Die Entwicklung der attischen Demokratie im antiken Griechenland
Die gesellschaftliche Krise Athens im 7. Jahrhundert v.Chr. markierte den Ausgangspunkt für die Entwicklung der Attische Demokratie im Vergleich zu moderner Demokratie. In dieser Zeit konzentrierte sich die Macht bei den Adligen, während sich die soziale Schere zwischen Arm und Reich dramatisch vergrößerte. Viele Bauern gerieten in Schuldknechtschaft und verloren ihr Land, was zu erheblichen sozialen Spannungen führte.
Die Auswirkungen der solonischen Reformen in Athen waren weitreichend und revolutionär. Solon führte ein Vier-Klassen-System ein, das die Bürger nach ihrem Vermögen einteilte: Pentakosiomedimnoi, Hippeis, Zeugiten und Theten. Diese Reform öffnete erstmals auch Nicht-Aristokraten den Zugang zu politischen Ämtern und schaffte die Schuldknechtschaft ab.
Hinweis: Die Vermögensklassen bestimmten die politischen Rechte der Bürger. Die Pentakosiomedimnoi (500+ Scheffel Einkommen) hatten Zugang zu allen Ämtern, während die Theten nur an der Volksversammlung teilnehmen durften.
Die Rolle des Ostrakismos in der attischen Politik war ein bemerkenswertes demokratisches Instrument. Einmal jährlich konnten die Bürger unliebsame Politiker für zehn Jahre verbannen, wenn mindestens 6000 Stimmen zusammenkamen. Diese Maßnahme diente als Schutz vor zu mächtigen Einzelpersonen.