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Erziehung im Nationalsozialismus

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Die Erziehung im Nationalsozialismus war von einer Diktatur Hitlers bzw. der NSDAP
geprägt.
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Erziehung im Nationalsozialismus Die Erziehung im Nationalsozialismus war von einer Diktatur Hitlers bzw. der NSDAP geprägt. Die drei Grundbegriffe der Nationalsozialistischen Pädagogik sind die „Vererbung“, die „Rasse“ und der „Typus". Die Vererbung beschreibt dabei eine Selektion bestimmter Gene in einer Volksgemeinschaft (arische Gene), welche durch Vermehrung optimiert werden, denn Anlagen sind im Generellen nicht änderbar. Mithilfe der Erziehung können ausschließlich bestimmte Eigenschaften gefördert oder zurückgedrängt werden. Der zweite Begriff, die Rasse, ist angeboren und fasst diejenigen Individuen zusammen, die eine ähnliche Optik und einen ähnlichen Charakter haben. Der „Typus“ ist die endgültige, klare Form des Charakters und stellt die Einheit einer Menschengruppe dar, die durch gleichförmige Erziehungseinflüsse gefördert wird. Für Hitler bilden die Kinder und Jugendlichen das wertvollste Mitglied der Volksgemeinschaft, da sie das „Material“ sind, aus dem er eine neue Welt „formen“ kann. Deshalb hat für ihn die körperliche Fitness höchste Priorität. Statt „Einpumpen bloßen Wissens" (intellektuelle Erziehung), setzt er auf das „Heranzüchten kerngesunder Körper“. Das heißt, dass die Jungen für den späteren Heeresdienst vorbereitet werden (Ausbildung zum Soldaten) und die Mädchen der typischen Rolle der Hausfrau und Mutter entsprechen sollten. Das Handeln jedes einzelnen sollte dabei nach dem „Führerprinzip“ und im Sinne der Volksgemeinschaft ablaufen. Dies bedeutet, dass jeder dazu verpflichtet war, dem Führer bedingungslos zu folgen, seine Haltungen anzunehmen und keine eigene Meinung zu entwickeln, denn Hinterfragen und Widerstände...

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würden Hitler in seiner NS-Ideologie nur schaden. Das Prinzip der Volksgemeinschaft unterstreicht, dass Individualität zu Zeiten des NS verboten war, da „du nichts bist, dein Volk ist alles". Man war also am Dienste zur Volksgemeinschaft verpflichtet und ordnete sein eigenes Leben dem Volk unter. Darüber hinaus sollten Kinder und Jugendliche Vaterlandsliebe, einen Nationalstolz und einen Glauben an die Unbesiegbarkeit (Heroismus) entwickeln, um Charaktereigenschaften, wie Furchtlosigkeit, Opferbereitschaft, Abhärtung, Mut, Brutalität und Aggressivität im Krieg aufzuweisen und somit Kampfbereit gegenüber dem Gegner sein. Weitere Eigenschaften, die die Kinder im NS besitzen mussten, waren Gehorsam, Disziplin und Treue, da zur damaligen Zeit der autoritäre Erziehungsstil angewendet und bei Verstößen mit Konsequenzen, wie Schläge mit dem Rohrstock, sanktioniert wurde. Des Weiteren war die Entwicklung eines Rassesinns und Rassegefühls von Großer Bedeutung, um den Antisemitismus, somit also die NS-Ideologie, zu verbreiten. Das letzte Erziehungsideal ist der „Totalitarismus", der beschreibt, dass die NSDAP die totale Macht hatte und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Menschen überwachte. Die Erziehung im Nationalsozialismus wurde durch den Staat ausgeübt. Er hatte also die alleinige Erziehungsmacht, die Eltern wirkten nur als unterstützende Instanz, denn ihre Hauptaufgabe war es, eine „Anständige Erbmasse mitzugeben“. Aufgrund dessen, dass die Erziehung