Begriffe, Gegenstandsbereich und Fallbeispiele

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 Fragen zur Pädagogik & Psychologie
1) Der Begriff, Pädagogik" gliedert sich in zwei Teilbereiche. Erläutern Sie diese und deren Zusammenhan

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Grundfrage der Pädagogik und Psychologie Definitionen und Gegenstandsbereich Erläuterung an Fallbeispielen Beispiel Fachaufsatz

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Fragen zur Pädagogik & Psychologie 1) Der Begriff, Pädagogik" gliedert sich in zwei Teilbereiche. Erläutern Sie diese und deren Zusammenhang anhand eines selbstge- wählten Beispiels. Der Begriff, Pädagogik" gliedert sich in die Teilbereiche Erziehungswissenschaft und Erziehungspraxis. Die Erziehungswissenschaft wird vorranig an Universitäten von Forschern betrieben - z. B. zur Erforschung des Erfolgs von bestimmten erzierischen Verhaltensweisen. Die Erziehungspraxis spielt sich dagegen im tatsächlichen Erziehungsgeschehen, also in der Familie, in Kindergärten oder Schulen, ab. Beide Teilbereiche wirken insofern zusammen, als sie aufeinander angewiesen sind. Z.b. wird die Erzieherin im Kindergarten ein Kind loben, weil sie weiß-entweder aufgrund einer Lerntheorie oder aus ihrer Alltagserfahrung-, dass Lob ein Kind dazu bewegt, ein bestimmtes Verhalten öfter zu zeigen. Ihrer erzieherischen Handlung liegt also eine Theorie zugrunde. Ebenso ist die wissenschaftliche Erziehungstheorie auf die Praxis angewiesen, da sie ohne diese keinen wissenschaftlichen Gegenstand zum Erforschen hätte. Die Wissenschaft würde in diesem Fall untersuchen, wie Kinder auf Lob reagieren. Die Theorie kann nur aussagekräftige Ergebnisse liefern, wenn sie auch den tatsächlichen Verlauf des Erziehungsgeschens im Blick behält. Sie muss in diesem Fall beobachten, welches Verhalten Kinder bei Lob zeigen. 2) Erläutern Sie den Wortursprung und den Gegenstand der Psychologie. Der Begriff Psychologie "kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt, die Lehre von der Seele"(zusammengesetzt aus psyche = Seele und,...

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logos = Lehre). Allerdings ist diese Übersetzung wenig aussagekräftig, da man nicht genau weiß, was unter, Seele" zu " verstehen ist. Der Gegenstandsbereich der Psychologie ist das menschlische Erleben, Verhalten und Handeln. Erleben meint innere Vorgänge, die nicht von außen beobachtet werden, sondern die die der Mensch nur an sich selbst warnehmen kann. Zum Erleben gehören beispielsweise Gefühle, Gedanken, Erinnerungen und vieles mehr. Verhalten kann durch Selbst- und Fremdbeobachtung erschlossen werden. Es zeigt sich in von außen warnehmbaren Äußerungen, die als Reaktion aufgrund eines Reizes entstehen. Zum Verhalten gehören z. B. die Körperhaltung, die Mimik, Gestik, etc. Handeln bezeichnet jede menschliche Aktivität, mit welcher bewusst und überlegt eine bestimmte Absicht verfolgt wird. 3) Erklären sie die Wechselwechselwirkung von Erleben und Verhalten. Erleben und Verhalten sind nicht unabhänig voneinander, sondern stehen zueinander in Wechselwirkung. Verhalten ist einerseits immer ein Anzeichen für bestimmte Vorgänge im Menschen, andererseits äußern sich verschiedene Erlebnisweisen im Verhalten eines Menschen. Es ist aber nicht so dass der Mensch etwa Freude empfindet und diese sich dann im Verhalten (Arme hochreißen) zeigt. Er freut sich und reißt gleichzeitig die Arme hoch: Verhalten und gezeigte Geste zusammen sind diese Freude. Das eine geht also nicht aus dem anderen hervor, beide sind eines. 