Pädagogik /

Pädagogik Heitmeyer

Pädagogik Heitmeyer

 Abi 2021
Zur Person:
Wilhelm Heitmeyer - Ungureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem
Verhalten
1945-heute
Professor für

Pädagogik Heitmeyer

user profile picture

mimi

610 Followers

Teilen

Speichern

919

 

11/12/10

Lernzettel

Zusammenfassung Heitmeyer

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Abi 2021 Zur Person: Wilhelm Heitmeyer - Ungureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem Verhalten 1945-heute Professor für Erziehungswissenschaft spezialisiert auf Forschungen zu Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit mit Hinblick auf Sozialisation Erklärt gewalttätiges und aggressives Verhalten als Folge von Desintegrationserfahrungen & Perspektivlosigkeit O Jugendliche versuchen diese mit Gewalt zu kompensieren. Individualisierung: Der Jugendliche löst sich in der Adoleszenz aus alten Fixierungen und muss eine eigene Identität aufbauen O Alte Erfahrungen und Fähigkeiten in eine neue Identität Ziele: Platzierung & Präsentation zwecks Aufstieges, Sicherung & Erwerb von Statuspositionen = Kampf um Anerkennung & Akzeptanz kapitalistische Marktgesellschaft = Individualisierungsprozess als Konkurrenzkampf → erfordert eigenständige Lebensplanungskonzepte (aus biografischen, aktuellen, zukünftigen Erfahrungen, Entstehung& Chancen ihrer Realisierung stark an die jeweiligen Milieus gebunden) Ein eigenes ,,Selbst" entwerfen, was aufgrund der Pluralisierung von Lebensstilen immer schwieriger wird Große Mobilität Vorgehensweisen bei der Realisierung: O aktive Problemlösungsversuche, apathisches/ fatalistisches Geschehen lassen, gewaltförmige Handlungsweisen (Durchsetzung, aber Schädigungen) Durch wachsende Entscheidungsfreiheiten ergeben sich jedoch auch mehr Entscheidungszwänge, die bewältigt werden müssen Gewaltpotenziale O Ambivalenz/ Unsicherheit/ Verunsicherung (Erfahrungen) O Desintegrationspotenziale : Desintegrationspotenziale: wichtige Aspekte: O Gewaltbilligung & Gewaltbereitschaft werden in der individuellen Sozialisation erlernt O in bestimmten Interaktionskontexten schlagen diese in Gewalttätigkeit um O für den Gewalttäter hat sein Handeln einen subjektiven Sinn (konstruiert sich eine Legitimation für sein Handeln) Definition von Desintegration: Desintegrationserfahrungen/ -potenziale: 1. Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen/Vergemeinschaftsformen: O Rapide Veränderung in Familienkonstellationen O Emotionale Desintegration O Fehlende Anerkennung O O 3. O Schattenseiten der Individualisierung Konkrete Erfahrungen Jugendliche finden kaum...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

