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Pädagogik

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 1.
Die von Kurt Lewin beschriebenen Erziehungsstile sind deutlich mit drei der vier Erziehungsstile
Hurrelmanns vergleichbar und weisen ein
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Ausführungen zur Erziehung in den 50er und 60er Jahren; verschiedene Erziehungsstile nach Hurrelman und Lewin; Friedrich Nietsche "von den drei Verwandlungen" Erklärung

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1. Die von Kurt Lewin beschriebenen Erziehungsstile sind deutlich mit drei der vier Erziehungsstile Hurrelmanns vergleichbar und weisen einige Gemeinsamkeiten, jedoch auch Unterschiede auf. Beginnend mit dem von Lewin definierten ,,autokratischen Führungsstil", welcher sich stark mit dem von Hurrelmann erklärten „autoritären Stil" in Verbindung setzen lässt. Beide der oben genannten Erziehungsstile beruhen hauptsächlich auf dem autoritären Verhalten der Gruppenleitung, bei welcher diese streng und konsequent Regeln vorgibt und diese kontrolliert. Das Verhalten der Kinder wird intensiv und aktiv gesteuert und ihnen werden wenige bis gar keine Freiheiten gelassen. Eine weitere Gemeinsamkeit teilen die beiden in dem Fordern und der Förderung blindem Gehorsams, den Kindern werden die vorgeschrieben Regeln nicht erklärt und auch bei Lewins Versuch eines Gruppenprojektes wird nur der jeweils nächste Arbeitsschritt erklärt, ohne die Kinder über das Gesamtvorgehen, die Maßnahmen oder das zukünftige Vorgehen aufzuklären, da von den Kindern keine Nachfrage erwünscht ist, sondern blindes Vertrauen, Unterwerfung und Gehorsam gefordert wird. Des Weiteren sind beide Stile dadurch definiert, dass von der Gruppenleitung, bzw. den Eltern nur ein richtiger Weg" vorgeben wird und kein Platz für Wahl oder Individualität gelassen wird. Bei beiden Stilen ist eine klare hierarchische Rangordnung zu erkennen, welche die Gruppenleitung, bzw. Eltern als Führer und die Kinder als folgsame Untergeordnete festlegt. Diese dadurch entstehende Überlegenheit der Gruppenleitung lässt sie die Kinder stets...

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spüren, um die Hierarchie zu betonen und die Kinder immer wieder daran zu erinnern. Die Beziehung zwischen den beiden Parteien ist oftmals kalt und unfreundlich, was zu der, von Lewin beobachteten aggressiven Rebellion führen kann. Trotz den überwiegenden Gemeinsamkeiten gibt es jedoch auch wenige Unterschiede, die die beiden Stile differenzieren. Beispielsweise wird bei Lewins autokratischem Führungsstil das Lob zwar subjektiv und auf die Person selbst bezogen, anstatt dem, was sie kreiert, gehalten, jedoch findet eine Belohnung statt, was bei Hurrelmanns autoritärem Stil kaum der Fall zu sein scheint. Auch wird bei Hurrelmanns Definition noch stärker auf das persönliche Ausleben der erziehenden Person konzentriert, als bei der von Lewin. Weiterführend mit Lewins „demokratischem Führungsstil", welcher Ähnlichkeiten mit Hurrelmanns ,,permissiven Stil" aufweist, gehen hier die Definitionen ebenfalls kaum auseinander. Lewin und Hurrelmann definieren ihre Stile durch die Festlegung grundlegender, jedoch grober Regelungen und Vorhaben und der sonstigen starken Kontrolle und Freiheit der Kinder. In Lewins Versuch darf die Gruppe selber die Vorgehensweise bestimmen, während die Gruppenleitung, abgesehen von Ratschlägen ö.ä., nur sehr selten eingreift. Die Kinder übernehmen die Planung anhand von demokratischen Gruppenentscheidungen und übernehmen die komplette Verantwortung für das Vorgehen und die späteren Resultate. Die Gruppenleitung ist eher ein passiver Mitarbeiter und hilft den Kindern mit Vorschlägen und anderen Möglichkeiten, aus denen die Kinder wählen dürfen, was ihnen Individualität und Freiraum gewehrt. Auch bei Hurrelmanns Beschreibung bieten die Eltern zwar stets Hilfestellung, wo sie gewünscht und benötigt wird, lassen die Kinder aber größtenteils die Entscheidung und Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen. Die Beziehung ist ebenfalls ein Aspekt, bei dem sich diese beiden Stile ähneln, da bei beiden eine gute und freundschaftliche Beziehung angestrebt wird. Als letzten Vergleich steht nun der von Lewin als „Laissez-faire-Stil" bezeichnete Führungsstil Hurrelmanns ,,vernachlässigende Stil" gegenüber. Diese beiden Stile weisen auch viele starke Gemeinsamkeiten auf. Sie sind hauptsächlich durch die Passivität der Gruppenführung, bzw. der