Stochastik Grundlagen
Grundbegriffe der Stochastik
- Ergebnismenge Ω: Alle möglichen Ausgänge eines Zufallsexperiments (z.B. Ω = {1,2,3,4,5,6} beim Würfelwurf)
- Ergebnis X: Ein einzelner möglicher Ausgang
- Ereignis A: Teilmenge der Ergebnismenge
- Gegenereignis Ā: Alle Ausgänge, die nicht in A enthalten sind
- Mächtigkeit |Ω|: Anzahl der Elemente einer Menge
Wichtige Begriffe Die absolute Häufigkeit gibt an, wie oft ein Ergebnis bei n Versuchen vorkommt. Die relative Häufigkeit ist der Quotient aus absoluter Häufigkeit und der Anzahl der Durchführungen des Experiments.
Mehrstufige Zufallsexperimente
Mehrstufige Experimente werden mithilfe von Baumdiagrammen dargestellt, wobei zwei wichtige Regeln gelten:
- Produktregel: P(A∩B) = P(B) · P₍ᵦ₎(A)
- Summenregel: P(A) = P(B∩A) + P(B̄∩A)
Mengenschreibweise in der Stochastik
Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses A wird berechnet als: P(A) = |A|/|Ω| (Anzahl der günstigen Ergebnisse/Anzahl aller möglichen Ergebnisse)
Verschiedene Ereignisse können in Mengenschreibweise ausgedrückt werden:
- Gegenereignis zu A: Ā = Ω\A
- Schnittmenge (A und B treten ein): A∩B
- Vereinigung (A oder B tritt ein): A∪B
- Keines der Ereignisse tritt ein: Ω(A∪B)
- Genau eines der Ereignisse tritt ein: (A∩B̄) ∪ (Ā∩B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit, dass B eintritt, unter der Bedingung, dass A bereits eingetreten ist: P₍ₐ₎(B) = P(A∩B)/P(A)
Stochastische Unabhängigkeit
Zwei Ereignisse sind stochastisch unabhängig, wenn:
- P(A∩B) = P(A) · P(B) oder
- P₍ᵦ₎(A) = P(A)
Merkhilfe Bei Experimenten ohne Zurücklegen besteht Abhängigkeit zwischen den Ereignissen, bei Experimenten mit Zurücklegen sind sie unabhängig.



