Die Weimarer Republik und der Weg zur Machtergreifung: Brünings Kanzlerschaft
Die Zeit der Präsidialkabinette begann mit Heinrich Brüning, der vom 30. März 1930 bis zum 30. Mai 1932 als Reichskanzler amtierte. Als Mitglied der Zentrumspartei (Brüning Partei) verfolgte er einen strikten Sparkurs während der Weltwirtschaftskrise. Seine politische Einstellung war konservativ-autoritär geprägt, was sich in seiner Regierungsführung deutlich zeigte.
Die Heinrich Brüning politische Einstellung manifestierte sich besonders in den zahlreichen Brüning Notverordnungen, die er mithilfe des Artikels 48 der Weimarer Verfassung durchsetzte. Diese Notverordnungen betrafen insbesondere Beamte und führten zu drastischen Gehaltskürzungen. Die Brüning Notverordnung Beamte war Teil seiner Deflationspolitik, die die wirtschaftliche Situation jedoch weiter verschärfte.
Hinweis: Die Notverordnungspolitik unter Brüning führte zu einer zunehmenden Aushöhlung der parlamentarischen Demokratie und stärkte antidemokratische Kräfte.
Brünings Regierungszeit war geprägt von der Tolerierungspolitik der SPD, die seinem Kabinett Brüning im Reichstag eine Mehrheit verschaffte. Diese Zusammenarbeit missfiel jedoch Reichspräsident Hindenburg zunehmend. Im Frühjahr 1932 plante Brüning eine weitere Notverordnung zur Ansiedlung von Arbeitslosen auf dem Land, was letztlich zu seinem Sturz führte.