Eltern definiert. Bei Lewins Versuch lässt die Leitung den Kindern allen Freiraum und ist zwar für Ratschläge anwesend und gibt diese freundlich, lässt die Kinder jedoch machen, was sie wollen, Greift nicht in ihr Vorhaben ein und gibt keinerlei Anweisungen oder Regeln. Auch bei Hurrelmanns Erziehungsstil sind die Eltern zwar anwesend, schenken dem Kind jedoch kaum Aufmerksamkeit und lassen es mache, was immer es will. Bei keinem der beiden Stile findet eine Wertung des Verhaltens der Kinder statt und die Beziehung zwischen den beiden Parteien ist sehr distanziert, oder kaum bis gar nicht vorhanden, da sich die Leitung, bzw. die Eltern nicht um diese bemühen. Quellen: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" Kurt Lewin - ,,Geschichtliches zur Erziehungsforschung" 1. In Klaus Hurrelmanns Text „Welche Erziehungsstile lassen sich unterscheiden?" definiert er die vier unterschiedlichen Erziehungsstile und definiert den seiner Meinung nach korrektesten Erziehungsstil als einem Fünften, welcher eine Kombination der zuvor genannten Extremen darstellt. Im Interview M6, welches eines zwischen der Zeitung „DIE ZEIT" und dem Pädagogen Bernhard Bueb und dem Familientherapeuten Jesper Juul stattfinden. In diesem diskutieren die Teilnehmer um die steigende Unsicherheit von Eltern der modernen Zeit, bezüglich der möglichen Erziehungsmaßnahmen. Das Interview selbst beginnt mit der Beschreibung des alten, früher weit verbreiteten und von Hurrelmann als den „autoritär" bezeichneten Erziehungstils. Laut Juul und Bueb existiert der Erziehungsstil in dieser alten Form nicht mehr, jedenfalls ist er nicht mehr die eine und einzige, ,,korrekte" Möglichkeit sein Kind zu erziehen, da es heutzutage unzählige andere und verschiedene Stile gibt, wie Hurrelmann sie erläutert. Dieser „alte“ Stil scheint jedoch zwar deutlich weniger vertreten geworden sein und wird heute eher vermieden. Er existiert laut Hurrelmann aber noch als einer der vier extremen Erziehungsstile. Die im Interview hauptsächlich thematisierte Unsicherheit der Eltern durch die vielen unterschiedlichen Erziehungsmöglichkeiten wird also durch Hurrelmanns Definition der verschiedenen Stile gestärkt. Diese seien nämlich nicht die einzigen und laut Hurrelmann auch nicht die richtigen Möglichkeiten, sein Kind zu erziehen, da sie keine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind garantieren. Jedoch gibt es noch Variationen zwischen den einzelnen, von denen eine bestimmte, laut Hurrelmann, die „goldene Mitte“ (Z.50) die für die Entwicklung und Erziehung des Kindes die am vorteilhafteste sei. Diese oben genannte „korrekte, goldene Mitte" zu finden sei jedoch schwer und wird ebenfalls von Juul und Bueb als Herausforderung bezeichnet, da Eltern oft nicht wissen, wie sie die richtige Variation aus ,,Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse“ (Z.7) und „Ausübung elterlicher Autorität" (Z.8) erreichen können und nichts falsch machen wollen. Durch genau diese von Juul und Bueb beschriebene Unsicherheit und Unwissenheit greifen die Eltern zu den einfacher erscheinenden, von Hurrelmann definierten Extremen, die ihnen ein festes Erziehungsmodell und damit durch beispielsweise Autorität die Möglichkeit gibt, ihre Unsicherheit zu verbergen. Dies schadet jedoch laut allen drei Experten dem Kind, seiner Entwicklung, Erziehung und der Beziehung zwischen Eltern und Kind. In beiden Texten wird eine, wie bereits oben erwähnte „korrekte“ Erziehungsmethode genannt, jedoch nur grob und relativ generell definiert, da eine detaillierte Beschreibung durch Variationen der persönliche, familiären Umstände nicht möglich ist. Es gibt keine einzige und wahre Lösung, da diese nicht auf jedes Individuum anwendbar wäre. Bei beiden Texten werden jedoch ähnliche Aspekte als grundlegende Voraussetzung einer guten Erziehung genannt. Dazu zählend, eine Balance zwischen Autorität der Eltern und Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes, ohne beide zu extrem anzuwenden. Des Weiteren, dass die Eltern sich nicht als unbezwingbare und über allem anderen stehende Macht zeigen, sondern sich und ihrem Kind eigestehen, dass auch sie Menschen sind, die nicht perfekt sein und Fehler machen können, ihre jedoch mächtige Position als Eltern sichtbar machen. Auch hier ist eine Balance gefragt, die schwer zu erreichen sei. Schließlich betonen alle drei Experten, dass die Beziehung zwischen dem Erziehenden und dem zu Erziehenden eine sehr wichtige Rolle in der Erziehung spiele. Quellen: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" Interview von DIE ZEIT mit Bernhard Bueb und Jesper Juul - „Ist das zu viel verlangt?" 