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Abiklausur 2014 Handlungsansätze in der Jugendarbeit

Abiklausur 2014 Handlungsansätze in der Jugendarbeit

 Zentralabitur 2014
Aufgabe I
Aufgabenstellung
Pädagogik/Psychologie
EA
Thema: Handlungsansätze in der Jugendarbeit
Haupttermin
1. Das Fallb
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EA
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Abiklausur 2014 Handlungsansätze in der Jugendarbeit

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Klausur

Dies ist die Abiklausur aus dem Jahre 2014 die sich mit dem Thema Jugendarbeit beschäftigt und dazu den Erwartungshorizont

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Zentralabitur 2014 Aufgabe I Aufgabenstellung Pädagogik/Psychologie EA Thema: Handlungsansätze in der Jugendarbeit Haupttermin 1. Das Fallbeispiel Jan (M1) beschreibt die Situation eines Jugendlichen und seiner Le- benswelt. Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min a. Arbeiten Sie das Spannungsfeld der Lebenswelt von Jan (M1) heraus. Stellen Sie dieses mit einer geeigneten strukturierenden Methode dar. (15 Punkte) b. Stellen Sie mit Hilfe eines Ihnen bekannten Theoriekonzeptes die Entwicklungsaufgaben der Lebensphase Jugend dar. Analysieren Sie Jans Bewältigung der Entwicklungsaufgaben. (17 Punkte) c. Werten Sie die ausgewählten Statistiken (M2) der 16. Shell – Jugendstudie aus und stellen Sie einen Bezug zum Fallbeispiel Jan her. (10 Punkte) 2. Die Jugendarbeit als ein Bestandteil der Sozialen Arbeit orientiert sich am Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und anderen. a. Erarbeiten Sie die Ziele und Aufgaben der Jugendarbeit auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII). (12 Punkte) b. Erklären Sie das lebensweltorientierte Handlungskonzept und übertragen Sie es auf die pädagogische Arbeit in einem Jugendzentrum. (19 Punkte) Hilfsmittel: 3. Sie sind Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter eines Jugendzentrums und werden vom Jugend- amt gebeten, für die Clique von Jan unterstützende Maßnahmen zu entwickeln. a. Entwickeln Sie konzeptionelle Ansätze für Jans Clique unter Berücksichtigung der Methoden der Jugendarbeit und den Erkenntnissen aus M2. (19 Punkte) b. Diskutieren Sie mögliche Chancen und Probleme in der pädagogischen Arbeit mit Jans Clique. (8 Punkte) Niedersächsisches Kultusministerium 1 von 4 5 10 15 20 25 30 35 40 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Material Pädagogik/Psychologie EA M 1 Fallbeispiel Jan Haupttermin Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min Jan,...

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17;4 Jahre alt, wohnt am Rand einer Großstadt gelegener Siedlung, die im Wesentlichen aus Hochhäusern und Wohnblocks besteht. Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner wird durch Umweltbelastungen einiger nahegelegener Industriebetriebe beeinträchtigt. Vor Ort gibt es einen Supermarkt, eine Schule, eine Sporthalle, eine Kneipe sowie ein türkisches Café. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt reden sehr geringschätzig von der „Siedlung" und ihren Bewohnern, von denen man sagt, sie ließen ihr Stadtviertel verkommen. Das infrastrukturelle Netz ist nur eingeschränkt nutzbar, so dass am Abend gegen 23.00 Uhr der letzte Bus aus der Stadt in die Siedlung fährt. Nachdem die Stadtverwaltung vor einigen Jahren beschlossen hatte, hier ein Müllheizkraftwerk anzusiedeln, verließen immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner, die es sich leisten konnten, die Siedlung. In die leer stehenden Wohnungen zogen sozial schwache deutsche Familien und Menschen mit Migrationshintergrund; es besteht kaum Kontakt zwischen den deutschen und den ausländischen Familien. Als Bereicherung wird aber von allen Bewohnern der große Grün- anlagenpark mit angelegtem Teich angesehen. Dieser ist bei schönem Wetter der vielgenutzte Treffpunkt für Familien, Jugendliche und alte Menschen. Jan lebt mit seinen Eltern und seiner 14;5 Jahre alten Schwester Hanna, welche zurzeit die Realschule besucht, in einer Drei - Zimmerwohnung. Während seiner Schulzeit war Jan als Einzelgänger bekannt. In einem Beratungsgespräch mit dem damaligen Klassenlehrer der Schule vor eineinhalb Jahren wies dieser auf seine Verschlossenheit hin und erkundigte sich nach Freunden im Freizeitbereich. Die Mutter schilderte, dass ihr Sohn einen Großteil des Nachmittags vor dem Fernseher oder dem Computer verbringe und kaum Kontakt zu Gleichaltrigen habe. Seine Kontakte beschränkten sich auf Kontakte in sozialen Netzwerken (social web). Auch vernachlässigte er sein Äußeres und seine Hygiene ließ zu wünschen übrig. Der Mutter gegenüber hatte Jan mehrfach geäußert, dass er sich hässlich finde. In der Auseinandersetzung mit Mitschülern fiel Jan häufig durch verbal aggressives Verhalten auf, das auch schon gegenüber den Lehrern aufgetreten war. Ein weiteres Thema im Verlauf des Gesprächs waren die zunehmend schlechten schulischen Leistungen, die dazu führten, dass er am Ende des Schuljahres die achte Klasse wiederholen musste und die Schule nach der neunten Klasse mit einem mittelmäßigen Hauptschulabschluss verließ. Im Anschluss begann er mit einer Ausbildung zum Bäcker, die er vor kurzem abbrach. Grundsätzlich „hat der Job mir Spaß gemacht, aber das frühe Aufstehen ist nichts für mich“. Seitdem ist er arbeitslos. Jan bemüht sich seitdem um einen neuen Arbeitsplatz, konnte aber bisher keinen Erfolg erzielen. Die Termine bei seinem Fallberater des Arbeitsamtes führten zu keiner neuen Perspektive. Das alles ist in diesem Wohnviertel nichts Besonderes. Niedersächsisches Kultusministerium Auch in seiner Familie hat bisher keiner eine Ausbildung