Grundvoraussetzungen und Entwicklung des Ruhrgebiets
Das Ruhrgebiet verdankte seinen wirtschaftlichen Aufstieg den reichen Steinkohlevorkommen und wichtigen technischen Innovationen wie Dampfmaschinen (1840) und der ersten Eisenbahn (1847). Die Kohle war standortbestimmend für die Hüttenindustrie, während Rhein und Ruhr als wichtige Transportwege dienten.
Von 1936 bis 1965 erlebte das Ruhrgebiet seine Boomphase. Es fungierte als Rüstungsschmiede im dritten Reich und wurde zum bedeutendsten Wachstumsträger im Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ab 1960 begann die Krise der Montanindustrie, die zuerst den Bergbau traf. Die Steinkohlekrise entstand durch internationale Konkurrenz, während die Stahlkrise durch weltweite Überkapazitäten und sinkende Wachstumsraten verursacht wurde. Das Kohlegesetz von 1968 führte zur Neuordnung und Konsolidierung des Bergbaus.
💡 Interessant: Trotz massiver Umstrukturierungen blieb letztendlich nur der Standort Duisburg aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage überlebensfähig.




































