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Humanistische Psychologie, Personenzentrierte Gesprächstherapie

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Humanistische Psychologie, Personenzentrierte Gesprächstherapie

 Psychologie Q2 Klausur - Übersicht
THEMEN
Humanistische Psychologie (Definition, Menschenbild, Bedeutung und Methoden)
Personenzentrierte G

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Zusammenfassung für die Psychologieklausur in Q2, Schwerpunkte: Humanistische Psychologie, Personenzentrierte Gesprächstherapie, Persönlichkeitstheorie Carl Rogers

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Psychologie Q2 Klausur - Übersicht THEMEN Humanistische Psychologie (Definition, Menschenbild, Bedeutung und Methoden) Personenzentrierte Gesprächstheorie nach Carl Rogers (Theorie und Praxis) Persönlichkeitstheorie nach Carl Rogers DIE HUMANISTISCHE PSYCHOLOGIE basierend auf den Grundzügen des Humanismus im 19. Jahrhundert Mensch ist in der Lage, zu einer besseren Existenzform zu finden Humanismus = neue Ideale der Gesellschaft und Bildung Persönlichkeitsentfaltung jedes einzelnen Individuums Definition Mittelpunkt: Persönlichkeitsentfaltung des einzelnen Ziel: Förderung der Entfaltung kreativer und gesunder Persönlichkeiten Fokus: individuelle Selbstverwirklichung Geschichte und bekannte Vertreter = - 1962 in USA Gründung der „American Association für Humanistic Psychology" bekannte Vertreter: Abraham Maslow, Carl Rogers, Charlotte Bühler Maslow: Anteil an Entwicklung humanistischer Psychologie + Schaffung hierarchischer Ordnung der menschlichen Bedürfnisse Bedeutung und Methoden - beruhen auf optimaler - - Abraham Maslow einer der Ersten, der Konzept für humanistische Psychologie ausarbeitet Carl Rogers greift später Methoden Maslows auf & lässt diese in seine klientenkonzentrierte Psychotherapie einfließen Kernthese: Annahme, dass psychische Störungen durch Blockaden der Selbstentfaltung hervorgerufen werden → Ursachen für seelische Erkrankungen werden in Umwelteinflüssen gesucht Methoden bedienen sich der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie greifen auf Verfahren zurück, die personen-, körper-, und gegenwartsbezogen sind und zur Entfaltung der vorhandenen Potentiale beitragen sollen Menschenbild höchstes Gut = Selbstverwirklichung Mensch besitzt Fähigkeit, Verhalten, Einstellungen und Konzepte immer zu verändern Mensch kann unter idealen Bedingungen aus eigener Kraft bessere Existenz kreieren → müssen adäquate Rahmenbedingungen geschaffen werden psychische Störungen = Resultat störender Umwelteinflüsse grundlegende Prinzipien: Hierarchie der Bedürfnisse, Selbstverwirklichung, Teilhabe an Gemeinschaft PERSONENZENTRIERTE GESPRÄCHSTHERAPIE Methode von...

