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Pädagogik: Entwicklungstheorie nach Erik H. Erikson

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,,Auf dem Stand eines Zweijährigen" WINTERHOFF: [...] Die Pubertät ist eine Zeit 25 sehen nicht, dass ihr eigenes Verhalten sehr fehlende Einsichg <>fehlende extremer Schwankungen: Man kann morgens rettungslos verliebt sein und abends schon wie- der todunglücklich getrennt. Es gibt Phasen süberschäumender Euphorie und größter Nie- dergeschlagenheit. Für Eltern ist es nicht ein- fach, mit diesen Schwankungen der Jugendli- chen umzugehen. Es ist normal, dass sich El- tern mitunter völlig hilflos fühlen. SPIEGEL: Sind die Probleme, mit denen pubertierende Jugendliche und deren Eltern heute in Ihre Praxis kommen, im Grunde noch die gleichen wie früher? viel damit zu tun haben könnte. SPIEGEL: Die Klage, dass die Jugend früher besser, einsichtsfähiger und weniger aufsässig war, ist aber doch so alt wie die Menschheit. 30 WINTERHOFF: Ich sehe da schon eine neue Qualität. In meiner Praxis habe ich es in- zwischen mit Jugendlichen zu tun, die sich per- manent verweigern. In einer klassisch verlau- fenden Pubertät kann es immer Phasen geben, selbstfindung in denen Jugendliche sich auflehnen. Sie mer- ken, dass ihre Eltern vielleicht doch nicht so toll und fehlerlos sind, wie sie als Kind immer dachten. Das ist ein ganz natürlicher Reife- schritt. Was ich aber seit einigen Jahren erle- thinterfragung Vindheits.. WINTERHOFF: Nein, das hat sich völlig 15 verändert. Es fängt schon mit der Problemein- sicht an. Noch vor 10 oder 15 Jahren konnten be, ist eine dauerhafte Respektlosigkeit gegen-fehlende Genzen ->...

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Unter- stützung Jugendliche in meiner Praxis klar ausdrücken, warum sie hierhergekommen sind. Die sagten dann etwa: Ich habe Probleme in der Schule. 20 Oder: Meine Eltern kommen nicht mehr mit mir klar. Heute höre ich nur noch Sätze wie: Ich bin hier, weil meine Eltern oder meine Lehrer das so wollen. Für diese Jugendlichen haben nur die Erwachsenen ein Problem. Sie über Eltern und Erwachsenen. Ich erlebe Kin- der ohne Sozialkompetenz, die ihr Leben nur nach eigener Lust und Laune führen wollen und ständig Forderungen stellen, ohne dafür 45 etwas leisten zu wollen. SPIEGEL: Dass Pubertät mit Auflehnung ge- gen Normen und Autoritäten einhergeht, ist doch üblich. 10 seitens der Eltern. WINTERHOFF: Bei den Jugendlichen, von 50 denen ich spreche, geht es um das Nichter- kennen von Autoritäten. Im Alter bis zwei- einhalb Jahre sind alle Kinder respektlos, weil sie uns Erwachsene noch nicht als Gegenüber erkennen können, das ihnen etwas zu sagen 55 hat. Das Problem ist, dass immer mehr Ju- gendliche einen psychischen Reifegrad haben, der auf dem Stand eines Zweijährigen stehen- 2. Phase Regression geblieben ist. [...] SPIEGEL: Und Schuld daran haben die El- 60 tern selbst? SPIEGEL: Und danach? as WINTERHOFF: Die zweite Phase, die ich seit Mitte der neunziger Jahre beobachte, nen- ne ich Projektion. Das Kind wird zum Ersatz für fehlende Anerkennung in der Gesellschaft, nach dem Motto: Wenn mich in der Welt schon keiner liebt, dann muss es wenigstens mein Kind tun. Eltern werden abhängig von der Zuneigung ihrer Kinder. Die merken das natürlich und nutzen es für sich, es kommt zu einer Machtumkehr. Die dritte Phase ist dann die Symbiose, die ich jetzt seit fast sieben Jah- 95 ren beobachte. Das Kind muss nun herhalten für meine Unfähigkeit, Freude und Glück zu erleben. Ich fange an, das Glück