beendet. Sein Vater arbeitete bis vor kurzem als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Jetzt bezieht er vorzeitig Rente, da die Arbeits-marktlage keine Anstellungschancen mehr bietet. Die Familie lebt ergänzend von Hartz IV. Die Mutter bessert das Einkommen mit einem 400-Eurojob als Reinigungskraft auf. Sie kommen 2 von 4 45 50 55 60 65 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Pädagogik/Psychologie EA Haupttermin Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min augenscheinlich gut mit ihrem Einkommen zurecht. Aktuell haben sie über das Bildungspaket Gelder beantragt für die notwendige Nachhilfe von Hanna in Mathematik. Vor einem halben Jahr hatte Jan über das Internet ein Mädchen kennengelernt und legte seitdem sehr viel Wert auf sein Äußeres und zeigte sich anfänglich sehr zufrieden. Seitdem Jan aber arbeitssuchend ist, wird er immer launischer, so dass er in den letzten Wochen vermehrt Streit mit seiner Freundin hatte. Diese lernte am vorletzten Wochenende einen jungen Mann in der Disco kennen und machte per „WhatsApp" mit Jan Schluss. Am Wochenende geht Jan regelmäßig zu Spielen seines Lieblingsfußballvereins. Dies ist für ihn das Highlight der Woche. Hierfür spart er sich jeden Cent vom Mund ab. Sogar mit dem Rauchen hat er dafür aufgehört. Auch besucht er ab und zu am Wochenende das städtische Jugendzentrum, wenn dort Konzerte stattfinden. In den letzten Monaten fand Jan Kontakt zu einer Clique, die sich nach dem Spiel häufig mit anderen Fangruppen im Park verabreden. Am letzten Sonntag ging er wieder zu einem Heimspiel. Die Trennung von seiner Freundin beschäftigte ihn sehr. Um sich den Frust von der Seele zu spülen, trank er einige Biere. Auch das Spiel lief nicht nach seinen Vorstellungen: Seine Mannschaft verlor haushoch. Hiermit schien nun ein Abstieg in die Regionalliga sicher. Bei allen Fans war die Stimmung nach dem Spiel gedrückt. Jan machte sich gut angetrunken auf den Heimweg. Seine Freundinnen und Freunde aus dem Fanblock erkannten die Fans der gegnerischen Mannschaft an ihren Schals und Fanbannern schon aus der Ferne. Diese warteten auf den Bus; hierbei feierten sie den Sieg mit Fangesängen. Jan und seinen Freundinnen und Freunde fühlten sich durch das Imponiergehabe der Anderen angegriffen. Sie schmiedeten Pläne, wie man es ihnen heimzahlen könne. Als auch die gegnerischen Fans Jan und seine Gruppe entdeckten, fingen diese an, sie zu verspotten. Plötzlich ging alles ganz schnell. Die eine Gruppe rannte auf die andere zu und eine wilde Schlägerei entstand. Jan war mittendrin. Polizisten und heraneilende Ordner nahmen sie fest, brachten sie ins Präsidium und nahmen ihre Personalien auf. Seine Eltern holten ihn dann aus der Polizeistation ab und schilderten ihm gegenüber große Sorge um seine Zukunft. Jans Kommentar hierzu war: „Ich werde ja bald achtzehn, das lasst mal meine Sorge sein." Niedersächsisches Kultusministerium Quelle: Wolf, Torsten (2013): Fallbeispiele für den erziehungswissenschaftlichen Unterricht mit Lösungen. Bildungsverlag Eins, Köln, Seite 15, angepasster und umgestellter Text 3 von 4 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Pädagogik/Psychologie EA M 2 Ausgewählte Ergebnisse der 16. Shell - Jugendstudie Seit 1953 beauftragt Shell unabhängige Forschungsinstitute in Deutschland mit der Erstellung von Studien von Ju- gendlichen, um deren Sichtweisen, Stimmungen und Erwartungen zu dokumentieren. Die bisher aktuellste 16. Shell Jugendstudie stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.604 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus den neuen und alten Bundesländern, die von geschulten Fachkräfte zu ihrer Lebenssituation, sowie zu ihren Einstellungen und Orientierungen persönlich befragt wurden. Die Erhebung erfolgte auf Grundlage ei- nes standardisierten Fragebogens im Zeitraum von Mitte Januar bis Ende Februar 2010. Ausgewählte Ergebnisse sind: Oberste Herkunftsschicht Hohe allgemeine Lebenszufriedenheit: Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht bleiben ausgegrenzt Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren (Angaben in %) „Mit meinem Leben bin ich zufrieden oder sehr zufrieden" Obere Mittelschicht Mittelschicht Untere Mittelschicht Unterste Herkunftsschicht Haupttermin Abbildung 1: Statistik I Lebenszufriedenheit Quelle: Zugriff 31.10.13 24 25 40 17 Niedersächsisches Kultusministerium 69 http://s03.static-shell.com/content/dam/shell/static/deu/downloads/youth-study-2010satisfaction.pdf_letzter Internet-User: Typologie der jugendlichen Internetnutzer Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren, die regelmäßig das Internet nutzen (Angaben in %) 78 34 Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min 84 82 Multi-User: ,,Internet-Kompetenz" Eher ältere und häufiger männliche Jugendliche aus den oberen Herkunftsschichten Digitale Netzwerker: „Social Web" Eher jüngere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Gamer: ,,Medienkonsum" Eher jüngere und häufiger männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten Funktions-User: ,,Mittel zum Zweck" Eher ältere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Abbildung 2: Statistik II Internetnutzung Quelle: http://s06.static-shell.com/content/dam/shell/static/deu/downloads/youth-study-2010internetuser.pdf_letzer Zugriff 31.10.13 4 von 4 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Erwartungshorizont Auf- gabe 1.a. 1.b. Jan: ● Strukturierte Darstellung des Spannungsfeldes der Lebenswelt von Jan (M1), z.B.: Familie: Peergroup: ● Pädagogik/Psychologie Schule/Beruf: EA Haupttermin Erwartete Schülerleistungen Vater: Hilfsarbeiter, aktuell Rentner, Mutter: Hausfrau, Reini- gungskraft, Hanna: (14;5 