Kolonialzeit und Weg zur Unabhängigkeit
Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in den nordamerikanischen Kolonien eine eigenständige politische Kultur. Durch die relative Vernachlässigung seitens der britischen Krone entstanden neue Formen der Selbstverwaltung. Ein höherer Anteil weißer Männer erhielt das Wahlrecht, was die demokratische Entwicklung förderte.
Example: Benjamin Franklin verkörperte den Geist dieser Zeit. Er vereinte Erfindergeist, Fortschrittsoptimismus, Pragmatismus und Geschäftssinn – Eigenschaften, die bald als "typisch amerikanisch" galten.
Wichtige Ereignisse auf dem Weg zur Unabhängigkeit waren:
- Der Siebenjährige Krieg , durch den Frankreich seine kanadischen Territorien verlor
- Das Verbot der Siedlungstätigkeit westlich der Appalachen 1763, was viele Siedler und Landspekulanten empörte
- Die Eskalation des Widerstands in Boston 1770, als britische Soldaten in eine Menge schossen
- Der erste Kontinentalkongress 1774, bei dem Delegierte aus 13 Kolonien die amerikanischen Rechte erklärten
- Die Boston Tea Party 1774, bei der Kolonisten aus Protest britischen Tee ins Meer warfen
Quote: Thomas Paine schrieb in seinem einflussreichen Pamphlet "Common Sense": "Die Sache Amerikas ist in großem Maße die Sache der ganzen Menschheit."
Der Unabhängigkeitskrieg begann 1775 mit dem ersten Gefecht zwischen britischen Truppen und Siedlermilizen. George Washington wurde zum Kommandanten der amerikanischen Armee ernannt.
Am 2. Juli 1776 erklärte der Kontinentalkongress die Unabhängigkeit der Kolonien. Thomas Jefferson verfasste die berühmte Unabhängigkeitserklärung, die am 4. Juli veröffentlicht wurde und mit ihrem Gleichheitsgrundsatz "All men are created equal" zu einem welthistorischen Dokument wurde.




