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Die Kreuzzüge Klausur

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Die Kreuzzüge Klausur

 Geschichte GK 11
2.Klausur
Aufgabe 1: Analysiere den folgenden Text, indem du ihn einleitest und die Hauptaussagen und
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•Klausurtext und Aufgaben •Textauszug von Jan Pieterse •Aufgabenstellung •Erwartungshorizont

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Geschichte GK 11 2.Klausur Aufgabe 1: Analysiere den folgenden Text, indem du ihn einleitest und die Hauptaussagen und den Argumentationsgang darlegst. (ca.30%) Bei dem vorliegenden Darstellungstext handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem Buch „Empire & Emanzipation" Des Kapitels „Kreuzzüge und die Anfänge der europäischen Weltherrschaft", welcher Von dem Historiker Jan Pieterse im Jahre 1989 verfasst worden ist. Mögliche Adressaten sind historisch politisch interessierte Leser der Gebiete An der östlichen Mittelmeer Küste Europäer sowie die Anhänger des Christentums und Islams. Der vorliegende Darstellungstext handelt von der Entwicklung der Kreuzzüge sowie deren Auslöser und die Zeit vor den Kreuzzügen und die Beziehung der Religionen in (Judentum, Christentum, Islam). Jan Pieterse macht darauf aufmerksam, dass die Religionen der Islam das Judentum und das Christentum über mehrere Jahrhunderte in Frieden weit geht ohne Konflikte zusammen Gelebt haben. Zudem macht er eine indirekte Kritik deutlich, die den Leser davon überzeugen, dass nicht alles so ist wie man es aufgetragen bekommt und,dass der Hass von den Katholiken ausginge. Der Textausschnitt lässt sich in drei Sinnesabschnitte gliedern. Zu Beginn des Ausschnittes erläutert Jan Pieterse, dass die Kreuzzüge am Anfang Türken feindlich sind und nicht feindlich gegenüber Muslimen(Z.1f). Des Weiteren legt er verschiedene Gründe für die Kreuzzüge dar und zwar ,,christliche Intoleranz“(Z.7), „Hass“(Z.8) und „Europäischer Neid“ (Z.9) und kritisiert das Handeln der Christen. Im folgenden...

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erwähne der Historiker, dass Die Religionen über einen längeren Zeitraum friedlich zusammen gelebt hätten und zusammen Pilgerfahrten (Z. 23) unternommen hätten. Am Ende des Abschnittes ergänzt er dass die derartige gewaltsame ,, Ausbreitung des Christentums...“ (Z. 25 f) als ,,Unchristlich" (Z. 26) gilt. Zum Schluss bezieht sich der Pieterse auf ein Zitat eines demonstrantischen Religionswissenschaftlers, welcher starke Kritik gegenüber das westliche Christentum äußert, da er diese als aggressivste Religion anerkennt und als Auslöser für deren Tätigkeit eventuell die politisch wirtschaftlichen Lage sieht (Z.27ff). Aufgabe 2. Stelle auf der Basis deines Hintergrundwissens die im Text angesprochenen historischen Ereignisse und Entwicklungen näher dar. (ca.40%) Bei den von Jan Pieterse erwähnten Ereignissen handelt es sich um mehrere religiöse Gewalttaten des überwiegend katholischen Christentums gegen Muslime, Seldschuken, Juden, Anhänger des griechisch orthodoxen Christentums und andersgläubige. Der erste Kreuzzug finde unter mehrfacher Aufforderung des Papstes Urban II, da dieser seine päpstlichen Segen gäbe und womöglich aufgrund des Machtmotives im Jahre 1096 von gesellschaftlich, gleich anerkannten Gruppen statt, wodurch sie am Ende mit Unterstützung der Ritterheere und der Schwäche des muslimischen Gegners 1099 Jerusalem einnehmen und sich vier Kreuzfahrerstaaten bilden. Anschließend ereignet sich der zweite Kreuzzug im Jahre 1147 mit dem Hintergrund,dass ein Kreuzfahrerstaat von Emir von Mossul zuvor erobert wurde. Bei diesem Kreuzzug haben Konrad III und Ludwig VII sprich der König Frankreichs und der König des römisch deutschen Reiches teilgenommen. Am Ende des zweiten Kreuzzuges erobern die Muslimen Jerusalem unter der Herrschaft des Saladin zurück. Im Jahre 1189 beginne der dritte Kreuzzug mit dem Ziel Jerusalem zu erobern bis misslingt, jedoch erziehen sie eine Art Friedensvertrag, Teilerfolge und Kompromisse bezüglich Jerusalems. Dann folgt der vierte Kreuzzug bei denen die christliche Intoleranz gegenüber Andersgläubigen