Freuds Modell der Psychosexuellen Entwicklung
Freuds Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung beschreibt fünf aufeinanderfolgende Stadien, die jedes Kind durchläuft. Diese Entwicklungsphasen nach Freud sind entscheidend für die Persönlichkeitsbildung.
Die Orale Phase
In dieser ersten Phase der psychosexuellen Entwicklung Freud steht die Mundregion im Mittelpunkt des Lustgewinns.
Example: Saugen und Nuckeln sind typische lustvolle Aktivitäten in dieser Phase.
- Das Es ist in dieser Phase vorherrschend
- Fixierungen können zu übermäßigem Essverhalten oder Rauchen führen
- Wichtig für die Erziehung: Zuneigung und Zuwendung bieten, Erfolge und Enttäuschungen zulassen
Die Anale Phase (2-3 Jahre)
In der analen Phase nach Freud erfahren Kinder Lustgewinn durch das Ausscheiden und Zurückhalten von Exkrementen.
- Aufbau einer Beziehung zum Ich und zum eigenen Körper
- Fixierungen können zu übermäßigem Ordnungs- oder Hygienedrang führen
- Erziehungstipp: Freiheiten lassen, aber auch Grenzen setzen
Die Phallische Phase (4-5 Jahre)
Die phallische Phase nach Freud ist gekennzeichnet durch die Erforschung des eigenen Körpers und der Geschlechtsorgane.
Definition: Der Ödipuskomplex beschreibt das Begehren des gegengeschlechtlichen Elternteils in dieser Phase.
- Ausbildung des Über-Ich
- Mädchen entwickeln "Penisneid", Jungen "Kastrationsangst"
- Erziehungstipp: Ideale Verbote und Gebote vorleben, harmonisches Familienklima schaffen
Die Latenzphase (6-12 Jahre)
In der Latenzphase tritt die Sexualität in den Hintergrund, um die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten zu fördern.
- Wichtig für die Erziehung: Freiheiten zur Persönlichkeitsentwicklung geben
Die Genitale Phase (ab 12 Jahren)
Die genitale Phase Freud markiert das Erwachen der Sexualität und den Beginn der Pubertät.
- Steigende sexuelle Lust nach einem Partner
- Ablösung von den Eltern
Highlight: Die erfolgreiche Bewältigung aller Phasen ist laut Freud entscheidend für eine gesunde psychosexuelle Entwicklung.



