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Hurrelmann: 10 Maxime zum Jugendalter

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 Erste Maxime
Die Persönlichkeitsentwicklung gestaltet sich in
einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt.
Hierdurch werden auch die Grundstru

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Titel und Zusammenfassung der Maxime von Klaus Hurrelmann zum Jugendalter

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Erste Maxime Die Persönlichkeitsentwicklung gestaltet sich in einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt. Hierdurch werden auch die Grundstrukturen für Geschlechtsmerkmale definiert. ● ● Grundstrukturen O 50%: Geschlecht, körperlicher Konstitution, Intelligenz, Temperament und Psyche 50%: soziale und physische Umwelt (Familie, Freizeit, Freunde, Kultur, Finanzen...) Wechselspiel von Anlage und Umwelt O Spiel- und Möglichkeitsräume Ausprägungen von männlichen und weiblichen Persönlichkeitsmerkmalen O angeborene Unterschiede O kulturelle Vorstellungen O (Sozialisationsprozess) Ausgangslage und Möglichkeitsraum für die geschlechterspezifische Entfaltung Zehn Maxime zum Jugendalter von Klaus Hurrelmann Zweite Maxime Der Prozess der Sozialisation, verstanden als die dynamische und produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität, erreicht eine besonders intensive Phase und zugleich einen für den ganzen weiteren Lebenslauf Muster bildenden Charakter. Auseinandersetzung mit innerer und äußeren Realität durch Umbrüche O innen: körperliche und psychischen Grundstrukturen außen: soziale und physische Umweltbedingungen Sozialisation: ständige Beobachtung und Diagnose der eigenen Anlagen und ihrer Veränderungen o Anpassung des Handelns aktive Rolle • Entwicklungsaufgaben O in Prozess der Selbstregulierung bearbeitet Selbstorganisation bildet Muster der Lebensführung Dritte Maxime Menschen im Jugendalter sind schöpferische Konstrukteure ihrer ersönlichkeit mit er Kompetenz zur eigengesteuerten Lebensführung. ständiger Prozess des Suchens und Tastens, Ausprobierens Versuch, Umwelt aktiv zu beeinflussen unfertiger, offener Charakter • Lebensführung reagiert auf neueste kulturelle, soziale und ökonomische Veränderungen selbst gesetzte Ziele und Sinngebungen ermöglichen Mindestmaß an Stabilität und Höchstmaß an Bedürfnisbefriedigung • jugendtypische Lebensformen (suchend) werden immer aussagekräftiger, da Umbrüche in späteren Phasen häufiger werden Vierte Maxime Lebensphase Jugend als erstmalige Chance der Ausbildung von Ich-Identität durch die Synthese von Individuation und Integration Integration (→ soziale Identität) Anpassung an gesellschaftliche Werte, Verhaltensstandards und Anforderungen ● Erleben einer anerkannten, gesellschaftlichen Mitgliedschaftsrolle Individuation (→ personale Identität) Aufbau einer individuellen Persönlichkeitsstruktur ● unverwechselbare Merkmale und Kompetenzen Identität ● Kontinuität des Selbsterlebens "sich selbst...