4 Verhalten lachen; weinen; zittern; erröten; schreien Verhalten->Handeln einen Brief schreiben, in die Schule gehen, weglaufen, winken, klatschen Erleben: Herzklopfen, stolz sein, Angst haben, sich freuen, Nervosität; Wut 5) a) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Verhalten und Handeln. b) Verdeutlichen Sie diesen an einem selbst gewählten Beispiel. a) Der Begriff Verhalten bezeichnet alle Äußerungen eines Lebewesens. Es kann durch Selbst- und Fremdbeobachtung erschlossen werden. Yom Handeln spricht man, wenn diese Aktivitäten zielgerichtet und bewusst sind. Auch Handeln ist also ein Verhalten. Verhalten ist der übergeordnete Begriff, Handeln erfolgt jedoch bewusst. Der Mensch ist also keineswegs ein reines Reaktionswesen, sondern kann vorher über seine Handlungen nachdenken! b)Ein junger Mann ist den ganzen Tag gut gelaunt, was man an seinem fröhlichen Gesichtsausdruck und seinem Lachen (Verhalten) erkennen kann. Als er in der Stadt an einem Obdachlosen vorbeikommt, schenkt er diesem etwa Kleingeld (Handeln). Im Gegensatz zum Lachen (bzw. dem fröhlichen Gesicht), das unbewusst abläuft, ist das Schenken von Geld eine bewusste Handlung, die zum Ziel haben könnte, den anderen an seiner Freude teilhaben zu lassen. Auch das Schenken ist ein Verhalten, also eine von außen beobachtbare Äußerung. Fallbeispiele 1) Julia macht ein Praktikum im Kindergarten. Als sie sieht, wie zwei Kinder sich in der Bauecke streiten, denkt sie kurz nach, geht dann dazwischen und redet mit ihnen, um den Streit zu schlichten. Die Erzieherin beobachtet Julia dabei und lobt sie am Ende des Tages dafür. Julia freut sich sehr über dieses Lob und strahlt über das ganze Gesicht. a Erläutern Sie mithilfe des Beispiels die Begriffe ,,Verhalten", ,,Handeln" und „Erleben". b Zeigen Sie anhand dieses Beispiels den Zusammenhang zwischen Verhalten" und „Erle- ben" bei Julia auf. "} a) Erleben Julials Freude aufgrund des Lobs der Erzieherin, dies ist ein Vorgang in Julias Innerem und kann von außen nicht beobachtet werden. Auch das Nachdenken gehört somit zu ihrem Erleben. Verhalten Julia strahlt über das ganze Gesicht; dies ist eine körperliche Regung! Äußerung, die auch von außen beobachtbar ist, z. B. an ihren Augen und in der Mundpartie. Handeln Trennen der beiden Kinder; dies ist eine beobachtbare Bewegungsabfolge Julias, die damit bewusst ein Ziel verfolgt, nämlich den Streit beenden. b) Der Zusammenhang dieser Gegenstandsbereiche besteht darin, dass Erleben ein bestimmtes Verhalten auslöst, so führt zB. Julias kurzes Nachdenken über die streitenden Kinder (Erleben) dazu, dass sie sich einschaltet, um den Streit zu schlichten (Verhalten/ in dem Fall Handeln). Verhalten ist Anzeichen für ein bestimmtes Erleben: Julias Strahlen (Verhalten) ist z. B. ein Hinweis darauf, dass sie sich freuen (Erleben). 