2. Hurrelmann scheint sich intensiv mit dem Thema der Erziehungsstile befasst und sie logisch in ihre vier Extremen aufgeteilt zu haben. Seine Definitionen dieser und Argumentation gegen ihre Effizienz sind gut nachvollziehbar, wobei er bedauerlicherweise jedoch nur das Argument der fehlenden Garantie für eine sichere Beziehung zwischen Eltern und Kind nennt, ohne dies weiter zu erläutern. Seine Schlussfolgerung bezüglich der ,,korrekten" Kombination, welche er als ,,goldenen Mitte" (Z.50) bezeichnet sehe ich als logisch erarbeitetes Konzept, welches wie ein sehr effizienter und vorteilhafter Erziehungsstil erscheint. Hurrelmanns Definition ist sehr generell und oberflächlich formuliert, was natürlich die Anwendung auf beliebige familiäre Situationen und Verhältnisse ermöglicht, jedoch auch weitere Unsicherheiten bei Erziehungsberechtigten verursachen kann und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten seiner Worte ermöglicht. Abgesehen von diesen eher kleinlichen Mängeln sehe ich Hurrelmanns Lösung als potentiell sehr hilfreich an. Nicht nur hilft die Argumentation und Definition dabei, einen bestimmten Erziehungsstil zu definieren und sich diesem bewusst zu sein, es kann möglicherweise auch Eltern, die, bewusst oder unbewusst, den definierten Extremen folgen, sich von diesen zu lösen. Die Schlussfolgerung gibt die Möglichkeit die einzelnen Aspekte der Extremen zu erkennen und auf ihre Effizienz zu testen. Sie kann Eltern ermutigen, ihren Kindern auch ihre Fehler zu zeigen und ihre Beziehung dadurch zu stärken, ohne den Eltern die komplette Kontrolle in der Erziehung zu nehmen. Hurrelmanns Vorschlag ermutigt Eltern, Variationen auszuprobieren und zeigt ihnen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, sein Kind zu erziehen, was möglicherweise die enge Sichtweise mancher Menschen für die Möglichkeit der Variation und Balance öffnen kann. Zusammengefasst sehe ich also Hurrelmanns Schlussfolgerung als sinnvoll, logisch und äußerst hilfreich an. Quelle: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" ,,Von den drei Verwandlungen" Friedrich W. Nietzsche schildert in seinem Text „Von den drei Verwandlungen“ die Entwicklung des menschlichen Geistes. In seiner Schrift erläutert er die von ihm benannten drei Verwandlungen vom Geist zum Kamel, vom Kamel zum Löwen und vom Löwen schließlich zum Kind. Die erste Verwandlung, welche den Geist zum Kamel macht, soll der tragende Geist sein, der gehorsam und unterwürfig ist und sich nicht einem eigenen Wille bediene. Die zweite Stufe, welche Nietzsche als den Löwen bezeichnet bringt nun das Erlangen des eigenen Willens mit sich und ist eine Phase, in der der Geist ich den bereits bestehenden Werten und Normen widersetzt, anstatt ihnen blind zu folgen. Er will Kontrolle über sich selbst erlangen und sich Freiheit schaffen, was wichtig für die folgende und letzte Verwandlung ist, das Kind. Das Kind ist nun ein vollkommen von dem Alten gelöstes Wesen, was sich selbstständig, verspielt und kreativ der zuvor erlangten Freiheit bedienen kann um sich selbst neue Werte und Normen zu schaffen. Dieses Bild der Entwicklung und Bildung des Geistes Nietzsches ist auch mit denen anderer Pädagogen vergleichbar, beispielsweise mit Immanuel Kant, Wilhelm von Humboldt und die Bildungslehre Meister Eckharts, die jeder jeweils eine der drei Verwandlungen zu beschreiben scheinen. Beginnend mit der ersten Verwandlung vom Geist zum Kamel, sind vergleichbare Elemente in Kants Definition der Bildung und seiner Kritik an ihr zu finden. In einem seiner Zitate unterteilt Kant die Vorstufen der Bildung in Säugling, Zögling und Lehrling und weißt ihnen die notwendigen Handlungsverhalte der Elternfigur Wartung, Disziplin und Unterweisung zu. Das Säuglingsstadium entfällt bei Nietzsches Überlegungen, da in diesem Alter noch kein Geist vorhanden ist. Die beiden weiteren Stadien des Zöglings und Lehrlings sind jedoch mit dem Stadium des Kamels vergleichbar, da es in beiden um den Gehorsam und die zielstrebige Unterweisung mit Fokus auf bereits bekannte Werte und Normen geht. Bei dem Humboldt'schen Bildungsbegriff taucht nun der eigene Wille und das innere Streben auf, was laut Nietzsche dem Stadium des Löwen zugeordnet wird. Humboldt spricht in seiner Definition der Bildung von einem in sich selbst Sinn findenden