gesellschaftlichen Anschluss & kaum Möglichkeiten der Unterstützung Verunsicherung: Erziehungswissenschaften O Veränderung im Lebensrhythmus 2. Auflösung oder Gefährdung über gemeinsame soziale Werte- und Normvorstellungen: Ergebnis: allgemeine Verunsicherung durch Wertepluralisierung O Abnehmende gesellschaftliche Teilhabe: O Freizeitangebote, ehrenamtliche Arbeit, Sportvereine Wann trifft Verunsicherung auf? Unlösbarkeit Geschwisterloses Aufwachsen Inkonsistentes Verhalten O O Unberechenbarkeit bei zukünftigen Ereignissen & Anforderungen O Diskrepanzen zwischen Selbstwert & Erwartungen Versagen Faktoren - Beeinflussung des Ausmaßes der Verunsicherung: oo C erstellt am 05.04.2021 Förderung der Verunsicherung: O O Zusammenwirken zwischen inneren und äußeren Faktoren, d.h. wie der Jugendliche es schafft, die Verunsicherungen zu verarbeiten, beeinflusst natürlich die Art und den Umfang der Verunsicherung O O O oder zwischen Inkonsistenz zwischen Erwartungen, dem tatsächlichen Status & dem Verhalten der Bezugsperson Unerklärbarkeit, z.B. für Ausgrenzung Konformitätsdruck (Unterdrückung der Individualität) Fehlende Unterstützung der Familie Ambivalenzen Materieller Besitz Abi 2021 Verhinderung der Verunsicherung: O O ο ο ο ο ο O O O O O O vielseitige Bildung & außerschulische Vereine → schulische Defizite & damit verbundenes Anerkennungsdefizit können durch außerschulische Anerkennung kompensiert werden Ursachen für Gewalt: Gewalt entsteht dann, wenn Desintegrationserfahrungen mit anderen Faktoren vermittelt werden, z. B. das Gefühl der Nicht- Anerkennung, der Orientierungslosigkeit, der Machtlosigkeit, der Benachteiligung etc. hohes Maß von Integration auf einer Ebene kann Desintegrationserfahrungen auf anderen Ebenen kompensieren, eine Kopplung von Desintegrationserfahrungen auf mehreren Ebenen verstärkt Wahrscheinlichkeit dysfunktionaler Problemverarbeitung O Zunahme von Desintegrations- und Verunsicherungspotenzialen O Machtlosigkeit & Orientierungslosigkeit + Desintegration => Anerkennungsdefizite => Abwertung O Gewalterfahrungen O Gutes Familien- und Freundesklima ■ Kritische Würdigung: Rückgriff auf Erfahrungswissen Hilfe bei der Jobsuche Angebote für Freizeit erhöhen Erziehungswissenschaften Die vier Formen von Gewalt (bei einer negativen Individualisierung): O Aufmerksamkeit, Hilfestellung, Zuneigung, Verlässlichkeit Desintegrationserfahrungen ersparen & zu Anerkennung verhelfen Verbesserung der Bildungschancen für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern weniger schulische Misserfolge → höheres Selbstwertgefühl → verbesserte Chancen auf ökonomische und soziale Teilhabe durch bessere Berufsaussichten Gewalt als Lösung von Problemen Individualisierung schwächt das Sozailverhalten ■ Expressive Gewalt (zur Selbstreflektierung des Ichs, Einzigartigkeit, Langeweile) ■ Die Folgen des eigenen Handelns für andere werden nicht mehr berücksichtigt Gewaltschwellen sinken und Gewalt als Problemlösung steigt Gegen ein beliebiges Opfer, um Aufmerksamkeit zu erlangen (unkalkulierbar) Instrumentelle Gewalt (zur Realisierung des geforderten Selbstdurchsetzen, als Mittel für Problemlösungen) Gegen ein gezieltes Opfer mit geplanten Folgen, zur Problemlösung genutzt Sicherung von Positionen, wenn Durchsetzungschancen sinken Zielt auf Vorteile Einzelner (kalkulierbar) Regressive Gewalt (zur ethnischen Überlegenheit) ■ Gegen nationale, ethnische Kategorien, um Desintegrationspotenziale aufzulösen Zielt auf Abgrenzung, Ausgrenzung von Gruppen Autoaggressive Gewalt (zur Wahrnehmung durch andere) ■ Wenn es keinen anderen Ausweg gibt Aggressive Handlung gegen sich selbst Zielt auf Zerstörung der eigenen Unversehrtheit erstellt am 05.04.2021 Pro Ⓒ zeigt, dass pädagogisches Handeln gesellschaftlichen Paradoxien nicht ausweichen kann Ⓒzeigt, dass alle Kinder bedingungslos als gleichwertig angesehen werden müssen Ⓒzeigt, dass gesellschaftliche Ungleichheit immer wieder neu problematisiert werden muss Contra Ⓡ Unsicherheitsfaktoren sind in wesentlichen Umbruchsphasen des Lebens (z. B. dem Eintritt in das Schulalter, den Übergang ins Berufsleben, Heirat, Kinder) auszumachen → Mensch lernt im Laufe seines Lebens diese Desintegrationserfahrungen zu kompensieren Menschen verfügen über eine unterschiedliche Vulnerabilität, mit Krisen fertig zu werden → individuellen Verarbeitungsmuster bleiben bei Heitmeyer unberücksichtigt beschäftigt sich in seiner Analyse nicht mit der Gruppe der sozial gut eingebundenen, gesellschaftlich abgesicherten Jugendlichen → Blickwinkel richtet sich bei ihm allein auf marginalisierte Jugendliche, die von Deprivationserfahrungen besonders betroffen sind

Pädagogik /

Pädagogik Heitmeyer

user profile picture

mimi  

Follow

610 Followers

 Abi 2021
Zur Person:
Wilhelm Heitmeyer - Ungureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem
Verhalten
1945-heute
Professor für

