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Einstellungen und Einstellungsänderungen
Definition soziale Einstellung
Soziale Einstellungen sind relativ beständi

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-Einstellungen -Merkmale,Komponenten,Wechselwirkung,.. -Vorurteile -funktionale Einstellungstheorie -Theorie der kognitiven Dissonanz -Behaviorismus -klassisches Konditionieren -Naturwissenschaftliche Untersuchungen

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Pädagogik & Psychologie Einstellungen und Einstellungsänderungen Definition soziale Einstellung Soziale Einstellungen sind relativ beständige, erworbene Bereitschaften, auf bestimmte Objekte kognitiv, gefühls- und verhaltensmäßig zu reagieren. Explizite Einstellungen Einstellungen, die bewusst sind und leicht benannt werden können Die Person ist sich des Vorhandenseins und des Einflusses der Einstellung bewusst (direkte Messung möglich) Implizite Einstellungen ↳ Einstellungen, die unwillkürlich, unkontrollierbar und mitunter unbewusst sind Bewertungstendenzen, die Urteile oder Verhaltensweisen beeinflussen können, ohne dass sich die Person dessen bewusst ist (indirekte Messung möglich) merkmale Einstellungen beziehen sich auf bestimmte Objekte. Einstellungsobjekte können Personen (wie Objektbezug → Ausländer, Frauen, Homosexuelle,...), Einrichtungen (wie Kirche, Schule,...) oder Sachverhalte (wie Religion, Politik,...) sein. Dauerhaftigkeit Einstellungs- Struktur Bereitschaften. Einstellungsobjekt Einstellungen sind dauerhaft. Eine gewonnene Einstellung hat die Tendenz, nicht nur einmal gezeigt, sondern beibehalten zu werden, oft ein Leben lang. Einstellungen betreffen Kognition, Gefühl und Verhalten; sie zeigen sich in der kognitiven Funktion wie in der Wahrnehmung, dem Denken, in Meinungen sowie gleichermaßen im Gefühl und Verhalten Einstellungen als solche schaffen die Bereitschaft, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. Einstellungen können nicht beobachtet, sondern nur indirekt erschlossen werden. Es handelt sich dabei um ein gedanklich konstruiertes Denkmodell. Einstellung Verhalten lässt schließen auf Einstellungskomponenten Soziale Einstellungen lassen sich in drei Komponenten, die Einstellungskomponenten, aufgliedern. Diesen Sachverhalt bezeichnen wir als Einstellungsstruktur. 1. kognitive Einstellungskomponente → Äußert sich in überzeugung, Wahrnehmungen, Wissen, Meinungen, Vorstellungen gegenüber dem Einstellungsobjekt 2. Affektive Einstellungskomponente →Bezieht sich auf das Einstellungsobjekt und löst ein...

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Gefühl aus 3. Konative Einstellungskomponente Beinhaltet die Verhaltensabsicht bzw. -tendenz eines Individuums, die durch das Einstellungsobjekt hervorgerufen wird Wechselwirkung Die einzelnen Einstellungskomponenten stimmen in der Regel miteinander überein und stehen in einer konsistenten bzw. konsonanten Beziehung (ohne Widerspruch). Stimmen sie nicht überein, Spricht man von einem inkonsistenten bzw. dissonanten Zustand (mit Widerspruch). Die Folge davon ist, dass das Individuum Abwehrmechanismen entwickelt und zeigt oder versucht ihre Einstellung zu verändern, um einen Konsistenzzustand herbeizuführen. Definition Einstellungssysteme Der Systemcharakter von Einstellungen oder das Einstellungssystem bezeichnet sowohl die Beziehung der Einstellungskompo - nenten untereinander als auch den Zusammenhang von verschiedenen Einstellungen. →viele verschiedene Einstellungen hängen zusammen → wenige Zusammenhängende Einstellungen leichtere Einstellungsänderung Definition Bedeutsamkeit Bedeutsamkeit bzw. Zentralität bezeichnet die persönliche Bedeutung und Wichtigkeit einer sozialen Einstellung in einem Einstellungssystem einer Person. → Zentrale Einstellungen = hohes Engagement in der Umsetzung L schwer zu ändern Periphere