Brasilien bilden den sogenannten Sojagürtel. Dieser beginnt um, besonders über, Buenos Aires und zieht sich hoch in Teile der Uruguay über Rio Grande do Sul bis hin zu São Paulo. Weiterer Sojaplantagen befinden sich von Mato Grosso do Sul bis hin zu Ackerflächen in Auszweigungen des Regenwaldes Mato Grossos. Vereinzelt wird Soja in der Paraguay um San Salvador de Jujuy und in Bolivien oberhalb von Santa Cruz de la Sierra angebaut. b) .Zum größten Teil, um genauer zu sein 80%, wird Soja zu Schrot und Mehl weiterverarbeitet. 75% davon werden für die industrielle Tierhaltung verwendet. -19% des Sojas fließen in die industrielle Verwendung. Dort wird zum Beispiel Biodiesel, Farben, aber auch Lebensmittel (ca.25-30% der 19%) wie Magarine, Backwaren oder Bratöl daraus hergestellt. ● Der Rest der Sojaverwendung, also 1-2% werden für weiter Lebensmittel wie Sojamilch, Tofu, etc. verwendet (man spricht auch von veganen Alternativen) Nummer 2 Negative Auswirkungen des Sojaanbaus: 1. Abholzung der Urwälder/ Regenwälder und Vernichtung von Grünland, Savannen etc. für Ausweitungen der Ackerflächen (M.1.2; M.2) •Zerstörung des Ökosystems -> Wichtiger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten gehen verloren •Auswirkungen auf das Klima -> Wälder dienen als Sauerstoffspeicher. Durch die Abholzungen wird viel CO2 in die Atmosphäre ausgesetzt. 2. Es werden kaum Arbeitsplätze geschaffen, aufgrund des Einsatzes von modernen Landmaschinen. Die Großunternehmen verdrängt traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft -> Verarmung und Landflucht •Ansonsten schlechteste Arbeitsbedingungen 3. Es werden hauptsächlich genmanipulierter Soja angebaut. (M.5; M6) Unkräuter werden vernichtet, gesunde Böden werden zerstört, Verschmutzung des Grundwasser. -> Monokulturen entstehen, auf denen nur Soja wächst •Folgen der Genmanipulation sind unkontrollierbar und Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bisher nicht absehbar 4. Große Exportmengen, sowie lange Exportwege (M.7) sorgen für große Umweltbelastung, da die Exportwege bzw. die Frachtschiffe und Flugzeuge riesige Mengen an CO2 erzeugen. Nummer 3 Lösungsvorschläge: 1. Ausweitung der Ackerfläche verlangsamen stoppen um einhergehende Folgen wie Brandrodung zu verhindern -> Der Konsum von Fleischwaren muss weltweit verringert werden, da dieser zu 80% für die Produktion von Soja sorgt (M4) •In diesem Zusammenhang könnte die Industrie noch mehr auf vegane/ vegetarische Produkte setzten und diese weiter ausarbeiten, sodass der Kunde möglichst keinen Unterschied schmeckt und so nicht auf herkömmliches Fleisch zurückgreift ->Die Politik könnte Strafen, Gesetzte und Richtlinien dafür einführen, welche Flächen für den Sojaanbau genutzt werden dürfen um die Ausweitung mehr unter Kontrolle zu haben. 2. Die Arbeitsbedingungen können nur durch den Staat gelenkt werden, da große Betriebe nicht zu ihren Kosten die Sotuationen verändern werden, wenn für sie dabei kein Nutzen besteht ->Mindestlöhne müssten erhöht werden und Arbeitsbedingungen schärfer kontrolliert werden. ->Um die Verkäufer und somit die Unternehmen zum Umdenken hinsichtlich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen aufzufordern könnten Zertifikate eingeführt werden (wie zum Beispiel bei Eiern die Haltungsklasse), diese würden bei vielen Käufern die Ungewissheit verhindern, was sie sich gerade kaufen. •Vor allem junge Generationen setzten immer mehr auf Nachhaltigkeit, würden demnach den fairer produzierten Soja kaufen. Die Unternehmen würden sich nach dieser Nachfrage richten und die Umstände in den Produktions-/Anbauländern verändern. 3. Auch in Sachen Genmanipulation muss mehr staatlich kontrolliert und einheitlich zertifiziert werden, den die Käufer lenken das Angebot, können Dinge jedoch nur verändern (Kauf anderer Produkte), wenn sie auch Transparenz darüber erhalten, wie Produziert wurde. 4. Aus M1.1 kann man erkennen, dass Soja (die Schote) anderen Lebensmitteln ähnelt, wie zum Beispiel der Erbse. Nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Proteingehalt (Hauptgrund für die Verwendung von Soja in der Tierhaltung) ähneln sie sich, weshalb man in Zukunft auf Alternativen wie z.B. Erbsen(-proteine) oder Lupinen setzten könnte (sowohl in der Tiernahrung als auch bei Lebensmitteln) •In diesem Zusammenhang müsste man sich aber auch genauer mit der Produktion und den Auswirkungen dieser Alternativen auseinandersetzen (eine Alternative, die im Endeffekt gleiche Auswirkungen hat, wäre Zwecklos) 5. Um große Exportwege zu verhindern (M7), müsste man mehr regional bzw. In Nachbarländern produzieren (dies würde die Wege um ein Vielfaches Verkleinern und somit auch die einhergehenden Folgen) •Beachtet werden muss bei dieser Umverteilung der Produktionstätten, dass in regionaleren Gebieten zunächst passende Bedingungen (passender Boden, Temperaturen, etc.) geschaffen werden müssen