zum Grundstein der Hysterie, die von Klerus ausgeht und von ihm verbreitet wird im Jahre 1202 deutlich, womit sie Konstantinopel 1204 geplündert haben,teils das byzantinische Reich zerstört haben. Hier zeigt sich der religiöse Fantismus. Dies Führe zum fünften Kreuzzug 1228. Bei diesem Kreuzzug gewann Friedrich II durch einen Vertrag bezüglich Jerusalems mit Sultan Elkamil. Daraufhin folge der sechste Kreuzzug den Ludwig IX anführe, welche das Ziel verfolge bis nach Ägypten zukommen, allerdings scheitere er militärisch. Im Jahre 1231 ist Jerusalem in endgültiger muslimischer Herrschaft unter ägyptischer Mameluken. Zudem sei die Gräueltaten, die Papst Urban II im Jahre 1095 Im November erwähne nie passiert und dienen dem Zweck des Aufstandes und Hassbildung gegenüber Andersgläubige. Dies gelinge den Papst, denn über die Jahre entwickeln sich mehr Motive für den Hass gegenüber andersgläubige aus der Sicht des katholischen Christentums spricht nicht nur religiös bedingt, sondern auch aufgrund Geld und Neid. Aufgabe 3. Setze dich kritisch mit der Darstellung und Beurteilung von Pieterse auseinander. (ca.20%) Achte auf eine angemessene sprachliche Darstellung! (10%) Der Ausschnitt ist in drei Sinnesabschnitten gegliedert, in denen er seine These aufstelle, welche er dann in diesem Sinnesabschnitte erläutere und begründe. Direkt zu Beginn des Ausschnittes wird eine starke Kritik gegenüber das Christentum deutlich, was den Leser indirekt in eine negative Richtung bezüglich des Christentums lenkt. Des wegen sei es ratsam wenn er den zweiten Abschnitt an erster Stelle tun,da er im zweiten Abschnitt auch über die Dinge vor den Kreuzzügen schreibt. Der Historiker macht des Öfteren darauf aufmerksam, dass alle Religionen über einen längeren Zeitraum friedlich zusammengelebt haben bis die religiöse Unduldsamkeit von den Christen aus ginge es ich Hass, Neid entwickle und beschäftige sich mit den Ursachen für das Handeln der Christen. Zudem unterstreiche er dies mit ,,der Inquisition". Da unklar ist wieso sich der Hass so stark bis zu sieben Kreuzzügen weiterbilde. Ich stimme der ersten These teilweise zu, da der erste Kreuzzug gegen Seldschuken sprich Türken waren so wie gegen Muslime, da die Muslime bis 1099 Herrscher Jerusalems waren. Letztendlich seien die Kreuzfahrer gegen Muslime gewesen diese wiederum Sunnitische Zeltschuppen aus der Türkei seien (Vgl Z.1f). Ein wichtiges Argument ist t auch, dass es sich bei den Kreuzzügen auch um den „verschleierten Ausdruck der Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel“ (Z.3f) Handelt, denn das römische Reich und Byzanz hatten zuvor schon ein schlechtes Verhältnis. Dies wird beim vierten Kreuzzug durch die plötzliche Zieländerung sprich Plünderung Konstantinopel deutlich, da das eigentliche Ziel Jerusalem gewesen sei. Zudem wurde Byzanz Jahrelang von muslimischem Reich geschützt. Die Plünderung habe für die Beziehung zwischen Katholiken und Orthodoxen lang anhaltende Konsequenz und bedeutete das Ende für das byzantinische Reich. Der Historiker erläutert wichtige Einwände bezüglich der Motive der Kreuzfahrer und zwar ,,europäischer Neid" (Z. 9), „Nein“ (Z. 8), „christliche Intoleranz" (Z. 7)ohne zu hinterfragen wer sie darauf hingewiesen hat? Wodurch sind sie darauf aufmerksam geworden oder erkannten das bewusste Sünden begehen an? Der Auslöser sei überwiegend auf den Papst Urban II zurückzuführen so wie die folgende Könige, Päpste und Kaiser die das Vorhaben der katholischen Christen fördere und anstifte sowie durch erfundene Gräueltaten der Muslimen sich die Feindlichkeit gegenüber Anhänger des Islams unterstütze. Außerdem stimme ich seiner These, dass die Könige Frankreichs nicht am ersten Kreuzzug beteiligt waren beziehungsweise ausgeschlossen wurden nicht zu, da sie indirekt beteiligt waren weil zu dieser Zeit in Nord Frankreich Juden verfolgt worden und die Kreuzfahrer nach Jerusalem zogen um die Stadt zurückzuerobern (Vgl Z.4ff). Des Weiteren unterstützen sie die gewaltsame Ausbreitung des Christentums. Pieterse ist eine vollwertige positive Darstellung gegenüber das Christentum nicht gelungen, da er zunächst schreibt das die Religionen, in Frieden“ (Z. 16) oder im ,, relativen Frieden" (Z.16) zusammen gelebt hatten. Durch das Additiv ,,relativen" (Z.16) Wird es unklar denn er mindert den Frieden herab beziehungsweise des Wertes der Bedeutung von Frieden (Vgl Z. 16f). Zudem tätigt er eine widersprüchliche Aussage, denn die gewaltsame Ausbreitung gilt als „unchristlich“(Z.26), Was das Christentum wieder ins positive Licht weckt aber mit dem Zitat im letzten Text Abschnitt das Gegenteil bewirkt und letztendlich durch die rhetorische Frage „Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politisch...?