Einstellungen Leinfach zu ändern beinhaltet. schwache Intensität und geringes Engagement in der Umsetzung Objektbezug Schwere Einstellungsänderung Dauer- haftigkeit kognitive Einstellungskomponente Soziale Einstellungen haben folgende Merkmale: können verheerende Auswirkungen haben Lungerechtfertigte Benachteiligung Diskriminierung soziale ungerechtigkeit Bereitschaft und besitzen eine bestimmte Struktur: affektive Einstellungskomponente System- charakter Definition Vorurteil Vorurteil bezeichnet eine besondere Form der Einstellung, die nicht auf ihre Richtigkeit hin an der Realität überprüft ist, durch neue Erfahrungen oder Informationen kaum bzw. nicht verändert wird und eine positive oder negative Bewertung des Objektes Bedeutsamkeit konative Einstellungskomponente → reduzieren und schützen uns vor Angst & einer unangenehmen Außeinandersetzung mit der eigenen Person → bewahren das Selbstwertgefühl, überlegenheits-, Geltungs -, Machtansprüche → lassen uns höher und andere niedriger erscheinen ! Der Begriff Vorurteil" wird meist auf negative \ ablehnende Einstellungen eingeschränkt. → Es gibt auch positive Vorurteile, die nicht mit der Realität übereinstimmen Die funktionale Einstellungstheorie nach Daniel Katz Dem funktionellen Ansatz der Einstellungen Liegt die Annahme zugrunde, dass diese der Bedürfnisbefriedigung dienen und eng mit der Bedürfnisstruktur des Individuums verbunden sind. Nach der funktionalen Einstellungstheorie erfüllen Einstellungen vier wichtige Funktionen. Anpassungsfunktion (Nützlichkeitsfunktion) Einstellungen sind nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten strukturiert: Durch Einstellungen gelingt es uns, persönlichen Nutzen zu erreichen, Nachteile zu vermeiden bzw. Belohnungen zu bekommen → Einstellungen dienen dem Erlangen positiver bzw. der Vermeidung negativer Erfahrungen Selbstverwirklichungsfunktion (expressive funktion) Die Übernahme und Zurschaustellung sozialer Einstellungen trägt auch zum Aufbau der persönlichen und sozialen Identität bei. Ein Ziel ist die eigene Individualität im Sozialkontex zu behaupten und mittels individueller Ansichten öffentlich darzustellen. Wir können uns von anderen Menschen abheben und unser Selbstwertgefühl stärken. → Einstellung dient dem Ausdruck der eigenen Identität und des eigenen Selbstkonzepts Wissensfunktion (orientierungsfunktion) Einstellungen dienen dazu, sich in der sozialen Umwelt zurechtzufinden. Sie geben Orientierung und Interpretationshilfen für die immer komplexer und kaum mehr durchschaubare soziale Realität I Umwelt. Einstellungen vereinfachen diese Komplexität und reduzieren sie im Extremfall. Sie legen eine bestimmte Art des Handelns nahe und geben so Orientierung. → Einstellungen vereinfachen Entscheidungen und reduzieren Komplexität durch Orientierungserleichterung Abwehrfunktion (Ich-Verteidigungsfunktion) Durch Einsatz von Abwehrmechanismen im Rahmen von Einstellungen lassen sich Ängste abwehren, innerpsychische Konflikte vermeiden, Minderwertigkeitsgefühle kompensieren und die Schuld für Probleme auf andere Personen projizieren. Durch Bildung von Vorurteilen gelingt es, sich selbst einen Gefallen zu tun. (Vorurteil arteil = Abwehrreakt Einstellungen dienen einer positiven Selbstwahrnehmung bzw. der Vermeidung negativer Selbstwahrnehmung oder innerpsychischen Konflikten Einstellungsänderung auf der Grundlage der funktionalen Einstellungstheorie Aus der Sicht der funktionalen Theorie ändert ein Individuum seine Einstellung, weil : diese ihrer Funktion nach Anpassung, nach Selbstverwirklichung, nach Wissen bzw. Orientierung und/oder nach Abwehr bzw. Verteidigung des eigenen Ichs nicht bzw. nicht mehr gerecht wird es von der neu erworbenen Einstellung eine effektivere Befriedigung der Funktionen bekommt / sich erhofft Die Änderung einer Einstellung ist dann am wirkungsvollsten, wenn dadurch