des Kindes für mein eigenes Glück zu halten. WINTERHOFF: Viele Eltern sind heute tief verunsichert. In der modernen Gesellschaft lö- sen sich Strukturen auf, Computer und Tele- kommunikation krempeln unser Leben um, in 65 den Nachrichten ist permanent die Rede von Krisen, bedrohten Arbeitsplätzen, unsicheren 100 Renten. Irgendwann verkraftet unsere Psyche das nicht mehr. Sie sucht sich, unbewusst, ei- ne Kompensation, und dafür bietet sich das Kompen- 70 Kind an. Die Kinder müssen dann herhalten sation für unsere Unfähigkeit, im modernen Leben zu- rechtzukommen. SPIEGEL: Seit wann beobachten Sie das? WINTERHOFF: Es ist eine mehrstufige Ent- 75 wicklung. Seit Anfang der neunziger Jahre wer- den Kinder von vielen Eltern nicht mehr als Kinder, sondern als gleichberechtigte Partner gesehen, die mit vernünftigen Argumenten er- zogen werden können. Das führt dazu, dass El- 110 80 tern ihre Kinder nicht mehr auf Fehlverhalten aufmerksam machen und es nicht mehr ange- messen sanktionieren. SPIEGEL: Deshalb verwöhne ich es? WINTERHOFF: Mehr als das. Das Kind wird von mir unbewusst nicht mehr als eigen- ständiges Wesen erlebt, sondern als Teil von mir. Wenn das Kind etwas will, sage ich re- flexartig ja. Aus der Sicht des Kindes wirken 105 Eltern dadurch wie willenlose Gegenstände, die man permanent steuern kann. [...] Es geht nicht um Strenge, es geht um Intuition. Eltern müs- sen sich bewusst machen, dass sie nicht die bes- ten Freunde ihrer Kinder sein können. Ihre Auf- gabe ist es, das Kind aktiv anzuleiten, es zu führen und zu beschützen. Dann stellt sich das richtige Verhalten intuitiv ein. [.] Projection Generation tat s Gefühl jon Aus: SPIEGEL Wissen 2/2010, S. 36/37, O by Gütersloher Verlags- haus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Mün- chen, S. 36/37 Anmerkung: Interview mit dem Bonner Jugendpsychiater und Bestsellerautor Michael Winterhoff Phase X? Klausur Nr. 2 Thema: Entwicklungstheorie nach Erik H. Erikson Bearbeitungszeit: 3.-6. Stunde Materialgrundlage: Interview gekürzt aus: Spiegel Wissen 2/2010. S. 37f. 02.12.20 Aufgaben: 1. Formuliere den Hauptgedanken des Autors und gib den Inhalt des Textes strukturiert wieder. (18 Punkte) 2. Erläutere die Aussagen Winterhoffs vor dem Hintergrund deiner fachtheoretischen Kenntnisse zur Entwicklungstheorie Erik H. Eriksons. (Stelle zunächst kurz die Theorie Eriksons vor, wähle dann einzelne Textaussagen aus und erläutere diese mit Hilfe der Theorie. Schließe mit einem Fazit.) (36 Punkte) 3. Verfasse einen Leserbrief an die Zeitschrift ,,Der Spiegel", in welchem du zu Winterhoffs Aussagen kritisch und begründet Stellung beziehst. Schließe mit einem Fazit. (26 Punkte) Denk in allen Aufgaben an Textbelege! Viel Glück und gutes Gelingen! Worterklärungen: ,,sanktionieren" (Z. 82): mit Strafen auf ein Fehlverhalten reagieren, bestrafen ,,Intuition" (Z. 107): unmittelbares Erkennen, Erfassen von Vorgängen, Zusammenhängen ohne wissenschaftliche Erkenntnis; Eingebung Padagogighlauser Nr 2 am 02.12.2020 1.) In dem Text, Auf dem Stand eines Zweijährigen von Winterhoff aus. dem (gehürzten) Interviews aus dem Magazin Spiegel Wissen, Heft zwei, welches auf Seite 37f. im Jahr 2010 erschienen ist, geht es um die Entwicklung Jugendlicher, welche Respektlosigheit #1 R Zunehmend van Zunächst berichtet Winterhoff von den verschiedenen Phasen der Pubertät (Ugl. z. lf.f.) und der überforderung seitens der Eltern (Ugl. 2. st.). Im Folgenden geht eine von er auf ihm beobachtete Entwicklung ein, die sich über Jahrzenter erstrecht und sich Sa W(and