“ (Z. 27-31) unterstrichen wird. Pieterse das Christentum unterteilt in ein westliches = katholisches = aggressives und ein östliches = byzantinisches = griechisches = tolerantes. Noch zu Aufgabe 3 Außerdem stimme ich. seiner These dass da ersten Krevzzug die Könige Frankreich nicht beleiligt waren bzw aussgeschlossen wurden nicht zu sie indirekt beleiligt waren, well Tau dieser Zeit in Nordfrankreich die Juden Verfolgt wurden und die Kreuzfahrer nach Jerusalem Zog um die Stadt zurück zu errobern (Vgl Z. 4ff). Pieterse ist eine vollwertige postive Darstellung nicht! gelungen, da er zunächt schreibt, dass die Religionen Frieden" (Z 16) oder im relativen Frieden (216) zusammen gelebt hatten. Durch das Adjektiv relativen (2.16) wird Unklarheit vorgehoben, olenn er mindert den Frieden herab bzw des Blech Werles løder Bedeutung Von Frieden (vgl z. 16f). Zudem zeigt sich eine widersprüchliche Aussage, denn wie die gewallsame Verbreitung gilt als unchristlich" (226), was das Christentum Teils wieder ins positive Licht weckt. dem Zitat im letzten Testabschnitt das Caber Gegenleil bewirkt und letztendlich durch die T mit rhetorische Frage Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politise ?" CZ.27-31) unterstrichen wird. wer Der Historiker erläutert wichtige Einwände bezüglich der Molive der Kreuzfahrer und zwar, Europäischer Neid" (29), 11 Hass " 6.7.8), Christliche Int deranz" (27) ohne zu hinterfragen sie darauf hingewiesen hat? Wodurch sind darauf aufmerksam geworden oder erkannten Sünden begehen an? Der Auslöser... Sei überwiegend auf den Papst Urban II zurück zu führen some die folgenden Könige, Papst das Vorhaben der katholischen und Kaise, die Christen rdere und anstifte das bewusste Sowie durch erfundene Gräveltaten der Muslimen sich eine Feindlichkeit gegeribe Anhanger des Islams unterstater sie Klausurtext Der niederländische Historiker Jan Pieterse schreibt 1989 in einem ursprünglich auf Englisch verfassten Buch („Empire and Emanzipation“) auch über die Kreuzzüge (in dem Kapitel „Kreuzzüge und die Anfänge der euro- päischen Weltherrschaft"): Zu Anfang waren die Kreuzzüge nicht an sich anti-muslimisch, son- dern eher anti-türkisch.... Die Kreuzzüge waren auch ein verschleierter Ausdruck der Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel. Der deutsche Kaiser wurde vom ersten Kreuzzug ausgeschlossen und die Könige von England und Frankreich nahmen nicht daran teil. Mit der Durchführung einer der großen historischen Operationen der Massen- propaganda wurden christliche Intoleranz und Hass gegen Juden, Muslime und Griechen zum Grundthema der klerikal orchestrierten Hysterie. Europäischer Neid auf die reichen, kultivierten und urbani- sierten Byzantiner, Levantiner und Muslime spielte ebenso eine Rolle bei den Kreuzzügen wie bei den dazugehörigen Pogromen gegen die Juden, von denen viele Vermittler des Levante-Handels in Europa waren, und wurde durch die Rhetorik des heiligen Krieges des Klerus in ein Massenvorurteil übersetzt. In Wirklichkeit freilich lebten die drei „Religionen des Buches" seit mehreren Jahrhunderten in Frieden, oder relativem Frieden, mitein- ander. Religiöse Intoleranz war keine Eigenschaft der muslimischen Zivilisation. Und religiöse Verfolgungen, wie sie in Spanien und unter der Inquisition ausbrachen, ereigneten sich in der Welt des Islam nicht (obgleich es gewaltsame „Häresien" gab). Moscheen und Kirchen standen Seite an Seite, manchmal teilten sie denselben Turm und zuweilen unternahmen Muslime und Christen gemeinsame Pilger- fahrten. Religiöse Intoleranz war auch keine Eigenschaft der griechischen Kirche, ebenso wenig wie die Ideologie des christlichen Militarismus: Die Vorstellung von der Verbreitung des Christentums mit dem Schwert galt hier als unchristlich. Ein protestantischer Theologe hat das Christentum [gemeint ist: das westliche Christentum] „die aggressivste Religion, die der Mensch je hervorbrachte" genannt. Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politisch auch die rückständigste Region war? Erläuterungen: Z.8 Griechen - gemeint sind Angehörige des griechisch-orthodoxen Christentums Z.8 klerikal orchestrierte Hysterie - Hysterie, die vom Klerus ausgeht und von ihm verbreitet wird. Z.9 urbanisiert - ,,verstädtert", d.h. in Städten lebend Z.10,12 Levante - Gebiete an der östlichen Mittelmeerküste. Levantiner sind die Bewohner dieser Gebiete. Z.11 Pogrome - Gewaltausbrüche Z.19 Inquisition – von der katholischen Kirche von ca. 1200 1800 durchgeführtes Verfahren zur Verfolgung von Ketzern oder Häretikern (d.h. Menschen, die von der offiziellen christlichen Lehre abwichen, z.B. Galilei) Z.20 Häresie - Abweichung von der offiziellen Lehre der eigenen Religion. Erwartungshorizont zur 2.Klausur 1. Textanalyse a Einleitung Autor: Jan Pieterse, niederländischer Historiker Textart: Darstellungstext, Auszug aus einem Buch mit dem Titel „Empire and Emanzipation" Datum (und Anlass): 1989, kein konkreter Anlass Adressat: Internationale Historiker und andere historisch Interessierte Thema: Ursachen und Charakter der Kreuzzüge - Intention: Pieterse stellt die besondere Intoleranz, Aggressivität und Rückständigkeit des katholischen Christentums heraus b Strukturierte Wiedergabe der Hauptaussagen und des Argumentationsgangs Im 1.Abschnitt (Z.1-14) geht es um Hintergründe und Motive der Kreuzzüge: Gegner seien Muslime, zunächst vor allem Türken gewesen Hintergrund seien auch die Auseinandersetzungen zwischen katholischer und orthodoxer Kirche gewesen keine Teilnahme europäischer Könige (D,F,E) - „Intoleranz“, Hass“ und „Neid" der Christen auf Juden, Muslime und Orthodoxe als wesentliche Motive für Kreuzzüge (und Judenpogrome unterwegs) „Rhetorik des Heiligen Krieges“ (Z.13), gemeint ist der päpstliche Aufruf, im Namen Gottes und mit Aussicht auf Sündenvergebung die „Ungläubigen“ zu bekämpfen - P. betont dessen (beabsichtigte) Wirkung auf die christliche Bevölkerung Westeuropas (,,Massenpropaganda“ Z.6f., ,,Hysterie" Z.9, ,,Massenvorurteil" Z.14) Der 2.Abschnitt (Z.15-26) steht in Antithese zum ersten: Pieterse betont das friedliche Zusammenleben der drei monotheistischen Religionen im Nahen Osten über mehrere Jahrhunderte (Z.15-17) und stellt dem katholischen Christentum den Islam und das orthodoxe Christentum gegenüber: - Religiöse Intoleranz (Z.17 und 23: anaphorische Wiederholung des Satzes), Verfolgungen, Inquisition, Militarismus auf Seite der katholischen Kirche Toleranz und friedliches Zusammenleben bei Muslimen und Orthodoxen. Als Beispiel dafür nennt er nachbarschaftliche Ausübung christlicher und muslimischer Religion (gemeinsame Gebäude und Pilgerfahrten) Den Abschluss (Z.27-31) bildet zum einen ein sehr negatives Urteil über die katholische Kirche, das ursprünglich von einem protestantischen Theologen stammt, dem der Verfasser sich aber offenbar anschließt: ,,die aggressivste Religion, die der Mensch je hervorbrachte" (Z.28f.) ...zum anderen eine Frage, die den Anschein einer These erweckt: Pieterse gibt zu bedenken, dass das christliche Europa zur Zeit der Kreuzzüge gegenüber der orientalischen Welt wirtschaftlich und politisch rückständig war und dies möglicherweise der Grund für die Gewaltsamkeit des westlichen Christentums war c Fazit/Zusammenfassung: In den Kreuzzügen zeigen sich nach P. Intoleranz und Aggressivität des katholischen Christentums, die sich vielleicht durch ökonomische und kulturelle Rückständigkeit erklären lassen d Methodik: Distanz zum Text (eigene Worte, Konjunktiv oder Umschreibung) Umgang mit Zitaten (sparsam, möglichst nur als Beleg, Zeilennachweis) 2 Darstellung des historischen Kontextes folgende Aspekte sollten/könnten näher erläutert werden: a Hintergründe des 1.Kreuzzugs (Z.1ff.) - Der Kreuzzug richtete sich gegen die Muslime, die wiederholt das byzantinische Reich