durch den Staat erfolgte und die Kinder als Mittel zum Zweck missbraucht wurden, kann man die erzieherische Funktion mit der politischen gleichsetzen. Wie bereits zuvor erwähnt, besaß der Staat die totale Macht und wollte die Kontrolle über die Kinder und Jugendlichen. Deshalb entfremdete er sie aus ihrem Elternhaus und verlagerte die Erziehung nicht nur in die Schule sondern auch in die Jugendorganisationen, wie die HJ (Hitlerjugend) und den BDM (Bund deutscher Mädel). In der Schule stand Krieg und Kampf auf dem Lehrplan und die Rassenideologie wurde den Kindern näher gebracht. Die Erziehung bzw. der Unterricht war autoritär und wurde nur von Lehrern ausgeübt, die selbst Anhänger Hitlers waren. Des Weiteren schrieb das „Reichsschutzpflichtgesetz" nur eine Schulpflicht von 8 Jahren vor, da das Wissen zweitrangig war. Im Fokus stand die körperliche Fitness, die durch vermehrten Sportunterricht und Angriffsübungen trainiert wurde. Auch die anderen Unterrichtsfächer unterschieden sich von ihren Inhalten stark vom heutigen Schulsystem. Der Religionsunterricht wurde abgeschafft, dafür aber das neue Fach „Rassenkunde“ eingeführt, um somit den Kindern die Merkmale der Juden beizubringen und sich von ihnen abzugrenzen, sie sogar als Feind anzusehen. Außerdem beschränkte sich der Geschichtsunterricht auf die deutsche Geschichte, der Biologieunterricht thematisierte Themen wie „Rassenhygiene“ und Vererbung, im Deutschunterricht wurden bekannte Schriftsteller „verbannt“ und stattdessen Hitlers „Mein Kampf" gelesen und im Mathematikunterricht das Rechnen mit Juden erlernt. Insgesamt war der Unterricht also von Drill und Gehorsam geprägt, da die Schüler ganz klar den Anweisungen der Lehrer folgen mussten. Der Lehrer „herrschte“ quasi über seine Schüler. Bei Verstößen wurden die Kinder sanktioniert. Jungen und Mädchen wurden auch in Jugendorganisationen manipuliert und in ihre typischen Rollen gedrängt, in denen der Staat sie sehen wollte. Durch gemeinsame Aktivitäten sollte ihnen die Wichtigkeit und der Zusammenhalt der Volksgemeinschaft sowie Spaß und Freude, also etwas Positives, vermittelt werden. In der HJ lag das Hauptaugenmerk auf der körperlichen Fitness der Jungen und auf der Vorbereitung auf die spätere Rolle im Krieg. Von großer Bedeutung war auch hier die selbstlose Hingabe zum Führer. Mittels Angriffs- und Schussübungen bildeten sie eine furchtlose Haltung aus. Genau dieser Aspekt wurde von ihnen als Mann in der Volksgemeinschaft verlangt, nämlich die Rolle des Kämpfers, Beschützers, Jägers und starken Helden einzunehmen. Er vertrat die Interessen nach außen und war der dominante Teil in der Familie und Gesellschaft, der die Erhaltung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft sicherte. Die Frau hingegen war ihm untergeordnet und trat ihre Aufgabe als Mutter und Hausfrau an. Sie war dafür zuständig, den Bestand des Volkes aufrecht zu erhalten, indem sie viele Kinder gebar und diese aufzog. Darüber hinaus strebte sie nach ehrlicher Schönheit. Sie stand im Schatten des Mannes, hatte keine rechte an politischen Entscheidungen und hatte kaum eine Chance auf Bildung. Genau diese Rolle und die Tugenden Pflichtbewusstsein, Gehorsamkeit und Disziplin erlernte sie im BDM. Die Mädchen hatten, wie die Jungen auch, die Pflicht, eine Uniform zu tragen. Dies sollte das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Jugendlichen ein Gefühl der Einheit geben. Ab 1936 waren alle Jugendlichen dazu verpflichtet solchen Jugendorganisationen