Jahre), Realschule, aktuell über Bil- dungspaket Nachhilfe finanziert, Finanzen: Rente, 400-Eurojob, ergänzend Hartz IV ● 17;4 Jahre, vernachlässigte sein Äußeres, fand sich hässlich, mangelhafte Hygiene, kurzfristige Veränderung während einer Beziehung ● Ökologische/kulturelle Umwelt: in Hauptschule Einzelgänger, kaum Kontakt zu Gleichaltrigen, Großteil des Nachmittags vor dem Fernseher oder dem Com- puter, besucht aktuell Musikveranstaltungen, von Freundin ge- trennt, Fußballclique, gewalttätige Auseinandersetzung nach Fußballspiel Lehrermaterial verbal aggressives Verhalten in Schule, wiederholte achte Klasse, mittelmäßiger Hauptschulabschluss, Abbruch der Bä- ckerlehre, aktuell keine berufliche Perspektive Nachweis der Methodenkompetenz, indem die formalen Kriterien ei- ner geeigneten Darstellungsmethode beachtet werden. Hochhaussiedlung am Rande einer Großstadt, Umweltbelas- tungen durch Industriebetriebe, infrastrukturelles Netz einge- schränkt nutzbar, sozial schwache deutsche Familien und Menschen mit Migrationshintergrund, großer Grünanlagenpark mit angelegtem Teich Unterrichtsbezogene Darstellung des Konzepts der Entwicklungsauf- gaben der Lebensphase Jugend, z. B.: Hurrelmann: Modell der Realitätsverarbeitung - Individuation und In- tegration Erwerb intellektueller und sozialer Kompetenzen Erwerb der eigenen Geschlechtsrolle und Partnerfähigkeit Fähigkeit zur Nutzung des Warenmarktes Entwicklung eines Werte- und Normsystems Havighurst: Entwicklung vollzieht sich als lebensgeschichtliche Bewältigung von Entwicklungsaufgaben; Entwicklungsaufgaben gründen auf drei Bedingungen: körperliche Reife, Erwartungen der Gesellschaft, persönliche Zielsetzungen und Wertvorstellungen. Entwicklungsaufgaben: Akzeptieren der „neuen“ körperlichen Gestalt Ausgestaltung der Geschlechterrolle Aufbau von sozialer Kompetenz Niedersächsisches Kultusministerium Anforderungs- bereiche / Bewertung 10 5 1 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 1.c. Zu 1.) 2.a. ● emotionale Ablösung von Eltern und anderen Erwachsenen Vorbereitung des beruflichen Werdegangs Vorbereitung auf die Gründung von Ehe/Partnerschaft und Familie Erreichen eines selbstverantwortlichen Verhaltens ● Schaffung eines eigenen Wertesystems Erikson: Lebensgeschichtliche Betrachtung der Ich-Entwicklung ● Pädagogik/Psychologie ● EA ● Haupttermin Mindestanforderung ist die sachgerechte und vollständige Darstellung eines Modells. ● Erwartete Schülerleistungen in jeder Lebensstufe ist eine bestimmte Entwicklungsaufgabe zu bewältigen Fallbezogene Analyse möglicher Strategien und Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben von Jan, z. B.: Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter noch nicht gelungen, Jan zeigt wenig Copingstrategien. ● Auswertung der Statistik (M 2), z.B.: Quellenangabe (Abbildung 1) Erste Statistik: Stufe 5: Identität gegen Rollenkonfusion - leitende Entwick- lungsaufgabe im Jugendalter - Suche nach Identität Aufbau von Selbstkonsistenz Integrationsleist gen Identifikationsleistungen (Abbildung 2) Zweite Statistik: Lehrermaterial je niedriger die soziale Herkunft, umso geringer die Zufrieden- heit der Jugendlichen Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht bleiben aus- gegrenzt die größte Medienkompetenz aus bürgerlichen Verhältnissen. Multi-User: „Internet-Kompetenz“, eher ältere und häufiger männliche Jugendliche aus den oberen Herkunftsschichten digitale Netzwerker „Social Web“, eher jüngere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Gamer: „Medienkonsum“, eher jüngere und häufiger männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten Funktions-User: „Mittel zum Zweck", eher ältere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Bezugnahme zum Fallbeispiel „Jan“: Jan als Gamer „Medienkonsument" gehört zur Gruppe der geringer zufriedenen Jugendlichen mit hohem Medienkonsum. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Unterrichtsbezogene Erarbeitung der Ziele und Aufgaben der Jugend- arbeit auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes: Ziele: Niedersächsisches Kultusministerium Befähigung zur Selbstbestimmung Anregung und Hinführung zu gesellschaftlicher Mitverantwor- tung und sozialem Engagement (§11 KJHG, SGB VIII) Anforderungs- bereiche / Bewertung 9 8 10 2 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 2.b. Zu 2.) ● ● Aufgaben: Jugendarbeit als Ort sinnvoller Freizeitgestaltung ● ● Jugendarbeit als Ort sozialen Lernens ● ● ● ● Pädagogik/Psychologie rum: EA schaft Jugendarbeit als Ort politischen Lernens ● Haupttermin Erfahrung demokratischer Regeln durch Mitentscheidung und Mitverantwortung Förderung von Selbstständigkeit, Urteilsvermögen, Toleranz und Kritikfähigkeit. Unterrichtsbezogene Erklärung des lebensweltorientierten Handlungs- konzeptes (z.B. nach Hans Thiersch): Menschen sind eingebunden in ihrer Lebenswelt, Lebenswelt als das Umfeld, in dem das Individuum handelt und gesell- schaftliche Reaktionen erfährt, Ressourcen als individuelle Kräfte einer Person, die zur Bewältigung von Situatio- nen/Krisen zur Verfügung stehen Maximen: Prävention, Alltagsnähe, Integration, Partizipation, Regionalisierung und Vernetzung ausgestalten Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung der Lebensbewältigungs- kompetenzen der Adressaten Erzieherische Hilfen zur Stärkung der Lebensbewältigungs- kompetenzen für Jugendliche: Stützende und verhaltenserwei- ternde Angebote, schul- und berufsbegleitende Hilfen, Verbes- serung der sozialen Infrastruktur Unterrichtsbezogene Übertragung auf die Arbeit in einem Jugendzent- ● Erwartete Schülerleistungen ● Möglichkeiten von Bildung und Freizeitgestaltung durch Medi- en, Sport, Musik, Jugendtourismus