angegriffen hatten, aber vor allem gegen die, die in Jerusalem angeblich Christen massakrierten und die christliche Religionsausübung behinderten. In beiden Fällen handelte es sich um die türkischen Seldschuken, die im 11.Jh. im Nahen Osten ein Großreich etabliert hatten („anti-türkisch“, Z.2). Dass Pieterse die Kreuzzüge nur in zweiter Linie als „anti- muslimisch" (Z.1) bezeichnet, liegt vielleicht daran, dass Muslime schon seit dem 7.Jh. Jerusalem beherrschten... - Die „Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel“ (Z.3) weist auf das große Schisma, die seit 1054 bestehende Trennung von römisch-katholischer und griechisch-orthodoxer Kirche. Der byzantinische Kaiser Alexios I. hatte wiederholt um militärischen Beistand gebeten, den der Papst jetzt mit der Hoffnung auf Prestige- und Machtzuwachs innerhalb der christlichen Welt Europas zu leisten bereit ist... - Kennzeichnend für den 1.Kreuzzug waren auch die angesprochene Konflikte des Papstes mit europäischen 30 8 18 + 40 35

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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erwähne der Historiker, dass Die Religionen über einen längeren Zeitraum friedlich zusammen gelebt hätten und zusammen Pilgerfahrten (Z. 23) unternommen hätten. Am Ende des Abschnittes ergänzt er dass die derartige gewaltsame ,, Ausbreitung des Christentums...“ (Z. 25 f) als ,,Unchristlich" (Z. 26) gilt. Zum Schluss bezieht sich der Pieterse auf ein Zitat eines demonstrantischen Religionswissenschaftlers, welcher starke Kritik gegenüber das westliche Christentum äußert, da er diese als aggressivste Religion anerkennt und als Auslöser für deren Tätigkeit eventuell die politisch wirtschaftlichen Lage sieht (Z.27ff). Aufgabe 2. Stelle auf der Basis deines Hintergrundwissens die im Text angesprochenen historischen Ereignisse und Entwicklungen näher dar. (ca.40%) Bei den von Jan Pieterse erwähnten Ereignissen handelt es sich um mehrere religiöse Gewalttaten des überwiegend katholischen Christentums gegen Muslime, Seldschuken, Juden, Anhänger des griechisch orthodoxen Christentums und andersgläubige. Der erste Kreuzzug finde unter mehrfacher Aufforderung des Papstes Urban II, da dieser seine päpstlichen Segen gäbe und womöglich aufgrund des Machtmotives im Jahre 1096 von gesellschaftlich, gleich anerkannten Gruppen statt, wodurch sie am Ende mit Unterstützung der Ritterheere und der Schwäche des muslimischen Gegners 1099 Jerusalem einnehmen und sich vier Kreuzfahrerstaaten bilden. Anschließend ereignet sich der zweite Kreuzzug im Jahre 1147 mit dem Hintergrund,dass ein Kreuzfahrerstaat von Emir von Mossul zuvor erobert wurde. Bei diesem Kreuzzug haben Konrad III und Ludwig VII sprich der König Frankreichs und der König des römisch deutschen Reiches teilgenommen. Am Ende des zweiten Kreuzzuges erobern die Muslimen Jerusalem unter der Herrschaft des Saladin zurück. Im Jahre 1189 beginne der dritte Kreuzzug mit dem Ziel Jerusalem zu erobern bis misslingt, jedoch erziehen sie eine Art Friedensvertrag, Teilerfolge und Kompromisse bezüglich Jerusalems. Dann folgt der vierte Kreuzzug bei denen die christliche Intoleranz gegenüber Andersgläubigen zum Grundstein der Hysterie, die von Klerus ausgeht und von ihm verbreitet wird im Jahre 1202 deutlich, womit sie Konstantinopel 1204 geplündert haben,teils das byzantinische Reich zerstört haben. Hier zeigt sich der religiöse Fantismus. Dies Führe zum fünften Kreuzzug 1228. Bei diesem Kreuzzug gewann Friedrich II durch einen Vertrag bezüglich Jerusalems mit Sultan Elkamil. Daraufhin folge der sechste Kreuzzug den Ludwig IX anführe, welche das Ziel verfolge bis nach Ägypten zukommen, allerdings scheitere er militärisch. Im Jahre 1231 ist Jerusalem in endgültiger muslimischer Herrschaft unter ägyptischer Mameluken. Zudem sei die Gräueltaten, die Papst Urban II im Jahre 1095 Im November erwähne nie passiert und dienen dem Zweck des Aufstandes und Hassbildung gegenüber Andersgläubige. Dies gelinge den Papst, denn über die Jahre entwickeln sich mehr Motive für den Hass gegenüber andersgläubige aus der Sicht des katholischen Christentums spricht nicht nur religiös bedingt, sondern auch aufgrund Geld