Prozess der inneren Verbesserung, welcher der Stillung der natürlichen inneren Unruhe des Menschen diene. Diese Unruhe sei der Grund des unendlichen Strebens, was den Menschen nicht ruhen läßt, was vergleichbar mit dem sich nach Freiheit, Macht und Kontrolle sehnenden Löwen ist. Als letztes Stadium bildet, laut Nietzsche, das Kind, was sich komplett von dem Wissen und den Vorgaben der vorherige Generationen gelöst hat und frei seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Das Erlangen dieser Freiheit durch das Vergessen aller Werte und Normen, die zuvor vorgegeben waren, weist sehr ähnliche Anhaltspunkt auf, wie Meister Eckharts Lehre der Bildung. Er definiert diese als einen unendlichen Kreislauf des Einbildens und Entbildens des Geistes und so ist zu erkennen, dass auch in dieser Definition das Entlehren, also das Loslösen des Geistes von bereits vorhandene Wissen die Grundlage für einen selbstständigen und gebildeten Geist ist. Zusammengefasst erscheint die von Nietzsche beschriebene Entwicklung und Bildung des Geistes mit den Überlegungen einiger anderer bekannter Pädagogen, wenn auch nur teilweise, übereinzustimmen. Möglicherweise hat er seine Überlegungen sogar auf denen der anderen aufgebaut hat, denn sein Text ,,Von den drei Verwandlungen" wirkt fast wie eine Zusammenfassung von Kants, Humboldts und Meister Eckharts Bildungsdefinitionen. Quellen: Friedrich W. Nietzsche: Von den drei Verwandlungen Erste schriftliche Aufgabe: a) Im Text ,,Über meinen Vater" beschreibt der berichtende Sohn detailliert die erzieherischen Maßnahmen des Vaters seinen Kindern gegenüber, in dem er auf die Strafen eingeht, die ständige Kontrolle seines Vater beschreibt und aufzählt, welche Aufgaben sie für ihn erledigen mussten. Die Strafen erfolgen nach einer Reihenfolge, von körperlicher zu mentaler Bestrafung. Begonnen mit körperlichen Strafen, verwendet der Vater viel Gewalt, um die Kinder für etwas zu bestrafen. Darauf folgen nicht-körperliche Strafen, wie das Rausschicken aus dem Zimmer, das Wegsperren im Keller und strafendes Schweigen, welche zur Demütigung des Kindes dienen. Die Strafen verwendet der Vater um seinen Kindern „Ordnung, Gehorsam und Menschlichkeit" (l.11) beizubringen, wobei der Punkt der Menschlichkeit hinsichtlich der körperlichen und mentalen Strafen widersprüchlich erscheint. Während der Vater die Strafen vollzieht, betont er sein Bedauern und Leiden, dass er nicht Strafen wolle, es aber nötig und die Schuld des Kinde sei. Gefolgt auf die Strafen wurde den Kindern „ermordete Heiterkeit“ (1.20) beigebracht, was bedeutet, dass sie trotz der zuvor gespürten Schmerzen fröhlich und munter sein mussten. Vermutlich sollten dies geschehen, um zu verkörpern, dass sie nach den Strafen ein guter, bzw. besserer Mensch sind, der dankbar für die erzieherischen Maßnahmen des Vaters ist. Des Weiteren beschreibt der Autor, wie der Vater alle Besitztümer, die Körper und Arbeiten der Kinder kontrolliert und jede kleinste Unstimmigkeit seiner Erziehung gegenüber seine Kinder direkt bestraft. Alles, was die Kinder tuen vergleicht und stellt er in Bezug mit zukünftigen Leistungen und seinem gesamten Prinzip der Erziehung. Als letzten Punkt, erwähnt der Sohn und Autor, wie sein Vater seine Kinder zum Ausführen von Aufgaben zwingt, auch wenn das Kind deren Sinn nicht versteht. Darunter zum Beispiel das Geschirrspülen, welches auch in einer festgelegten Reihenfolge geschieht, was von dem durch und durch geregeltem Alttag der Familie zeugt, oder Einkaufen. Zusammengefasst, bestehen die erzieherischen Maßnahmen des Vaters hauptsächlich im Lehren von vollkommenen Gehorsam und Ordnung, wobei die Effizienz der Kinder vor ihrem Wohl zu stehen scheint. b) Die aus den oben genannten Erziehungsmaßnahmen resultierenden Folgen beinhalten vor allemal Erlernen von vollkommenen Gehorsam, ohne nah einem Sinn zu fragen. Das eigenständige Denken wird verhindert und unterdrückt, was das Kind in einem ständigen Stadium des von Friedrich Nietzsche beschriebene „Kamel“ festhält. Es lernt nicht von sich aus zu handeln, sondern nur Befehle zu befolgen. Dies wird auch durch die komplette Kontrolle des Vaters verstärkt, der den Kindern nicht das Vertrauen gibt, dass sie etwas alleine richtig machen können, so ist kein Selbstbewusstsein vorhanden, was den Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten geben und sie stärken könnte. Wie der Autor auch selbst beschreibt, ging er als Kind nie zu seinem Vater, um Antworten, Zustimmung, der