Die Propaganda und Kosten der NS-"Euthanasie"
Die nationalsozialistische Propaganda nutzte wirtschaftliche Argumente, um ihre menschenverachtende Politik zu rechtfertigen. Ein besonders erschreckendes Beispiel war die Darstellung der Pflegekosten für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.
Die Nazis berechneten akribisch die täglichen Kosten von 5,50 Reichsmark für die Versorgung eines "Erbkranken" und stellten diese zynisch den Lebenshaltungskosten einer "erbgesunden" Familie gegenüber. Diese Propaganda sollte suggerieren, dass die Pflege von Menschen mit Behinderungen eine finanzielle Belastung für die "Volksgemeinschaft" darstelle.
Hinweis: Die Nationalsozialisten kalkulierten, dass ein Mensch mit Behinderung bis zum 60. Lebensjahr etwa 50.000 Reichsmark an Pflegekosten verursachen würde. Diese Zahlen dienten der Rechtfertigung der späteren Aktion T4 und die Tötungsanstalten des Nationalsozialismus.