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Carl Rogers These: Mensch ist mehr, als die Summe seiner Teile & lebt bewusst und in zwischenmenschlichen Beziehungen Begründung des Verfahrens klientenkonzentrierte Orientierung ist ständig weiterentwickelnde Form der zwischenmenschlichen Beziehung, die Wachstum und Veränderung fordert jeder kann durch sein Wachstumspotenzial Beziehung zu einer anderen Person führen Voraussetzung: eigenes realer Sein, emotionale Zuwendung und sensibles Verstehen in sich selbst Hypothesen setzen auf Material anderer Beziehungen → stehen durch eigene Untersuchungsmittel in Überprüfung In der Theorie selbstbestimmtes Individuum, welches Ressourcen nutzen und ändern kann Tragende Elemente der Personenzentrierten Gesprächstherapie: Kongruenz, Empathie, bedingungslose positive Zuwendung Kongruenz (Deckungsgleich) Unverfälschtheit/Transparenz seitens des Therapeuten Therapeut muss sich neben Klient ebenfalls emotional einbringen (auf Augenhöhe) → darf sich selbst dabei nicht verlieren Verhalten, Gefühle, Gedanken und Einstellungen müssen erkennbar sein → muss sich in dieser Beziehung selbst erleben, wahrnehmen und einbringen können darf sich nicht hinter Fassaden, Rollen und Floskeln verstecken ermöglicht Vertrauen des Patienten Empathie (einfühlendes Verstehen) ist Therapeut kongruent, kann er sich auf Gegenüber einlassen → Welt mit seinen Augen sehen Therapeut versucht sich in Klient hineinzuversetzen → darf sich dabei selbst nicht verlieren soll unbewusste Prozesse erkennen - - ständiges Feedback mit eigenen Worten → selektives Aufgreifen der gefühls- und erlebnismäßigen Inhalte aus Gespräch bedingungslose positive Zuwendung Werte des Klienten akzeptieren und positiv zuwenden → keine willkürliche Verständnisteilnahme nötig, jedoch annehmen positiv, akzeptierende Einstellung gegenüber des Erlebens des Klienten → jeweilige Gefühle ausleben lassen Respekt des Gegenübers In der Praxis Kongruenz Reaktionen zeigen (Zulassen eigener Gefühle) eventuell aus eigenen Erfahrungen berichten / Fragen stellen - räumliche Gestaltung Sprache: nonverbal (Mimik/Gestik/Körpersprache), verbal (zB. auch Betonung) Empathie nicken: symbolisieren „Ich verstehe" Fragen stellen (In eigenen Worten wiederholen) Betonung und Wortwahl Körperhaltung (Spiegelung) bedingungslose positive Zuwendung - wenn angemessen lächeln Blickkontakt keine Schulzuweisung „Es ist in Ordnung" Akzeptanz der Gefühle des Gegenüber PERSÖNLICHKEITSTHEORIE NACH CARL ROGERS - Allgemein Ergebnis seiner jahrzehntelangen therapeutischen Arbeit mit Menschen Organismus wird nicht durch Triebe, sondern von einer einzigen zentralen Energie gesteuert angeborene Tendenz zur Selbstaktualisierung, Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung Grundlagen der Selbstaktualisierung grundlegendes Motiv für Tätigwerden des Menschen, um Autonomie und Selbstständigkeit zu erlangen: Selbstaktualisierung → Mensch entwickelt zunehmende Bereitschaft, sich für jede Art von Erfahrung zu öffnen und andere Menschen so anzunehmen, wie sie sind Mensch setzt gemachte Erfahrungen in Beziehungen zu grundlegenden Streben nach Selbsterhaltung und Selbstaktualisierung Erfahrungen, die Selbstaktualisierung ermöglichen = als positiv bewertet → weiterhin anstreben → Erfahrungen, die Selbstaktualisierung stören = als negativ bewertet → werden vermieden Das Selbstkonzept Mensch ist bewusst handelndes Wesen, das von seinen Erfahrungen geleitet wird → alle Erfahrungen verdichten sich zu charakteristischen Wahrnehmungsfeld (einzigartige Realität jedes Individuums) Selbstkonzept: durch Erfahrungen gebildete und sich verändernde Struktur von Wahrnehmungen, Empfindungen und Werthaltungen Real-Selbst: Vorstellung einer Person darüber, wer sie ist und was sie kann Ideal-Selbst: Vorstellungen einer Person darüber, wer sie gerne wäre → stimmen überein = glücklich und ausgeglichen, akzeptiert Schwächen, nutzt Stärken