App öffnen

Zusammenfassung Heitmeyer

Ähnliche Knows

user profile picture

3

Sozialpsychologischer Desintegrationsansatz nach Wilhelm Heitmeyer

Know Sozialpsychologischer Desintegrationsansatz nach Wilhelm Heitmeyer thumbnail

2

 

12/13

M

2

Wilhelm Heitmeyer

Know Wilhelm Heitmeyer  thumbnail

41

 

11/12/13

user profile picture

Heitmeyer und Rauchfleisch

Know Heitmeyer und Rauchfleisch  thumbnail

114

 

11/12

user profile picture

5

Gewalttheorie W. Heitmeyer

Know Gewalttheorie W. Heitmeyer thumbnail

39

 

11/12

Abi 2021 Zur Person: Wilhelm Heitmeyer - Ungureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem Verhalten 1945-heute Professor für Erziehungswissenschaft spezialisiert auf Forschungen zu Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit mit Hinblick auf Sozialisation Erklärt gewalttätiges und aggressives Verhalten als Folge von Desintegrationserfahrungen & Perspektivlosigkeit O Jugendliche versuchen diese mit Gewalt zu kompensieren. Individualisierung: Der Jugendliche löst sich in der Adoleszenz aus alten Fixierungen und muss eine eigene Identität aufbauen O Alte Erfahrungen und Fähigkeiten in eine neue Identität Ziele: Platzierung & Präsentation zwecks Aufstieges, Sicherung & Erwerb von Statuspositionen = Kampf um Anerkennung & Akzeptanz kapitalistische Marktgesellschaft = Individualisierungsprozess als Konkurrenzkampf → erfordert eigenständige Lebensplanungskonzepte (aus biografischen, aktuellen, zukünftigen Erfahrungen, Entstehung& Chancen ihrer Realisierung stark an die jeweiligen Milieus gebunden) Ein eigenes ,,Selbst" entwerfen, was aufgrund der Pluralisierung von Lebensstilen immer schwieriger wird Große Mobilität Vorgehensweisen bei der Realisierung: O aktive Problemlösungsversuche, apathisches/ fatalistisches Geschehen lassen, gewaltförmige Handlungsweisen (Durchsetzung, aber Schädigungen) Durch wachsende Entscheidungsfreiheiten ergeben sich jedoch auch mehr Entscheidungszwänge, die bewältigt werden müssen Gewaltpotenziale O Ambivalenz/ Unsicherheit/ Verunsicherung (Erfahrungen) O Desintegrationspotenziale : Desintegrationspotenziale: wichtige Aspekte: O Gewaltbilligung & Gewaltbereitschaft werden in der individuellen Sozialisation erlernt O in bestimmten Interaktionskontexten schlagen diese in Gewalttätigkeit um O für den Gewalttäter hat sein Handeln einen subjektiven Sinn (konstruiert sich eine Legitimation für sein Handeln) Definition von Desintegration: Desintegrationserfahrungen/ -potenziale: 1. Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen/Vergemeinschaftsformen: O Rapide Veränderung in Familienkonstellationen O Emotionale Desintegration O Fehlende Anerkennung O O 3. O Schattenseiten der Individualisierung Konkrete Erfahrungen Jugendliche finden kaum...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