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gleiche" Persönlichkeit trotz sich verändernden Bedingungen Umgang mit dem Spannungsverhältnis gibt Aufschluss über Belastbarkeit der Jugendlichen und die Entfaltungsmöglichkeiten Fünfte Maxime Der Sozialisationsprozess im Jugendalter kann kritische Formen annehmen, wenn es Jugendlichen nicht gelingt, die Anforderungen der Individuation und der Integration zu erfüllen. Sozialisationsprozess ist krisenhaft, wenn Individuation und Integration nicht verbunden werden können Entwicklungsdruck Belastungen, wenn Bewältigungskompetenzen nicht ausreichen notwendig: produktive Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Umwelt und unvermeidlichen krisenhaften Zuspitzungen Sechste Maxime Die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben erfordert personale und soziale Ressourcen personale Ressourcen Handlungsschemata ● Kommunikation Selbstreflexion ● Kompromissfähigkeit soziale Ressourcen Hilfestellungen O Fähigkeit zur O Selbstorganisation stärken Spielräume akzeptieren probeweises Handeln erlauben ausgewogene Mischung: Anregung von Selbstständigkeit und Übernahme von Verantwortung, Einhalten von gesell. Regeln Unterstützungsnetzwerk → wirksam Siebte Maxime Neben der Familie sind Schule, Ausbildungsstätten, Gleichaltrige und Medien als Sozialisationsinstanzen die wichtigsten Vermittler und Unterstützer im Entwicklungsprozess des Jugendalters. Familie Gleichaltrige Schule Freiheit Selbstorganisation Struktursetzung Interessen fördern Identität Austausch und Unterstützung Vorbilder für Selbstständigkeit Einfluss auf Konsumverhalten zum selbstständigen Lernen anregen gesellschaftl. Werte vermitteln eigene Meinung abwägen Medien andere Vorbilder sehen Achte Maxime Die Lebensphase Jugend muss unter heutigen historischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen in westlichen Gesellschaften als eine eigenständige Phase im Lebenslauf identifiziert werden. Sie hat ihren früheren Charakter als Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen verloren. früher: heute: entstand vor 100 Jahren als ein neuer Lebensabschnitt (kurze Übergangsphase) lang gestreckte, eigenständige Phase (i.d.R 15 Jahre) ● biographischer Abschnitt mit Eigenbedeutung Transition (Übergang) und Moratorium (vereinbarer Aufschub) Neunte Maxime Hoch entwickelte Gesellschaften sind nicht nur durch schnellen sozialen Wandel, sondern auch durch ein großes Ausmaß an sozialer und ethnischer Vielfalt und durch immer stärker werdende ökonomische Ungleichheit gekennzeichnet. Diese Merkmale prägen zunehmend auch die Jugendphase und führen zu einer Spaltung jugendlicher Lebenswelten. ● nicht mehr eine einheitliche Jugendwelt → gespalten politische Partizipation: müssen sich mit ökonomischer Ungleichheit auseinandersetzen Zehnte Maxime Die Zugehörigkeit zum weiblichen oder männlichen Geschlecht prägt die Muster der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben. In den letzten drei bis vier Jahrzehnten haben sich die Mädchen und jungen Frauen in vielen Bereichen der Lebensführung bessere Ausgangschancen als die Jungen und jungen Männer erschlossen- Frauen oft bessere Abschlüsse Frauen flexibler, kommunikativer, selbstständiger, kreativer und leistungsfähiger können Beruf, Familie und Arbeit in der Gemeinde leichter vereinen Männer einseitig auf Berufskarriere fokussiert Frustration, in ihrer Identität verunsichert

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Erste Maxime Die Persönlichkeitsentwicklung gestaltet sich in einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt. Hierdurch werden auch die Grundstrukturen für Geschlechtsmerkmale definiert. ● ● Grundstrukturen O 50%: Geschlecht, körperlicher Konstitution, Intelligenz, Temperament und Psyche 50%: soziale und physische Umwelt (Familie, Freizeit, Freunde, Kultur, Finanzen...) Wechselspiel von Anlage und Umwelt O Spiel- und Möglichkeitsräume Ausprägungen von männlichen und weiblichen Persönlichkeitsmerkmalen O angeborene Unterschiede O kulturelle Vorstellungen O (Sozialisationsprozess) Ausgangslage und Möglichkeitsraum für die geschlechterspezifische Entfaltung Zehn Maxime zum Jugendalter von Klaus Hurrelmann Zweite Maxime Der Prozess der Sozialisation, verstanden als die dynamische und produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität, erreicht eine besonders intensive Phase und zugleich einen für den ganzen weiteren Lebenslauf Muster bildenden Charakter. Auseinandersetzung mit innerer und äußeren Realität durch Umbrüche O innen: körperliche und psychischen Grundstrukturen außen: soziale und physische Umweltbedingungen Sozialisation: ständige Beobachtung und Diagnose der eigenen Anlagen und ihrer Veränderungen o Anpassung des Handelns aktive Rolle • Entwicklungsaufgaben O in Prozess der Selbstregulierung bearbeitet Selbstorganisation bildet Muster der Lebensführung Dritte Maxime Menschen im Jugendalter sind schöpferische Konstrukteure ihrer ersönlichkeit mit er Kompetenz zur eigengesteuerten Lebensführung. ständiger Prozess des Suchens und Tastens, Ausprobierens Versuch, Umwelt aktiv zu beeinflussen unfertiger, offener Charakter • Lebensführung reagiert auf neueste kulturelle, soziale und ökonomische Veränderungen selbst gesetzte Ziele und Sinngebungen ermöglichen Mindestmaß an Stabilität und Höchstmaß an Bedürfnisbefriedigung • jugendtypische Lebensformen (suchend) werden immer aussagekräftiger, da Umbrüche in späteren Phasen häufiger werden Vierte Maxime Lebensphase Jugend als erstmalige Chance der Ausbildung von Ich-Identität durch die Synthese von Individuation und Integration Integration (→ soziale Identität) Anpassung an gesellschaftliche Werte, Verhaltensstandards und Anforderungen ● Erleben einer anerkannten, gesellschaftlichen Mitgliedschaftsrolle Individuation (→ personale Identität) Aufbau einer individuellen Persönlichkeitsstruktur ● unverwechselbare Merkmale und Kompetenzen Identität ● Kontinuität des Selbsterlebens "sich selbst...

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