Suiten) mit dem Verhalten von Jugendlichen in der Pubertät gegenüber der Eltern beschäftigt (Ugl. Z. 17-(5). Inhalt dieser Entwicklung ist laut Winterhoff, dass Jugendliche zuneh- mend respektloser und weinsichtiger werden (Ugl. 2.23£ & Gof.). Des Weiteren geht er auf die Eltern. der Jugendlichen ein and erklärt, R ть? ть? dass sie durch Z Verhalten welches durch R/Sa ihr eigenes Sa R Überforderung bervorgerufen wird, Ausloser für das Fehl- verhalten der Kinder sind (Ugl. Z. 61-103).. Genauer sagt er, dass die Eltern mit der modernen Gesellschaft nicht curecht- hommen (Vgl. Z. 70off), sie ihre Kinder nicht korrigieren (Vgl. z. Soff.). сиде WIA(Zusam- Ebenso findet laut dem Autor eine menhang?) (pl. z. 556.) und eine и сиде fehlende Abgrenzung er Sa unterschiedlichen Individuen "Rojection sta# statt (Ugl. z. 100 ff.). Abschließend bezieht er sich noch explizit auf die Textbelege den einzelnen Aussagen duordwen! eine Verbesserung im Verhalten (or meint Sa der Kinder zu erhemen ist. die Eltern) 2.) (dem Leben in ) I Zusammenhang der Aussagen dentlich machen! (da es...) (Eltern von ihren Kinder) einmal ganz Eltern and ruft dazu auf, unterstützend durch "Intuition" (Vgl. 2. 107) auf die eigenen. Kinder eine wichen (Ugl. z. 106ff), ✓ da sich dadwch automatisch деле (Ugl. 2. 116). Du solltest genauer auf die Aussagen eingehen und auch der Zusammenhänge darstellen.

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Das Problem ist, dass immer mehr Ju- gendliche einen psychischen Reifegrad haben, der auf dem Stand eines Zweijährigen stehen- 2. Phase Regression geblieben ist. [...] SPIEGEL: Und Schuld daran haben die El- 60 tern selbst? SPIEGEL: Und danach? as WINTERHOFF: Die zweite Phase, die ich seit Mitte der neunziger Jahre beobachte, nen- ne ich Projektion. Das Kind wird zum Ersatz für fehlende Anerkennung in der Gesellschaft, nach dem Motto: Wenn mich in der Welt schon keiner liebt, dann muss es wenigstens mein Kind tun. Eltern werden abhängig von der Zuneigung ihrer Kinder. Die merken das natürlich und nutzen es für sich, es kommt zu einer Machtumkehr. Die dritte Phase ist dann die Symbiose, die ich jetzt seit fast sieben Jah- 95 ren beobachte. Das Kind muss nun herhalten für meine Unfähigkeit, Freude und Glück zu erleben. Ich fange an, das Glück des Kindes für mein eigenes Glück zu halten. WINTERHOFF: Viele Eltern sind heute tief verunsichert. In der modernen Gesellschaft lö- sen sich Strukturen auf, Computer und Tele- kommunikation krempeln unser Leben um, in 65 den Nachrichten ist permanent die Rede von Krisen, bedrohten Arbeitsplätzen, unsicheren 100 Renten. Irgendwann verkraftet unsere Psyche das nicht mehr. Sie sucht sich, unbewusst, ei- ne Kompensation, und dafür bietet sich das Kompen- 70 Kind an. Die Kinder müssen dann herhalten sation für unsere Unfähigkeit, im modernen Leben zu- rechtzukommen. SPIEGEL: Seit wann beobachten Sie das? WINTERHOFF: Es ist eine mehrstufige Ent- 75 wicklung. Seit Anfang der neunziger Jahre wer- den Kinder von vielen Eltern nicht mehr als Kinder, sondern als gleichberechtigte Partner gesehen, die mit vernünftigen Argumenten er- zogen werden können. Das führt dazu, dass El- 110 80 tern ihre Kinder nicht mehr auf Fehlverhalten aufmerksam machen und es nicht mehr ange- messen sanktionieren. SPIEGEL: Deshalb verwöhne ich es? WINTERHOFF: Mehr als das. Das Kind wird von mir unbewusst nicht mehr als eigen- ständiges Wesen erlebt, sondern als Teil von mir. Wenn das Kind etwas will, sage ich re- flexartig ja. Aus der Sicht des Kindes wirken 105 Eltern dadurch