und Neid. Aufgabe 3. Setze dich kritisch mit der Darstellung und Beurteilung von Pieterse auseinander. (ca.20%) Achte auf eine angemessene sprachliche Darstellung! (10%) Der Ausschnitt ist in drei Sinnesabschnitten gegliedert, in denen er seine These aufstelle, welche er dann in diesem Sinnesabschnitte erläutere und begründe. Direkt zu Beginn des Ausschnittes wird eine starke Kritik gegenüber das Christentum deutlich, was den Leser indirekt in eine negative Richtung bezüglich des Christentums lenkt. Des wegen sei es ratsam wenn er den zweiten Abschnitt an erster Stelle tun,da er im zweiten Abschnitt auch über die Dinge vor den Kreuzzügen schreibt. Der Historiker macht des Öfteren darauf aufmerksam, dass alle Religionen über einen längeren Zeitraum friedlich zusammengelebt haben bis die religiöse Unduldsamkeit von den Christen aus ginge es ich Hass, Neid entwickle und beschäftige sich mit den Ursachen für das Handeln der Christen. Zudem unterstreiche er dies mit ,,der Inquisition". Da unklar ist wieso sich der Hass so stark bis zu sieben Kreuzzügen weiterbilde. Ich stimme der ersten These teilweise zu, da der erste Kreuzzug gegen Seldschuken sprich Türken waren so wie gegen Muslime, da die Muslime bis 1099 Herrscher Jerusalems waren. Letztendlich seien die Kreuzfahrer gegen Muslime gewesen diese wiederum Sunnitische Zeltschuppen aus der Türkei seien (Vgl Z.1f). Ein wichtiges Argument ist t auch, dass es sich bei den Kreuzzügen auch um den „verschleierten Ausdruck der Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel“ (Z.3f) Handelt, denn das römische Reich und Byzanz hatten zuvor schon ein schlechtes Verhältnis. Dies wird beim vierten Kreuzzug durch die plötzliche Zieländerung sprich Plünderung Konstantinopel deutlich, da das eigentliche Ziel Jerusalem gewesen sei. Zudem wurde Byzanz Jahrelang von muslimischem Reich geschützt. Die Plünderung habe für die Beziehung zwischen Katholiken und Orthodoxen lang anhaltende Konsequenz und bedeutete das Ende für das byzantinische Reich. Der Historiker erläutert wichtige Einwände bezüglich der Motive der Kreuzfahrer und zwar ,,europäischer Neid" (Z. 9), „Nein“ (Z. 8), „christliche Intoleranz" (Z. 7)ohne zu hinterfragen wer sie darauf hingewiesen hat? Wodurch sind sie darauf aufmerksam geworden oder erkannten das bewusste Sünden begehen an? Der Auslöser sei überwiegend auf den Papst Urban II zurückzuführen so wie die folgende Könige, Päpste und Kaiser die das Vorhaben der katholischen Christen fördere und anstifte sowie durch erfundene Gräueltaten der Muslimen sich die Feindlichkeit gegenüber Anhänger des Islams unterstütze. Außerdem stimme ich seiner These, dass die Könige Frankreichs nicht am ersten Kreuzzug beteiligt waren beziehungsweise ausgeschlossen wurden nicht zu, da sie indirekt beteiligt waren weil zu dieser Zeit in Nord Frankreich Juden verfolgt worden und die Kreuzfahrer nach Jerusalem zogen um die Stadt zurückzuerobern (Vgl Z.4ff). Des Weiteren unterstützen sie die gewaltsame Ausbreitung des Christentums. Pieterse ist eine vollwertige positive Darstellung gegenüber das Christentum nicht gelungen, da er zunächst schreibt das die Religionen, in Frieden“ (Z. 16) oder im ,, relativen Frieden" (Z.16) zusammen gelebt hatten. Durch das Additiv ,,relativen" (Z.16) Wird es unklar denn er mindert den Frieden herab beziehungsweise des Wertes der Bedeutung von Frieden (Vgl Z. 16f). Zudem tätigt er eine widersprüchliche Aussage, denn die gewaltsame Ausbreitung gilt als „unchristlich“(Z.26), Was das Christentum wieder ins positive Licht weckt aber mit dem Zitat im letzten Text Abschnitt das Gegenteil bewirkt und letztendlich durch die rhetorische Frage „Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politisch...?