Grundlagen der Industrialisierung
Die Industrialisierung begann nach 1760 und veränderte bis 1900 das Gesicht unseres Planeten grundlegend. Im 19. Jahrhundert breitete sich die industrielle Produktionsweise über weite Teile der Welt aus, allerdings sehr ungleichmäßig. Nicht alle Regionen industrialisierten sich im gleichen Tempo oder überhaupt.
Die Frage "Was ist Industrialisierung?" löst bis heute lebhafte Debatten aus. Obwohl der Begriff seit 1837 existiert und der Ausdruck "industrielle Revolution" sogar seit 1799 belegt ist, konnten sich Historiker nie auf eine einheitliche Definition einigen. Einige betrachten die Industrialisierung als technologiegetriebenen Wachstumsprozess, während andere institutionellen Wandel in den Mittelpunkt stellen.
Einigkeit besteht unter Forschern in zwei Punkten: Erstens gehen die weltweiten Veränderungen auf einen Innovationsschub zurück, der nach 1760 einsetzte. Zweitens war die Industrialisierung zunächst kein nationales, sondern ein regionales Phänomen, stark gebunden an verfügbare Ressourcen bestimmter Standorte.
Wichtig zu wissen: Um 1920 waren nur wenige Länder weltweit "Industriegesellschaften". Selbst in europäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Russland strahlten industrielle Entwicklungszentren nicht immer auf die Gesamtgesellschaft aus.
Die Industrialisierung schuf eine neue Geografie von Zentren und Peripherien - Regionen, die sich entwickelten, und solchen, die stagnierten. Diese Unterschiede prägen die Weltwirtschaft bis heute.










































