Praktische Anwendung von Hypothesentests
Anhand eines Beispiels mit Blumensamen wird die praktische Anwendung eines Hypothesentests demonstriert. Ein Gärtner muss die Keimfähigkeit von Samen in verschiedenen Behältern bestimmen.
Example: Ein Behälter enthält entweder Samen mit 70% oder 40% Keimfähigkeit. Eine Stichprobe von 10 Samen wird getestet, um zu entscheiden, welche Keimfähigkeit dem Behälter zugeordnet wird.
Die Hypothesen werden wie folgt festgelegt:
- H₀: p = 0,70 (Nullhypothese)
- H₁: p = 0,40 (Alternativhypothese)
Die Entscheidungsregel lautet:
- Wenn mehr als 5 Samen keimen, wird H₀ angenommen.
- Wenn 5 oder weniger Samen keimen, wird H₁ angenommen.
Highlight: Die Wahrscheinlichkeiten für Fehler 1. und 2. Art werden berechnet:
- α-Fehler: 15,02% (Annahme des schlechten Behälters, obwohl es der gute ist)
- β-Fehler: 16,63% (Annahme des guten Behälters, obwohl es der schlechte ist)
Um die Wahrscheinlichkeit eines α-Fehlers zu reduzieren, kann die Entscheidungsregel angepasst werden. Dies wird anhand einer Berechnung demonstriert, bei der ein Signifikanzniveau von 5% angestrebt wird.
Vocabulary: Das Signifikanzniveau ist die maximal zulässige Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 1. Art.
Die Anpassung der Entscheidungsregel erfolgt durch die Berechnung der kumulativen Binomialverteilung für verschiedene kritische Werte, bis das gewünschte Signifikanzniveau erreicht wird.





