2) Mia sieht in ihrem Zimmer eine riesengroße, schwarze Spinne direkt über ihrem Bett sitzen. Beim Anblick dieses Tiers erschrickt Mia fürchterlich und fängt an zu schreien. Um die Spinne zu entfernen, holt sie einen Staubsauger und saugt das Tier weg. Sie ist aber immer noch völlig aufgelöst und kann sich nicht beruhigen. a Zeigen Sie zunächst allgemein auf, wie Verhalten und Erleben zusammenhängen. Verdeutlichen Sie dann, wie sich dieser Zusammenhang in obigem Beispiel zeigt. b Machen Sie einen Vorschlag, wie Mia sich beruhigen könnte und begründen Sie die- sen Vorschlag. a) Verhalten ist oft ein Anzeichen für ein bestimmtes Erleben, so wie Erleben ein bestimmtes Verhalten auslöst und sich darin zeigt. Es gibt auch Situationen, in denen durch ein gezieltes Verhalten (Handeln) das Erleben verändern wird. Bei Mia löst ihr Schreck über die Spinne (ihr Erleben) das Verhalten des Schreies aus. Der Schrei wiederum ist ein Anzeichen für ihren Schreck Es könnte auch sein, dass sich durch das Schreien (Verhalten) die Angst (Erleben) sogar noch verschlimmert. So kann man sich in einen Schreianfall förmlich reinsteigern. b) Es gibt daher auch Möglichkeiten, Erleben durch Verhalten zu ändern-Mia könnte versuchen, ruhig zu atmen und ihre Gesichtszüge zu entspannen. Dieses- zunächst aufgesetzte-Verhalten kann dazu führen, dass ihr Erleben sich verändert. So kann Verhalten auch das Erleben beeinflussen. 3) In der Mittagsbetreuung eines Hortes ergibt sich fol- gende Situation: Der 12-jährige Hannes sitzt über sei- nen Hausaufgaben und quält sich seit einer Stunde. Plötzlich springt er auf, wirft sein Heft auf den Boden 5 und will den Raum verlassen. Die Aufsichtsperson, Frau Hacker, packt Hannes und rügt ihn mit den Wor- ten: ,,Das würde dir so passen, mein Freundchen, du setzt dich jetzt schön wieder hin und bleibst sitzen, bis die Hausaufgaben fertig sind, sonst setzt's was!" 10 Zufällig ist an diesem Tag auch eine Pädagogikstuden- tin anwesend, die einen Schnuppertag in der Mittags- betreuung absolviert. Hannes tut ihr leid und sie nimmt Frau Hacker zur Seite. Sie versucht, die Auf- sichtsperson zu überzeugen, anders zu handeln, in- 15 dem sie betont, dass Hannes doch schon Deutsch und Englisch fleißig geübt habe. Sie solle ihn dafür wirklich loben und nicht so streng mit ihm sein. Denn wenn man ein Verhalten lobe, das Kinder bereits schon gut zeigten, dann machten sie das auch weiterhin. Sie 20 solle ihn belohnen, indem sie ihm nur eine kleine Pause gönne. Danach sei sein Gehirn auch wieder auf- nahmefähiger. ,,Tolle Theorie!", entgegnet Frau Ha- cker. ,,Aber in der Praxis schaut das ganz anders aus. Der Hannes, das ist einer, der braucht ab und zu eine 25 strenge Hand." Verdeutlichen Sie das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Pädagogik am Beispiel. Frau Hackers Satz (Tolle Theorie! [..] Aber in der Praxis schaut das ganz anders aus" Z.22 f.) ist ein Vorwurf, den Fachkräfte aus der Praxis den Theoretikern häufig machen. Es stimmt sicherlich, dass nicht immer alles in der Wirklichkeit funktioniert, was laut Theorie klappen müsste. Dennoch ist die Praxis ohne Theorie nicht denkbar. Auch Frau Hacker hat ihre eigene (alltagswissenschaftliche Theorie, indem sie sagt, dass Hannes eine strenge Hand "(Z25) brauche. Ihrem Handel liegen daher ebenfalls eine Theorie zugrunde. Aber auch die Erziehungswissenschaft braucht immer einen konkreten Gegenstand, den sie untersucht (z. B. Lernmotivation, Aufbau von erwünschtem Verhalten). Dieser findet sich in der Praxis, also zB in der Hausaufgabenbetreuung. Insofern ist die Erziehungswissenschaft auf die Erziehungspraxis angewiesen. Fachaufsatz: Simon