Anerkennung zu suchen, da er wusste, er würde diese nicht bekommen. Quelle: Suchbild: ,,Über meinen Vater" - Christoph Meckel Zweite schriftliche Aufgabe: In dem Text eines Erziehungsratgebers der 1950er Jahre und dem zuvor bearbeitetem Text „Über meinen Vater" sind viele Übereinstimmungen und Parallelen zu finden. Angefangen bei der oben genannten Ordnung und Regelmäßigkeit, welche des inneren kleinen Tyrann des Kindes zähmen soll, findet sich im Text des Sohnes das System der immer in einer regelmäßigen Reihenfolge verlaufenden Strafen und die Rechtfertigung, dass diese im Sinn von Ordnung, Gehorsam und Menschlichkeit geschehen würden. Des Weiteren findet man die Begründung, dass die oben genannten Maßnahmen dem Kind helfen, ein gutes Leben zu führen wieder, in der Betonung des Vaters, dass ihm die Strafen leid täten und er selbst darunter litt. Auch die trainierte Gutmütigkeit, anderen zu Diensten zu sein, wie sie oben genannt wird, ist bei dem Vater wieder zu erkennen in den Aufgaben, die er die Kinder für sich errichte lässt. Dazu kommt der treue Gehorsam, der dadurch eben falls geschult wird. Zusammengefasst ist zu erkenne, dass der Vater des vorherigen Textes sich streng an die Vorgaben der Erziehungsratgebers zu halten scheint, bzw. sich wenigstens an ihnen orientiert, da fast alle Maßnahmen mit seinem Verhalten übereinstimmen. Quellen: Suchbild: ,,Über meinen Vater" - Christoph Meckel Erziehungsratgeber: ,,Erziehen eine Kunst: Handbuch der praktischen Erziehungslehre" - Joseph Duhr

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Lewin und Hurrelmann definieren ihre Stile durch die Festlegung grundlegender, jedoch grober Regelungen und Vorhaben und der sonstigen starken Kontrolle und Freiheit der Kinder. In Lewins Versuch darf die Gruppe selber die Vorgehensweise bestimmen, während die Gruppenleitung, abgesehen von Ratschlägen ö.ä., nur sehr selten eingreift. Die Kinder übernehmen die Planung anhand von demokratischen Gruppenentscheidungen und übernehmen die komplette Verantwortung für das Vorgehen und die späteren Resultate. Die Gruppenleitung ist eher ein passiver Mitarbeiter und hilft den Kindern mit Vorschlägen und anderen Möglichkeiten, aus denen die Kinder wählen dürfen, was ihnen Individualität und Freiraum gewehrt. Auch bei Hurrelmanns Beschreibung bieten die Eltern zwar stets Hilfestellung, wo sie gewünscht und benötigt wird, lassen die Kinder aber größtenteils die Entscheidung und Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen. Die Beziehung ist ebenfalls ein Aspekt, bei dem sich diese beiden Stile ähneln, da bei beiden eine gute und freundschaftliche Beziehung angestrebt wird. Als letzten Vergleich steht nun der von Lewin als „Laissez-faire-Stil" bezeichnete Führungsstil Hurrelmanns ,,vernachlässigende Stil" gegenüber. Diese beiden Stile weisen auch viele starke Gemeinsamkeiten auf. Sie sind hauptsächlich durch die Passivität der Gruppenführung, bzw. der Eltern definiert. Bei Lewins Versuch lässt die Leitung den Kindern allen Freiraum und ist zwar für Ratschläge anwesend und gibt diese freundlich, lässt die Kinder jedoch machen, was sie wollen, Greift nicht in ihr Vorhaben ein und gibt keinerlei Anweisungen oder Regeln. Auch bei Hurrelmanns Erziehungsstil sind die Eltern zwar anwesend, schenken dem Kind jedoch kaum Aufmerksamkeit und lassen es mache, was immer es will. Bei keinem der beiden Stile findet eine Wertung des Verhaltens der Kinder statt und die Beziehung zwischen den beiden Parteien ist sehr distanziert, oder kaum bis gar nicht vorhanden, da sich die Leitung, bzw. die Eltern nicht um diese bemühen. Quellen: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" Kurt Lewin - ,,Geschichtliches zur Erziehungsforschung" 1. In Klaus Hurrelmanns Text „Welche Erziehungsstile lassen sich unterscheiden?" definiert er die vier unterschiedlichen Erziehungsstile und definiert den seiner Meinung nach korrektesten Erziehungsstil als einem Fünften, welcher eine Kombination der zuvor genannten Extremen darstellt. Im Interview M6, welches eines zwischen der Zeitung „DIE ZEIT" und dem Pädagogen Bernhard Bueb und dem Familientherapeuten Jesper Juul stattfinden. In diesem diskutieren die Teilnehmer um die steigende Unsicherheit von Eltern der modernen Zeit, bezüglich der möglichen Erziehungsmaßnahmen. Das Interview selbst beginnt mit der Beschreibung des alten, früher weit verbreiteten und von Hurrelmann als den „autoritär" bezeichneten Erziehungstils. Laut Juul und Bueb