mehrere Funktionen angesprochen werden. In der Regel spielen auch immer mehrere Funktionen eine Rolle bei der Änderung von Einstellungen. WeGe Wie kann erreicht werden, dass das Individuum mit der zu ändernden Einstellung den Funktionen nicht mehr gerecht werden kann? Wie kann erreicht werden, dass es von der neu zu erwerbenden Einstellung eine effektivere Befriedigung der Funktionen bekommt? Die Theorie der kognitiven Dissonanz Definition Unbehagen, das verursacht wird durch zwei oder mehrere widersprüchliche Kognitionen, die typischerweise einem positiven Selbstbild zuwiderlaufen Kognitive Elemente Wissen, Meinung, Überzeugung über sich selbst, sein Verhalten oder der Umwelt Kognitive Elemente stehen zueinander in einer relevanten oder irrelevanten Beziehung. relevante Beziehung irrelevante Beziehung Konsonant Dissonant- Die relevante Beziehung zwischen kognitiven Elementen kann konsonant oder dissonant sein. nach Leon Festinger Ein kognitives Element folgt aus dem anderen Eine kognitive Dissonanz entsteht aufgrund der Aufnahme von Informationen, eigener Erfahrungen, allgemeiner Über- zeugung und sozialer Wert- & Normvorstellungen Die kognitiven Elemente haben etwas miteinander zu tun. Es besteht ein Zusammenhang Das Gegenteil des kognitiven me folgt aus dem anderen (Widerspruch der Elemente) Die Motivation zur Verminderung bzw. Beseitigung der kognitiven Dissonanz steigt mit ihrer Stärke! Beseitigung verminderung oder Die kognitiven Elemente stehen nebeneinander zusammenhangslos und haben nichts miteinander zu tun Ignorieren, Vergessen oder Verdrängen der dissonanten kognitiven Elemente oder der Informationen, die die Dissonanz ausgelöst haben Veränderung eines oder mehrerer Elemente, die zueinander in Widerspruch stehen Große Belohnung Hinzufügen neuer kognitiver Elemente Änderung der Einstellung Hängt von der Anzahl der Beziehungen verschiedener kognitiver Elemente & vom psychischen Aufwand ab Jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung treffen, erleben wir eine Dissonanz! Nachentscheidungsdissonanz Dissonanz, die nach einer Entscheidungsfindung entsteht, und die typischerweise durch eine Höherbewertung der Attraktivität der gewählten Alternative und eine Abwertung der abgelehnten Alternative reduziert werden kann Harte Bestrafung oder Kleine Belohnung Milde Bestrafung ↑ Externe Rechtfertigung (Ich fuel denke etwas, weil man mich dazu zwingt) Interne Rechtfertigung (Ich tue Idenke etwas, weil ich glaube es ist richtig) ↑ vorübergehende Änderung dauerhafte Änderung Einstellungsänderung auf der Grundlage der Theorie der kognitiven Dissonanz Menschen ändern ihre Einstellung, wenn sie durch eine Einstellungsänderung eine bestehende Dissonanz verringern bzw. abbauen können Schritt 1: Eine Dissonanz in dem Bereich der zu ändernden Einstellung erzeugen Schritt 2: Wichtig → Ein dissonanter Zustand kann erreicht werden, wenn es gelingt, das Individuum zu einer Verhaltensweise zu bringen, die im Gegensatz zu seiner Einstellung steht → Möglichkeiten zur Schaffung einer kognitiven Dissonanz : : Diese Dissonanz wieder abbauen ► Informationsdarbietung über das Einstellungsobjektes, seiner Bedeutung, Vorurteilen ► Erkenntnisse über Kommunikation

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Gefühl aus 3. Konative Einstellungskomponente Beinhaltet die Verhaltensabsicht bzw. -tendenz eines Individuums, die durch das Einstellungsobjekt hervorgerufen wird Wechselwirkung Die einzelnen Einstellungskomponenten stimmen in der Regel miteinander überein und stehen in einer konsistenten bzw. konsonanten Beziehung (ohne Widerspruch). Stimmen sie nicht überein, Spricht man von einem inkonsistenten bzw. dissonanten Zustand (mit Widerspruch). Die Folge davon ist, dass das Individuum Abwehrmechanismen entwickelt und zeigt oder versucht ihre Einstellung zu verändern, um einen Konsistenzzustand