besucht die 11. Klasse einer Fachoberschule und absolviert seine fachpraktische Ausbildung in einem Krankenhaus. Wenige Minuten vor Simons Feierabend hört er den Klingelton, der ihm signalisiert, dass einer der Patienten Hilfe benötigt. Simon tritt auf den Gang und erkennt, dass wieder die Signalleuchte an der Zimmertür einer Patientin leuchtet, der es eigentlich nicht allzu schlecht zu gehen scheint und die ihn trotzdem heute schon mehrmals wegen absoluter Nichtigkeiten per Alarmklingel zu sich gerufen hat. Simon ballt spontan die Fäuste, runzelt seine Stirn und presst die Lippen aufeinander, dann atmet er einmal sehr tief durch, setzt sein nettestes Lächeln auf und geht zügig in Richtung des Zimmers der Patientin. 5 7 Im Folgenden werde ich den Gegenstand der Psychologie anhand des Fallbeispiels erläutern. Der Begriff, Psychologie "kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt,,die Lehre von der Seele"(zusammengesetzt aus "psyche Seele und logos" =Lehre). Allerdings ist diese Übersetzung wenig aussagekräftig, da man nicht genau weiß, was unter „Seele" zu verstehen ist. "0 Der Gegenstandsbereich der Psychologie ist das menschlische Erleben, Verhalten und Handeln. Erleben meint innere Vorgänge, die nicht von außen beobachtet werden, sondern die die der Mensch nur an sich selbst warnehmen kann. Zum Erleben gehören beispielsweise Gefühle, Gedanken, Erinnerungen und vieles mehr. Verhalten kann durch Selbst- und Fremdbeobachtung erschlossen werden. Es zeigt sich in von außen warnehmbaren Äußerungen. Zum Verhalten gehören z. B. die Körperhaltung, die Mimik, Gestik, etc. Handeln bezeichnet jede menschliche Aktivität, mit welcher bewusst und überlegt eine bestimmte Absicht verfolgt wird. Der Mensch ist also keineswegs ein reines Reaktionswesen, sondern kann vorher über seine Handlungen nachdenken! Erleben und Verhalten sind nicht unabhänig voneinander, sondern stehen zueinander in Wechselwirkung. Verhalten ist einerseits immer ein Anzeichen für bestimmte Vorgänge im Menschen, andererseits äußern sich verschiedene Erlebnisweisen im Verhalten eines Menschen. Simon bemerkt, dass ein Partient Hilfe benötigt.(Z.2-3) Hierbei handelt es sich um Erleben, welches als solches bei Simon von außen nicht beobachtbar ist. Auch das Feststellen, das der Klingel- ton bedeutet, dass ein Partient Hilfe benötigt ist von außen nicht beobachtbar, sondern ein innerer Vorgang, den nur Simon selbst an sich warnehmen kann. Daher handelt es sich auch hier um Erleben von Simon. Simon tritt auf den Gang hinaus (Z.3), diese Köper- bewegung ist von außen beobachtbar, es handelt sich also um Verhalten. Das Erkennen der Signalleuchte an der Zimmertür der Partientin (Z.3-4) ist ein von außen nicht beobachtbarer Vorgang, es handelt sich hierbei um das Erleben von Simon. Simon ballt die Fäuste, runzelt die Stirn und presst die Lippen aufeinander. (Z.6-7) Diese Vorgänge sind Körperausdrücke und von außen beobachtbar. Es handelt sich hierbei also um Verhalten. Als Simon tief durchatmet, ein nettes Lächeln aufsetzt und zügig in Richtung Zimmer der Patientin geht, verfolgt er dabei bewusst ein Ziel. Es handelt sich demnach eine überlegte Aktion von Simon, die mit einem bestimmten Ziel verbunden ist-Simon handelt. Wie aufgezeigt, wurde im vorliegenden Fachaufsatz der Gegenstand der Psychologie am obigen Fallbeispiel analysiert.