existiert der Erziehungsstil in dieser alten Form nicht mehr, jedenfalls ist er nicht mehr die eine und einzige, ,,korrekte" Möglichkeit sein Kind zu erziehen, da es heutzutage unzählige andere und verschiedene Stile gibt, wie Hurrelmann sie erläutert. Dieser „alte“ Stil scheint jedoch zwar deutlich weniger vertreten geworden sein und wird heute eher vermieden. Er existiert laut Hurrelmann aber noch als einer der vier extremen Erziehungsstile. Die im Interview hauptsächlich thematisierte Unsicherheit der Eltern durch die vielen unterschiedlichen Erziehungsmöglichkeiten wird also durch Hurrelmanns Definition der verschiedenen Stile gestärkt. Diese seien nämlich nicht die einzigen und laut Hurrelmann auch nicht die richtigen Möglichkeiten, sein Kind zu erziehen, da sie keine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind garantieren. Jedoch gibt es noch Variationen zwischen den einzelnen, von denen eine bestimmte, laut Hurrelmann, die „goldene Mitte“ (Z.50) die für die Entwicklung und Erziehung des Kindes die am vorteilhafteste sei. Diese oben genannte „korrekte, goldene Mitte" zu finden sei jedoch schwer und wird ebenfalls von Juul und Bueb als Herausforderung bezeichnet, da Eltern oft nicht wissen, wie sie die richtige Variation aus ,,Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse“ (Z.7) und „Ausübung elterlicher Autorität" (Z.8) erreichen können und nichts falsch machen wollen. Durch genau diese von Juul und Bueb beschriebene Unsicherheit und Unwissenheit greifen die Eltern zu den einfacher erscheinenden, von Hurrelmann definierten Extremen, die ihnen ein festes Erziehungsmodell und damit durch beispielsweise Autorität die Möglichkeit gibt, ihre Unsicherheit zu verbergen. Dies schadet jedoch laut allen drei Experten dem Kind, seiner Entwicklung, Erziehung und der Beziehung zwischen Eltern und Kind. In beiden Texten wird eine, wie bereits oben erwähnte „korrekte“ Erziehungsmethode genannt, jedoch nur grob und relativ generell definiert, da eine detaillierte Beschreibung durch Variationen der persönliche, familiären Umstände nicht möglich ist. Es gibt keine einzige und wahre Lösung, da diese nicht auf jedes Individuum anwendbar wäre. Bei beiden Texten werden jedoch ähnliche Aspekte als grundlegende Voraussetzung einer guten Erziehung genannt. Dazu zählend, eine Balance zwischen Autorität der Eltern und Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes, ohne beide zu extrem anzuwenden. Des Weiteren, dass die Eltern sich nicht als unbezwingbare und über allem anderen stehende Macht zeigen, sondern sich und ihrem Kind eigestehen, dass auch sie Menschen sind, die nicht perfekt sein und Fehler machen können, ihre jedoch mächtige Position als Eltern sichtbar machen. Auch hier ist eine Balance gefragt, die schwer zu erreichen sei. Schließlich betonen alle drei Experten, dass die Beziehung zwischen dem Erziehenden und dem zu Erziehenden eine sehr wichtige Rolle in der Erziehung spiele. Quellen: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" Interview von DIE ZEIT mit Bernhard Bueb und Jesper Juul - „Ist das zu viel verlangt?" 2. Hurrelmann scheint sich intensiv mit dem Thema der Erziehungsstile befasst und sie logisch in ihre vier Extremen aufgeteilt zu haben. Seine Definitionen dieser und Argumentation gegen ihre Effizienz sind gut nachvollziehbar, wobei er bedauerlicherweise jedoch nur das Argument der fehlenden Garantie für eine sichere Beziehung zwischen Eltern und Kind nennt, ohne dies weiter zu erläutern. Seine Schlussfolgerung bezüglich der ,,korrekten" Kombination, welche er als ,,goldenen Mitte" (Z.50) bezeichnet sehe ich als logisch erarbeitetes Konzept, welches wie ein sehr effizienter und vorteilhafter Erziehungsstil erscheint. Hurrelmanns Definition ist sehr generell und oberflächlich formuliert, was natürlich die Anwendung auf beliebige familiäre Situationen und Verhältnisse ermöglicht, jedoch auch weitere Unsicherheiten bei Erziehungsberechtigten verursachen kann und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten seiner Worte ermöglicht. Abgesehen von diesen eher kleinlichen Mängeln sehe ich Hurrelmanns Lösung als potentiell sehr hilfreich an. Nicht nur hilft die Argumentation und Definition dabei, einen bestimmten Erziehungsstil zu definieren und sich diesem bewusst zu sein, es kann möglicherweise auch Eltern, die, bewusst oder unbewusst, den definierten Extremen folgen, sich von diesen zu lösen. Die Schlussfolgerung gibt die Möglichkeit die einzelnen