Deutscher Krieg 1866
Der Deutsche Krieg von 1866, auch bekannt als Preußisch-Österreichischer Krieg, war der zweite bedeutende Konflikt auf dem Weg zur Reichsgründung 1871. Er entstand aus Meinungsverschiedenheiten über die Verwaltung von Schleswig und Holstein, die im vorherigen Deutsch-Dänischen Krieg erworben wurden.
Ursache: Bismarck benötigte außenpolitische Erfolge, und Preußen strebte danach, seine Vormachtstellung im Deutschen Bund zu sichern und auszubauen.
Der Krieg verlief folgendermaßen:
- Er dauerte nur sieben Wochen.
- Die entscheidende Schlacht fand am 3. Juli 1866 bei Königgrätz statt.
Das Ergebnis des Krieges war für die weitere Entwicklung Deutschlands von großer Bedeutung:
- Preußen ging als Sieger hervor.
- Österreich wurde überraschend milde behandelt.
- Die deutschen Mittelstaaten, die Österreich unterstützt hatten, mussten hohe Kriegsentschädigungen zahlen.
- Italien nutzte die Gelegenheit, um weitere Gebiete im Norden zu annektieren.
Bedeutung: Der Deutsche Krieg hatte weitreichende Folgen für die deutsche Einigung:
- Der Deutsche Bund wurde aufgelöst.
- An seine Stelle trat der Norddeutsche Bund unter preußischer Führung.
- Schleswig, Holstein, Nassau, Hannover, Frankfurt und Hessen wurden in den Norddeutschen Bund aufgenommen.
- Die süddeutschen Staaten blieben zunächst unabhängig.
Highlight: Diese Entwicklungen machten die kleindeutsche Lösung, also die Einigung Deutschlands ohne Österreich, immer wahrscheinlicher.