Lehrermaterial Erleben von Gemeinschaftsfähigkeit, gemeinsamen Erlebnis- sen und Erfahrungen Übernahme von Verantwortung Hilfestellung und Beratung bei Problemen in Familie, Schule, Beruf Auseinandersetzung mit jugendspezifischen Themen, wie Al- kohol(missbrauch), Drogen(missbrauch), Sexualität, Partner- präventive Hilfsangebote bereithalten, z.B. Workshop zum Thema Sexualität im Jugendalter, Infoabende für Eltern an Alltagsnähe von Jugendlichen ansetzen, z.B. Fußball- und Musikangebote, Berufsfindungsangebote Integration als Leitidee in den Kursangeboten, z.B. integrative Angebote für Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen Mitbestimmung der Jugendlichen ausbauen und etablieren, z.B. Jugendzentrumsrat vorhandene Hilfsangebote der Region verknüpfen, schul- und berufsbegleitende Hilfen und Verbesserung der Infrastruktur entwickeln, z. B. Nutzen der Vereine, der Schulen und Jugend- hilfe vor Ort. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Niedersächsisches Kultusministerium Anforderungs- bereiche / Bewertung 12 19 3 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 3.a. 3.b. Zu 3.) Pädagogik/Psychologie EA ● Teiloffene Aufgabe, Entwicklung konzeptioneller Ansätze, unter Be- rücksichtigung der Methoden der Jugendarbeit und den Erkenntnissen aus M2: Pädagogik der offenen Situation, z.B.: Haupttermin Erwartete Schülerleistungen Personales Angebot - Sachangebot - reflektierende Gruppe, Erfah- rungsorientierter Ansatz / erlebnisorientierter Ansatz, z.B.: ● attraktiver Flyer mit Angeboten des Jugendzentrums erstellen und verteilen, das aktuelle Angebot orientiert an den Interes- sen der Jugendlichen ergänzen, Hinweis auf das hausinterne Angebot weiterer Organisationen Partizipation der Jugendlichen - Bedarfsanalyse, z.B.: Fußballturnier, Bands mit auswählen können, regelmäßige Musik- /Discoveranstaltung, Bewerbungstraining anbieten, In- teressengruppen, z.B. Fangruppe des Lieblingsfußballverei- nes, Bandprojekt, themenspezifische Gruppen Lehrermaterial Analyse der Jugendarbeit im Stadtteil mittels empirischer und sozialpädagogischer Methoden (Befragungen, Sozialraumana- lyse, Zukunftswerkstätten) Beteiligung im Jugendzentrumsrat Fallbezogene Berücksichtigung der Erkenntnisse aus M2, z.B. Ange- bote zur konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit dem Social Web sowie der eigenen Zufriedenheit. Diskussion der Chancen und Probleme in der pädagogischen Arbeit mit Jans Clique: Chancen, z.B.: Probleme, z. B.: Selbstbestimmung und Integration eigener Interessen, Unter- stützung beruflicher Perspektiventwicklung, altersgemäße Zu- sammenhänge zur Einübung sozialer Verantwortung, erwach- sene Vertrauenspersonen außerhalb der Familie (Resilienz), kompensatorische Aufgaben Niedersächsisches Kultusministerium zu differenzierte Wünsche, Vorurteil gegenüber Jugendzen- tren, fehlende finanzielle Mittel, fehlende fachliche Kompetenz des Jugendzentrums für die Thematik Gewalt oder Social Me- dia. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Gesamt 31 Anforderungs- bereiche / Bewertung 19 8 42 2 27 4 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I ● Hinweise zum Erwartungshorizont Im Erwartungshorizont werden zu jeder Teilaufgabe mögliche Inhalte, die nach den gültigen Richtli- nien und dem vorgegebenen Schwerpunkt zu erwarten sind, stichwortartig zusammengefasst und in einem oder mehreren Anforderungsbereichen mit Rohpunkten bewertet, wobei Überschneidungen zu anderen Anforderungsbereichen durchaus denkbar sind. Die Erstellung und Umsetzung eines schuleigenen Erwartungshorizontes für den jeweiligen Aufga- benvorschlag wird empfohlen. ● Die Note „gut“ setzt eine differenzierte und kompetente Erfüllung des Erwartungshorizonts voraus, ohne jedoch Vollständigkeit im Detail zu verlangen. Die sprachlich-stilistische Gestaltung der Arbeit muss flüssig, korrekt und verständlich, der Aufbau klar gegliedert sein. Darüber hinaus erfordert die Note gut, dass ● Pädagogik/Psychologie ● EA ● ● Haupttermin Die Note ,,ausreichend" soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht. Dies ist der Fall, wenn Lehrermaterial die Hauptgedanken und -argumente der Materialvorlage bzw. die Aspekte des Themas diffe- renziert und weitreichend erfasst werden, eine eigenständige und aspektreiche Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet, die für die Aufgabenlösung wichtigen Fachbegriffe sicher verwendet werden, die Entwicklung komplexer Gedanken und die Formulierung eigenständiger Positionen und Urteile geleistet wird, die Darstellung in gedanklicher Ordnung und sprachlicher Gestaltung überzeugt sowie den in der Aufgabenstellung geforderten methodischen Anforderungen entspricht. Hauptgedanken, Hauptargumente und gegebenenfalls kennzeichnende Merkmale des vorge- gebenen Materials bzw. wesentliche Aspekte des Problems erfasst sind, für die Aufgabe wichtige fachspezifische Verfahren und Begriffe überwiegend richtig ange- wandt sind, die Aussagen weitgehend auf die Aufgabe bezogen sind, eine Auseinandersetzung mit den pädagogischen Problemen der Aufgabe in Ansätzen statt- findet, die Darstellung im Wesentlichen verständlich ausgeführt und erkennbar geordnet ist, eine eigenständige Gestaltung erkennbar wird. Punkte Jede Teilaufgabe enthält einen Bereich, in dem die Lehrkraft die Möglichkeit hat, zusätzlich maximal 4 Punkte zu erteilen. Davon kann dann Gebrauch gemacht werden, wenn die Schülerin/der Schüler zwar nicht exakt den Erwartungshorizont und damit die vorgesehene Teilpunktzahl erfüllt, in der Aus- führung aber zusätzliche aufgabenbezogene Kriterien darstellt. Diese können z. B. Aspekte aus dem jeweiligen Fachunterricht aufgreifen oder eine eigenständige und nachvollziehbare Argumentation der Schülerin/des Schülers sein. Mögliche Gesamtpunkte: 100 Punktabzug für orthografische Fehler nach AVO-GOFAK: Bewertungsmaßstab Niedersächsisches Kultusministerium erreichte Punkte: Ab Prozent 95 90 85 80 75 70 65 60 55 50|45|40|34|28|20|00 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01 00 KMK Punkte: 5 von 5