herbeizuführen. Definition Einstellungssysteme Der Systemcharakter von Einstellungen oder das Einstellungssystem bezeichnet sowohl die Beziehung der Einstellungskompo - nenten untereinander als auch den Zusammenhang von verschiedenen Einstellungen. →viele verschiedene Einstellungen hängen zusammen → wenige Zusammenhängende Einstellungen leichtere Einstellungsänderung Definition Bedeutsamkeit Bedeutsamkeit bzw. Zentralität bezeichnet die persönliche Bedeutung und Wichtigkeit einer sozialen Einstellung in einem Einstellungssystem einer Person. → Zentrale Einstellungen = hohes Engagement in der Umsetzung L schwer zu ändern Periphere Einstellungen Leinfach zu ändern beinhaltet. schwache Intensität und geringes Engagement in der Umsetzung Objektbezug Schwere Einstellungsänderung Dauer- haftigkeit kognitive Einstellungskomponente Soziale Einstellungen haben folgende Merkmale: können verheerende Auswirkungen haben Lungerechtfertigte Benachteiligung Diskriminierung soziale ungerechtigkeit Bereitschaft und besitzen eine bestimmte Struktur: affektive Einstellungskomponente System- charakter Definition Vorurteil Vorurteil bezeichnet eine besondere Form der Einstellung, die nicht auf ihre Richtigkeit hin an der Realität überprüft ist, durch neue Erfahrungen oder Informationen kaum bzw. nicht verändert wird und eine positive oder negative Bewertung des Objektes Bedeutsamkeit konative Einstellungskomponente → reduzieren und schützen uns vor Angst & einer unangenehmen Außeinandersetzung mit der eigenen Person → bewahren das Selbstwertgefühl, überlegenheits-, Geltungs -, Machtansprüche → lassen uns höher und andere niedriger erscheinen ! Der Begriff Vorurteil" wird meist auf negative \ ablehnende Einstellungen eingeschränkt. → Es gibt auch positive Vorurteile, die nicht mit der Realität übereinstimmen Die funktionale Einstellungstheorie nach Daniel Katz Dem funktionellen Ansatz der Einstellungen Liegt die Annahme zugrunde, dass diese der Bedürfnisbefriedigung dienen und eng mit der Bedürfnisstruktur des Individuums verbunden sind. Nach der funktionalen Einstellungstheorie erfüllen Einstellungen vier wichtige Funktionen. Anpassungsfunktion (Nützlichkeitsfunktion) Einstellungen sind nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten strukturiert: Durch Einstellungen gelingt es uns, persönlichen Nutzen zu erreichen, Nachteile zu vermeiden bzw. Belohnungen zu bekommen → Einstellungen dienen dem Erlangen positiver bzw. der Vermeidung negativer Erfahrungen Selbstverwirklichungsfunktion (expressive funktion) Die Übernahme und Zurschaustellung sozialer Einstellungen trägt auch zum Aufbau der persönlichen und sozialen Identität bei. Ein Ziel ist die eigene Individualität im Sozialkontex zu behaupten und mittels individueller Ansichten öffentlich darzustellen. Wir können uns von anderen Menschen abheben und unser Selbstwertgefühl stärken. → Einstellung dient dem Ausdruck der eigenen Identität und des eigenen Selbstkonzepts Wissensfunktion (orientierungsfunktion) Einstellungen dienen dazu, sich in der sozialen Umwelt zurechtzufinden. Sie geben Orientierung und Interpretationshilfen für die immer komplexer und kaum mehr durchschaubare soziale Realität I Umwelt. Einstellungen vereinfachen diese Komplexität und reduzieren sie im Extremfall. Sie legen eine bestimmte Art des Handelns nahe und geben so Orientierung. → Einstellungen vereinfachen Entscheidungen und reduzieren Komplexität durch Orientierungserleichterung Abwehrfunktion (Ich-Verteidigungsfunktion) Durch Einsatz von Abwehrmechanismen im Rahmen von Einstellungen lassen sich Ängste abwehren, innerpsychische Konflikte vermeiden, Minderwertigkeitsgefühle kompensieren und die Schuld für Probleme auf andere Personen projizieren. Durch Bildung von Vorurteilen gelingt es, sich selbst einen Gefallen zu tun. (Vorurteil arteil = Abwehrreakt Einstellungen