gesellschaftlichen Anschluss & kaum Möglichkeiten der Unterstützung Verunsicherung: Erziehungswissenschaften O Veränderung im Lebensrhythmus 2. Auflösung oder Gefährdung über gemeinsame soziale Werte- und Normvorstellungen: Ergebnis: allgemeine Verunsicherung durch Wertepluralisierung O Abnehmende gesellschaftliche Teilhabe: O Freizeitangebote, ehrenamtliche Arbeit, Sportvereine Wann trifft Verunsicherung auf? Unlösbarkeit Geschwisterloses Aufwachsen Inkonsistentes Verhalten O O Unberechenbarkeit bei zukünftigen Ereignissen & Anforderungen O Diskrepanzen zwischen Selbstwert & Erwartungen Versagen Faktoren - Beeinflussung des Ausmaßes der Verunsicherung: oo C erstellt am 05.04.2021 Förderung der Verunsicherung: O O Zusammenwirken zwischen inneren und äußeren Faktoren, d.h. wie der Jugendliche es schafft, die Verunsicherungen zu verarbeiten, beeinflusst natürlich die Art und den Umfang der Verunsicherung O O O oder zwischen Inkonsistenz zwischen Erwartungen, dem tatsächlichen Status & dem Verhalten der Bezugsperson Unerklärbarkeit, z.B. für Ausgrenzung Konformitätsdruck (Unterdrückung der Individualität) Fehlende Unterstützung der Familie Ambivalenzen Materieller Besitz Abi 2021 Verhinderung der Verunsicherung: O O ο ο ο ο ο O O O O O O vielseitige Bildung & außerschulische Vereine → schulische Defizite & damit verbundenes Anerkennungsdefizit können durch außerschulische Anerkennung kompensiert werden Ursachen für Gewalt: Gewalt entsteht dann, wenn Desintegrationserfahrungen mit anderen Faktoren vermittelt werden, z. B. das Gefühl der Nicht- Anerkennung, der Orientierungslosigkeit, der Machtlosigkeit, der Benachteiligung etc. hohes Maß von Integration auf einer Ebene kann Desintegrationserfahrungen auf anderen Ebenen kompensieren, eine Kopplung von Desintegrationserfahrungen auf mehreren Ebenen verstärkt Wahrscheinlichkeit dysfunktionaler Problemverarbeitung O Zunahme von Desintegrations- und Verunsicherungspotenzialen O Machtlosigkeit & Orientierungslosigkeit + Desintegration => Anerkennungsdefizite => Abwertung O Gewalterfahrungen O Gutes Familien- und Freundesklima ■ Kritische Würdigung: Rückgriff auf Erfahrungswissen Hilfe bei der Jobsuche Angebote für Freizeit erhöhen Erziehungswissenschaften Die vier Formen von Gewalt (bei einer negativen Individualisierung): O Aufmerksamkeit, Hilfestellung, Zuneigung, Verlässlichkeit Desintegrationserfahrungen ersparen & zu Anerkennung verhelfen Verbesserung der Bildungschancen für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern weniger schulische Misserfolge → höheres Selbstwertgefühl → verbesserte Chancen auf ökonomische und soziale Teilhabe durch bessere Berufsaussichten Gewalt als Lösung von Problemen Individualisierung schwächt das Sozailverhalten ■ Expressive Gewalt (zur Selbstreflektierung des Ichs, Einzigartigkeit, Langeweile) ■ Die Folgen des eigenen Handelns für andere werden nicht mehr berücksichtigt Gewaltschwellen sinken und Gewalt als Problemlösung steigt Gegen ein beliebiges Opfer, um Aufmerksamkeit zu erlangen (unkalkulierbar) Instrumentelle Gewalt (zur Realisierung des geforderten Selbstdurchsetzen, als Mittel für Problemlösungen) Gegen ein gezieltes Opfer mit geplanten Folgen, zur Problemlösung genutzt Sicherung von Positionen, wenn Durchsetzungschancen sinken Zielt auf Vorteile Einzelner (kalkulierbar) Regressive Gewalt (zur ethnischen Überlegenheit) ■ Gegen nationale, ethnische Kategorien, um Desintegrationspotenziale aufzulösen Zielt auf Abgrenzung, Ausgrenzung von Gruppen Autoaggressive Gewalt (zur Wahrnehmung durch andere) ■ Wenn es keinen anderen Ausweg gibt Aggressive Handlung gegen sich selbst Zielt auf Zerstörung der eigenen Unversehrtheit erstellt am 05.04.2021 Pro Ⓒ zeigt, dass pädagogisches Handeln gesellschaftlichen Paradoxien nicht ausweichen kann Ⓒzeigt, dass alle Kinder bedingungslos als gleichwertig angesehen werden müssen Ⓒzeigt, dass gesellschaftliche Ungleichheit immer wieder neu problematisiert werden muss Contra Ⓡ Unsicherheitsfaktoren sind in wesentlichen Umbruchsphasen des Lebens (z. B. dem Eintritt in das Schulalter, den Übergang ins Berufsleben, Heirat, Kinder) auszumachen → Mensch lernt im Laufe seines Lebens diese Desintegrationserfahrungen zu kompensieren Menschen verfügen über eine unterschiedliche Vulnerabilität, mit Krisen fertig zu werden → individuellen Verarbeitungsmuster bleiben bei Heitmeyer unberücksichtigt beschäftigt sich in seiner Analyse nicht mit der Gruppe der sozial gut eingebundenen, gesellschaftlich abgesicherten Jugendlichen → Blickwinkel richtet sich bei ihm allein auf marginalisierte Jugendliche, die von Deprivationserfahrungen besonders betroffen sind