Hitlerjugend (HJ) und Bund Deutscher Mädel (BDM)
Die Hitlerjugend (HJ) und der Bund Deutscher Mädel (BDM) waren die wichtigsten Jugendorganisationen im Nationalsozialismus. Was tat Baldur von Schirach? Als Reichsjugendführer leitete er diese Organisationen und war für ihre Ausrichtung verantwortlich.
Der BDM hatte folgende Ziele:
- Erziehung zu körperlich und seelisch widerstandsfähigen Mädchen
- Vorbereitung auf die Rolle als Mutter und Ehefrau
- Charakterbildung durch Erlernen von Disziplin und Gehorsam
Die Altersdifferenzierung im BDM war wie folgt:
- Jungmädelbund (10-14 Jahre)
- Bund Deutscher Mädel (14-18 Jahre)
- BDM-Werk "Glaube und Schönheit" (18-21 Jahre)
- Nationalsozialistische Frauenschaft (ab 21 Jahre)
Die Hitlerjugend zeichnete sich durch folgende Merkmale aus:
- Ab 1939 verpflichtende Mitgliedschaft für alle Jugendlichen
- Erlebnispädagogik durch Uniformen, Lieder, Märsche und gemeinsame Aktivitäten
- Förderung von Kameradschaft und Wir-Gefühl
- Vorbereitung auf den Krieg durch Sport, Zeltlager und Schießübungen
Example: Typische HJ-Aktivitäten waren Heimabende, Zeltlager, Märsche und paramilitärische Übungen.
Die Entwicklung der HJ und des BDM lässt sich in drei Phasen einteilen:
- Phase der Formierung (1933)
- Phase der Konsolidierung
- Phase der Radikalisierung (1938-Kriegsende)
Die NS-Ideologie durchdrang auch die Schulen:
- Lehrplanänderungen, z.B. Einführung von "Rassenkunde" im Biologieunterricht
- Vermittlung der Erkennbarkeit "minderwertiger" Menschen
- Enge Verzahnung von Schulunterricht und HJ/BDM-Aktivitäten
Quote: "Von der Jugend hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab."
Diese Aussage verdeutlicht die zentrale Bedeutung, die das NS-Regime der Jugenderziehung beimaß.