dienen einer positiven Selbstwahrnehmung bzw. der Vermeidung negativer Selbstwahrnehmung oder innerpsychischen Konflikten Einstellungsänderung auf der Grundlage der funktionalen Einstellungstheorie Aus der Sicht der funktionalen Theorie ändert ein Individuum seine Einstellung, weil : diese ihrer Funktion nach Anpassung, nach Selbstverwirklichung, nach Wissen bzw. Orientierung und/oder nach Abwehr bzw. Verteidigung des eigenen Ichs nicht bzw. nicht mehr gerecht wird es von der neu erworbenen Einstellung eine effektivere Befriedigung der Funktionen bekommt / sich erhofft Die Änderung einer Einstellung ist dann am wirkungsvollsten, wenn dadurch mehrere Funktionen angesprochen werden. In der Regel spielen auch immer mehrere Funktionen eine Rolle bei der Änderung von Einstellungen. WeGe Wie kann erreicht werden, dass das Individuum mit der zu ändernden Einstellung den Funktionen nicht mehr gerecht werden kann? Wie kann erreicht werden, dass es von der neu zu erwerbenden Einstellung eine effektivere Befriedigung der Funktionen bekommt? Die Theorie der kognitiven Dissonanz Definition Unbehagen, das verursacht wird durch zwei oder mehrere widersprüchliche Kognitionen, die typischerweise einem positiven Selbstbild zuwiderlaufen Kognitive Elemente Wissen, Meinung, Überzeugung über sich selbst, sein Verhalten oder der Umwelt Kognitive Elemente stehen zueinander in einer relevanten oder irrelevanten Beziehung. relevante Beziehung irrelevante Beziehung Konsonant Dissonant- Die relevante Beziehung zwischen kognitiven Elementen kann konsonant oder dissonant sein. nach Leon Festinger Ein kognitives Element folgt aus dem anderen Eine kognitive Dissonanz entsteht aufgrund der Aufnahme von Informationen, eigener Erfahrungen, allgemeiner Über- zeugung und sozialer Wert- & Normvorstellungen Die kognitiven Elemente haben etwas miteinander zu tun. Es besteht ein Zusammenhang Das Gegenteil des kognitiven me folgt aus dem anderen (Widerspruch der Elemente) Die Motivation zur Verminderung bzw. Beseitigung der kognitiven Dissonanz steigt mit ihrer Stärke! Beseitigung verminderung oder Die kognitiven Elemente stehen nebeneinander zusammenhangslos und haben nichts miteinander zu tun Ignorieren, Vergessen oder Verdrängen der dissonanten kognitiven Elemente oder der Informationen, die die Dissonanz ausgelöst haben Veränderung eines oder mehrerer Elemente, die zueinander in Widerspruch stehen Große Belohnung Hinzufügen neuer kognitiver Elemente Änderung der Einstellung Hängt von der Anzahl der Beziehungen verschiedener kognitiver Elemente & vom psychischen Aufwand ab Jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung treffen, erleben wir eine Dissonanz! Nachentscheidungsdissonanz Dissonanz, die nach einer Entscheidungsfindung entsteht, und die typischerweise durch eine Höherbewertung der Attraktivität der gewählten Alternative und eine Abwertung der abgelehnten Alternative reduziert werden kann Harte Bestrafung oder Kleine Belohnung Milde Bestrafung ↑ Externe Rechtfertigung (Ich fuel denke etwas, weil man mich dazu zwingt) Interne Rechtfertigung (Ich tue Idenke etwas, weil ich glaube es ist richtig) ↑ vorübergehende Änderung dauerhafte Änderung Einstellungsänderung auf der Grundlage der Theorie der kognitiven Dissonanz Menschen ändern ihre Einstellung, wenn sie durch eine Einstellungsänderung eine bestehende Dissonanz verringern bzw. abbauen können Schritt 1: Eine Dissonanz in dem Bereich der zu ändernden Einstellung erzeugen Schritt 2: Wichtig → Ein dissonanter Zustand kann erreicht werden, wenn es gelingt, das Individuum zu einer Verhaltensweise zu bringen, die im Gegensatz zu seiner Einstellung steht → Möglichkeiten zur Schaffung einer kognitiven Dissonanz : : Diese Dissonanz wieder abbauen ► Informationsdarbietung über das Einstellungsobjektes, seiner Bedeutung, Vorurteilen ► Erkenntnisse über Kommunikation