Aspekte der Extremen zu erkennen und auf ihre Effizienz zu testen. Sie kann Eltern ermutigen, ihren Kindern auch ihre Fehler zu zeigen und ihre Beziehung dadurch zu stärken, ohne den Eltern die komplette Kontrolle in der Erziehung zu nehmen. Hurrelmanns Vorschlag ermutigt Eltern, Variationen auszuprobieren und zeigt ihnen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, sein Kind zu erziehen, was möglicherweise die enge Sichtweise mancher Menschen für die Möglichkeit der Variation und Balance öffnen kann. Zusammengefasst sehe ich also Hurrelmanns Schlussfolgerung als sinnvoll, logisch und äußerst hilfreich an. Quelle: Klaus Hurrelmann - „Welche Erziehungsstilenlassen sich unterscheiden?" ,,Von den drei Verwandlungen" Friedrich W. Nietzsche schildert in seinem Text „Von den drei Verwandlungen“ die Entwicklung des menschlichen Geistes. In seiner Schrift erläutert er die von ihm benannten drei Verwandlungen vom Geist zum Kamel, vom Kamel zum Löwen und vom Löwen schließlich zum Kind. Die erste Verwandlung, welche den Geist zum Kamel macht, soll der tragende Geist sein, der gehorsam und unterwürfig ist und sich nicht einem eigenen Wille bediene. Die zweite Stufe, welche Nietzsche als den Löwen bezeichnet bringt nun das Erlangen des eigenen Willens mit sich und ist eine Phase, in der der Geist ich den bereits bestehenden Werten und Normen widersetzt, anstatt ihnen blind zu folgen. Er will Kontrolle über sich selbst erlangen und sich Freiheit schaffen, was wichtig für die folgende und letzte Verwandlung ist, das Kind. Das Kind ist nun ein vollkommen von dem Alten gelöstes Wesen, was sich selbstständig, verspielt und kreativ der zuvor erlangten Freiheit bedienen kann um sich selbst neue Werte und Normen zu schaffen. Dieses Bild der Entwicklung und Bildung des Geistes Nietzsches ist auch mit denen anderer Pädagogen vergleichbar, beispielsweise mit Immanuel Kant, Wilhelm von Humboldt und die Bildungslehre Meister Eckharts, die jeder jeweils eine der drei Verwandlungen zu beschreiben scheinen. Beginnend mit der ersten Verwandlung vom Geist zum Kamel, sind vergleichbare Elemente in Kants Definition der Bildung und seiner Kritik an ihr zu finden. In einem seiner Zitate unterteilt Kant die Vorstufen der Bildung in Säugling, Zögling und Lehrling und weißt ihnen die notwendigen Handlungsverhalte der Elternfigur Wartung, Disziplin und Unterweisung zu. Das Säuglingsstadium entfällt bei Nietzsches Überlegungen, da in diesem Alter noch kein Geist vorhanden ist. Die beiden weiteren Stadien des Zöglings und Lehrlings sind jedoch mit dem Stadium des Kamels vergleichbar, da es in beiden um den Gehorsam und die zielstrebige Unterweisung mit Fokus auf bereits bekannte Werte und Normen geht. Bei dem Humboldt'schen Bildungsbegriff taucht nun der eigene Wille und das innere Streben auf, was laut Nietzsche dem Stadium des Löwen zugeordnet wird. Humboldt spricht in seiner Definition der Bildung von einem in sich selbst Sinn findenden Prozess der inneren Verbesserung, welcher der Stillung der natürlichen inneren Unruhe des Menschen diene. Diese Unruhe sei der Grund des unendlichen Strebens, was den Menschen nicht ruhen läßt, was vergleichbar mit dem sich nach Freiheit, Macht und Kontrolle sehnenden Löwen ist. Als letztes Stadium bildet, laut Nietzsche, das Kind, was sich komplett von dem Wissen und den Vorgaben der vorherige Generationen gelöst hat und frei seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Das Erlangen dieser Freiheit durch das Vergessen aller Werte und Normen, die zuvor vorgegeben waren, weist sehr ähnliche Anhaltspunkt auf, wie Meister Eckharts Lehre der Bildung. Er definiert diese als einen unendlichen Kreislauf des Einbildens und Entbildens des Geistes und so ist zu erkennen, dass auch in dieser Definition das Entlehren, also das Loslösen des Geistes von bereits vorhandene Wissen die Grundlage für einen selbstständigen und gebildeten Geist ist. Zusammengefasst erscheint die von Nietzsche beschriebene Entwicklung und Bildung des Geistes mit den Überlegungen einiger anderer bekannter Pädagogen, wenn auch nur teilweise, übereinzustimmen. Möglicherweise hat er seine Überlegungen sogar auf denen der anderen aufgebaut hat, denn sein Text ,,Von den drei Verwandlungen" wirkt fast wie eine Zusammenfassung von Kants, Humboldts und Meister Eckharts Bildungsdefinitionen. Quellen: Friedrich W. Nietzsche: Von den drei Verwandlungen Erste schriftliche Aufgabe: a) Im Text ,,Über meinen Vater" beschreibt der berichtende