Eriksons Grundidee: Das epigenetische Prinzip
Stell dir vor, du entwickelst dich nach einem festen Grundplan - genau wie eine Blume, die immer in derselben Reihenfolge Wurzeln, Stängel und Blüten ausbildet. Erikson erweiterte Freuds Theorie um drei zusätzliche Phasen für das Erwachsenenalter und bezog soziale Aspekte mit ein.
Das Herzstück seiner Theorie ist die Identitätsentwicklung. Deine Identität ist wie ein roter Faden, der sich durch dein ganzes Leben zieht - sie gibt dir Kontinuität, auch wenn sich um dich herum alles verändert. Besonders in der Jugend fängst du bewusst an, herauszufinden, wer du eigentlich bist.
Jede der acht Entwicklungsphasen bringt einen Kernkonflikt mit sich, den du lösen musst. Schaffst du das konstruktiv, entwickelst du positive Eigenschaften. Klappt es nicht so gut, entstehen eher negative Eigenschaften - aber keine Panik, auch die brauchst du manchmal für ein realistisches Weltbild.
Gut zu wissen: Selbst wenn eine Phase nicht perfekt läuft, kannst du die Konflikte später noch lösen. Entwicklung hört nie auf!