“ (Z. 27-31) unterstrichen wird. Pieterse das Christentum unterteilt in ein westliches = katholisches = aggressives und ein östliches = byzantinisches = griechisches = tolerantes. Noch zu Aufgabe 3 Außerdem stimme ich. seiner These dass da ersten Krevzzug die Könige Frankreich nicht beleiligt waren bzw aussgeschlossen wurden nicht zu sie indirekt beleiligt waren, well Tau dieser Zeit in Nordfrankreich die Juden Verfolgt wurden und die Kreuzfahrer nach Jerusalem Zog um die Stadt zurück zu errobern (Vgl Z. 4ff). Pieterse ist eine vollwertige postive Darstellung nicht! gelungen, da er zunächt schreibt, dass die Religionen Frieden" (Z 16) oder im relativen Frieden (216) zusammen gelebt hatten. Durch das Adjektiv relativen (2.16) wird Unklarheit vorgehoben, olenn er mindert den Frieden herab bzw des Blech Werles løder Bedeutung Von Frieden (vgl z. 16f). Zudem zeigt sich eine widersprüchliche Aussage, denn wie die gewallsame Verbreitung gilt als unchristlich" (226), was das Christentum Teils wieder ins positive Licht weckt. dem Zitat im letzten Testabschnitt das Caber Gegenleil bewirkt und letztendlich durch die T mit rhetorische Frage Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politise ?" CZ.27-31) unterstrichen wird. wer Der Historiker erläutert wichtige Einwände bezüglich der Molive der Kreuzfahrer und zwar, Europäischer Neid" (29), 11 Hass " 6.7.8), Christliche Int deranz" (27) ohne zu hinterfragen sie darauf hingewiesen hat? Wodurch sind darauf aufmerksam geworden oder erkannten Sünden begehen an? Der Auslöser... Sei überwiegend auf den Papst Urban II zurück zu führen some die folgenden Könige, Papst das Vorhaben der katholischen und Kaise, die Christen rdere und anstifte das bewusste Sowie durch erfundene Gräveltaten der Muslimen sich eine Feindlichkeit gegeribe Anhanger des Islams unterstater sie Klausurtext Der niederländische Historiker Jan Pieterse schreibt 1989 in einem ursprünglich auf Englisch verfassten Buch („Empire and Emanzipation“) auch über die Kreuzzüge (in dem Kapitel „Kreuzzüge und die Anfänge der euro- päischen Weltherrschaft"): Zu Anfang waren die Kreuzzüge nicht an sich anti-muslimisch, son- dern eher anti-türkisch.... Die Kreuzzüge waren auch ein verschleierter Ausdruck der Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel. Der deutsche Kaiser wurde vom ersten Kreuzzug ausgeschlossen und die Könige von England und Frankreich nahmen nicht daran teil. Mit der Durchführung einer der großen historischen Operationen der Massen- propaganda wurden christliche Intoleranz und Hass gegen Juden, Muslime und Griechen zum Grundthema der klerikal orchestrierten Hysterie. Europäischer Neid auf die reichen, kultivierten und urbani- sierten Byzantiner, Levantiner und Muslime spielte ebenso eine Rolle bei den Kreuzzügen wie bei den dazugehörigen Pogromen gegen die Juden, von denen viele Vermittler des Levante-Handels in Europa waren, und wurde durch die Rhetorik des heiligen Krieges des Klerus in ein Massenvorurteil übersetzt. In Wirklichkeit freilich lebten die drei „Religionen des Buches" seit mehreren Jahrhunderten in Frieden, oder relativem Frieden, mitein- ander. Religiöse Intoleranz war keine Eigenschaft der muslimischen Zivilisation. Und religiöse Verfolgungen, wie sie in Spanien und unter der Inquisition ausbrachen, ereigneten sich in der Welt des Islam nicht (obgleich es gewaltsame „Häresien" gab). Moscheen und Kirchen standen Seite an Seite, manchmal teilten sie denselben Turm und zuweilen unternahmen Muslime und Christen gemeinsame Pilger- fahrten. Religiöse Intoleranz war auch keine Eigenschaft der griechischen Kirche, ebenso wenig wie die Ideologie des christlichen Militarismus: Die Vorstellung von der Verbreitung des Christentums mit dem Schwert galt hier als unchristlich. Ein protestantischer Theologe hat das Christentum [gemeint ist: das westliche Christentum] „die aggressivste Religion, die der Mensch je hervorbrachte" genannt. Liegt der Grund darin, dass Europa zur Zeit der Kreuzzüge wirtschaftlich und politisch auch die rückständigste Region war? Erläuterungen: Z.8 Griechen - gemeint sind Angehörige des griechisch-orthodoxen Christentums Z.8 klerikal orchestrierte Hysterie - Hysterie, die vom Klerus ausgeht und von ihm verbreitet wird. Z.9 urbanisiert - ,,verstädtert", d.h. in Städten lebend Z.10,12 Levante - Gebiete an der östlichen Mittelmeerküste. Levantiner sind die Bewohner dieser Gebiete. Z.11 Pogrome - Gewaltausbrüche Z.19 Inquisition – von der katholischen Kirche von ca. 1200 1800 durchgeführtes Verfahren zur Verfolgung von Ketzern oder Häretikern (d.h. Menschen, die von der offiziellen christlichen Lehre