wie willenlose Gegenstände, die man permanent steuern kann. [...] Es geht nicht um Strenge, es geht um Intuition. Eltern müs- sen sich bewusst machen, dass sie nicht die bes- ten Freunde ihrer Kinder sein können. Ihre Auf- gabe ist es, das Kind aktiv anzuleiten, es zu führen und zu beschützen. Dann stellt sich das richtige Verhalten intuitiv ein. [.] Projection Generation tat s Gefühl jon Aus: SPIEGEL Wissen 2/2010, S. 36/37, O by Gütersloher Verlags- haus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Mün- chen, S. 36/37 Anmerkung: Interview mit dem Bonner Jugendpsychiater und Bestsellerautor Michael Winterhoff Phase X? Klausur Nr. 2 Thema: Entwicklungstheorie nach Erik H. Erikson Bearbeitungszeit: 3.-6. Stunde Materialgrundlage: Interview gekürzt aus: Spiegel Wissen 2/2010. S. 37f. 02.12.20 Aufgaben: 1. Formuliere den Hauptgedanken des Autors und gib den Inhalt des Textes strukturiert wieder. (18 Punkte) 2. Erläutere die Aussagen Winterhoffs vor dem Hintergrund deiner fachtheoretischen Kenntnisse zur Entwicklungstheorie Erik H. Eriksons. (Stelle zunächst kurz die Theorie Eriksons vor, wähle dann einzelne Textaussagen aus und erläutere diese mit Hilfe der Theorie. Schließe mit einem Fazit.) (36 Punkte) 3. Verfasse einen Leserbrief an die Zeitschrift ,,Der Spiegel", in welchem du zu Winterhoffs Aussagen kritisch und begründet Stellung beziehst. Schließe mit einem Fazit. (26 Punkte) Denk in allen Aufgaben an Textbelege! Viel Glück und gutes Gelingen! Worterklärungen: ,,sanktionieren" (Z. 82): mit Strafen auf ein Fehlverhalten reagieren, bestrafen ,,Intuition" (Z. 107): unmittelbares Erkennen, Erfassen von Vorgängen, Zusammenhängen ohne wissenschaftliche Erkenntnis; Eingebung Padagogighlauser Nr 2 am 02.12.2020 1.) In dem Text, Auf dem Stand eines Zweijährigen von Winterhoff aus. dem (gehürzten) Interviews aus dem Magazin Spiegel Wissen, Heft zwei, welches auf Seite 37f. im Jahr 2010 erschienen ist, geht es um die Entwicklung Jugendlicher, welche Respektlosigheit #1 R Zunehmend van Zunächst berichtet Winterhoff von den verschiedenen Phasen der Pubertät (Ugl. z. lf.f.) und der überforderung seitens der Eltern (Ugl. 2. st.). Im Folgenden geht eine von er auf ihm beobachtete Entwicklung ein, die sich über Jahrzenter erstrecht und sich Sa W(and Suiten) mit dem Verhalten von Jugendlichen in der Pubertät gegenüber der Eltern beschäftigt (Ugl. Z. 17-(5). Inhalt dieser Entwicklung ist laut Winterhoff, dass Jugendliche zuneh- mend respektloser und weinsichtiger werden (Ugl. 2.23£ & Gof.). Des Weiteren geht er auf die Eltern. der Jugendlichen ein and erklärt, R ть? ть? dass sie durch Z Verhalten welches durch R/Sa ihr eigenes Sa R Überforderung bervorgerufen wird, Ausloser für das Fehl- verhalten der Kinder sind (Ugl. Z. 61-103).. Genauer sagt er, dass die Eltern mit der modernen Gesellschaft nicht curecht- hommen (Vgl. Z. 70off), sie ihre Kinder nicht korrigieren (Vgl. z. Soff.). сиде WIA(Zusam- Ebenso findet laut dem Autor eine menhang?) (pl. z. 556.) und eine и сиде fehlende Abgrenzung er Sa unterschiedlichen Individuen "Rojection sta# statt (Ugl. z. 100 ff.). Abschließend bezieht er sich noch explizit auf die Textbelege den einzelnen Aussagen duordwen! eine Verbesserung im Verhalten (or meint Sa der Kinder zu erhemen ist. die Eltern) 2.) (dem Leben in ) I Zusammenhang der Aussagen dentlich machen! (da es...) (Eltern von ihren Kinder) einmal ganz Eltern and ruft dazu auf, unterstützend durch "Intuition" (Vgl. 2. 107) auf die eigenen. 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