beizutreten. Erziehung erfolgte neben der Schule, den Jugendorganisationen und zu kleinen Teilen auch aus dem Elternhaus durch Propaganda. Das lateinische Wort „propagare“ bedeutet so viel wie „ausbreiten“ und meint im NS die Verbreitung politischer Ideen durch Plakate, Sprache, Musik, Radio, Filme etc., bei der eine gezielte Beeinflussung / Manipulation / Indoktrination des Denkens, Handelns und Fühlens erreicht wird. Propaganda thematisiert meist die Wichtigkeit der Volksgemeinschaft, den Heldengedanken des Deutschen, die Vergöttlichung Hitlers und die Verherrlichung des Krieges. Gegen all diese NS-Manipulation gab es aber auch Widerstandsgruppen, wie z.B. die „Weiße Rose", die Flugblätter gegen das NS-Regime verbreitete und die Verfolgten Unterschlupf bot. Wiederstände waren aber meist passiv, da viele Gruppen hart bestraft und „Vernichtet" wurden. Erziehung nach Auschwitz nach Adorno Theodor W. Adorno ist der Begründer der „Erziehung nach Auschwitz". Er plädiert für eine Aufklärung (auch im Kindesalter) über die Verbrechen der damaligen Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs unter der nationalistischen Führung des Diktators Adolf Hitler, damit solch schreckliche Ereignisse nicht erneut stattfinden. Deshalb spielt für ihn die Erziehung zur Selbstbestimmung und Autonomie eine große Rolle, da jedes Individuum ein eigenes Denken besitzen und nicht indoktriniert werden sollte. Gerade diese Fähigkeit ist wichtig, um auch mal „Nein“ zu Dingen und Handlungen sagen zu können, mit denen man sich selbst nicht identifizieren kann und welche man für falsch hält. Adorno spricht hier von dem Erziehungsziel der Mündigkeit. Sie ist nämlich die Möglichkeit und Verpflichtung zu einem eigenen Urteil und selbstverantwortlichen Handeln sowie die selbstständige Bewältigung der Lebensanforderungen. Man ist somit selbstreflektiert, vernunftbegabt und besitzt ein soziales und demokratisches Gemeinwesen. Um die Mündigkeit zu fördern, kann man das Interesse wecken, Wissen vermitteln, die Handlungsfähigkeit, die moralischen Konzepte und das Urteilsvermögen fördern, als auch die Absichten junger Menschen respektieren. Ein weiterer Aspekt in Adornos Theorie ist der Begriff der „Emanzipation“. Sie stellt einen Erziehungs- und Lernprozess dar, bei dem Freiheiten gelassen und die Ich- Stärke aufgebaut werden sollte. Des Weiteren ist sie die Selbstständigkeit des Denkens, Urteilens und Entscheidens und somit eine Befreiung aus sozialen Rollen des politischen Systems. Unzufriedenheit über die Misslage im deutschen Reich - Hitler: Faszination und Ausschaltung des Gewissens - Nach Hitlers Tod: Enttäuschung und Scham, Gefühl verraten worden zu sein -> Dann Haltung: „Dafür können wir doch nichts!" Entblößung Schamgefühl Unverständnis Überwogen die Trauer Die Unfähigkeit zu trauern Die Unfähigkeit zu trauern (Mitscherlich & Mitscherlich) Mitscherlich und Mitscherlich haben mit ihrem psychoanalytischen Erklärungsansatz versucht, psychologisch zu erklären, warum sich ein ganzes Volk von einem Diktator hat führen und manipulieren lassen. Nach dem Zerfall des Kaiserreichs bzw. nach der Niederlage des ersten Weltkriegs ging es den deutschen Bürgern ökonomisch, sozial und kulturell sehr schlecht, da Deutschland komplett zerstört war. Hitler kam zu diesem Zeitpunkt für die Menschen gerade richtig, weil er ihnen Abhilfe und Sicherheit versprach. Er stellte sich als den idealen, charismatischen Führer dar, der Deutschland wieder aufbaut, stärkt und eine funktionierende