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Zentralabitur 2014 Aufgabe I Aufgabenstellung Pädagogik/Psychologie EA Thema: Handlungsansätze in der Jugendarbeit Haupttermin 1. Das Fallbeispiel Jan (M1) beschreibt die Situation eines Jugendlichen und seiner Le- benswelt. Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min a. Arbeiten Sie das Spannungsfeld der Lebenswelt von Jan (M1) heraus. Stellen Sie dieses mit einer geeigneten strukturierenden Methode dar. (15 Punkte) b. Stellen Sie mit Hilfe eines Ihnen bekannten Theoriekonzeptes die Entwicklungsaufgaben der Lebensphase Jugend dar. Analysieren Sie Jans Bewältigung der Entwicklungsaufgaben. (17 Punkte) c. Werten Sie die ausgewählten Statistiken (M2) der 16. Shell – Jugendstudie aus und stellen Sie einen Bezug zum Fallbeispiel Jan her. (10 Punkte) 2. Die Jugendarbeit als ein Bestandteil der Sozialen Arbeit orientiert sich am Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und anderen. a. Erarbeiten Sie die Ziele und Aufgaben der Jugendarbeit auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII). (12 Punkte) b. Erklären Sie das lebensweltorientierte Handlungskonzept und übertragen Sie es auf die pädagogische Arbeit in einem Jugendzentrum. (19 Punkte) Hilfsmittel: 3. Sie sind Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter eines Jugendzentrums und werden vom Jugend- amt gebeten, für die Clique von Jan unterstützende Maßnahmen zu entwickeln. a. Entwickeln Sie konzeptionelle Ansätze für Jans Clique unter Berücksichtigung der Methoden der Jugendarbeit und den Erkenntnissen aus M2. (19 Punkte) b. Diskutieren Sie mögliche Chancen und Probleme in der pädagogischen Arbeit mit Jans Clique. (8 Punkte) Niedersächsisches Kultusministerium 1 von 4 5 10 15 20 25 30 35 40 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Material Pädagogik/Psychologie EA M 1 Fallbeispiel Jan Haupttermin Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min Jan,...

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17;4 Jahre alt, wohnt am Rand einer Großstadt gelegener Siedlung, die im Wesentlichen aus Hochhäusern und Wohnblocks besteht. Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner wird durch Umweltbelastungen einiger nahegelegener Industriebetriebe beeinträchtigt. Vor Ort gibt es einen Supermarkt, eine Schule, eine Sporthalle, eine Kneipe sowie ein türkisches Café. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt reden sehr geringschätzig von der „Siedlung" und ihren Bewohnern, von denen man sagt, sie ließen ihr Stadtviertel verkommen. Das infrastrukturelle Netz ist nur eingeschränkt nutzbar, so dass am Abend gegen 23.00 Uhr der letzte Bus aus der Stadt in die Siedlung fährt. Nachdem die Stadtverwaltung vor einigen Jahren beschlossen hatte, hier ein Müllheizkraftwerk anzusiedeln, verließen immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner, die es sich leisten konnten, die Siedlung. In die leer stehenden Wohnungen zogen sozial schwache deutsche Familien und Menschen mit Migrationshintergrund; es besteht kaum Kontakt zwischen den deutschen und den ausländischen Familien. Als Bereicherung wird aber von allen Bewohnern der große Grün- anlagenpark mit angelegtem Teich angesehen. Dieser ist bei schönem Wetter der vielgenutzte Treffpunkt für Familien, Jugendliche und alte Menschen. Jan lebt mit seinen Eltern und seiner 14;5 Jahre alten Schwester Hanna, welche zurzeit die Realschule besucht, in einer Drei - Zimmerwohnung. Während seiner Schulzeit war Jan als Einzelgänger bekannt. In einem Beratungsgespräch mit dem damaligen Klassenlehrer der Schule vor eineinhalb Jahren wies dieser auf seine Verschlossenheit hin und erkundigte sich nach Freunden im Freizeitbereich. Die Mutter schilderte, dass ihr Sohn einen Großteil des Nachmittags vor dem Fernseher oder dem Computer verbringe und kaum Kontakt zu Gleichaltrigen habe. Seine Kontakte beschränkten sich auf Kontakte in sozialen Netzwerken (social web). Auch vernachlässigte er sein Äußeres und seine Hygiene ließ zu wünschen übrig. Der Mutter gegenüber hatte Jan mehrfach geäußert, dass er sich hässlich finde. In der Auseinandersetzung mit Mitschülern fiel Jan häufig durch verbal aggressives Verhalten auf, das auch schon gegenüber den Lehrern aufgetreten war. Ein weiteres Thema im Verlauf des Gesprächs waren die zunehmend schlechten schulischen Leistungen, die dazu führten, dass er am Ende des Schuljahres die achte Klasse wiederholen musste und die Schule nach der neunten Klasse mit einem mittelmäßigen Hauptschulabschluss verließ. Im Anschluss begann er mit einer Ausbildung zum Bäcker, die er vor kurzem abbrach. Grundsätzlich „hat der Job mir Spaß gemacht, aber das frühe Aufstehen ist nichts für mich“. Seitdem ist er arbeitslos. Jan bemüht sich seitdem um einen neuen Arbeitsplatz, konnte aber bisher keinen Erfolg erzielen. Die Termine bei seinem Fallberater des Arbeitsamtes führten zu keiner neuen Perspektive. Das alles ist in diesem Wohnviertel nichts Besonderes. Niedersächsisches Kultusministerium Auch in seiner Familie hat bisher keiner eine Ausbildung beendet. Sein Vater arbeitete bis vor kurzem als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Jetzt bezieht er vorzeitig Rente, da die Arbeits-marktlage keine Anstellungschancen mehr bietet. Die Familie lebt ergänzend von Hartz IV. Die Mutter bessert das Einkommen mit einem 400-Eurojob als Reinigungskraft auf. Sie kommen 