liegen weit auseinander = Innere Spannungen, Ängste, Depressionen wirkt nach Prinzip der „self-fulfilling prophecy" positives Selbstkonzept führt oft zu positiven Erfahrungen und bestätigen dieses dadurch → negatives Selbstkonzept führt oft zu negativen Erfahrungen und bestätigen dieses dadurch bereits in Kindheit: Bewusstsein über sich selbst, individuelle Fähigkeiten und Eigenschaften, Stärken und Schwächen Beziehungsbotschaften prägen das Selbstkonzept des Kindes grundlegend (schon vor Sprachverständnis durch Umgang der Eltern) → später durch konkrete Aussagen verdichtet · Entwicklung der Persönlichkeit durch bedingungslose Wertschätzung und Annahme der Person gefördert Hemmung der Persönlichkeitsentwicklung bei Abhängigkeit einer Bedingung bei Wertschätzung und Annahme (= wenig Vertrauen in eigenes Erleben) → Person vertraut auf Gefühle und strebt nach Selbstaktualisierung positives Selbstkonzept flexibel genug, neue Erfahrungen anzunehmen Anpassungsfähig Übereinstimmung zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen - positive Erfahrungen ausgeglichen und zufrieden negatives Selbstkonzept - geringe Selbstachtung versuchen verletzbare Selbststruktur rigide zu verteidigen und zu schützen - Jede Erfahrung, die Selbstkonzept gefährdet = bedrohlich werden abgewehrt starke Differenz zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst - - Diskrepanz Mensch versucht Diskrepanz möglichst klein zu halten → Qualität des Selbstkonzepts (positiv/negativ) verantwortlich, wie mit Selbsterfahrungen umgegangen wird (angenommen/ignoriert) Inkongruenz: Lücke zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst → je größer, desto mehr Inkongruenz, desto mehr Leid: Inkongruenz führt langfristig zu seelischen Störungen → brauchen Therapie, um Diskrepanz aufzuheben → ähnlich wie Neurose: kein Einklang mit eigenem Selbst Abwehrmechanismen - Verleugnung: Existenz einer Erfahrung wird völlig verneint Verzerrung: Erfahrung tritt ins Bewusstsein, ihre Bedeutung ist jedoch verändert und entstellt - → sodass sie wieder mit aktuellem Selbstkonzept übereinstimmt bewahren Menschen davor, dass beschädigtes Selbstkonzept weiter verletzt wird + Selbstachtung nicht noch mehr verloren Abwehrreaktion wird immer schwieriger, wenn Erfahrungen einer Person offensichtlich von Selbstkonzept abweichen Beispiel: Person, deren Selbstkonzept es ist, niemals zu hassen, wird Angst erleben, wenn die verleugneten Hassgefühle offensichtlich in Ihrer Phantasie der in ihrem nonverbalen Verhalten auftreten = kein Gelingen von Abwehr der Erfahrung + immer mehr in Bewusstsein Bruch der Selbststruktur + widersprüchliches, psychisch fehlangepasstes Verhalten als Folge

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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- ständiges Feedback mit eigenen Worten → selektives Aufgreifen der gefühls- und erlebnismäßigen Inhalte aus Gespräch bedingungslose positive Zuwendung Werte des Klienten akzeptieren und positiv zuwenden → keine willkürliche Verständnisteilnahme nötig, jedoch annehmen positiv, akzeptierende Einstellung gegenüber des Erlebens des Klienten → jeweilige Gefühle ausleben lassen Respekt des Gegenübers In der Praxis Kongruenz Reaktionen zeigen (Zulassen eigener Gefühle) eventuell aus eigenen Erfahrungen berichten / Fragen stellen - räumliche Gestaltung Sprache: nonverbal (Mimik/Gestik/Körpersprache), verbal (zB. auch Betonung) Empathie nicken: symbolisieren „Ich verstehe" Fragen stellen (In eigenen Worten wiederholen) Betonung und Wortwahl Körperhaltung (Spiegelung) bedingungslose positive Zuwendung - wenn angemessen lächeln Blickkontakt keine Schulzuweisung „Es ist in Ordnung" Akzeptanz der Gefühle des Gegenüber PERSÖNLICHKEITSTHEORIE NACH CARL ROGERS - Allgemein Ergebnis seiner jahrzehntelangen therapeutischen Arbeit mit Menschen Organismus wird nicht durch Triebe, sondern von einer einzigen zentralen Energie gesteuert angeborene