Grundlagen der Verteilungsgerechtigkeit in der Sozialen Marktwirtschaft
Die Verteilungsgerechtigkeit ist ein fundamentales Konzept der sozialen Marktwirtschaft, das sich von der reinen Verfahrensgerechtigkeit unterscheidet. Während die Verfahrensgerechtigkeit eine Gleichbehandlung bei gleichem Verhalten fordert, berücksichtigt die Verteilungsgerechtigkeit unterschiedliche Bedürfnisse und Leistungen.
Definition: Die Verteilungsgerechtigkeit basiert auf drei Grundprinzipien: dem Bedarfsprinzip ("Jedem nach seinen Bedürfnissen"), der Leistungsgerechtigkeit ("Jedem nach seiner Leistung") und dem Gleichheitsprinzip ("Allen das Gleiche").
In der sozialen Marktwirtschaft spielt die Verteilungsgerechtigkeit eine zentrale Rolle bei der Gestaltung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Der Staat greift ausgleichend ein, wenn die reine Verfahrensgerechtigkeit zu übermäßigen Ungleichheiten führt. Ein klassisches Beispiel für Leistungsgerechtigkeit ist die progressive Besteuerung, bei der höhere Einkommen prozentual stärker besteuert werden als niedrige.
Beispiel: In der Schule zeigt sich Leistungsgerechtigkeit durch die Bewertung nach erbrachter Leistung, während das Bedarfsprinzip durch Förderunterricht für schwächere Schüler umgesetzt wird.