Volksgemeinschaft bildet. Er war das existierende Ideal der Menschen, dem man folgen wollte, also quasi wie ein „Liebesobjekt". Mitscherlich und Mitscherlich beschrieben das Instanzenmodell nach dem Psychoanalytiker Sigmund Freud so: Das „Ich“ verschmolz mit dem „Ich-Ideal“ (Führer Hitler), sodass die eigene Individualität und Identität abgelegt und stattdessen eine Identifikation mit Hitler stattfand. Jeder Mensch war nun ein nationalsozialistisch-denkender Mensch. Darüber hinaus ist das „Ich“ nun kein Vermittler mehr zwischen dem „Es“ und dem „Über- Ich“, sondern unterdrückt beide Instanzen, da beispielsweise beim „Über-Ich“ das „alte Gewissen" für die neuen Werte und Normenvorstellungen Hitlers „geopfert“ wurden. Das „Es“ hat den starken Trieb nach Gemeinschaft und das Bedürfnis nach Schutz, Geborgenheit und Zuversicht. Identitätskrisen und Lösungsversuche nach Hermann Giesecke Hitler gab den Menschen die verlorene Identität wieder -> Identifizierung mit dem NS - Identität ist ein soziales Phänomen, welches sich einstellt, wenn sich Menschen zugehörig und anerkannt fühlen NS-Ideologie bietet Antworten zu existenziellen Fragen wie „Wer bin ich?" - als soziale Tatsache bedenkt Identität auch immer Abgrenzung -> Abgrenzung von anderen Gruppen und Feindschaft bei schwachen Wir-Gefühl (andere Meinungen und Rassen „verletzen“ die eigene Identität und deshalb müssen diese „beseitigt" werden) diese Gruppenidentität bot soziale Geborgenheit und einen anerkannten Status Heute: Man muss aufpassen, dass man nicht auf falsche soziale Rückmelder reinfällt (z.B. Sekten oder rechtsextreme Gruppen). Konsequenzen Heute - Übersensibilität <==> Offenheit - politische Aktivität - verstärkte Auseinandersetzung im Unterricht - demokratische Erziehung - aktiver Widerstand

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Erziehung im Nationalsozialismus Die Erziehung im Nationalsozialismus war von einer Diktatur Hitlers bzw. der NSDAP geprägt. Die drei Grundbegriffe der Nationalsozialistischen Pädagogik sind die „Vererbung“, die „Rasse“ und der „Typus". Die Vererbung beschreibt dabei eine Selektion bestimmter Gene in einer Volksgemeinschaft (arische Gene), welche durch Vermehrung optimiert werden, denn Anlagen sind im Generellen nicht änderbar. Mithilfe der Erziehung können ausschließlich bestimmte Eigenschaften gefördert oder zurückgedrängt werden. Der zweite Begriff, die Rasse, ist angeboren und fasst diejenigen Individuen zusammen, die eine ähnliche Optik und einen ähnlichen Charakter haben. Der „Typus“ ist die endgültige, klare Form des Charakters und stellt die Einheit einer Menschengruppe dar, die durch gleichförmige Erziehungseinflüsse gefördert wird. Für Hitler bilden die Kinder und Jugendlichen das wertvollste Mitglied der Volksgemeinschaft, da sie das „Material“ sind, aus dem er eine neue Welt „formen“ kann. Deshalb hat für ihn die körperliche Fitness höchste Priorität. Statt „Einpumpen bloßen Wissens" (intellektuelle Erziehung), setzt er auf das „Heranzüchten kerngesunder Körper“. Das heißt, dass die Jungen für den späteren Heeresdienst vorbereitet werden (Ausbildung zum Soldaten) und die Mädchen der typischen Rolle der Hausfrau und Mutter entsprechen sollten. Das Handeln jedes einzelnen sollte dabei nach dem „Führerprinzip“ und im Sinne der Volksgemeinschaft ablaufen. Dies bedeutet, dass jeder dazu verpflichtet war, dem Führer bedingungslos zu folgen, seine Haltungen anzunehmen und keine eigene Meinung zu entwickeln, denn Hinterfragen und Widerstände...