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A

So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Verhalten ist einerseits immer ein Anzeichen für bestimmte Vorgänge im Menschen, andererseits äußern sich verschiedene Erlebnisweisen im Verhalten eines Menschen. Es ist aber nicht so dass der Mensch etwa Freude empfindet und diese sich dann im Verhalten (Arme hochreißen) zeigt. Er freut sich und reißt gleichzeitig die Arme hoch: Verhalten und gezeigte Geste zusammen sind diese Freude. Das eine geht also nicht aus dem anderen hervor, beide sind eines. 4 Verhalten lachen; weinen; zittern; erröten; schreien Verhalten->Handeln einen Brief schreiben, in die Schule gehen, weglaufen, winken, klatschen Erleben: Herzklopfen, stolz sein, Angst haben, sich freuen, Nervosität; Wut 5) a) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Verhalten und Handeln. b) Verdeutlichen Sie diesen an einem selbst gewählten Beispiel. a) Der Begriff Verhalten bezeichnet alle Äußerungen eines Lebewesens. Es kann durch Selbst- und Fremdbeobachtung erschlossen werden. Yom Handeln spricht man, wenn diese Aktivitäten zielgerichtet und bewusst sind. Auch Handeln ist also ein Verhalten. Verhalten ist der übergeordnete Begriff, Handeln erfolgt jedoch bewusst. Der Mensch ist also keineswegs ein reines Reaktionswesen, sondern kann vorher über seine Handlungen nachdenken! b)Ein junger Mann ist den ganzen Tag gut gelaunt, was man an seinem fröhlichen Gesichtsausdruck und seinem Lachen (Verhalten) erkennen kann. Als er in der Stadt an einem Obdachlosen vorbeikommt, schenkt er diesem etwa Kleingeld (Handeln). Im Gegensatz zum Lachen (bzw. dem fröhlichen Gesicht), das unbewusst abläuft, ist das Schenken von Geld eine bewusste Handlung, die zum Ziel haben könnte, den anderen an seiner Freude teilhaben zu lassen. Auch das Schenken ist ein Verhalten, also eine von außen beobachtbare Äußerung. Fallbeispiele 1) Julia macht ein Praktikum im Kindergarten. Als sie sieht, wie zwei Kinder sich in der Bauecke streiten, denkt sie kurz nach, geht dann dazwischen und redet mit ihnen, um den Streit zu schlichten. Die Erzieherin beobachtet Julia dabei und lobt sie am Ende des Tages dafür. Julia freut sich sehr über dieses Lob und strahlt über das ganze Gesicht. a Erläutern Sie mithilfe des Beispiels die Begriffe ,,Verhalten", ,,Handeln" und „Erleben". b Zeigen Sie anhand dieses Beispiels den Zusammenhang zwischen Verhalten" und „Erle- ben" bei Julia auf. "} a) Erleben Julials Freude aufgrund des Lobs der Erzieherin, dies ist ein Vorgang in Julias Innerem und kann von außen nicht beobachtet werden. Auch das Nachdenken gehört somit zu ihrem Erleben. Verhalten Julia strahlt über das ganze Gesicht; dies ist eine körperliche Regung! Äußerung, die auch von außen beobachtbar ist, z. B. an ihren Augen und in der Mundpartie. Handeln Trennen der beiden Kinder; dies ist eine beobachtbare Bewegungsabfolge Julias, die damit bewusst ein Ziel verfolgt, nämlich den Streit beenden. b) Der Zusammenhang dieser Gegenstandsbereiche besteht darin, dass Erleben ein bestimmtes Verhalten auslöst, so führt zB. Julias kurzes Nachdenken über die streitenden Kinder (Erleben) dazu, dass sie sich einschaltet, um den Streit zu schlichten (Verhalten/ in dem Fall Handeln). Verhalten ist Anzeichen für ein bestimmtes Erleben: Julias Strahlen (Verhalten) ist z. B. ein Hinweis darauf, dass sie sich freuen (Erleben). 