Überblick der Entwicklungstheorien
Die Entwicklungspsychologie umfasst verschiedene theoretische Ansätze, die für das Verständnis menschlicher Entwicklung grundlegend sind:
- Freud: Psychosexueller Ansatz mit Entwicklungsstadien und Persönlichkeitsinstanzen
- Erikson: Psychosozialer Ansatz mit acht Entwicklungsstufen
- Piaget: Kognitive Entwicklung in vier Hauptstadien
- Kohlberg: Moralische Entwicklung auf drei Ebenen
- Mead: Sozialisation als Rollenlernen durch Interaktion
- Weitere Theoretiker: Hurrelmann, Rauchfleisch, Krappmann, Montessori und Klafki
Freud entwickelte mehrere Kernkonzepte:
- Das Eisbergmodell des Bewusstseins
- Die Persönlichkeitsinstanzen Es, Ich und Über-Ich
- Die Psychoanalyse als therapeutische Methode
- Abwehrmechanismen als psychische Schutzfunktionen
- Entwicklungsstadien der psychosexuellen Entwicklung
Schlüsselkonzept: Die Freud Phasen Tabelle umfasst die orale, anale, phallische, Latenz- und genitale Phase. Diese psychosexuelle Entwicklung Phasen Modell beschreibt, wie Kinder durch verschiedene Phasen der sexuellen Entwicklung gehen, wobei die Libido sich auf verschiedene Körperzonen konzentriert.
Erikson erweiterte Freuds Arbeit mit:
- Einem umfassenden Identitätsbegriff
- Acht Entwicklungsstufen, die lebenslange Entwicklung abbilden
Piaget beschrieb die kognitive Entwicklung durch folgende Konzepte:
- Äquilibration, Assimilation, Schema, Akkomodation, Adaption
- Vier Hauptstadien:
- Sensomotorisches Stadium (0-2 Jahre): Verstehen durch Sinne und Motorik
- Präoperationales Stadium (2-7 Jahre): Animistisches Denken
- Konkret-operationales Stadium (7-12 Jahre): Entwicklung von Empathie
- Formal-operationales Stadium (11-13 Jahre): Abstraktes Denken




