Komplexität und ästhetische Bildung in der frühen Kindheit
Schäfer betont die Komplexität der frühkindlichen Bildung und warnt vor einer zu starren Aufteilung in verschiedene Kompetenzbereiche. Er argumentiert, dass jedes Kind individuelle Fähigkeiten entwickelt, die sich nicht einfach in soziale, kognitive und emotionale Kompetenzen unterteilen lassen.
Highlight: Die Aufteilung der Kinder in verschiedene Kompetenzen (soziale, kognitive & emotionale) ist nicht möglich, da jedes Kind individuelle Fähigkeiten entwickelt.
Ein zentraler Aspekt in Schäfers Theorie ist die Bedeutung der ästhetischen Bildung in der frühen Kindheit. Er betont, dass frühkindliche Bildung zunächst auf der eigenen Wahrnehmung des Kindes basiert.
Definition: Ästhetische Bildung in der frühen Kindheit bezieht sich auf die sinnliche Wahrnehmung und Erfahrung der Kinder in ihrer Umwelt.
Konkrete Alltagserfahrungen bilden laut Schäfer Muster, an die neue Erfahrungen anknüpfen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer reichhaltigen und anregenden Umgebung für Kinder.
Schäfer hebt auch die Rolle der Kinder als Forscher ihrer sachlichen Umwelt und sozialen Mitwelt hervor. Da kleine Kinder kein Verständnis für abstrakte Erklärungen haben, müssen sie selbst erfahren und eigene Bilder erschaffen.
Example: Ein Kind, das im Sandkasten spielt, erforscht nicht nur die physikalischen Eigenschaften des Sandes, sondern lernt auch im sozialen Kontext mit anderen Kindern zu interagieren und Regeln auszuhandeln.
Erwachsene spielen dabei eine wichtige unterstützende Rolle. Sie sollen einen Rahmen aus sachlicher und sozialer Unterstützung bieten, der die Kinder herausfordert, ohne sie zu überfordern.
Quote: "Erwachsene sollen nicht beibringen, sondern gestalten!"
Diese Aussage verdeutlicht Schäfers Verständnis der Rolle von Erwachsenen in der frühkindlichen Bildung. Sie sollen nicht als Lehrer fungieren, sondern als Gestalter einer lernförderlichen Umgebung.




