abwichen, z.B. Galilei) Z.20 Häresie - Abweichung von der offiziellen Lehre der eigenen Religion. Erwartungshorizont zur 2.Klausur 1. Textanalyse a Einleitung Autor: Jan Pieterse, niederländischer Historiker Textart: Darstellungstext, Auszug aus einem Buch mit dem Titel „Empire and Emanzipation" Datum (und Anlass): 1989, kein konkreter Anlass Adressat: Internationale Historiker und andere historisch Interessierte Thema: Ursachen und Charakter der Kreuzzüge - Intention: Pieterse stellt die besondere Intoleranz, Aggressivität und Rückständigkeit des katholischen Christentums heraus b Strukturierte Wiedergabe der Hauptaussagen und des Argumentationsgangs Im 1.Abschnitt (Z.1-14) geht es um Hintergründe und Motive der Kreuzzüge: Gegner seien Muslime, zunächst vor allem Türken gewesen Hintergrund seien auch die Auseinandersetzungen zwischen katholischer und orthodoxer Kirche gewesen keine Teilnahme europäischer Könige (D,F,E) - „Intoleranz“, Hass“ und „Neid" der Christen auf Juden, Muslime und Orthodoxe als wesentliche Motive für Kreuzzüge (und Judenpogrome unterwegs) „Rhetorik des Heiligen Krieges“ (Z.13), gemeint ist der päpstliche Aufruf, im Namen Gottes und mit Aussicht auf Sündenvergebung die „Ungläubigen“ zu bekämpfen - P. betont dessen (beabsichtigte) Wirkung auf die christliche Bevölkerung Westeuropas (,,Massenpropaganda“ Z.6f., ,,Hysterie" Z.9, ,,Massenvorurteil" Z.14) Der 2.Abschnitt (Z.15-26) steht in Antithese zum ersten: Pieterse betont das friedliche Zusammenleben der drei monotheistischen Religionen im Nahen Osten über mehrere Jahrhunderte (Z.15-17) und stellt dem katholischen Christentum den Islam und das orthodoxe Christentum gegenüber: - Religiöse Intoleranz (Z.17 und 23: anaphorische Wiederholung des Satzes), Verfolgungen, Inquisition, Militarismus auf Seite der katholischen Kirche Toleranz und friedliches Zusammenleben bei Muslimen und Orthodoxen. Als Beispiel dafür nennt er nachbarschaftliche Ausübung christlicher und muslimischer Religion (gemeinsame Gebäude und Pilgerfahrten) Den Abschluss (Z.27-31) bildet zum einen ein sehr negatives Urteil über die katholische Kirche, das ursprünglich von einem protestantischen Theologen stammt, dem der Verfasser sich aber offenbar anschließt: ,,die aggressivste Religion, die der Mensch je hervorbrachte" (Z.28f.) ...zum anderen eine Frage, die den Anschein einer These erweckt: Pieterse gibt zu bedenken, dass das christliche Europa zur Zeit der Kreuzzüge gegenüber der orientalischen Welt wirtschaftlich und politisch rückständig war und dies möglicherweise der Grund für die Gewaltsamkeit des westlichen Christentums war c Fazit/Zusammenfassung: In den Kreuzzügen zeigen sich nach P. Intoleranz und Aggressivität des katholischen Christentums, die sich vielleicht durch ökonomische und kulturelle Rückständigkeit erklären lassen d Methodik: Distanz zum Text (eigene Worte, Konjunktiv oder Umschreibung) Umgang mit Zitaten (sparsam, möglichst nur als Beleg, Zeilennachweis) 2 Darstellung des historischen Kontextes folgende Aspekte sollten/könnten näher erläutert werden: a Hintergründe des 1.Kreuzzugs (Z.1ff.) - Der Kreuzzug richtete sich gegen die Muslime, die wiederholt das byzantinische Reich angegriffen hatten, aber vor allem gegen die, die in Jerusalem angeblich Christen massakrierten und die christliche Religionsausübung behinderten. In beiden Fällen handelte es sich um die türkischen Seldschuken, die im 11.Jh. im Nahen Osten ein Großreich etabliert hatten („anti-türkisch“, Z.2). Dass Pieterse die Kreuzzüge nur in zweiter Linie als „anti- muslimisch" (Z.1) bezeichnet, liegt vielleicht daran, dass Muslime schon seit dem 7.Jh. Jerusalem beherrschten... - Die „Rivalität zwischen Rom und Konstantinopel“ (Z.3) weist auf das große Schisma, die seit 1054 bestehende Trennung von römisch-katholischer und griechisch-orthodoxer Kirche. Der byzantinische Kaiser Alexios I. hatte wiederholt um militärischen Beistand gebeten, den der Papst jetzt mit der Hoffnung auf Prestige- und Machtzuwachs innerhalb der christlichen Welt Europas zu leisten bereit ist... - Kennzeichnend für den 1.Kreuzzug waren auch die angesprochene Konflikte des Papstes mit europäischen 30 8 18 + 40 35