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würden Hitler in seiner NS-Ideologie nur schaden. Das Prinzip der Volksgemeinschaft unterstreicht, dass Individualität zu Zeiten des NS verboten war, da „du nichts bist, dein Volk ist alles". Man war also am Dienste zur Volksgemeinschaft verpflichtet und ordnete sein eigenes Leben dem Volk unter. Darüber hinaus sollten Kinder und Jugendliche Vaterlandsliebe, einen Nationalstolz und einen Glauben an die Unbesiegbarkeit (Heroismus) entwickeln, um Charaktereigenschaften, wie Furchtlosigkeit, Opferbereitschaft, Abhärtung, Mut, Brutalität und Aggressivität im Krieg aufzuweisen und somit Kampfbereit gegenüber dem Gegner sein. Weitere Eigenschaften, die die Kinder im NS besitzen mussten, waren Gehorsam, Disziplin und Treue, da zur damaligen Zeit der autoritäre Erziehungsstil angewendet und bei Verstößen mit Konsequenzen, wie Schläge mit dem Rohrstock, sanktioniert wurde. Des Weiteren war die Entwicklung eines Rassesinns und Rassegefühls von Großer Bedeutung, um den Antisemitismus, somit also die NS-Ideologie, zu verbreiten. Das letzte Erziehungsideal ist der „Totalitarismus", der beschreibt, dass die NSDAP die totale Macht hatte und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Menschen überwachte. Die Erziehung im Nationalsozialismus wurde durch den Staat ausgeübt. Er hatte also die alleinige Erziehungsmacht, die Eltern wirkten nur als unterstützende Instanz, denn ihre Hauptaufgabe war es, eine „Anständige Erbmasse mitzugeben“. Aufgrund dessen, dass die Erziehung durch den Staat erfolgte und die Kinder als Mittel zum Zweck missbraucht wurden, kann man die erzieherische Funktion mit der politischen gleichsetzen. Wie bereits zuvor erwähnt, besaß der Staat die totale Macht und wollte die Kontrolle über die Kinder und Jugendlichen. Deshalb entfremdete er sie aus ihrem Elternhaus und verlagerte die Erziehung nicht nur in die Schule sondern auch in die Jugendorganisationen, wie die HJ (Hitlerjugend) und den BDM (Bund deutscher Mädel). In der Schule stand Krieg und Kampf auf dem Lehrplan und die Rassenideologie wurde den Kindern näher gebracht. Die Erziehung bzw. der Unterricht war autoritär und wurde nur von Lehrern ausgeübt, die selbst Anhänger Hitlers waren. Des Weiteren schrieb das „Reichsschutzpflichtgesetz" nur eine Schulpflicht von 8 Jahren vor, da das Wissen zweitrangig war. Im Fokus stand die körperliche Fitness, die durch vermehrten Sportunterricht und Angriffsübungen trainiert wurde. Auch die anderen Unterrichtsfächer unterschieden sich von ihren Inhalten stark vom heutigen Schulsystem. Der Religionsunterricht wurde abgeschafft, dafür aber das neue Fach „Rassenkunde“ eingeführt, um somit den Kindern die Merkmale der Juden beizubringen und sich von ihnen abzugrenzen, sie sogar als Feind anzusehen. Außerdem beschränkte sich der Geschichtsunterricht auf die deutsche Geschichte, der Biologieunterricht thematisierte Themen wie „Rassenhygiene“ und Vererbung, im Deutschunterricht wurden bekannte Schriftsteller „verbannt“ und stattdessen Hitlers „Mein Kampf" gelesen und im Mathematikunterricht das Rechnen mit Juden erlernt. Insgesamt war der Unterricht also von Drill und Gehorsam geprägt, da die Schüler ganz klar den Anweisungen der Lehrer folgen mussten. Der Lehrer „herrschte“ quasi über seine Schüler. Bei Verstößen wurden die Kinder sanktioniert. Jungen und Mädchen wurden auch in Jugendorganisationen manipuliert und in ihre