Tendenz zur Selbstaktualisierung, Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung Grundlagen der Selbstaktualisierung grundlegendes Motiv für Tätigwerden des Menschen, um Autonomie und Selbstständigkeit zu erlangen: Selbstaktualisierung → Mensch entwickelt zunehmende Bereitschaft, sich für jede Art von Erfahrung zu öffnen und andere Menschen so anzunehmen, wie sie sind Mensch setzt gemachte Erfahrungen in Beziehungen zu grundlegenden Streben nach Selbsterhaltung und Selbstaktualisierung Erfahrungen, die Selbstaktualisierung ermöglichen = als positiv bewertet → weiterhin anstreben → Erfahrungen, die Selbstaktualisierung stören = als negativ bewertet → werden vermieden Das Selbstkonzept Mensch ist bewusst handelndes Wesen, das von seinen Erfahrungen geleitet wird → alle Erfahrungen verdichten sich zu charakteristischen Wahrnehmungsfeld (einzigartige Realität jedes Individuums) Selbstkonzept: durch Erfahrungen gebildete und sich verändernde Struktur von Wahrnehmungen, Empfindungen und Werthaltungen Real-Selbst: Vorstellung einer Person darüber, wer sie ist und was sie kann Ideal-Selbst: Vorstellungen einer Person darüber, wer sie gerne wäre → stimmen überein = glücklich und ausgeglichen, akzeptiert Schwächen, nutzt Stärken liegen weit auseinander = Innere Spannungen, Ängste, Depressionen wirkt nach Prinzip der „self-fulfilling prophecy" positives Selbstkonzept führt oft zu positiven Erfahrungen und bestätigen dieses dadurch → negatives Selbstkonzept führt oft zu negativen Erfahrungen und bestätigen dieses dadurch bereits in Kindheit: Bewusstsein über sich selbst, individuelle Fähigkeiten und Eigenschaften, Stärken und Schwächen Beziehungsbotschaften prägen das Selbstkonzept des Kindes grundlegend (schon vor Sprachverständnis durch Umgang der Eltern) → später durch konkrete Aussagen verdichtet · Entwicklung der Persönlichkeit durch bedingungslose Wertschätzung und Annahme der Person gefördert Hemmung der Persönlichkeitsentwicklung bei Abhängigkeit einer Bedingung bei Wertschätzung und Annahme (= wenig Vertrauen in eigenes Erleben) → Person vertraut auf Gefühle und strebt nach Selbstaktualisierung positives Selbstkonzept flexibel genug, neue Erfahrungen anzunehmen Anpassungsfähig Übereinstimmung zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen - positive Erfahrungen ausgeglichen und zufrieden negatives Selbstkonzept - geringe Selbstachtung versuchen verletzbare Selbststruktur rigide zu verteidigen und zu schützen - Jede Erfahrung, die Selbstkonzept gefährdet = bedrohlich werden abgewehrt starke Differenz zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst - - Diskrepanz Mensch versucht Diskrepanz möglichst klein zu halten → Qualität des Selbstkonzepts (positiv/negativ) verantwortlich, wie mit Selbsterfahrungen umgegangen wird (angenommen/ignoriert) Inkongruenz: Lücke zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst → je größer, desto mehr Inkongruenz, desto mehr Leid: Inkongruenz führt langfristig zu seelischen Störungen → brauchen Therapie, um Diskrepanz aufzuheben → ähnlich wie Neurose: kein Einklang mit eigenem Selbst Abwehrmechanismen - Verleugnung: Existenz einer Erfahrung wird völlig verneint Verzerrung: Erfahrung tritt ins Bewusstsein, ihre Bedeutung ist jedoch verändert und entstellt - → sodass sie wieder mit aktuellem Selbstkonzept übereinstimmt bewahren Menschen davor, dass beschädigtes Selbstkonzept weiter verletzt wird + Selbstachtung nicht noch mehr verloren Abwehrreaktion wird immer schwieriger, wenn Erfahrungen einer Person offensichtlich von Selbstkonzept abweichen Beispiel: Person, deren Selbstkonzept es ist, niemals zu hassen, wird Angst erleben, wenn die verleugneten Hassgefühle offensichtlich in Ihrer Phantasie der in ihrem nonverbalen Verhalten auftreten = kein Gelingen von Abwehr der Erfahrung + immer mehr in Bewusstsein Bruch der Selbststruktur + widersprüchliches, psychisch fehlangepasstes Verhalten als Folge