2 von 4 45 50 55 60 65 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Pädagogik/Psychologie EA Haupttermin Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min augenscheinlich gut mit ihrem Einkommen zurecht. Aktuell haben sie über das Bildungspaket Gelder beantragt für die notwendige Nachhilfe von Hanna in Mathematik. Vor einem halben Jahr hatte Jan über das Internet ein Mädchen kennengelernt und legte seitdem sehr viel Wert auf sein Äußeres und zeigte sich anfänglich sehr zufrieden. Seitdem Jan aber arbeitssuchend ist, wird er immer launischer, so dass er in den letzten Wochen vermehrt Streit mit seiner Freundin hatte. Diese lernte am vorletzten Wochenende einen jungen Mann in der Disco kennen und machte per „WhatsApp" mit Jan Schluss. Am Wochenende geht Jan regelmäßig zu Spielen seines Lieblingsfußballvereins. Dies ist für ihn das Highlight der Woche. Hierfür spart er sich jeden Cent vom Mund ab. Sogar mit dem Rauchen hat er dafür aufgehört. Auch besucht er ab und zu am Wochenende das städtische Jugendzentrum, wenn dort Konzerte stattfinden. In den letzten Monaten fand Jan Kontakt zu einer Clique, die sich nach dem Spiel häufig mit anderen Fangruppen im Park verabreden. Am letzten Sonntag ging er wieder zu einem Heimspiel. Die Trennung von seiner Freundin beschäftigte ihn sehr. Um sich den Frust von der Seele zu spülen, trank er einige Biere. Auch das Spiel lief nicht nach seinen Vorstellungen: Seine Mannschaft verlor haushoch. Hiermit schien nun ein Abstieg in die Regionalliga sicher. Bei allen Fans war die Stimmung nach dem Spiel gedrückt. Jan machte sich gut angetrunken auf den Heimweg. Seine Freundinnen und Freunde aus dem Fanblock erkannten die Fans der gegnerischen Mannschaft an ihren Schals und Fanbannern schon aus der Ferne. Diese warteten auf den Bus; hierbei feierten sie den Sieg mit Fangesängen. Jan und seinen Freundinnen und Freunde fühlten sich durch das Imponiergehabe der Anderen angegriffen. Sie schmiedeten Pläne, wie man es ihnen heimzahlen könne. Als auch die gegnerischen Fans Jan und seine Gruppe entdeckten, fingen diese an, sie zu verspotten. Plötzlich ging alles ganz schnell. Die eine Gruppe rannte auf die andere zu und eine wilde Schlägerei entstand. Jan war mittendrin. Polizisten und heraneilende Ordner nahmen sie fest, brachten sie ins Präsidium und nahmen ihre Personalien auf. Seine Eltern holten ihn dann aus der Polizeistation ab und schilderten ihm gegenüber große Sorge um seine Zukunft. Jans Kommentar hierzu war: „Ich werde ja bald achtzehn, das lasst mal meine Sorge sein." Niedersächsisches Kultusministerium Quelle: Wolf, Torsten (2013): Fallbeispiele für den erziehungswissenschaftlichen Unterricht mit Lösungen. Bildungsverlag Eins, Köln, Seite 15, angepasster und umgestellter Text 3 von 4 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Pädagogik/Psychologie EA M 2 Ausgewählte Ergebnisse der 16. Shell - Jugendstudie Seit 1953 beauftragt Shell unabhängige Forschungsinstitute in Deutschland mit der Erstellung von Studien von Ju- gendlichen, um deren Sichtweisen, Stimmungen und Erwartungen zu dokumentieren. Die bisher aktuellste 16. Shell Jugendstudie stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.604 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus den neuen und alten Bundesländern, die von geschulten Fachkräfte zu ihrer Lebenssituation, sowie zu ihren Einstellungen und Orientierungen persönlich befragt wurden. Die Erhebung erfolgte auf Grundlage ei- nes standardisierten Fragebogens im Zeitraum von Mitte Januar bis Ende Februar 2010. Ausgewählte Ergebnisse sind: Oberste Herkunftsschicht Hohe allgemeine Lebenszufriedenheit: Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht bleiben ausgegrenzt Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren (Angaben in %) „Mit meinem Leben bin ich zufrieden oder sehr zufrieden" Obere Mittelschicht Mittelschicht Untere Mittelschicht Unterste Herkunftsschicht Haupttermin Abbildung 1: Statistik I Lebenszufriedenheit Quelle: Zugriff 31.10.13 24 25 40 17 Niedersächsisches Kultusministerium 69 http://s03.static-shell.com/content/dam/shell/static/deu/downloads/youth-study-2010satisfaction.pdf_letzter Internet-User: Typologie der jugendlichen Internetnutzer Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren, die regelmäßig das Internet nutzen (Angaben in %) 78 34 Schülermaterial Bearbeitungszeit: 300 min 84 82 Multi-User: ,,Internet-Kompetenz" Eher ältere und häufiger männliche Jugendliche aus den oberen Herkunftsschichten Digitale Netzwerker: „Social Web" Eher jüngere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Gamer: ,,Medienkonsum" Eher jüngere und häufiger männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten Funktions-User: ,,Mittel zum Zweck" Eher ältere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Abbildung 2: Statistik II Internetnutzung Quelle: http://s06.static-shell.com/content/dam/shell/static/deu/downloads/youth-study-2010internetuser.pdf_letzer Zugriff 31.10.13 4 von 4 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Erwartungshorizont Auf- gabe 1.a. 1.b. Jan: ● Strukturierte Darstellung des Spannungsfeldes der Lebenswelt von Jan (M1), z.B.: Familie: Peergroup: ● Pädagogik/Psychologie Schule/Beruf: EA Haupttermin Erwartete Schülerleistungen Vater: Hilfsarbeiter, aktuell Rentner, Mutter: Hausfrau, Reini- gungskraft, Hanna: (14;5 Jahre), Realschule, aktuell über Bil- dungspaket Nachhilfe finanziert, Finanzen: Rente, 400-Eurojob, ergänzend Hartz IV ● 17;4 Jahre, vernachlässigte sein Äußeres, fand sich hässlich, mangelhafte Hygiene, kurzfristige Veränderung während einer Beziehung ● Ökologische/kulturelle Umwelt: in Hauptschule Einzelgänger, kaum Kontakt zu Gleichaltrigen, Großteil