typischen Rollen gedrängt, in denen der Staat sie sehen wollte. Durch gemeinsame Aktivitäten sollte ihnen die Wichtigkeit und der Zusammenhalt der Volksgemeinschaft sowie Spaß und Freude, also etwas Positives, vermittelt werden. In der HJ lag das Hauptaugenmerk auf der körperlichen Fitness der Jungen und auf der Vorbereitung auf die spätere Rolle im Krieg. Von großer Bedeutung war auch hier die selbstlose Hingabe zum Führer. Mittels Angriffs- und Schussübungen bildeten sie eine furchtlose Haltung aus. Genau dieser Aspekt wurde von ihnen als Mann in der Volksgemeinschaft verlangt, nämlich die Rolle des Kämpfers, Beschützers, Jägers und starken Helden einzunehmen. Er vertrat die Interessen nach außen und war der dominante Teil in der Familie und Gesellschaft, der die Erhaltung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft sicherte. Die Frau hingegen war ihm untergeordnet und trat ihre Aufgabe als Mutter und Hausfrau an. Sie war dafür zuständig, den Bestand des Volkes aufrecht zu erhalten, indem sie viele Kinder gebar und diese aufzog. Darüber hinaus strebte sie nach ehrlicher Schönheit. Sie stand im Schatten des Mannes, hatte keine rechte an politischen Entscheidungen und hatte kaum eine Chance auf Bildung. Genau diese Rolle und die Tugenden Pflichtbewusstsein, Gehorsamkeit und Disziplin erlernte sie im BDM. Die Mädchen hatten, wie die Jungen auch, die Pflicht, eine Uniform zu tragen. Dies sollte das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Jugendlichen ein Gefühl der Einheit geben. Ab 1936 waren alle Jugendlichen dazu verpflichtet solchen Jugendorganisationen beizutreten. Erziehung erfolgte neben der Schule, den Jugendorganisationen und zu kleinen Teilen auch aus dem Elternhaus durch Propaganda. Das lateinische Wort „propagare“ bedeutet so viel wie „ausbreiten“ und meint im NS die Verbreitung politischer Ideen durch Plakate, Sprache, Musik, Radio, Filme etc., bei der eine gezielte Beeinflussung / Manipulation / Indoktrination des Denkens, Handelns und Fühlens erreicht wird. Propaganda thematisiert meist die Wichtigkeit der Volksgemeinschaft, den Heldengedanken des Deutschen, die Vergöttlichung Hitlers und die Verherrlichung des Krieges. Gegen all diese NS-Manipulation gab es aber auch Widerstandsgruppen, wie z.B. die „Weiße Rose", die Flugblätter gegen das NS-Regime verbreitete und die Verfolgten Unterschlupf bot. Wiederstände waren aber meist passiv, da viele Gruppen hart bestraft und „Vernichtet" wurden. Erziehung nach Auschwitz nach Adorno Theodor W. Adorno ist der Begründer der „Erziehung nach Auschwitz". Er plädiert für eine Aufklärung (auch im Kindesalter) über die Verbrechen der damaligen Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs unter der nationalistischen Führung des Diktators Adolf Hitler, damit solch schreckliche Ereignisse nicht erneut stattfinden. Deshalb spielt für ihn die Erziehung zur Selbstbestimmung und Autonomie eine große Rolle, da jedes Individuum ein eigenes Denken besitzen und nicht indoktriniert werden sollte. Gerade diese Fähigkeit ist wichtig, um auch mal „Nein“ zu Dingen und Handlungen sagen zu können, mit denen man sich selbst nicht identifizieren kann und welche man für falsch hält. Adorno spricht hier von dem Erziehungsziel der Mündigkeit. Sie ist nämlich die Möglichkeit und Verpflichtung zu einem eigenen Urteil und selbstverantwortlichen Handeln sowie die selbstständige Bewältigung der Lebensanforderungen. Man ist somit