Quellenkritik und historische Einordnung der SED
Die analysierte Quelle stammt aus den Studienmaterialien des SED-Parteilehrjahrs von 1989, einem kritischen Jahr für die DDR, in dem die Berliner Mauer fiel. Der Text zielte darauf ab, die Bedeutung der SED für die DDR-Gesellschaft zu betonen und ihre Führungsrolle zu rechtfertigen.
Definition: Quellenkritik - Methode zur Bewertung historischer Dokumente hinsichtlich ihrer Entstehung, Absicht und Glaubwürdigkeit
Die SED entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone durch den Zusammenschluss von KPD und SPD. Sie etablierte sich als herrschende Partei in der DDR und beanspruchte die alleinige Vertretung der Arbeiterklasse.
Example: Die SED organisierte "freie Wahlen", bei denen jedoch nur von der Partei genehmigte Kandidaten zur Wahl standen.
Der Staatsaufbau der DDR war eng mit der SED-Struktur verwoben, wobei die Partei alle wichtigen politischen Ämter kontrollierte. Die SED rechtfertigte ihre Macht mit dem Argument, sie handle im Interesse des Volkes und es gäbe keine Alternative zu ihrer Gesellschaftskonzeption.
Highlight: Die SED sah ihre Führungsrolle als alternativlos und legitimierte sie durch angebliche Volksnähe und Interessenvertretung.