Sohn detailliert die erzieherischen Maßnahmen des Vaters seinen Kindern gegenüber, in dem er auf die Strafen eingeht, die ständige Kontrolle seines Vater beschreibt und aufzählt, welche Aufgaben sie für ihn erledigen mussten. Die Strafen erfolgen nach einer Reihenfolge, von körperlicher zu mentaler Bestrafung. Begonnen mit körperlichen Strafen, verwendet der Vater viel Gewalt, um die Kinder für etwas zu bestrafen. Darauf folgen nicht-körperliche Strafen, wie das Rausschicken aus dem Zimmer, das Wegsperren im Keller und strafendes Schweigen, welche zur Demütigung des Kindes dienen. Die Strafen verwendet der Vater um seinen Kindern „Ordnung, Gehorsam und Menschlichkeit" (l.11) beizubringen, wobei der Punkt der Menschlichkeit hinsichtlich der körperlichen und mentalen Strafen widersprüchlich erscheint. Während der Vater die Strafen vollzieht, betont er sein Bedauern und Leiden, dass er nicht Strafen wolle, es aber nötig und die Schuld des Kinde sei. Gefolgt auf die Strafen wurde den Kindern „ermordete Heiterkeit“ (1.20) beigebracht, was bedeutet, dass sie trotz der zuvor gespürten Schmerzen fröhlich und munter sein mussten. Vermutlich sollten dies geschehen, um zu verkörpern, dass sie nach den Strafen ein guter, bzw. besserer Mensch sind, der dankbar für die erzieherischen Maßnahmen des Vaters ist. Des Weiteren beschreibt der Autor, wie der Vater alle Besitztümer, die Körper und Arbeiten der Kinder kontrolliert und jede kleinste Unstimmigkeit seiner Erziehung gegenüber seine Kinder direkt bestraft. Alles, was die Kinder tuen vergleicht und stellt er in Bezug mit zukünftigen Leistungen und seinem gesamten Prinzip der Erziehung. Als letzten Punkt, erwähnt der Sohn und Autor, wie sein Vater seine Kinder zum Ausführen von Aufgaben zwingt, auch wenn das Kind deren Sinn nicht versteht. Darunter zum Beispiel das Geschirrspülen, welches auch in einer festgelegten Reihenfolge geschieht, was von dem durch und durch geregeltem Alttag der Familie zeugt, oder Einkaufen. Zusammengefasst, bestehen die erzieherischen Maßnahmen des Vaters hauptsächlich im Lehren von vollkommenen Gehorsam und Ordnung, wobei die Effizienz der Kinder vor ihrem Wohl zu stehen scheint. b) Die aus den oben genannten Erziehungsmaßnahmen resultierenden Folgen beinhalten vor allemal Erlernen von vollkommenen Gehorsam, ohne nah einem Sinn zu fragen. Das eigenständige Denken wird verhindert und unterdrückt, was das Kind in einem ständigen Stadium des von Friedrich Nietzsche beschriebene „Kamel“ festhält. Es lernt nicht von sich aus zu handeln, sondern nur Befehle zu befolgen. Dies wird auch durch die komplette Kontrolle des Vaters verstärkt, der den Kindern nicht das Vertrauen gibt, dass sie etwas alleine richtig machen können, so ist kein Selbstbewusstsein vorhanden, was den Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten geben und sie stärken könnte. Wie der Autor auch selbst beschreibt, ging er als Kind nie zu seinem Vater, um Antworten, Zustimmung, der Anerkennung zu suchen, da er wusste, er würde diese nicht bekommen. Quelle: Suchbild: ,,Über meinen Vater" - Christoph Meckel Zweite schriftliche Aufgabe: In dem Text eines Erziehungsratgebers der 1950er Jahre und dem zuvor bearbeitetem Text „Über meinen Vater" sind viele Übereinstimmungen und Parallelen zu finden. Angefangen bei der oben genannten Ordnung und Regelmäßigkeit, welche des inneren kleinen Tyrann des Kindes zähmen soll, findet sich im Text des Sohnes das System der immer in einer regelmäßigen Reihenfolge verlaufenden Strafen und die Rechtfertigung, dass diese im Sinn von Ordnung, Gehorsam und Menschlichkeit geschehen würden. Des Weiteren findet man die Begründung, dass die oben genannten Maßnahmen dem Kind helfen, ein gutes Leben zu führen wieder, in der Betonung des Vaters, dass ihm die Strafen leid täten und er selbst darunter litt. Auch die trainierte Gutmütigkeit, anderen zu Diensten zu sein, wie sie oben genannt wird, ist bei dem Vater wieder zu erkennen in den Aufgaben, die er die Kinder für sich errichte lässt. Dazu kommt der treue Gehorsam, der dadurch eben falls geschult wird. Zusammengefasst ist zu erkenne, dass der Vater des vorherigen Textes sich streng an die Vorgaben der Erziehungsratgebers zu halten scheint, bzw. sich wenigstens an ihnen orientiert, da fast alle Maßnahmen mit seinem Verhalten übereinstimmen. Quellen: Suchbild: ,,Über meinen Vater" - Christoph Meckel Erziehungsratgeber: ,,Erziehen eine Kunst: Handbuch der praktischen Erziehungslehre" - Joseph Duhr