2) Mia sieht in ihrem Zimmer eine riesengroße, schwarze Spinne direkt über ihrem Bett sitzen. Beim Anblick dieses Tiers erschrickt Mia fürchterlich und fängt an zu schreien. Um die Spinne zu entfernen, holt sie einen Staubsauger und saugt das Tier weg. Sie ist aber immer noch völlig aufgelöst und kann sich nicht beruhigen. a Zeigen Sie zunächst allgemein auf, wie Verhalten und Erleben zusammenhängen. Verdeutlichen Sie dann, wie sich dieser Zusammenhang in obigem Beispiel zeigt. b Machen Sie einen Vorschlag, wie Mia sich beruhigen könnte und begründen Sie die- sen Vorschlag. a) Verhalten ist oft ein Anzeichen für ein bestimmtes Erleben, so wie Erleben ein bestimmtes Verhalten auslöst und sich darin zeigt. Es gibt auch Situationen, in denen durch ein gezieltes Verhalten (Handeln) das Erleben verändern wird. Bei Mia löst ihr Schreck über die Spinne (ihr Erleben) das Verhalten des Schreies aus. Der Schrei wiederum ist ein Anzeichen für ihren Schreck Es könnte auch sein, dass sich durch das Schreien (Verhalten) die Angst (Erleben) sogar noch verschlimmert. So kann man sich in einen Schreianfall förmlich reinsteigern. b) Es gibt daher auch Möglichkeiten, Erleben durch Verhalten zu ändern-Mia könnte versuchen, ruhig zu atmen und ihre Gesichtszüge zu entspannen. Dieses- zunächst aufgesetzte-Verhalten kann dazu führen, dass ihr Erleben sich verändert. So kann Verhalten auch das Erleben beeinflussen. 3) In der Mittagsbetreuung eines Hortes ergibt sich fol- gende Situation: Der 12-jährige Hannes sitzt über sei- nen Hausaufgaben und quält sich seit einer Stunde. Plötzlich springt er auf, wirft sein Heft auf den Boden 5 und will den Raum verlassen. Die Aufsichtsperson, Frau Hacker, packt Hannes und rügt ihn mit den Wor- ten: ,,Das würde dir so passen, mein Freundchen, du setzt dich jetzt schön wieder hin und bleibst sitzen, bis die Hausaufgaben fertig sind, sonst setzt's was!" 10 Zufällig ist an diesem Tag auch eine Pädagogikstuden- tin anwesend, die einen Schnuppertag in der Mittags- betreuung absolviert. Hannes tut ihr leid und sie nimmt Frau Hacker zur Seite. Sie versucht, die Auf- sichtsperson zu überzeugen, anders zu handeln, in- 15 dem sie betont, dass Hannes doch schon Deutsch und Englisch fleißig geübt habe. Sie solle ihn dafür wirklich loben und nicht so streng mit ihm sein. Denn wenn man ein Verhalten lobe, das Kinder bereits schon gut zeigten, dann machten sie das auch weiterhin. Sie 20 solle ihn belohnen, indem sie ihm nur eine kleine Pause gönne. Danach sei sein Gehirn auch wieder auf- nahmefähiger. ,,Tolle Theorie!", entgegnet Frau Ha- cker. ,,Aber in der Praxis schaut das ganz anders aus. Der Hannes, das ist einer, der braucht ab und zu eine 25 strenge Hand." Verdeutlichen Sie das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Pädagogik am Beispiel. Frau Hackers Satz (Tolle Theorie! [..] Aber in der Praxis schaut das ganz anders aus" Z.22 f.) ist ein Vorwurf, den Fachkräfte