des Nachmittags vor dem Fernseher oder dem Com- puter, besucht aktuell Musikveranstaltungen, von Freundin ge- trennt, Fußballclique, gewalttätige Auseinandersetzung nach Fußballspiel Lehrermaterial verbal aggressives Verhalten in Schule, wiederholte achte Klasse, mittelmäßiger Hauptschulabschluss, Abbruch der Bä- ckerlehre, aktuell keine berufliche Perspektive Nachweis der Methodenkompetenz, indem die formalen Kriterien ei- ner geeigneten Darstellungsmethode beachtet werden. Hochhaussiedlung am Rande einer Großstadt, Umweltbelas- tungen durch Industriebetriebe, infrastrukturelles Netz einge- schränkt nutzbar, sozial schwache deutsche Familien und Menschen mit Migrationshintergrund, großer Grünanlagenpark mit angelegtem Teich Unterrichtsbezogene Darstellung des Konzepts der Entwicklungsauf- gaben der Lebensphase Jugend, z. B.: Hurrelmann: Modell der Realitätsverarbeitung - Individuation und In- tegration Erwerb intellektueller und sozialer Kompetenzen Erwerb der eigenen Geschlechtsrolle und Partnerfähigkeit Fähigkeit zur Nutzung des Warenmarktes Entwicklung eines Werte- und Normsystems Havighurst: Entwicklung vollzieht sich als lebensgeschichtliche Bewältigung von Entwicklungsaufgaben; Entwicklungsaufgaben gründen auf drei Bedingungen: körperliche Reife, Erwartungen der Gesellschaft, persönliche Zielsetzungen und Wertvorstellungen. Entwicklungsaufgaben: Akzeptieren der „neuen“ körperlichen Gestalt Ausgestaltung der Geschlechterrolle Aufbau von sozialer Kompetenz Niedersächsisches Kultusministerium Anforderungs- bereiche / Bewertung 10 5 1 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 1.c. Zu 1.) 2.a. ● emotionale Ablösung von Eltern und anderen Erwachsenen Vorbereitung des beruflichen Werdegangs Vorbereitung auf die Gründung von Ehe/Partnerschaft und Familie Erreichen eines selbstverantwortlichen Verhaltens ● Schaffung eines eigenen Wertesystems Erikson: Lebensgeschichtliche Betrachtung der Ich-Entwicklung ● Pädagogik/Psychologie ● EA ● Haupttermin Mindestanforderung ist die sachgerechte und vollständige Darstellung eines Modells. ● Erwartete Schülerleistungen in jeder Lebensstufe ist eine bestimmte Entwicklungsaufgabe zu bewältigen Fallbezogene Analyse möglicher Strategien und Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben von Jan, z. B.: Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter noch nicht gelungen, Jan zeigt wenig Copingstrategien. ● Auswertung der Statistik (M 2), z.B.: Quellenangabe (Abbildung 1) Erste Statistik: Stufe 5: Identität gegen Rollenkonfusion - leitende Entwick- lungsaufgabe im Jugendalter - Suche nach Identität Aufbau von Selbstkonsistenz Integrationsleist gen Identifikationsleistungen (Abbildung 2) Zweite Statistik: Lehrermaterial je niedriger die soziale Herkunft, umso geringer die Zufrieden- heit der Jugendlichen Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht bleiben aus- gegrenzt die größte Medienkompetenz aus bürgerlichen Verhältnissen. Multi-User: „Internet-Kompetenz“, eher ältere und häufiger männliche Jugendliche aus den oberen Herkunftsschichten digitale Netzwerker „Social Web“, eher jüngere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Gamer: „Medienkonsum“, eher jüngere und häufiger männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten Funktions-User: „Mittel zum Zweck", eher ältere und häufiger weibliche Jugendliche aus allen Schichten Bezugnahme zum Fallbeispiel „Jan“: Jan als Gamer „Medienkonsument" gehört zur Gruppe der geringer zufriedenen Jugendlichen mit hohem Medienkonsum. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Unterrichtsbezogene Erarbeitung der Ziele und Aufgaben der Jugend- arbeit auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes: Ziele: Niedersächsisches Kultusministerium Befähigung zur Selbstbestimmung Anregung und Hinführung zu gesellschaftlicher Mitverantwor- tung und sozialem Engagement (§11 KJHG, SGB VIII) Anforderungs- bereiche / Bewertung 9 8 10 2 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 2.b. Zu 2.) ● ● Aufgaben: Jugendarbeit als Ort sinnvoller Freizeitgestaltung ● ● Jugendarbeit als Ort sozialen Lernens ● ● ● ● Pädagogik/Psychologie rum: EA schaft Jugendarbeit als Ort politischen Lernens ● Haupttermin Erfahrung demokratischer Regeln durch Mitentscheidung und Mitverantwortung Förderung von Selbstständigkeit, Urteilsvermögen, Toleranz und Kritikfähigkeit. Unterrichtsbezogene Erklärung des lebensweltorientierten Handlungs- konzeptes (z.B. nach Hans Thiersch): Menschen sind eingebunden in ihrer Lebenswelt, Lebenswelt als das Umfeld, in dem das Individuum handelt und gesell- schaftliche Reaktionen erfährt, Ressourcen als individuelle Kräfte einer Person, die zur Bewältigung von Situatio- nen/Krisen zur Verfügung stehen Maximen: Prävention, Alltagsnähe, Integration, Partizipation, Regionalisierung und Vernetzung ausgestalten Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung der Lebensbewältigungs- kompetenzen der Adressaten Erzieherische Hilfen zur Stärkung der Lebensbewältigungs- kompetenzen für Jugendliche: Stützende und verhaltenserwei- ternde Angebote, schul- und berufsbegleitende Hilfen, Verbes- serung der sozialen Infrastruktur Unterrichtsbezogene Übertragung auf die Arbeit in einem Jugendzent- ● Erwartete Schülerleistungen ● Möglichkeiten von Bildung und Freizeitgestaltung durch Medi- en, Sport, Musik, Jugendtourismus Lehrermaterial Erleben von Gemeinschaftsfähigkeit, gemeinsamen Erlebnis- sen und Erfahrungen Übernahme von Verantwortung Hilfestellung und Beratung bei Problemen in Familie, Schule, Beruf Auseinandersetzung mit jugendspezifischen Themen, wie Al- kohol(missbrauch), Drogen(missbrauch), Sexualität, Partner- präventive Hilfsangebote bereithalten, z.B. Workshop zum Thema Sexualität im Jugendalter, Infoabende für Eltern an Alltagsnähe von Jugendlichen ansetzen, z.B. Fußball- und Musikangebote, Berufsfindungsangebote Integration als Leitidee in den Kursangeboten, z.B. integrative Angebote für Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen Mitbestimmung der Jugendlichen ausbauen und etablieren, z.B. Jugendzentrumsrat vorhandene Hilfsangebote der Region verknüpfen, schul- und berufsbegleitende Hilfen und Verbesserung der Infrastruktur entwickeln, z. B. Nutzen der Vereine, der Schulen und Jugend- hilfe vor Ort. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Niedersächsisches Kultusministerium Anforderungs- bereiche / Bewertung 12 19 3 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I Auf- gabe 3.a. 3.b. Zu 3.) Pädagogik/Psychologie EA ● Teiloffene Aufgabe, Entwicklung konzeptioneller Ansätze, unter Be- rücksichtigung der Methoden der Jugendarbeit und den Erkenntnissen aus M2: Pädagogik der offenen Situation, z.B.: Haupttermin Erwartete Schülerleistungen Personales Angebot - Sachangebot - reflektierende Gruppe, Erfah- rungsorientierter Ansatz / erlebnisorientierter Ansatz, z.B.: ● attraktiver Flyer mit Angeboten des Jugendzentrums erstellen und verteilen, das aktuelle Angebot orientiert an den Interes- sen der Jugendlichen ergänzen, Hinweis auf das hausinterne Angebot weiterer Organisationen Partizipation der Jugendlichen - Bedarfsanalyse, z.B.: Fußballturnier, Bands mit auswählen können, regelmäßige Musik- /Discoveranstaltung, Bewerbungstraining anbieten, In- teressengruppen, z.B. Fangruppe des Lieblingsfußballverei- nes, Bandprojekt, themenspezifische Gruppen Lehrermaterial Analyse der Jugendarbeit im Stadtteil mittels empirischer und sozialpädagogischer Methoden (Befragungen, Sozialraumana- lyse, Zukunftswerkstätten) Beteiligung im Jugendzentrumsrat Fallbezogene Berücksichtigung der Erkenntnisse aus M2, z.B. Ange- bote zur konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit dem Social Web sowie der eigenen Zufriedenheit. Diskussion der Chancen und Probleme in der pädagogischen Arbeit mit Jans Clique: Chancen, z.B.: Probleme, z. B.: Selbstbestimmung und Integration eigener Interessen, Unter- stützung beruflicher Perspektiventwicklung, altersgemäße Zu- sammenhänge zur Einübung sozialer Verantwortung, erwach- sene Vertrauenspersonen außerhalb der Familie (Resilienz), kompensatorische Aufgaben Niedersächsisches Kultusministerium zu differenzierte Wünsche, Vorurteil gegenüber Jugendzen- tren, fehlende finanzielle Mittel, fehlende fachliche Kompetenz des Jugendzentrums für die Thematik Gewalt oder Social Me- dia. erfüllt ggf. ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (max. 4 Punkte) Gesamt 31 Anforderungs- bereiche / Bewertung 19 8 42 2 27 4 von 5 Zentralabitur 2014 Aufgabe I ● Hinweise zum Erwartungshorizont Im Erwartungshorizont werden zu jeder Teilaufgabe mögliche Inhalte, die nach den gültigen Richtli- nien und dem vorgegebenen Schwerpunkt zu erwarten sind, stichwortartig zusammengefasst und in einem oder mehreren Anforderungsbereichen mit Rohpunkten bewertet, wobei Überschneidungen zu anderen Anforderungsbereichen durchaus denkbar sind. Die Erstellung und Umsetzung eines schuleigenen Erwartungshorizontes für den jeweiligen Aufga- benvorschlag wird empfohlen. ● Die Note „gut“ setzt eine differenzierte und kompetente Erfüllung des Erwartungshorizonts voraus, ohne jedoch Vollständigkeit im Detail zu verlangen. Die sprachlich-stilistische Gestaltung der Arbeit muss flüssig, korrekt und verständlich, der Aufbau klar gegliedert sein. Darüber hinaus erfordert die Note gut, dass ● Pädagogik/Psychologie ● EA ● ● Haupttermin Die Note ,,ausreichend" soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht. Dies ist der Fall, wenn Lehrermaterial die Hauptgedanken und -argumente der Materialvorlage bzw. die Aspekte des Themas diffe- renziert und weitreichend erfasst werden, eine eigenständige und aspektreiche Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet, die für die Aufgabenlösung wichtigen Fachbegriffe sicher verwendet werden, die Entwicklung komplexer Gedanken und die Formulierung eigenständiger Positionen und Urteile geleistet wird, die Darstellung in gedanklicher Ordnung und sprachlicher Gestaltung überzeugt sowie den in der Aufgabenstellung geforderten methodischen Anforderungen entspricht. Hauptgedanken, Hauptargumente und gegebenenfalls kennzeichnende Merkmale des vorge- gebenen Materials bzw. wesentliche Aspekte des Problems erfasst sind, für die Aufgabe wichtige fachspezifische Verfahren und Begriffe überwiegend richtig ange- wandt sind, die Aussagen weitgehend auf die Aufgabe bezogen sind, eine Auseinandersetzung mit den pädagogischen Problemen der Aufgabe in Ansätzen statt- findet, die Darstellung im Wesentlichen verständlich ausgeführt und erkennbar geordnet ist, eine eigenständige Gestaltung erkennbar wird. Punkte Jede Teilaufgabe enthält einen Bereich, in dem die Lehrkraft die Möglichkeit hat, zusätzlich maximal 4 Punkte zu erteilen. Davon kann dann Gebrauch gemacht werden, wenn die Schülerin/der Schüler zwar nicht exakt den Erwartungshorizont und damit die vorgesehene Teilpunktzahl erfüllt, in der Aus- führung aber zusätzliche aufgabenbezogene Kriterien darstellt. Diese können z. B. Aspekte aus dem jeweiligen Fachunterricht aufgreifen oder eine eigenständige und nachvollziehbare Argumentation der Schülerin/des Schülers sein. Mögliche Gesamtpunkte: 100 Punktabzug für orthografische Fehler nach AVO-GOFAK: Bewertungsmaßstab Niedersächsisches Kultusministerium erreichte Punkte: Ab Prozent 95 90 85 80 75 70 65 60 55 50|45|40|34|28|20|00 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01 00 KMK Punkte: 5 von 5