selbstreflektiert, vernunftbegabt und besitzt ein soziales und demokratisches Gemeinwesen. Um die Mündigkeit zu fördern, kann man das Interesse wecken, Wissen vermitteln, die Handlungsfähigkeit, die moralischen Konzepte und das Urteilsvermögen fördern, als auch die Absichten junger Menschen respektieren. Ein weiterer Aspekt in Adornos Theorie ist der Begriff der „Emanzipation“. Sie stellt einen Erziehungs- und Lernprozess dar, bei dem Freiheiten gelassen und die Ich- Stärke aufgebaut werden sollte. Des Weiteren ist sie die Selbstständigkeit des Denkens, Urteilens und Entscheidens und somit eine Befreiung aus sozialen Rollen des politischen Systems. Unzufriedenheit über die Misslage im deutschen Reich - Hitler: Faszination und Ausschaltung des Gewissens - Nach Hitlers Tod: Enttäuschung und Scham, Gefühl verraten worden zu sein -> Dann Haltung: „Dafür können wir doch nichts!" Entblößung Schamgefühl Unverständnis Überwogen die Trauer Die Unfähigkeit zu trauern Die Unfähigkeit zu trauern (Mitscherlich & Mitscherlich) Mitscherlich und Mitscherlich haben mit ihrem psychoanalytischen Erklärungsansatz versucht, psychologisch zu erklären, warum sich ein ganzes Volk von einem Diktator hat führen und manipulieren lassen. Nach dem Zerfall des Kaiserreichs bzw. nach der Niederlage des ersten Weltkriegs ging es den deutschen Bürgern ökonomisch, sozial und kulturell sehr schlecht, da Deutschland komplett zerstört war. Hitler kam zu diesem Zeitpunkt für die Menschen gerade richtig, weil er ihnen Abhilfe und Sicherheit versprach. Er stellte sich als den idealen, charismatischen Führer dar, der Deutschland wieder aufbaut, stärkt und eine funktionierende Volksgemeinschaft bildet. Er war das existierende Ideal der Menschen, dem man folgen wollte, also quasi wie ein „Liebesobjekt". Mitscherlich und Mitscherlich beschrieben das Instanzenmodell nach dem Psychoanalytiker Sigmund Freud so: Das „Ich“ verschmolz mit dem „Ich-Ideal“ (Führer Hitler), sodass die eigene Individualität und Identität abgelegt und stattdessen eine Identifikation mit Hitler stattfand. Jeder Mensch war nun ein nationalsozialistisch-denkender Mensch. Darüber hinaus ist das „Ich“ nun kein Vermittler mehr zwischen dem „Es“ und dem „Über- Ich“, sondern unterdrückt beide Instanzen, da beispielsweise beim „Über-Ich“ das „alte Gewissen" für die neuen Werte und Normenvorstellungen Hitlers „geopfert“ wurden. Das „Es“ hat den starken Trieb nach Gemeinschaft und das Bedürfnis nach Schutz, Geborgenheit und Zuversicht. Identitätskrisen und Lösungsversuche nach Hermann Giesecke Hitler gab den Menschen die verlorene Identität wieder -> Identifizierung mit dem NS - Identität ist ein soziales Phänomen, welches sich einstellt, wenn sich Menschen zugehörig und anerkannt fühlen NS-Ideologie bietet Antworten zu existenziellen Fragen wie „Wer bin ich?" - als soziale Tatsache bedenkt Identität auch immer Abgrenzung -> Abgrenzung von anderen Gruppen und Feindschaft bei schwachen Wir-Gefühl (andere Meinungen und Rassen „verletzen“ die eigene Identität und deshalb müssen diese „beseitigt" werden) diese Gruppenidentität bot soziale Geborgenheit und einen anerkannten Status Heute: Man muss aufpassen, dass man nicht auf falsche soziale Rückmelder reinfällt (z.B. Sekten oder rechtsextreme Gruppen). Konsequenzen Heute - Übersensibilität <==> Offenheit - politische Aktivität - verstärkte Auseinandersetzung im Unterricht - demokratische Erziehung - aktiver Widerstand