aus der Praxis den Theoretikern häufig machen. Es stimmt sicherlich, dass nicht immer alles in der Wirklichkeit funktioniert, was laut Theorie klappen müsste. Dennoch ist die Praxis ohne Theorie nicht denkbar. Auch Frau Hacker hat ihre eigene (alltagswissenschaftliche Theorie, indem sie sagt, dass Hannes eine strenge Hand "(Z25) brauche. Ihrem Handel liegen daher ebenfalls eine Theorie zugrunde. Aber auch die Erziehungswissenschaft braucht immer einen konkreten Gegenstand, den sie untersucht (z. B. Lernmotivation, Aufbau von erwünschtem Verhalten). Dieser findet sich in der Praxis, also zB in der Hausaufgabenbetreuung. Insofern ist die Erziehungswissenschaft auf die Erziehungspraxis angewiesen. Fachaufsatz: Simon besucht die 11. Klasse einer Fachoberschule und absolviert seine fachpraktische Ausbildung in einem Krankenhaus. Wenige Minuten vor Simons Feierabend hört er den Klingelton, der ihm signalisiert, dass einer der Patienten Hilfe benötigt. Simon tritt auf den Gang und erkennt, dass wieder die Signalleuchte an der Zimmertür einer Patientin leuchtet, der es eigentlich nicht allzu schlecht zu gehen scheint und die ihn trotzdem heute schon mehrmals wegen absoluter Nichtigkeiten per Alarmklingel zu sich gerufen hat. Simon ballt spontan die Fäuste, runzelt seine Stirn und presst die Lippen aufeinander, dann atmet er einmal sehr tief durch, setzt sein nettestes Lächeln auf und geht zügig in Richtung des Zimmers der Patientin. 5 7 Im Folgenden werde ich den Gegenstand der Psychologie anhand des Fallbeispiels erläutern. Der Begriff, Psychologie "kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt,,die Lehre von der Seele"(zusammengesetzt aus "psyche Seele und logos" =Lehre). Allerdings ist diese Übersetzung wenig aussagekräftig, da man nicht genau weiß, was unter „Seele" zu verstehen ist. "0 Der Gegenstandsbereich der Psychologie ist das menschlische Erleben, Verhalten und Handeln. Erleben meint innere Vorgänge, die nicht von außen beobachtet werden, sondern die die der Mensch nur an sich selbst warnehmen kann. Zum Erleben gehören beispielsweise Gefühle, Gedanken, Erinnerungen und vieles mehr. Verhalten kann durch Selbst- und Fremdbeobachtung erschlossen werden. 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Daher handelt es sich auch hier um Erleben von Simon. Simon tritt auf den Gang hinaus (Z.3), diese Köper- bewegung ist von außen beobachtbar, es handelt sich also um Verhalten. Das Erkennen der Signalleuchte an der Zimmertür der Partientin (Z.3-4) ist ein von außen nicht beobachtbarer Vorgang, es handelt sich hierbei um das Erleben von Simon. Simon ballt die Fäuste, runzelt die Stirn und presst die Lippen aufeinander. (Z.6-7) Diese Vorgänge sind Körperausdrücke und von außen beobachtbar. Es handelt sich hierbei also um Verhalten. Als Simon tief durchatmet, ein nettes Lächeln aufsetzt und zügig in Richtung Zimmer der Patientin geht, verfolgt er dabei bewusst ein Ziel. Es handelt sich demnach eine überlegte Aktion von Simon, die mit einem bestimmten Ziel verbunden ist-Simon handelt. Wie aufgezeigt, wurde im vorliegenden Fachaufsatz der Gegenstand der Psychologie am obigen Fallbeispiel analysiert.